Wie sehen die Spanier uns Deutsche?

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Huckleberry
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Re: Wie sehen die Spanier uns Deutsche?

Beitrag von Huckleberry »

Hahahaha…😂
Das sehen die wohl größtenteils richtig!
Ich habe mal in Hamburg um 3 Uhr morgens eine Polizeistreife gehabt die mich angehalten hat und mir ein knöllchen verpasst hat nachdem ich einige Minuten gewartete hatte und dann der „ Spanier in mir“ rebellierte.
Wir sind halt ein Volk mit Obrigkeitshörigkeit und extremem Gehorsams Sinn.
Am meisten nervt es das jeder 2. deutsche oberlehrer oder Polizist ist und nichts wichtigeres zu tun hat als den Mitmenschen zu erziehen 🤮
Einer der Gründe warum ich mich in Schland nicht wohl fühle…
Viva La vie
Huckle
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Rockcrunsher
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Re: Wie sehen die Spanier uns Deutsche?

Beitrag von Rockcrunsher »

Huckleberry hat geschrieben: Fr 23. Okt 2026, 12:51 Hahahaha…😂
Das sehen die wohl größtenteils richtig!
Ich habe mal in Hamburg um 3 Uhr morgens eine Polizeistreife gehabt die mich angehalten hat und mir ein knöllchen verpasst hat nachdem ich einige Minuten gewartete hatte und dann der „ Spanier in mir“ rebellierte.
Wir sind halt ein Volk mit Obrigkeitshörigkeit und extremem Gehorsams Sinn.
Am meisten nervt es das jeder 2. deutsche oberlehrer oder Polizist ist und nichts wichtigeres zu tun hat als den Mitmenschen zu erziehen 🤮
Beim orangenen Text habe ich mich gefragt, warum dein "innerer Spanier" rebellierte? Wenn das Knöllchen berechtigt war, ist es doch egal, ob es Mittags um 3 Uhr oder Nachts um 3 Uhr ausgestellt wurde. :-?

Beim roten Text stimme ich dir vollumfänglich zu.

Aber beim blauen Text bin ich anderer Meinung.
Obrigheitshörigkeit heißt "buckeln". Das machen heute die wenigsten. Auf Augenhöhe und mit freundlichem Respekt auf dein Gegenüber zu reagieren, ist die richtige Antwort.
Im Internet tummeln sich ein paar Typen (scheinbar Rechtsanwälte oder welche, die gerne einer wären), die permanent erklären, dass die Polizei dich nur hinters Licht führen will, um dir eine Strafe zu verpassen. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen: Ich bin noch nie unfreundlich von der Polizei behandelt worden, im Gegenteil; wenn ich Mist gebaut habe (meistens Straßenverkehr), habe ich kooperiert...wenn ich sicher war, keinen Mist gemacht zu haben, habe ich meine Sichtweise dargelegt, und wenn ich mir selbst unsicher war, habe ich das auch so kommuniziert. Und nicht ein einziges Mal bin ich damit schlecht gefahren.
Also nicht "obrigkeitshörig" sondern freundlich und selbstbewusst.

off topic: ich war Anfang der Siebziger Jahre in Moskau mit einer Reisegruppe ( ihr erinnert euch...kalter Krieg und so?). An einem Tag war ich mutterseelenallein unterwegs und habe mich natürlich komplett verlaufen. An einer Straßenecke stand ein russischer Offizier, den habe ich auf englisch gefragt. Er hat mich gefragt, ob ich Deutscher wäre und hat mich dann radebrechend deutsch zu dem gesuchten Buchladen begleitet, fast 10 Minuten lang.
Will sagen: Wir sind alles Menschen, egal ob Polizist Nachts um 3 Uhr oder russischer Offizier im kalten Krieg.
Liebe Grüße
Rockcrunsher
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Re: Wie sehen die Spanier uns Deutsche?

