Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

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vitalista
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von vitalista »

Eure Art zu reisen ist interessant und erlebnisreich. Und jetzt weiß ich auch endlich, woher David Safier die Inspiration für sein Buch 'Mieses Karma' hatte. :d .
Nochmals danke für deine Mühe, uns so gut zu unterhalten.
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Oliva B.
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von Oliva B. »

Liebe Frambuesa,

ich hinke etwas hinterher. Jetzt habe ich den dritten und vierten Teil deiner Reise gelesen, was für zwei herrlich unterhaltsame Teile! Erst die abenteuerliche Suche nach einem Bahnhof mit Zugverbindung nach Santiago – dumm nur, dass dort schon lange kein Zug mehr fuhr. Zum Glück gab es Busse, einen ruhigen Übernachtungsplatz und natürlich den einen oder anderen „Roten“, der die Gedanken in Galicien schon mal in mystische Gefilde wandern ließ. 🍷

Und dann endlich: Rucksack, Wanderstab und auf zum „eigenen“ Camino! Dass Madame dabei ausgerechnet überwiegend Asphalt unter die Füße bekam, war natürlich nicht ganz das erhoffte Pilgerglück. In Santiago angekommen, hielten sich dann auch religiöse Entrücktheit und Glücksgefühle eher dezent zurück. Die Umarmung der millionenfach verehrten Steinfigur wurde ebenso ausgelassen wie das Warten auf den qualmenden Botafumeiro.

Ich musste beim Lesen jedenfalls mehr als einmal schmunzeln. Herrlich selbstironisch erzählt, wunderbar beobachtet und mit genau der richtigen Portion Galicien-Mystik, Jefe, Madame und einem guten Schluck Rotwein. 🍷

Danke fürs Mitnehmen auf diesen etwas ungewöhnlichen Camino – ich bin bestens unterhalten mitgereist, der fünfte Teil folgt später.
Saludos,
Elke (Oliva B.)

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Frambuesa
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von Frambuesa »

Josefine hat geschrieben: Mi 19. Aug 2026, 11:45 Ich finde Galicien auch so interessant. Freut mich, daß Du uns noch mehr erzählst, @Frambuesa. >:d<
Ich habe für das heutige Kalenderblatt extra eins aus Galicien ausgesucht. :lol:
Das war eine gute Idee von dir, liebe Josefine👍, sooo ein schönes Foto habe ich leider nicht von dort
Florecilla hat geschrieben: Mi 19. Aug 2026, 12:33 Dem Wetterumschwung sei Dank, habe ich endlich Zeit und Muße, deine Geschichten und Erzählungen zu lesen, liebe Frambuesa.
Vielen Dank, dass du uns an deinen Erinnerungen teilhaben lässt und uns mit auf die Reise nimmst >:d<
Es freut mich, liebe Florecilla, dass dir meine Erzählungen gefallen.
Der Wetterumschwung ist wirklich eine Wohltat; jetzt kann ich auch endlich wieder bügeln Bild
vitalista hat geschrieben: Do 20. Aug 2026, 08:08 Eure Art zu reisen ist interessant und erlebnisreich. Und jetzt weiß ich auch endlich, woher David Safier die Inspiration für sein Buch 'Mieses Karma' hatte. :d .
Und wir genießen jetzt noch einmal die Erinnerungen daran. Das Niederschreiben hier im Forum ist für mich derzeit wie eine zweite Reise und erfüllt mich mit ungeheurer Freude :)
Ja, und auf sein Karma sollte man vielleicht ein wenig achten ;)
Oliva B. hat geschrieben: Do 20. Aug 2026, 09:07 Und dann endlich: Rucksack, Wanderstab und auf zum „eigenen“ Camino!
. . . hielten sich dann auch religiöse Entrücktheit und Glücksgefühle eher dezent zurück.

Ich musste beim Lesen jedenfalls mehr als einmal schmunzeln. Herrlich selbstironisch erzählt, wunderbar beobachtet und mit genau der richtigen Portion Galicien-Mystik, Jefe, Madame und einem guten Schluck Rotwein. 🍷
Die Ankunft in Santiago de Compostela war in der Tat alles andere als ein erbaulicher Moment. Wenn ich an all die Kilometer denke, die ich in D, F und auch E marschiert bin :-? - keiner dieser Kilometer war so enttäuschend Bild wie die Ankunft in Santiago
Du schmunzelst beim Lesen - du glaubst gar nicht, welchen Spaß Jefe und ich beim Hervorkramen so mancher Erinnerung haben Bild
Saludos Frambuesa





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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von Josefine »

.
.... Es war an dem Tag, an dem Jefe einen Ausflug nach Cedeira machen wollte.

