Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Grundstücksrecht, Versicherungen, Schäden am Gebäude usw.
Antworten
Benutzeravatar
Beefeater
especialista
especialista
Beiträge: 2111
Registriert: Mo 28. Feb 2022, 17:10
Wohnort: Elche
Kontaktdaten:

Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Beitrag von Beefeater »

Hola a todos,

Die Immobilienpreise an der Costa Blanca verzeichnen auch im Jahr 2026 ein starkes Wachstum.
Trotz leicht rückläufiger Transaktionszahlen steigen die Preise aufgrund der enormen internationalen Nachfrage und des knappen Angebots weiter an.
(https://www.engelvoelkers.com/es/de/imm ... sta-blanca)

Aktuell liegen die durchschnittlichen Preise laut Engel & Völkers Costa Blanca
bei 2.699 €/m² für Häuser (+7,7 % zum Vorjahr) und 2.827 €/m² für Wohnungen (+8,0 % zum Vorjahr).

Regionale Unterschiede im Überblick

Der Markt an der Costa Blanca teilt sich in drei sehr unterschiedliche Preiszonen:

Costa Blanca Nord
3.200 €/m² – über 5.500 €/m² Exklusiver Premiummarkt, strenge Bauvorschriften.
Moraira (~4.300 €/m²), Jávea und Altea.

Costa Blanca Mitte
2.000 €/m² – 3.400 €/m² Urbane Mischung, sehr gute Mietrenditen.
Alicante Stadt (~2.150 €/m²) und Benidorm.

Costa Blanca Süd
1.700 €/m² – 2.800 €/m²
Erschwinglicher Einstieg für Budget-Käufer. Torrevieja (~2.550 €/m² für Bestände) und Pilar de la Horadada.

💡 Wichtige Änderung für Käufer in 2026
Eine erhebliche Erleichterung betrifft die Nebenkosten:
Seit dem 1. Juni 2026 wurde die Grunderwerbsteuer (ITP) in der Region Valencia für Bestandsimmobilien bis 1.000.000 € von zuvor 10 % auf 9 % gesenkt. Auch die Stempelsteuer (AJD) für Neubauten sank leicht auf 1,4 %
(https://www.morairainvest.com/de/blog/i ... ta-blanca/)

Ich schaue aus reiner Neugier ab und zu in die neuen Angebote bei quiero und idealista ...
Und da finde ich keine Immo ähnlich unserer mehr, für einen ähnlichen Preis.
Da müsste ich für unsere heute (genau 4 Jahre später) locker 60.000 bis 90.000€ drauf legen.

Saludos, Mike
... Et het noch emmer joot jejange
Quijosha
apasionado
apasionado
Beiträge: 565
Registriert: Di 28. Apr 2015, 12:46
Wohnort: Stuttgart / Denia, Deveses

Re: Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Beitrag von Quijosha »

Simmer doch froh ;-)
Benutzeravatar
Beefeater
especialista
especialista
Beiträge: 2111
Registriert: Mo 28. Feb 2022, 17:10
Wohnort: Elche
Kontaktdaten:

Re: Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Beitrag von Beefeater »

Ich denke wir "Alten" können alle froh sein, die Käufer von vor 10+ Jahren noch deutlich froher ;)

Und stünde ich heute vor der Wahl, eine Immo sofort zu kaufen, oder noch 3 Jahr auf den Ruhestand o.ä. zu warten,
dann würde ich es schnellstmöglich tun, denn "günstiger" werden die Immos sicher nicht mehr...

