Auswirkungen des Coronavirus auf das Reisen

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Oliva B.
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Auswirkungen des Coronavirus auf das Reisen

Beitrag von Oliva B. »

Angeregt durch villas Beitrag in einem anderen Thread fragte ich mich, wie sich das Reisen und das Reiseverhalten der Menschen, das sich durch Corona jetzt schon verändert hat, weiter verändern wird, ob das Reisen nicht zwangsweise teurer werden muss, und ob vielleicht durch das Virus Urlaub im Ausland wieder ein Hauch von Exklusivität bekommt, so wie in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts?
Darüber darf hier diskutiert werden. :)
villa hat geschrieben: Do 8. Okt 2020, 00:01 Zwar nicht in Spanien, aber es kann auch schwimmen das Hotel, vielleicht sollte Reisen wieder einen angemessenen Preis haben? Egal ob Hotel, Flug oder Fahrt. Klar auch jeder von uns könnte nicht mehr so viel unterwegs sein, aber es wäre dann vielleicht auch wieder ein gewisser Genuss.
Ein Bild das uns alle Nachdenklich machen sollte.
https://www.faz.net/aktuell/reise/nah/t ... 67689.html
@villa
Übrigens ein interessanter Artikel, den du hier aus dem Jahr 2013 ausgegraben hast.
Daraus besonders gefallen haben mir die treffenden Begriffe "Übernutzung" und "Vernutzung" in Zusammenhang mit dem Massentourismus in "angesagten" Metropolen.

Aber es sollen hier nicht schon wieder die "Kreuzfahrer" aufs Korn genommen werden, sondern der Frage nachgegangen werden, ob das Coronavirus bewirkt, dass das Reisen bald deutlich teurer werden wird (ausgedünnte Flugpläne), mehr Flexibilität von den Reisenden erwartet wird (kurzfristige Umbuchungen oder gar Stornierungen). Schon jetzt sind langfristige Reiseplanungen und auch das Reisen selbst zum Vabanquespiel geworden. Wer kann es noch mitspielen? Wer kann sich unter diesen Bedingungen noch Reisen ins Ausland erlauben, wenn selbst schon Reisen im eigenen Land mit Problemen behaftet sind (Vorlage eines Negativtests bei Hotel Übernachtungen für Personen aus Risikogebieten). Bleiben da nur noch rüstige Rentner mit Zeit, Geld und Risikobereitschaft oder Privatiers übrig? :-?
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villa
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Re: Auswirkungen des Coronavirus auf das Reisen

Beitrag von villa »

@Oliva mir ging es jetzt gar nicht um die Kreuzfahrer, aber das Bild finde ich so erschrecken dass es doch zum Denken anregt. Massentoursimus wo auch immer er statt findet ist einfach schrecklich. Ort die ich aus meiner Jugend kenne und in den letzten Jahren wieder besucht habe sind derart verändert dass ich ihnen nichts schönes mehr abgewinnen konnte.
Für mich ein Erlebnis dieser Art war einerseits Carcassonne in Frankreich aber noch viel beeindruckender war meine letzte Reise in die Toscana. Die Bilder von schönen Hügeligen Landschaften mit Felder in den herrlichsten Farbschattierungen ist nicht mehr übrig, alles beginnt zu verwalden. Offensichtlich lohnt es sich mehr den Hof als Hotel zu nutzen als die Felder zu bebauen.
Aber Spanien ist ja nicht anders wenn ich and die Costa Blanca der beginnenden 70er denke und wie es heute ist. Hab noch ein Bild von Maryvilla als da kein einzigen Haus stand. Hübsche kleine Dörfer mit ursprünglichem Flair haben sich zu kleinen Magacitys entwickelt. Aber auch in der Heimat ist das eine Entwicklung die mir Sorgen macht. Immer mehr Gebäude, Dörfer wachsen zu Städten und die Landschaft und Natur verschwindet.

