Migrationskrise in Ceuta

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chris
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Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von chris »

Als Nachrichtenabstinenzler weiß ich nicht, wie ausführlich zum Beispiel in den deutschen Medien über die aktuelle Lage in Ceuta berichtet wird, und wie objektiv es dabei (angesichts der anstehenden Landtagswahl in Sachsen Anhalt) zugeht, aber wenn nachrichtenmäßig tatsächlich mal etwas zu mir durchdringt, dann muss es etwas ganz Großes sein. Und Ceuta ist so ein Fall.

Unser Regierungspräsident Sánchez war offenbar Ende Juli als ein überraschend für weniger als zwei Stunden eingeflogener Grüßonkel in der Exklave, hat ein paar Hände geschüttelt, und der Besuch verliert meiner Meinung nach nun wirklich jeden minimalen Restwert, wenn es stimmt, dass er nur auf der Durchreise in den Urlaub nach Lanzarote war. Zwischenstopp in Ceuta, die Sonne brennt, das Haar sitzt perfekt, 3-Wetter-Taft. Bis gestern war er dann im zweifelhaft wohlverdienten Kanaren-Urlaub, während in Ceuta mittlerweile der absolute Ausnahmezustand herrscht, für den Sánchez mit seiner Politik hauptverantwortlich ist.

Auch morgen, offenbar vor einer Weiterreise in den wohlverdienten Resturlaub in Adorra, wo man ggf top secret mit katalanischen Separatisten die Deals für die nächste Wahl einfädeln kann, nimmt er nur per Videokonferenz mit seinen Untergebenen Kontakt auf, die vor Ort im Krisengebiet sind. Persönlich traut er sich da wohl nicht mehr hin, sonst müsste er den Resturlaub ggf einen Kopf kürzer antreten.

https://okdiario.com/espana/sanchez-pre ... a-20180074


Überrascht hat mich hingegen, dass José María Aznar von der PP sich nach Ceuta begeben hat. Wer kennt ihn noch? Sozusagen der Vor-vor-vorgänger von Sánchez, Regierungspräsident 1996 bis 2004. Auch wenn politisches Kalkül dahintersteckt, so ist es doch ein Unding, dass der Regierungschef von einen Urlaub in den nächsten jettet, während ein greiser Ehemaliger der Opposition sich aufmacht, um vor Ort bei den Menschen zu sein, denen die Hütte lichterloh brennt.

https://www.lasexta.com/noticias/nacion ... 79e1f.html


Da die Krise ebenso aktuell wie groß ist, habe ich mich mal wieder auf das dünne Eis eines politischen Themas begeben und hoffe, dass wir damit respektvoll umgehen.
>:d<
Saludos,
Chris


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Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Beefeater »

Ich habe das Thema Ceuta intensiv verfolgt.

Aber dabei wurde so viele gelogen und verheimlicht/unterschlagen wie bei jedem Migrationsthema.
Irgendwann wusste ich gar nicht mehr, was ich glauben soll und habe es zur Seite gelegt.

Erst waren es 20.000, dann 30.000 dann 50.000 dann 70.000 von denen angeblich 95% am selben Tag wieder zurück nach Marokko sind.
hüstel, hüstel

Zuletzt hausten immer noch ca. 4000 junge männliche "Migranten" auf ceuta in den Bergen, in Höhlen oder einfach auf der Strasse in Pappkartons. Die Bewohner der Stadt haben bereits Bürgerwehren gebildet, um sich der Frechen und Kriminellen unter den Männern erwehren zu können. Die 50 Polizisten/Soldaten, die Sanchez da hin geschickt hatte waren ja wohl nur symbolisch.

Meine persönliche Meinung dazu:
Es wird Zeit die Spanier von dort zu evakuieren bzw. umzusiedeln.
Und die unsäglichen Einfallstore nach Europa endlich den Marokkanern zu überlassen.
Alleine in Valencia ist mehr als genug Platz für die Spanier aus ceuta und mellila.

Saludos, Mike
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chris
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Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von chris »

Inzwischen bilden sich auch in unserer Gegend Initiativen für Manifestationen für Ceuta, und wie zu erwarten war, ist das tiefrote Altea bislang nicht mit dabei.


https://marinabaixadigital.es/art/6762/ ... vu95GqJlgg
Saludos,
Chris


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Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Josefine »

Beefeater hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 19:30
Meine persönliche Meinung dazu:
Es wird Zeit die Spanier von dort zu evakuieren bzw. umzusiedeln.
Und die unsäglichen Einfallstore nach Europa endlich den Marokkanern zu überlassen.
Alleine in Valencia ist mehr als genug Platz für die Spanier aus ceuta und mellila.