Die Preissteigerungen liegen in vielen EU-Ländern wohl bei 4 bis 5% alle 6 Monate B-)
Das sind dann in 10 bis 12 Jahren 100% Aufschlag, aua

Saludos, MIke
... Et het noch emmer joot jejange
Mattes
bisoño
bisoño
Beiträge: 15
Registriert: Mo 15. Dez 2025, 19:54

Re: Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Beitrag von Mattes »

Das ist genau der Grund, warum wir jetzt, ein paar Jahre vor dem Ruhestand gekauft haben.
Ich habe die Preisentwicklung auf Mallorca beobachtet. Vor 18-20 Jahren waren da die Preise ähnlich wie jetzt hier.
Mittlerweile kann man da eine 1 vorschreiben.
Gut, CB ist nicht Mallorca, aber die Entwicklung wird nach oben gehen. Da bin ich mir ziemlich sicher.
Viele Häuser sind aus den 60er/70er/80erJahren. Der Generationwechsel wird in den nächsten Jahren durch sein.
Das Angebot wird sinken, was den Evekt noch verstärken kann...
Aber.......vielleicht irre ich mich ja auch :-D
Benutzeravatar
Josefine
especialista
especialista
Beiträge: 4224
Registriert: Mi 13. Jun 2012, 16:15
Wohnort: Orihuela Costa

Re: Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Beitrag von Josefine »

.
Vor der Finanzkrise hat man in Spanien auch gedacht, die Preise steigen immer weiter.
Aber dann platzte die Immo-Blase im Jahr 2008 in Spanien und dauerte bis ca. 2013/14.
Wir haben in der Finanzkrise gekauft und zwar 2011. Der Preis für unsere Spanien-Immo war sehr günstig, aber für unsere deutsche Immobilie war der Verkaufspreis natürlich auch niedriger als vor der Krise.

Vielleicht hat man heute wieder Höchstpreise und im nächsten Jahr fallen sie wieder aus irgendwelchen finanzpolitischen Gründen. Niemand weiß es, wie die Zukunft aussieht.

Der Kauf hängt ja auch davon ab, wann das Rentenalter beginnt. Denn gerade dann, kann man eine Spanien-Immobilie richtig nutzen. Ist man noch berufstätig hat man ja nur 6 Wochen Urlaub. Lohnt sich also nicht richtig. In jüngeren Jahren wollen viele Berufstätige auch noch mehr von der Welt sehen. Dann bleibt womöglich noch weniger Zeit für die eigene Immobilie in Spanien.
Gruß Josefine :)
Benutzeravatar
Oliva B.
Administratorin u. Moderatorin
Administratorin u. Moderatorin
Beiträge: 22376
Registriert: Mi 6. Mai 2009, 08:17
Wohnort: Dort, wo die Sonne die Oliven küsst.😊

Re: Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Beitrag von Oliva B. »

Beefeater hat geschrieben: Mo 7. Sep 2026, 22:02 Hola a todos,

Die Immobilienpreise an der Costa Blanca verzeichnen auch im Jahr 2026 ein starkes Wachstum.
Trotz leicht rückläufiger Transaktionszahlen steigen die Preise aufgrund der enormen internationalen Nachfrage und des knappen Angebots weiter an.
(https://www.engelvoelkers.com/es/de/imm ... sta-blanca)

Aktuell liegen die durchschnittlichen Preise laut Engel & Völkers Costa Blanca
bei 2.699 €/m² für Häuser (+7,7 % zum Vorjahr) und 2.827 €/m² für Wohnungen (+8,0 % zum Vorjahr).

Regionale Unterschiede im Überblick

Der Markt an der Costa Blanca teilt sich in drei sehr unterschiedliche Preiszonen:

Costa Blanca Nord
3.200 €/m² – über 5.500 €/m² Exklusiver Premiummarkt, strenge Bauvorschriften.
Moraira (~4.300 €/m²), Jávea und Altea.

Costa Blanca Mitte
2.000 €/m² – 3.400 €/m² Urbane Mischung, sehr gute Mietrenditen.
Alicante Stadt (~2.150 €/m²) und Benidorm.

Costa Blanca Süd
1.700 €/m² – 2.800 €/m²
Erschwinglicher Einstieg für Budget-Käufer. Torrevieja (~2.550 €/m² für Bestände) und Pilar de la Horadada.

