Migrationskrise in Ceuta

Ereignisse und aktuelle Geschehnisse aus Politik, Wirtschaft und Umwelt (Klima-, Natur- und Tierschutz) werden hier diskutiert.
Benutzeravatar
Beefeater
especialista
especialista
Beiträge: 2101
Registriert: Mo 28. Feb 2022, 17:10
Wohnort: Elche
Kontaktdaten:

Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Beefeater »

Aus aktuellem Anlass,
da ich zufällig in Elche lebe und obwohl ich das persönlich favorisiert habe,
muss ich betonen, dass ich nichts mit diesem Plakat zu tun habe B-)

Orange-Werbeplakat bei Elche zeigt Westsahara sowie Ceuta und Melilla als Teil Marokkos

Die Polisario-Front in der Provinz Alicante fordert die Entfernung oder Änderung eines Werbeplakats an der Autobahn AP-7 bei Elche. Nach Angaben der Organisation zeigt die Werbung eine Karte Marokkos, in der sowohl die Westsahara als auch die spanischen Städte Ceuta und Melilla integriert sind.

Quelle:
https://nachrichten.es/orange-werbeplak ... -marokkos/

Saludos, Mike
... Et het noch emmer joot jejange
Benutzeravatar
Oliva B.
Administratorin u. Moderatorin
Administratorin u. Moderatorin
Beiträge: 22362
Registriert: Mi 6. Mai 2009, 08:17
Wohnort: Dort, wo die Sonne die Oliven küsst.😊

Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Oliva B. »

chris hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 16:03 [...]
Überrascht hat mich hingegen, dass José María Aznar von der PP sich nach Ceuta begeben hat. Wer kennt ihn noch? Sozusagen der Vor-vor-vorgänger von Sánchez, Regierungspräsident 1996 bis 2004. Auch wenn politisches Kalkül dahintersteckt, so ist es doch ein Unding, dass der Regierungschef von einen Urlaub in den nächsten jettet, während ein greiser Ehemaliger der Opposition sich aufmacht, um vor Ort bei den Menschen zu sein, denen die Hütte lichterloh brennt.[...]
Für mich als Foren-Omi mit altersgemäßen politischen Wissen Bild(leider fand ich keinen passenden Smilie) , war der Besuch Aznars ein bewusster politischer Schachzug der konservativen Opposition. Aznar nutzte die lokale Krise in Ceuta gezielt, um Pedro Sánchez Untätigkeit und mangelnde Härte beim Schutz der nationalen Integrität vorzuwerfen.
chris hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 16:03Da die Krise ebenso aktuell wie groß ist, habe ich mich mal wieder auf das dünne Eis eines politischen Themas begeben und hoffe, dass wir damit respektvoll umgehen.
>:d<
Weltpolitische Themen sind bei uns ja ab November 2023 tabu, doch Nachrichten aus Spanien (wie die Migrationskrise auf Ceuta) gehören unbedingt in unser Forum.

Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass massenhaft Flüchtlinge aus Nordafrika auf Ceuta "einfallen":
Im Jahr 2021 strömten etwa 8000 Menschen über die Grenze von Marokko nach Ceuta, nachdem die marokkanische Polizei die Grenzzäune geöffnet hatte. Rabat war verärgert darüber, dass Spanien dem Anführer der Polisario-Front, der Unabhängigkeitsbewegung, die mit Marokko um das umstrittene Gebiet der Westsahara kämpft, medizinische Behandlung in Spanien ermöglicht hatte. Spanien änderte daraufhin rasch seine Politik in Bezug auf die Westsahara, um sie an die Linie Marokkos anzupassen. Quelle
Saludos,
Elke (Oliva B.)

Beiträge als Oliva B. spiegeln meine persönliche Ansicht und Meinung wider. Mitteilungen unseres CFB-Teams erscheinen unter dem Team-Account.
Benutzeravatar
Oliva B.
Administratorin u. Moderatorin
Administratorin u. Moderatorin
Beiträge: 22362
Registriert: Mi 6. Mai 2009, 08:17
Wohnort: Dort, wo die Sonne die Oliven küsst.😊

Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Oliva B. »

chris hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 21:33 Inzwischen bilden sich auch in unserer Gegend Initiativen für Manifestationen für Ceuta, und wie zu erwarten war, ist das tiefrote Altea bislang nicht mit dabei.


https://marinabaixadigital.es/art/6762/ ... vu95GqJlgg
Der spanische Gemeindeverband (FEMP), der die Interessen der spanischen Kommunen vertritt, hat eine gemeinsamen Botschaft verfasst:
Möge Ceuta weiterhin ein Vorbild für Zusammenleben, Einheit und Vertrauen in die Zukunft sein.
Mit aller Zuneigung und Anerkennung seitens der spanischen Kommunalpolitik
.