Da bin ich mal gespannt, ob Ihr dort auch noch hingefahren seid. Auch dort sind wir im Juli gewesen. ;-)

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Ich verfolge weiterhin Deine Geschichte mit Vergnügen, Frambuesa. :)
Gruß Josefine :)
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von Frambuesa »

Josefine hat geschrieben: Do 20. Aug 2026, 22:50 .Da bin ich mal gespannt, ob Ihr dort auch noch hingefahren seid. Auch dort sind wir im Juli gewesen. ;-)
Na klar, war doch unser Ziel 😄 Wir haben sogar dort im Hafen übernachtet.
Leider haben wir nicht bedacht, dass die Straße direkt neben uns aus Kopfsteinpflaster besteht und im Hafen auch spätabends und in den frühesten Morgenstunden ordentlich Betrieb war :((

Das war wohl kein sehr guter Übernachtungsplatz
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Eine Hommage der Bruderschaft der Fischer an die Frauen, die auf die Rückkehr ihrer Männer von nächtlicher Fahrt warten: ;-)
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„A Cofradía de Cedeira á muller do pescador, no traballo e na vida compañeira“ (Die Bruderschaft von Cedeira an die Frau des Fischers, Gefährtin in Arbeit und Leben)
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Ein paar Fischerboote in der Sonne am späten Nachmittag
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Am nächsten Morgen meinte es der Wettergott zwar auch gut mit uns,
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aber ich hätte viel lieber noch ein paar Stündchen Matratzenhorchdienst 😴 gemacht

Jetzt will ich aber noch schnell einen Teil des nächsten Beitrags einstellen, bevor Jefe aus seinen Träumen erwacht ;-)
Zuletzt geändert von Frambuesa am Fr 21. Aug 2026, 06:40, insgesamt 1-mal geändert.
Saludos Frambuesa





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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von Frambuesa »

Je intensiver ich mich mit den Mythen und Legenden Galiciens beschäftige, desto geheimnisvoller kommt mir der äußerste Nordwesten Spaniens vor. Aber ich will euch hier nicht mit noch mehr Gruselgeschichten vom Olláparo, vom Gatipedro oder gar von meigas chuchonas Angst machen.

Heute erinnere ich mich an andere, weniger geheimnisvoller Sagen, eher an Beobachtungen und Erlebnisse des Alltags wie
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über die Kunst des platzsparenden Parkens in Cariño

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Im Rathaus (Casa do Concello) haben wir oft morgens gemeinsam mit den compañeiros da limpeza viaria und den Jungs von der Policía Local gefrühstückt. Dabei haben wir uns auch gleich um die Parkerlaubnis für die kommenden Tage gekümmert.

Nicht umsonst heißt es, dass ein Lächeln Türen öffnen kann – und auch diesmal hat es funktioniert. 😉

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Das „O Fornil“ wurde für uns mittags schnell zum Stammlokal. Hier gab es richtig gutes Essen zu günstigen Preisen und die Speisekarte bot allerlei Meeresfrüchte. Nun ja, grundsätzlich sind wir dem ja nicht abgeneigt, aber ein paar Sachen gibt es dann doch, bei denen auch ich das Handtuch werfe.
Allein beim Anblick gebündelter Navajas, wie sie ihre „Köpfchen“ herausstrecken, überkommt mich das Grauen. Nein, so etwas würde ich ja niemals essen.
Und dann sah ich hier in Cariño meine ersten Percebes. Auf den ersten Blick sahen sie ja recht interessant aus, doch später . . .
„Sie sehen hinter dem Kopf aus wie kleine Hosenwürmer.“
Nö, so etwas will ich nicht essen.
Percebes, auch Entenmuscheln genannt, sind außerdem sündhaft teuer und werden von den Percebeiros unter gefährlichen Bedingungen von den Felsen „gepflückt“.
Von der gefährlichen Arbeit der Percebeiros, vom schweren Leben ihrer Familien und vom Rückgang der Bestände erzählt dieser sozialkritische Film: Die Todesküste von Galizien

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Entlang der Küste
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„Schau mal, Jefe, da ist ja ein schöner Faro“
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Und der Herr der vier Räder dachte kurz darüber nach, hier zu übernachten.
Was wir natürlich nach dem Veto sämtlicher Mitfahrenden zu verhindern wussten
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Beim Betrachten der Felsen im Meer tief unter uns fielen uns mehrere gelbe Markierungen auf,
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sie dienen den Percebeiros als Hinweise bei ihrer gefährlichen Arbeit.
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Was es jedoch mit diesen „Zeichnungen“ auf sich hat, das habe ich auch nach langem Suchen im Netz nicht gefunden.
Es sieht aus, als hätte jemand flüssige, weiße Keramik mit blauen Fabelwesen auf die Felsen geschüttet.