💡 Wichtige Änderung für Käufer in 2026
Eine erhebliche Erleichterung betrifft die Nebenkosten:
Seit dem 1. Juni 2026 wurde die Grunderwerbsteuer (ITP) in der Region Valencia für Bestandsimmobilien bis 1.000.000 € von zuvor 10 % auf 9 % gesenkt. Auch die Stempelsteuer (AJD) für Neubauten sank leicht auf 1,4 %
(https://www.morairainvest.com/de/blog/i ... ta-blanca/)

Ich schaue aus reiner Neugier ab und zu in die neuen Angebote bei quiero und idealista ...
Und da finde ich keine Immo ähnlich unserer mehr, für einen ähnlichen Preis.
Da müsste ich für unsere heute (genau 4 Jahre später) locker 60.000 bis 90.000€ drauf legen.

Saludos, Mike
Die Zahlen von Engel & Völkers, Idealista usw. geben im Wesentlichen die Angebotspreise der auf dem Portal angebotenen Immobilien wieder. Diese entsprechen nicht dem tatsächlich beim Notar/Grundbuch realisierten Verkaufspreis.
Für eine möglichst seriöse Betrachtung würde ich deshalb zusätzlich eine Bewertung von

Tinsa (Las Sociedades de Tasación inmobiliaria en España/Vereinigung der Immobilienbewertungsgesellschaften) vornehmen lassen.
Tinsa / Accumin Home bietet seine Dienstleistungen ausdrücklich auch privaten Käufern und Verkäufern an. Man kann beispielsweise eine offizielle Immobilienbewertung („tasación oficial“) beauftragen. Tinsa beschreibt diese Bewertung als Verfahren zur Ermittlung des Immobilienwertes, unter anderem für Kauf/Verkauf, Finanzierung, Erbschaft, Scheidung oder steuerliche Zwecke,
oder
durch das Colegio de Registradores (die offizielle Kammer der Registerführer Spaniens ist die Berufsvereinigung, in der alle Angehörigen des Berufsstands der Grundbuch-, Handels- und Mobilienregisterführer Spaniens zusammengeschlossen sind) heranziehen. Das Colegio de Registradores de la Propiedad, Mercantiles y de Bienes Muebles de España ist die Organisation der spanischen Registerführer. Die Grundbuchregister selbst unterstehen dem spanischen Justizministerium.
Als Privatperson kannst du dort unter anderem eine: Nota Simple beantragen, die u. a. enthält:
  • Eigentümer
  • Grundstück/Immobilie
  • eingetragene Rechte
  • Hypotheken
  • Belastungen
  • bestimmte Beschränkungen.
Die Nota Simple ist allerdings nur informativ und keine öffentliche Urkunde. Die Kosten liegen aktuell bei 9,02 € pro Immobilie zzgl. Steuern/Abgaben.

In der Provinz Alicante und vor allen Dingen an der Costa Blanca sind die Preise seit 2007 inzwischen deutlich gestiegen.
Inflationsbereinigt ist der Abstand jedoch wesentlich geringer. Ein Haus, das 2007 beispielsweise 200.000 € kostete, müsste heute allein aufgrund der allgemeinen Inflation deutlich mehr kosten, um die gleiche reale Kaufkraft darzustellen.
Das bedeutet: Der heutige Preis von z. B. 300.000 € ist nicht automatisch real 50 % höher als 2007.
Saludos,
Elke (Oliva B.)

Beiträge als Oliva B. spiegeln meine persönliche Ansicht und Meinung wider. Mitteilungen unseres CFB-Teams erscheinen unter dem Team-Account.
Benutzeravatar
Oliva B.
Administratorin u. Moderatorin
Administratorin u. Moderatorin
Beiträge: 22376
Registriert: Mi 6. Mai 2009, 08:17
Wohnort: Dort, wo die Sonne die Oliven küsst.😊

Re: Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Beitrag von Oliva B. »

Josefine hat geschrieben: Di 8. Sep 2026, 22:33 .
Vor der Finanzkrise hat man in Spanien auch gedacht, die Preise steigen immer weiter.
Aber dann platzte die Immo-Blase im Jahr 2008 in Spanien und dauerte bis ca. 2013/14.
Wir haben in der Finanzkrise gekauft und zwar 2011. Der Preis für unsere Spanien-Immo war sehr günstig, aber für unsere deutsche Immobilie war der Verkaufspreis natürlich auch niedriger als vor der Krise.