Saludos, Mike
Ceuta und Melilla sind seit dem 15. bzw. 16. Jahrhundert unter spanischer beziehungsweise iberischer Kontrolle.
Das ist ja wohl krass, was Du für Ideen hast, und das als Deutscher, der in Spanien lebt. :-?
Man kann doch den dort lebenden Spaniern in Melilla und Ceuta nicht ihr Zuhause wegnehmen und sie nach Valencia umsiedeln.

Ich verstehe auch nicht, weshalb es den Spaniern auf Grund einer EU-Richtlinie verboten ist, die Minderjährigen, die in Ceuta eingefallen sind, nicht einfach wieder nach Marokko zurückzuschicken. Stattdessen sollen lt. Deiner Meinung die Spanier ihr Zuhause verlieren, das ist doch wohl eine krasse Idee.

In Ceuta bin ich noch nicht gewesen, jedoch in Melilla. Diese ganze Bauart, total spanisch.
Ich hatte hier mal einen Fotobericht über Melilla eingestellt. Ich denke mal, es sieht dort wohl immer noch so aus.
Hier der Link: https://www.costa-blanca-forum.de/viewtopic.php?t=8547
Gruß Josefine :)
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Beefeater
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Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Beefeater »

Mich interessiert nicht, wie lange und seit wann.
Das ist kein europäisches, sondern afrikanisches Gebiet.
Also ein Koloniales - wie damals üblich - mit Gewalt durch Portugal erobert und dann in Erbfolge der damaligen Monarchen an Spanien gefallen.

Die Kolonialzeiten sind seit spätestens dem 2. Weltkrieg vorbei.
Kolonialländer wie Frankreich und England gaben z.B. die Kolonien den rechtmässigen afrikanischen und indischen Besitzern zurück.
Nur Spanien behart weiter auf diese Gebiete, letztlich zum Nachteil für Europa.

Und das ist nicht meine Idee, sondern wird schon seit Jahrzehnten von anderen gefordert, nicht zuletzt von Marokko auf dessen Staatsgebiet es eigentlich liegt. Und Spanien bzw. dieser linke Sanchez ist offensichtlich nicht in der Lage oder Willens das Gebiet vor illegaler Einwanderung zu schützen. Typisch Linke eben.

Was das mit meiner Einwanderung nach Spanien zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht.
Ich bin schliesslich legal eingewandert UND zahle hier seitdem ordentlich Steuern.

Und dass da endlich etwas passieren muss, zeigt schon wieder dieser heutige Bericht über spanische Demonstranten,
die das Lager der Illegalen in Brand gesetzt und Hilfslieferungen verhindert haben.

Quelle:
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... iehen.html

Soll das deiner Meinung nach noch 100 Jahre so weiter gehen?

Denn der Geburtendruck im afrikanischen Kessel sinkt nicht.
In 70 Jahren von 200 Mio auf 1.59 Mrd (in 2026) angewachsen, sind es in 25 Jahren (also 2050) schon 2.5 Mrd.
Und dann kommen da nicht mehr 90.000 "Migranten", sondern irgendwann 200.000 und dann 400.000 ... und dann 1 Mio...

Das ist keine Horrorgeschichte aus rechtsextremen Kreisen, sondern stumpfe Arithmetik ;)

Saludos, Mike
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chris
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Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von chris »

Der gleichen Logik folgend wären zum Beispiel auch die Kanaren eindeutig afrikanisches Gebiet. Sollen die Spanier die auch zurückgeben, und an wen?

Und was bedeutet das für Gibraltar, das Ceuta direkt gegenüber liegt? Prinzipiell wäre in Birmingham sicherlich auch genug Platz....

Bis man die gesamte Welt mit einer von wo auch immer koordinieren Flurbereinigung neu ordnet, sollte man die in der Aktualität geltenden Grenzen respektieren und schützen. Aber das dürfen die Spanier wohl alleine machen, denn Afrika ist weit weg von Berlin und Brüssel.
Saludos,
Chris


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Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Beefeater »

Die Kanaren sind Inseln.
Da sieht es weltweit schwierig aus. Überall gibt es Stress und sogar Kriege um die Besitzrechte.
Zypern, Falkland Inseln und auch Gibraltar ist so ein ewiger Streitfall, wo die Engländer sich bockig stellen.

Nur gab es bei den Kanaren noch nie Forderungen zur Rückgabe aus anderen Ländern

Dass Spanien von der EU mit seinem ceuta Problem alleine gelassen wird, sehe ich nicht.
Eher dass Spanien/Sachez Frontex nicht helfen lassen will.

Obwohl die Europäische Kommission Unterstützung und eine Aufstockung des Frontex-Einsatzes angeboten hat, lehnte die spanische Regierung eine Ausweitung der Hilfe ab bzw. hat diese nicht beantragt.
Dies entspricht der spanischen Haltung bei früheren Krisen (wie bereits im Jahr 2021).