Vielleicht müssten wir alle umdenken, weniger ist mehr heiss es ja so schön.
Aber der Wochenendtripp in eine benachbarte Gegend ist ja nicht mehr inn. Es muss ja gleich eine Städtetipp sein.
Auch ich möchte noch etwas die Welt erkunden, aber es muss ja nicht der ganze Globus sein. Unser Plan ist in den nächsten Jahren Spanien und Frankreich zu erkunden, und so unsere Reisen nach Spanien bereichern.
Ferienwohnungen in Italien
http://www.villa-floreal.com
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Oliva B.
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Re: Auswirkungen des Coronavirus auf das Reisen

Beitrag von Oliva B. »

villa hat geschrieben: Do 8. Okt 2020, 10:28 @Oliva mir ging es jetzt gar nicht um die Kreuzfahrer, aber das Bild finde ich so erschrecken dass es doch zum Denken anregt. Massentoursimus wo auch immer er statt findet ist einfach schrecklich. Ort die ich aus meiner Jugend kenne und in den letzten Jahren wieder besucht habe sind derart verändert dass ich ihnen nichts schönes mehr abgewinnen konnte.
Für mich ein Erlebnis dieser Art war einerseits Carcassonne in Frankreich aber noch viel beeindruckender war meine letzte Reise in die Toscana. Die Bilder von schönen Hügeligen Landschaften mit Felder in den herrlichsten Farbschattierungen ist nicht mehr übrig, alles beginnt zu verwalden. Offensichtlich lohnt es sich mehr den Hof als Hotel zu nutzen als die Felder zu bebauen.
Aber Spanien ist ja nicht anders wenn ich and die Costa Blanca der beginnenden 70er denke und wie es heute ist. Hab noch ein Bild von Maryvilla als da kein einzigen Haus stand. Hübsche kleine Dörfer mit ursprünglichem Flair haben sich zu kleinen Magacitys entwickelt. Aber auch in der Heimat ist das eine Entwicklung die mir Sorgen macht. Immer mehr Gebäude, Dörfer wachsen zu Städten und die Landschaft und Natur verschwindet.

Vielleicht müssten wir alle umdenken, weniger ist mehr heiss es ja so schön.
Aber der Wochenendtripp in eine benachbarte Gegend ist ja nicht mehr inn. Es muss ja gleich eine Städtetipp sein.
Auch ich möchte noch etwas die Welt erkunden, aber es muss ja nicht der ganze Globus sein. Unser Plan ist in den nächsten Jahren Spanien und Frankreich zu erkunden, und so unsere Reisen nach Spanien bereichern.
Das weiß ich doch, villa. :*

Es ging mir nur darum, dass Kreuzfahrt-Gegner den übrigens sehr gut (wenn auch subjektiv) geschriebenen Artikel nicht wieder zum Anlass nehmen, Argumente gegen die Kreuzfahrt einzubringen. Darum geht es bei diesem Thema nicht. ;-) Wir sollten die Emotionen einfach mal außen vor lassen und versuchen, sachlich zu diskutieren. :)
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hundetraudl
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Re: Auswirkungen des Coronavirus auf das Reisen

Beitrag von hundetraudl »

Leider können sich viele erst eine Kreuzfahrt leisten, weil sie billiger geworden sind. Als wir 2012 eine Kreuzfahrt gemacht haben, hatten wir eine tolle Aussenkabine mit Balkon für ca. 1.000 € pro Person.Die edlen Weine waren allerdings
sehr teuer.
Als ich vor 40 Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet habe, hat diese Aussenkabine mit Balkon ca. 6..000 DM pro Person
gekostet (8 Tage), dafür waren die Getränke extrem billig. Es gab damals 4 Kabinen mit jeweils 9 Betten für die jungen Leute, welche dann oft im Liegestuhl auf Deck übernachtet haben. Selbst diese Plätze haben 1.000 DM pro Person gekostet. Also müssten viele Schiffe verschrottet werden und nur wenige Priviligierte könnten sich das noch leisten.
Allerdings würde ich diesen Schiffen keine Träne nachweinen.
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt. (Ringelnatz)
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