Unser Regierungspräsident Sánchez war offenbar Ende Juli als ein überraschend für weniger als zwei Stunden eingeflogener Grüßonkel in der Exklave, hat ein paar Hände geschüttelt, und der Besuch verliert meiner Meinung nach nun wirklich jeden minimalen Restwert, wenn es stimmt, dass er nur auf der Durchreise in den Urlaub nach Lanzarote war. Zwischenstopp in Ceuta, die Sonne brennt, das Haar sitzt perfekt, 3-Wetter-Taft. Bis gestern war er dann im zweifelhaft wohlverdienten Kanaren-Urlaub, während in Ceuta mittlerweile der absolute Ausnahmezustand herrscht, für den Sánchez mit seiner Politik hauptverantwortlich ist.
Auch morgen, offenbar vor einer Weiterreise in den wohlverdienten Resturlaub in Adorra, wo man ggf top secret mit katalanischen Separatisten die Deals für die nächste Wahl einfädeln kann, nimmt er nur per Videokonferenz mit seinen Untergebenen Kontakt auf, die vor Ort im Krisengebiet sind. Persönlich traut er sich da wohl nicht mehr hin, sonst müsste er den Resturlaub ggf einen Kopf kürzer antreten.
https://okdiario.com/espana/sanchez-pre ... a-20180074
Überrascht hat mich hingegen, dass José María Aznar von der PP sich nach Ceuta begeben hat. Wer kennt ihn noch? Sozusagen der Vor-vor-vorgänger von Sánchez, Regierungspräsident 1996 bis 2004. Auch wenn politisches Kalkül dahintersteckt, so ist es doch ein Unding, dass der Regierungschef von einen Urlaub in den nächsten jettet, während ein greiser Ehemaliger der Opposition sich aufmacht, um vor Ort bei den Menschen zu sein, denen die Hütte lichterloh brennt.
https://www.lasexta.com/noticias/nacion ... 79e1f.html
Da die Krise ebenso aktuell wie groß ist, habe ich mich mal wieder auf das dünne Eis eines politischen Themas begeben und hoffe, dass wir damit respektvoll umgehen.



