Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

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Rockcrunsher
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Re: Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

Beitrag von Rockcrunsher »

Ja Atze, das stimmt auch. Bei den Federklemmen wird das "Adernpaket" flach gedrückt und hat damit einen größeren Flächenkontakt, als mit Aderendhülse (oder eigentlich auch bei starrem NYM). Dadurch wird der Übergangswiderstand geringer und eine (theoretische) Erwärmung vermieden. Bei starren NYM lässt sich das natürlich nicht vermeiden, aber bei flexiblen Kabeln würde ich die Aderendhülse weglassen.
Liebe Grüße
Rockcrunsher
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dksoft
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Re: Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

Beitrag von dksoft »

familiagomez hat geschrieben: Mi 13. Aug 2025, 19:01 ... mit paar Lüsterklemmen dran ist jetzt nicht ganz die tolle Sache...
@familiagomez: Schau doch bitte nach, ob bei dir die Lüsterklemmen mit der Zunge verbaut wurden. Hier Wikipedia Lüsterklemme kann man das sehr gut erkennen.

Dann wäre alles einwandfrei und wir regen uns vergebens auf :-D
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familiagomez
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Re: Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

Beitrag von familiagomez »

Huhu zusammen,

Bei den Klappbaren Wago Klemmen ist es sogar „verboten“ bzw. von Wago nicht möglich Aderendhülsen zu verwenden. Also zwingend, entweder starre NYM oder Litze nehmen.

Ja bei LeRoy Merlin habe ich die Wagos auch in einem kleinen Bereich / Fach entdeckt. Leider nur bis 4mm2 und nur sehr ausgewählte Varianten. Aber es gibt sie. Im vergleich zu den Lüsterklemmen, sind sie ein vielfaches teurer noch stärker als in DE und damit auch eines der Hauptgründe, warum sie in Spanien kaum Verwendung finden. Dazu kommt sicher auch die noch größere Unbekanntheit)in Spanien fummeln ja auch Leute ohne Kenntnisse und Ausbildungen an Elektro rum, die nicht geschult werden etc. Also woher soll das Wissen kommen, dass es da was besseres gibt.


Es ist natürlich möglich, dass es so wie bei uns in Spanien Stand der Technik oder aus spanischer Sicht „fachgerecht“ ist, ob das nun so GUT ist oder nicht wage i ich trotzdem zu bezweifeln und gehe da eher auf den bekannten und viel strengeren VDE Standard aus DE, was die Verbindungen angeht. Das kann aber ja jeder für sich selbst entscheiden.


Leider sind es keine Lüsterklemmen mit Zungen, die Kabel sind einfach abisoliert, 4-5 Kabel miteinander verdrillt, in die Lüsterklemme gesteckt und mit der Schraube fixiert. Welche der Adern man tatsächlich trifft und welche zur Seite gedrückt wird, kann man sich dann aussuchen. Habe mal an 1-2 gezogen x die waren sehr fest verschraubt, ließen sich trotzdem rausziehen. Manche waren schon mit Schmorgeruch etc. Zu erkennen.

Bei Licht, wo die Lampen meist nur wenige Watt Leistung ha en mag das noch gehen, aber bei Leitungen ab 2,5mm2 /4mm2 oder mehr mit Absicherung von 16/20/25A ist das nicht gut. Backofen, kleines Kochfeld, das zieht schon einiges. Wenn da mal an einer Steckdose eine Heissluftfriteuse oder ein Baustaubsauger mit knapp 1500-2000 Watt dranhängt, mag ich da garnicht drüber nachdenken.



Ich mag da vielleicht etwas übervorsichtig sein, hab aber in Deutschland auf meinen Baustellen zu viel erlebt und gesehen. Habe mittlerweile vor der Abreise 6 Abzweigdosen von 10 insgesamt komplett neu gemacht. Nächstes Mal sind die restlichen dran und ich werde dann nach und nach noch die Dosen/ Schalter etc. Machen. Ich kann so einfach sicherer schlafen. Falls einer in La Marina mal Wagos kurzfristig braucht und LeRoy zu hat kann er sich gerne melden, bin jetzt gut ausgestattet :-D
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chris
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Re: Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

Beitrag von chris »

In 25 Jahren habe ich noch kein Haus erlebt, welches wegen einer fachgerechten spanischen Installation mit Lüsterklemmen abgebrannt wäre, somit schlafe ich auch ohne Wago Klemmen ruhig.
⚡😴

Im Vergleich zum früheren "Standard" der sich mit der Verfügbarkeit von Isolierband in Spanien etablierte, ist eine Lüsterklemme schon installationstechnischer Gold-Standard.