Vielleicht hat man heute wieder Höchstpreise und im nächsten Jahr fallen sie wieder aus irgendwelchen finanzpolitischen Gründen. Niemand weiß es, wie die Zukunft aussieht.

Der Kauf hängt ja auch davon ab, wann das Rentenalter beginnt. Denn gerade dann, kann man eine Spanien-Immobilie richtig nutzen. Ist man noch berufstätig hat man ja nur 6 Wochen Urlaub. Lohnt sich also nicht richtig. In jüngeren Jahren wollen viele Berufstätige auch noch mehr von der Welt sehen. Dann bleibt womöglich noch weniger Zeit für die eigene Immobilie in Spanien.
Aus den hohen Verkaufspreisen sollte man aber nicht automatisch darauf schließen, dass die Costa Blanca heute wieder eine Immobilienblase wie 2007 hat, denn die Situation ist strukturell anders:

2007 hatten wir unter anderem:
  • extrem starken Neubau
  • spekulative Nachfrage
  • sehr lockere Kreditvergabe
  • enorme Bautätigkeit
  • hohe Verschuldung
  • anschließend einen massiven Nachfrage- und Kreditkollaps
Heute ist ein wesentlich wichtigerer Faktor das Angebotsdefizit. Gleichzeitig ist die Nachfrage von ausländischen Käufern an der Costa Blanca sehr stark. Auch die Tinsa-Daten zeigen, dass sich die Küstenmärkte deutlich anders entwickeln können als der spanische Gesamtmarkt. Die Costa Blanca ist heute teuer und die Immobilienpreise liegen teilweise klar über 2007, aber die Daten sprechen nicht für eine 1:1-Wiederholung der spanischen Immobilienblase von 2007.

Der wichtigste Unterschied ist die Finanzierung. Beim Boom bis 2007 war Spanien von starkem Kreditwachstum, sehr hoher Bautätigkeit und spekulativer Nachfrage geprägt. Der Banco de España kommt in seiner langfristigen Analyse zu dem Schluss, dass der heutige Wohnungsmarkt – trotz kräftiger Preissteigerungen – nicht dieselbe Überdimensionierung wie beim Boom der ersten 2000er-Jahre aufweist. Gleichzeitig sieht die Notenbank inzwischen wachsende Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage. B Banco de España.

Heute haben wir eher:
zu wenig attraktive Wohnungen + sehr starke Nachfrage
statt:
zu viele neu gebaute Wohnungen + zu viel Kredit.
Das ist ein fundamentaler Unterschied.

2025 entfielen laut dem Colegio de Registradores rund 43,29 % aller registrierten Wohnungskäufe in der Provinz Alicante auf Ausländer. Spanien insgesamt lag bei nur rund 13,8 %. Gerade in den höherpreisigen Küstenlagen gibt es viele Käufer mit ausländischem Einkommen, Kapital oder bereits vorhandenem Vermögen.
Das macht den Markt weniger abhängig vom spanischen Hypothekenmarkt als 2007.


Besonders an der Costa Blanca wächst das Angebot nicht annähernd so schnell wie die Nachfrage, denn neue Wohnungen in attraktiven Küstenlagen sind schwierig zu schaffen. Es besteht eine völlig andere Ausgangslage als 2007, denn...

...es steht weniger Bauland zur Verfügung, Baugenehmigungen werden nicht mehr so schnell erteilt, Proteste gegen Überbauung mehren sich, Umweltauflagen müssen erfüllt werden, da die Infrastruktur mit dem Bevölkerungswachstum nicht mithält. Zudem sind die Baukosten in die Höhe geschnellt, die politische Unsicherheit drängt finanzkräftige Käuferschichten aus Mitteleuropa auf den Markt, und letztendlich gibt es immer weniger Grundstücke in attraktiven Lagen zu kaufen - es wird eng an der Costa Blanca. Deswegen wird auch jedes alte Haus, jedes winzige Grundstück (auch in Steilhang- oder Schattenlage!) seinen Käufer finden, Hauptsache es liegt nah genug am Meer.