So, jetzt ruft erst einmal der schnöde Alltag ;-)
Bild Bild Bild Bild

Fortsetzung folgt morgen
Saludos Frambuesa





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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von Josefine »

.
>:d< Freut mich, weiter mit Dir durch Galicien zu reisen. ;-)
Gruß Josefine :)
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von vitalista »

Das war wieder sehr informativ, liebe Frambuesa.
Auf meine Suche hin gab mir die KI die untenstehende Antwort. Ob sie tatsächlich zutreffend ist oder sich auf etwas anderes bezieht - keine Ahnung 🤷‍♀️

Schutz- und Schongebiete (Vedas):

Die Felsküste wird in Sektoren unterteilt. Markierungen zeigen an, wo aktuell geerntet werden darf und welche Bereiche gesperrt sind, damit sich die Natur erholen kann.Zonierung: Eine Farbe markiert oft die Grenze eines Sektors, der für eine bestimmte Saison komplett geschlossen ist (Veda total).Rotation: Durch die sichtbaren Linien wissen die Fischer exakt, an welchen Felsen die Muscheln genug Zeit hatten, um die gesetzliche Mindestgröße von 1,5 cm zu erreichen.
2. Abgrenzung im Konflikt mit MuschelzüchternIn den letzten Jahren kam es in Galicien zu heftigen Konflikten zwischen den Percebeiros und den Bateeiros (Miesmuschelzüchtern).Miesmuschelzüchter kratzen die Brut der Miesmuschel (Mejilla) von den Klippen ab, um sie an ihren schwimmenden Flößen aufzuzüchten.Dabei zerstören sie oft unabsichtlich die sensiblen Lebensräume der Entenmuscheln.Die Regierung hat deshalb kilometerlange Küstenstreifen exakt vermessen. Farbige Linien markieren Exklusivzonen, in denen das Sammeln von Miesmuschelbrut streng verboten ist, um die Percebes zu schützen.
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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von Frambuesa »

vitalista hat geschrieben: Fr 21. Aug 2026, 13:33 Das war wieder sehr informativ, liebe Frambuesa.
Auf meine Suche hin gab mir die KI die untenstehende Antwort. Ob sie tatsächlich zutreffend ist oder sich auf etwas anderes bezieht - keine Ahnung 🤷‍♀️

Schutz- und Schongebiete (Vedas) . . .
Liebe Vitalista, da hast du dich ja bis in die Tiefen der Problematik der Percebeiros durchgearbeitet 👍 >:d< und wahrscheinlich hast du Recht, dass es sich um Kennzeichnungen der Vedas handeln könnte. Das kann sich jedoch einzig auf die gelben Markierungen (in dem oberen, etwas dunklerem Foto) beziehen.

Du hast dir wahrscheinlich auch den Film: Die Todesküste von Galizien mit der ganzen Problematik angesehen?
Das mit den Problemen, u.A. die Umweltkatastrophe durch das Unglück des Tankers „Prestige“ 2002 - ist z.B. ein Grund, warum immer noch die Percebes nur verzögert wachsen, viele Percebeiros dann die winzigen Percebes ernten und der zeitweilige Preisverfall den Fischern die Existenzgrundlage entziehen. Der Film zeigt auch dies in aller Deutlichkeit.
Ich mag die Entenmuscheln zwar nicht essen, aber das Schicksal der Fischer und ihrer Familien geht mir schon sehr nahe.

Was die „Delfter Porzellanmalerei“ allerdings bedeutet, dahinter bin ich noch nicht gestiegen und der Schlaumeier KI will mir was von Quarzen, Gneisen, Amphiboliten, Eklogiten und Pyroxeniten erzählen.
Ich bin zwar kein Geologe, aber hier traue ich der KI doch nicht so ganz :-? :-o
Habe zwar keine bessere Auflösung, aber die weißblauen „Flecken“ sehen nach meiner Meinung weder wie Kennzeichnungen für Schutzgebiete noch wie eine geologische Laune der Natur aus, sondern eher wie
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Delfter Porzellan am Cabo Ortegal?
Saludos Frambuesa





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Re: Kurioses und abenteuerliches auf unseren Spanienreisen

Beitrag von Frambuesa »

Tja, und als wäre er jetzt speziell zu meinen Erlebnissen geordert worden ;-) der Krimi: Die Tote vom Jacobsw (auch in der ARD Mediathek)
Saludos Frambuesa





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