Mehr als zwei Sicherungen, FI Schalter, durchgängige Erdung und Lüsterklemmen sind alles Features, die erst in den letzten Jahrzehnten eingeführt wurden, wer jetzt wegen fehlender Wago Klemmen heult, der hätte noch zur Jahrtausendwende einen Herzinfarkt bekommen, wenn er sich die Elektroinstallation angeschaut hätte. Natürlich geht es immer besser, aber in Spanien gibt es inzwischen einen guten Standard, den ich als bedenkenlos sicher empfinde.

Und was die Fachkenntnisse angeht so ist es richtig, dass die geregelte klassische Ausbildung wie in Deutschland fehlt, aber eine Abnahme einer Installation darf nur von einem qualifizierten Elektriker durchgeführt werden. Und diese sind in aller Regel durchaus sachkundig und keine Pfuscher, da man dafür entsprechende Kurse erfolgreich absolvieren muss.

Die deutschen Superklemmen erinnern mich, offtopic, daran, dass ich früher in meinen spanischen WGs alles mit Torx-Schrauben festgemacht habe, von dem ich sicher sein wollte, dass es niemand wieder abschrauben kann. Seinerzeit war selbst Spax ein Exot, die Spanier haben ihr Land mit Schlitzschrauben aus Blech zusammengesetzt, bei denen der Schlitz bei zu heftigem Einsatz von Chrom Vanadium gerne zu einer breiten, unförmigen Furche wurde. Passend dazu auch die weißen Dübel, für die man selbst bei 5er Schrauben ein 12er Loch bohren musste.
Inzwischen gibt es Torx, Spax und Fischerdübel auch in Spanien, und eure Hightech Klemmen werden in 20 Jahren vielleicht auch hier Vorschrift sein....
Saludos,
Chris
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Re: Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

Beitrag von nurgis »

In meinem Haus gab es traumhafte Verbindungen mit Heftpflaster.Zum Glück aber auch einen Fi-Schalter.
Der Hund ist Dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
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Chris_W
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Re: Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

Beitrag von Chris_W »

Ich habe eine große Verteilerdose für die Aussensteckdosen aussen im Boden, die ist natürlich bei starkem Regen nicht vor eindringendem Wasser geschützt. Die Verteilung ist mit Lüsterklemme und mit Isolierband umwickelt aber auch Wago würde nicht helfen weil die nicht wasserdicht sind.
Im April hat dann auch der FI ausgelöst mit der Konsequenz dass ich alle Steckdosen abschalten musste, leider auch die, an der der Kühlschrank hängt.

Der Elektriker kam relativ schnell und hat stolz verkündet, dass er das alte Isolierband jetzt durch ein Kautschukband ersetzt hat, dass ich selbst verschweißt :lol: hat das Problem verringert aber nicht behoben.

Ich habe mir jetzt bei Amazon Quetschmuffen bestellt, dauerhaft wasserdicht IP68, weil alles andere keinen Sinn macht.
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Re: Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

Beitrag von housecat »

Quetschmuffen kenne ich nicht. Wenn im Außenbereich irgendwas dauerhaft zu verbinden ist: Kabelmuffen mit Gießharz. Solche hier: https://amzn.eu/d/eM5vsnq

Gruß // Housecat
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Re: Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

Beitrag von Chris_W »

housecat hat geschrieben: Di 19. Aug 2025, 10:08 Quetschmuffen kenne ich nicht. Wenn im Außenbereich irgendwas dauerhaft zu verbinden ist: Kabelmuffen mit Gießharz. Solche hier: https://amzn.eu/d/eM5vsnq

Gruß // Housecat
Kann man machen, ist aber für normale wasserdichte Verbindungen etwas übertrieben. Quetschmuffe bedeutet, dass die Kabel, die in die Muffe reingehen durch eine Dichtung laufen, welche beim Verschrauben gequetscht wird, damit sind die wasserdicht nach IP68 und das bedeutet dauerhaftes Eintauchen in Wasser bis zu einer Tiefe von 1m.

Im Gegensatz zu Gießharz kann man diese Verbindungen auch wieder lösen.
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dksoft
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Re: Elektroleitungs-Verbindungen in Spanien ??!!

Beitrag von dksoft »

Bei der Verwendung von Wago Klemmen, gibt es eine Gelbox, die sich für diesen Einsatz gut eignet.

Sonst haben sich die 3M Scotchlok 314 immer bewährt.
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