Der Markt kann weiter steigen, solange internationale Käufer bereit sind, die Preise zu bezahlen, obwohl die lokale Bevölkerung kaum noch mithalten kann. Wann die Erschwinglichkeitsgrenze erreicht sein wird, lässt sich heute noch nicht abschätzen. Die nördliche Costa Blanca hat sich in den letzten Jahren in Richtung Premium-/Lifestylemarkt entwickelt. Was ich beobachtet habe: Neue Käufer haben im Durchschnitt mehr Kapital. Eine Immobilie, die vor 10–15 Jahren beispielsweise für einen relativ wohlhabenden europäischen Mittelständler attraktiv war, kostet heute möglicherweise 500.000–700.000 €. Für eine wirklich gute Villa werden 800.000 bis 1,5 Mio. € aufgerufen - oder noch mehr. Damit verschiebt sich zwangsläufig die soziale Zusammensetzung der Käufer.
Und genau das verändert das Publikum.

Gleichzeitig gibt es in den Premiumorten wie Denia, Jávea, Moraira, Calpe und Altea einen zweiten Effekt:

Restaurants passen ihr Angebot an die zahlungskräftigere Kundschaft an. Wenn mehr Gäste bereit sind, 50–70 € pro Person statt 25–35 € auszugeben, entsteht ein anderes gastronomisches Angebot.

Das ist ein klassischer Nachfrageeffekt.

Und er kann sich selbst verstärken: wohlhabendere Besucher → höherpreisige Gastronomie → höhere Kosten für lokale Konsumenten → weniger günstige Angebote → noch stärkeres Premiumimage.

Wenn dieser Prozess anhält entsteht eine Art touristische bzw. internationale Gentrifizierung. Denn höhere Immobilienpreise führen zu höheren Mieten, höheren Gastronomie-/Dienstleistungspreisen. Lokale Beschäftigte können sich die Region immer weniger leisten und werden durch wohlhabendere Zuzügler ersetzt.

Ich weiß nicht, ob ich es hier schon einmal erwähnt habe: Wir saßen im Hochsommer in einer Strandbar, das Thermometer zeigte 37 Grad. Die Bedienung, bekleidet mit langer Hose, langärmligen T-Shirt und Sombrero #:-s bediente aufmerksam die Gäste, ohne eine Miene zu verziehen. Als ich sie (es war eine Kolumbianerin) fragte, wie viele Stunden sie bei der Hitze täglich arbeitet, antwortete sie mit versteinerter Miene: 12 Stunden. Als wir zum Auto gingen sah ich einen fast vollen Bus auf dem Parkplatz stehen, der offensichtlich noch auf weitere Passagiere wartete. Das Unternehmen hat seinen Sitz 40 Minuten von der Küste entfernt. Im Bus saßen nur Südamerikaner. Schnell mal zusammengerechnet: Eine Stunde Anfahrt + 12 Stunden Arbeitszeit, Pausen???? + eine Stunde Rückfahrt - da fällt man nur noch erschöpft ins Bett. Mir war klar, warum die Frau kein Lächeln mehr für die Kunden übrig haben konnte.
Saludos,
Elke (Oliva B.)

Beiträge als Oliva B. spiegeln meine persönliche Ansicht und Meinung wider. Mitteilungen unseres CFB-Teams erscheinen unter dem Team-Account.
Frambuesa
especialista
especialista
Beiträge: 1950
Registriert: Mo 15. Okt 2018, 17:02
Wohnort: Bergisches Land / Vinaròs

Re: Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Beitrag von Frambuesa »