Ich kenne jetzt nur die Bilder vom Grenzübergang ceuta.
Die erinnern mich an unsere Bundeswehr Schutzmassnahmen für die Bunker in denen die Pershing 1A Atomsprengköpfe bis 1991 gelagert waren. Hohe Stahlzäune, Stacheldraht, Flutlicht, Bewegungsmelder, Todesstreifen und Wachtürme.

Und dann schwimmen da (offiziell) 90.000 Migranten elegant links dran vorbei und betreten spanischen Boden.
Ich finde das grotesk...

Aber ändern können wir daran absolut nichts...

Saludos, Mike
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Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von housecat »

Beefeater hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 19:30 Meine persönliche Meinung dazu:
Es wird Zeit die Spanier von dort zu evakuieren bzw. umzusiedeln.
Und die unsäglichen Einfallstore nach Europa endlich den Marokkanern zu überlassen.
Alleine in Valencia ist mehr als genug Platz für die Spanier aus ceuta und mellila.
Du solltest mit deinen rechtspopulistisch angehauchten Meinungsäußerungen vorsichtiger sein. General Franco hätte das persönlich genommen, lies mal https://generalfranco.com/announcement/ ... e-melilla/

Mir ist auch klar, dass Meinungsäußerungen heutzutage in Spanien um einiges leichter fallen, den eher linksgerichteten / republikanischen Spanischen Regierungen sei Dank. Aber das muss ja nicht so bleiben.

Erstaunlich finde ich in dem Zusammenhang immer wieder die durchschlagende Wirkung (un-)sozialer Medien. Erst locken sie in kürzester Zeit eine hohe fünfstellige Zahl junger Abenteurer zu einem Schwimm-Ausflug, neudeutsch "Flasmob". Um dann anschließend von den Folgen profitierend politisches Kapital in Form von Migrantenhetze auszuschlachten (Werbeeinblendungen inklusive).

Dass ein größerer Teil der jungen Abenteuerlustigen mangels Essen, Toiletten und Weiterreiseperspektive wieder abzog ist ja offenbar Stand der Dinge. Eine Wiederholung werden die Spanier und Marokkaner schon verhindern. Frontex dürfte hier gar nicht zuständig sein weil Ceuta und Melilla nicht zum Schengen-Gebiet zählen. Vermutlich werden die Minderjährigen in den nächsten Jahren größtenteils auf's europäische Festland verbracht, einfach wegen der Rechtslage und den Unterbringungskapazitäten. Würde ich als Regierung ohne größeres Tamtam machen.

Außerdem: du überschätzt die Vermehrungsraten auf dem afrikanischen Kontinent um Größenordnungen. Lies mal https://en.wikipedia.org/wiki/Human_pop ... rojections Man wird in Ceuta und Melilla natürlich trotzdem bewachte Grenzen brauchen, auch in Zukunft.

Gruß / Housecat
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Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von Beefeater »

housecat hat geschrieben: Fr 28. Aug 2026, 14:20 Du solltest mit deinen rechtspopulistisch angehauchten Meinungsäußerungen vorsichtiger sein. General Franco hätte das persönlich genommen, lies mal https://generalfranco.com/announcement/ ... e-melilla/
Gruß / Housecat
ähm, seit wann ist es rechtspopulistisch, wenn man Staatsgebiete lieber abgeben würde, als sie bis an die Zähne bewaffnet
ohne Sinn zu verteidigen? Das wäre rechtspopulistisch und würde Diktatoren wie Franco gut gefallen.

Vorsichtig, weil ich in Spanien lebe? Oh bitte

Und die Vermehrungsrate habe ich nicht geschätzt, sondern von der aktuellen Google KI übernommen.
Ja, die Relativierer bei wikipedia und viele Politiker wollen das gerne unter den Teppich kehren.
Aber die Fakten zur Vermehrung in Afrika seit 70 Jahren sprechen eine eindeutige und ganz andere Sprache.
Da bessert sich zu unserer Lebenszeit mal gar nichts. Und für die Zukunft eurer Enkel sehe ich rabenschwarz...

Aber hey, was geht mich das noch an, ich habe keine Nachkommen, die sich mit den Folgen bzw. dem anhaltenden
Migrationsirrsinn rumschlagen müssen :d

Saludos, Mike
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Re: Migrationskrise in Ceuta

Beitrag von chris »

Ich denke, wir sollten hier generell mit Modewörtern wie "rechtspopulistisch" vorsichtig umgehen und diese den Journalisten überlassen.

Im Forum darf jeder seine Meinung äußern, und ich habe vor der Veröffentlichung des Themas mehrmals gezweifelt, weil es zu Zündstoff werden könnte, mich dann aber wegen der Aktualität und Wichtigkeit dazu entschieden, den riskanten Weg zu gehen.

Also, seid nett zueinander, sonst weine ich das ganze Wochenende bittere Tränen, dass ich das Thema gestartet habe.
;-)
Saludos,
Chris


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