In dem verlinkten Artikel fand ich übrigens die Äußerung des Bürgermeisters von Benidorm, Toni Pérez, besonders schräg:
„Können Sie sich eine Stadt wie Benidorm mit 80.000 Einwohnern vorstellen, in der plötzlich 80.000 Einwohner mehr leben würden?“
Wikipedia hat geschrieben:In Benidorm schwankt die tatsächliche Anzahl der Menschen zwischen Sommer und Winter drastisch, da die Stadt einer der extremsten Tourismus-Hotspots Europas ist. Während die offizielle Zahl der gemeldeten Einwohner bei knapp 77.000 Menschen liegt, schwillt die Bevölkerung im Hochsommer auf 300.000 bis über 400.000 Menschen (in der Stadt selbst) an. Zählt man die umliegenden Vororte hinzu, erreicht die Region in der Hauptsaison sogar Spitzenwerte von bis zu 1 Million Menschen.


Merke: „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.“ Bild
Saludos,
Elke (Oliva B.)

Beiträge als Oliva B. spiegeln meine persönliche Ansicht und Meinung wider. Mitteilungen unseres CFB-Teams erscheinen unter dem Team-Account.
Benutzeravatar
Oliva B.
Administratorin u. Moderatorin
Administratorin u. Moderatorin
Beiträge: 22362
Registriert: Mi 6. Mai 2009, 08:17
Wohnort: Dort, wo die Sonne die Oliven küsst.😊

Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Oliva B. »

Josefine hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 22:38 [...]In Ceuta bin ich noch nicht gewesen, jedoch in Melilla. Diese ganze Bauart, total spanisch.
Ich hatte hier mal einen Fotobericht über Melilla eingestellt. Ich denke mal, es sieht dort wohl immer noch so aus.
Hier der Link: https://www.costa-blanca-forum.de/viewtopic.php?t=8547
Danke für den Hinweis auf den wunderschönen Reisebericht von Melilla, der auch zu schade wäre, im Archiv zu verstauben.
Saludos,
Elke (Oliva B.)

Beiträge als Oliva B. spiegeln meine persönliche Ansicht und Meinung wider. Mitteilungen unseres CFB-Teams erscheinen unter dem Team-Account.
Benutzeravatar
Oliva B.
Administratorin u. Moderatorin
Administratorin u. Moderatorin
Beiträge: 22362
Registriert: Mi 6. Mai 2009, 08:17
Wohnort: Dort, wo die Sonne die Oliven küsst.😊

Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Oliva B. »

Beefeater hat geschrieben: Fr 28. Aug 2026, 00:33 [...]
Denn der Geburtendruck im afrikanischen Kessel sinkt nicht.
In 70 Jahren von 200 Mio auf 1.59 Mrd (in 2026) angewachsen, sind es in 25 Jahren (also 2050) schon 2.5 Mrd.
Und dann kommen da nicht mehr 90.000 "Migranten", sondern irgendwann 200.000 und dann 400.000 ... und dann 1 Mio...

Das ist keine Horrorgeschichte aus rechtsextremen Kreisen, sondern stumpfe Arithmetik ;)

Saludos, Mike
Vielleicht sollten sich die reichen Länder darauf konzentrieren, im Afrikanischen Kessel :-o :-? für mehr Bildung und Selbstbestimmung von Frauen zu sorgen, als sinnlose Kriege zu führen. Es ist doch nichts Neues, dass eine höhere Schulbildung und die Integration in den Arbeitsmarkt dazu führen, dass Frauen erst später im Leben ihre Kinder und in geringerer Anzahl bekommen.
Saludos,
Elke (Oliva B.)

Beiträge als Oliva B. spiegeln meine persönliche Ansicht und Meinung wider. Mitteilungen unseres CFB-Teams erscheinen unter dem Team-Account.
Antworten

Zurück zu „Spanien aktuell“