Beitrag von Huckleberry »

Hi Rock,

der „ innere Spanier“ sagte sich warum soll ich hier um 3 Uhr morgens strammstehen und warten ( die wurde ewig nicht grün)
Zumindest nehme ich an, dass ein Spanier oder Südeuropäer denken würde.
Der Polizist hat nur seinen Job gemacht aber das System ist idiotisch den Verkehr zu regeln wenn keiner da ist.
Die junge Generation mag da etwas weiter sein. Ich bin Jahrgang 1956 und habe etliche „Untertanen „ erlebt…( 1.das haben wir schon immer so gemacht.2. Das haben wir noch nie so gemacht.3. Da könnte ja jeder kommen)
Lg
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Re: Wie sehen die Spanier uns Deutsche?

Beitrag von chris »

Ich finde es nach wie vor absurd, wenn sich in Deutschland über lächerlich geringe Strafen echauffiert wird und man vom Amtsgericht bis zum europäischen Gerichtshof für Menschenrechte alle Instanzen belästigt, um ein 15€ Ticket anzufechten.
😖

Hier in Spanien geht es in aller Regel direkt in die dreistelligen Beträge, mit Rabatt, wenn man ohne Rabatz direkt zahlt.

Souverän war ein Verkehrssünder, den ich vor vielen Jahren im Fernsehen gesehen habe, der wurde auf einer offenbar eigenes zur Abzocke eingerichteten Mautstrecke gestellt (wo man ein paar Kilometer durch Österreich oder so fährt, und man für die drei Minuten Fahrt eine Vignette braucht). Der meinte nur, er hätte immer ausreichend Geld für Strafzettel einstecken, denn man könne nicht alle Vorschriften kennen. So cool muss man erst einmal sein
😅
Saludos,
Chris


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Re: Wie sehen die Spanier uns Deutsche?

Beitrag von Beefeater »

chris hat geschrieben: Sa 24. Okt 2026, 22:54 Der meinte nur, er hätte immer ausreichend Geld für Strafzettel einstecken, denn man könne nicht alle Vorschriften kennen. So cool muss man erst einmal sein 😅
Dazu hab ich auch eine freche Geschichte.
1987 war ich mit dem ersten eigenen Auto und zwei Freundinnen auf dem Weg nach Katerini in Griechenland, um uns dort mit unserer Clique zu treffen. Kurz vor der griechischen Grenze, nach 2/3 der Anreise, fuhr ich nach endlosen Serpentinen eine sehr lange, völlig freie, gerade Abfahrt herunter, sicher schneller, als die erlaubten 80 kmh oder so. Und plötzlich >BLITZ <.

Unten im Tal kam dann der Sheriff mit der Kelle.
"Papiere", ich gab sie ihm, er fragt mich in gebrochenem deutsch "Michael, warum du fahren so schnell?"
Ich antwortete ehrlich, na weil wir auf dem Weg zu Freunden in den gemeinsamen Griechenland Urlaub sind.

Da wurde er grummelig, "Waaas, Urlaub in Griechenland, das kostet doppelt"
Ich dachte nur, oje, nun nimmt der mir mein ganzes Urlaubsgeld ab.

Er reichte mir den Strafzettel und darauf stehen 2000 Dinar.
Ich rechnete kurz im Kopf, 800 Dinar sind 1 DM, dann kostet der doppelte Strafzettel genau 2,50 DM #:-s

Ich gab ihm dann 2500 Dinar , sagte fröhlich "stimmt so" und fuhr gen Griechenland davon ... :mrgreen:

Sowas war damals definitiv besser, als heute ;)
... Et het noch emmer joot jejange
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Re: Wie sehen die Spanier uns Deutsche?

Beitrag von Rockcrunsher »

Beefeater hat geschrieben: So 25. Okt 2026, 09:19 Ich gab ihm dann 2500 Dinar , sagte fröhlich "stimmt so" und fuhr gen Griechenland davon ... :mrgreen:
sei froh, dass das in Ex-Jugoslawien (?) war.
In Deutschland hätte man dich wegen der 30 Pfennig noch wegen Bestechung belangt. :-D
Liebe Grüße
Rockcrunsher
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