Oliva B. hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 15:43 Ich weiß nicht, ob ich es hier schon einmal erwähnt habe: Wir saßen im Hochsommer in einer Strandbar, das Thermometer zeigte 37 Grad. Die Bedienung, bekleidet mit langer Hose, langärmligen T-Shirt und Sombrero #:-s bediente aufmerksam die Gäste, ohne eine Miene zu verziehen. Als ich sie (es war eine Kolumbianerin) fragte, wie viele Stunden sie bei der Hitze täglich arbeitet, antwortete sie mit versteinerter Miene: 12 Stunden. Als wir zum Auto gingen sah ich einen fast vollen Bus auf dem Parkplatz stehen, der offensichtlich noch auf weitere Passagiere wartete. Das Unternehmen hat seinen Sitz 40 Minuten von der Küste entfernt. Im Bus saßen nur Südamerikaner. Schnell mal zusammengerechnet: Eine Stunde Anfahrt + 12 Stunden Arbeitszeit, Pausen???? + eine Stunde Rückfahrt - da fällt man nur noch erschöpft ins Bett. Mir war klar, warum die Frau kein Lächeln mehr für die Kunden übrig haben konnte.
Einfach unvorstellbar, unter welchen Bedingungen manche Menschen arbeiten müssen. Ähnliche Beobachtungen haben wir z.B. auch bei den Landarbeitern gemacht.
Saludos Frambuesa





————————————————————————

Eine Reise erhält ihre Bedeutung stets durch die Perspektive und Intention,
aus der sie unternommen wird

————————————————————————
Benutzeravatar
Josefine
especialista
especialista
Beiträge: 4224
Registriert: Mi 13. Jun 2012, 16:15
Wohnort: Orihuela Costa

Re: Immobilienpreise / Entwicklung an der CB 2026

Beitrag von Josefine »

Oliva B. hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 15:43
Der Markt kann weiter steigen, solange internationale Käufer bereit sind, die Preise zu bezahlen, obwohl die lokale Bevölkerung kaum noch mithalten kann. Wann die Erschwinglichkeitsgrenze erreicht sein wird, lässt sich heute noch nicht abschätzen. Die nördliche Costa Blanca hat sich in den letzten Jahren in Richtung Premium-/Lifestylemarkt entwickelt. Was ich beobachtet habe: Neue Käufer haben im Durchschnitt mehr Kapital. Eine Immobilie, die vor 10–15 Jahren beispielsweise für einen relativ wohlhabenden europäischen Mittelständler attraktiv war, kostet heute möglicherweise 500.000–700.000 €. Für eine wirklich gute Villa werden 800.000 bis 1,5 Mio. € aufgerufen - oder noch mehr. Damit verschiebt sich zwangsläufig die soziale Zusammensetzung der Käufer.
Interessantes Thema...
Wie das hier dargestellt wird, wird die nördliche Costa Blanca (Meernähe) wohl inzwischen bzw. künftig eher interessant für Millionäre und nicht mehr für Käufer mit mittlerem Einkommen sein. Hinzu kommt ja auch noch, daß die meisten nordeuropäischen Käufer die Immobilie an der Costa Blanca als Zweitwohnsitz erwerben. Lohnt sich dann dieser hohe Betrag?

An der südlichen Costa Blanca gibt es viele Apartments, die natürlich weitaus günstiger sind, auch in Meernähe. Dann wird sich der nordeuropäische Mittelstand wohl eher hierhin begeben. Mit Vermietungen ist es künftig auch nicht mehr so leicht. In unserer Wohnanlage hat die Eigentümer-Gemeinschaft beschlossen, daß künftig keine Erlaubnisse mehr erteilt werden. Nur noch die Alt-Fälle können weiterhin vermieten.

Sollten auch hier die Immobilien-Preise in Meernähe exorbitant steigen, dann käme ggf. noch die Region Murcia in Frage oder man müßte mehr ins Landesinnere ziehen.

Wir waren gestern Mittag in einem unserer Lieblings-Restaurants und haben für ein Menú del Día (3 Gänge) für alle 4 Personen incl. Trinkgeld 75 € bezahlt. Da kann man doch nicht meckern.
Gruß Josefine :)
Antworten

Zurück zu „allgem. Fragen zum Eigentum an der CB“