Nationales Keramikmuseum / Museu Nacional de Ceràmica

Hauptstadt der Region Valencia, zu der auch die Provinz Alicante gehört.
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Oliva B.
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Nationales Keramikmuseum / Museu Nacional de Ceràmica

Beitrag von Oliva B. »

K-Keramikmuseum.JPG
Der ehemals schlichte Palast, in dem das Museum untergebracht ist, stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1740 auf Anweisung der Familie Rabassa de Perellós, Inhaber des Titels „Markgrafen von Dos Aguas“, aufwändig restauriert.
Eingangsportal.JPG
Aus der Zeit stammt auch die Fassade mit dem eindrucksvollen Barock-Portal, das zu Ehren des Markgrafen von Dos Agua mit einer Allegorie der Wasserströme (Río Jucár und Túria) aus Alabastermarmor verziert wurde, der aus den Steinbrüchen von Picassent stammt. Erschaffen wurde das Kunstwerk von Ignacio Vergara nach einem Entwurf von Hipólito Rovira.
K-DSC_0363 rechte Portalseite.JPG
Die beiden Ströme vereint die Rosenkranzmadonna über dem Eingang, ein Werk von Francisco Molinelli aus dem Jahre 1865.
K-DSC_0365 MadonnaVirgen del Rosario, obra de Francisco Molinelli (1865).JPG
K-Seiteneingang.JPG
Bei der ersten aufwändigen Renovierung wurde die gesamte Fassade mit Fresken von Rovira verziert, aber im Jahre 1867 erlebte der Palast eine weitere große Renovierung, bei der die Bilder verschwanden, die durch Feuchtigkeit stark gelitten hatten. Stattdessen wurde in Grau- und Rosatönen Marmor imitiert und auch die Balkone nach französischem Vorbild wurden angesetzt.
K -DSC_0361.JPG
K-DSC_0364 Balkone.JPG
K-Ausstellungsplakat Zeitgenössisch.JPG
Man betritt das Gebäude und gelangt zuerst in einen Patio, der mit einer Lichtkuppel abgedeckt ist.
K-DSC_0367 Patio Vorhalle.JPG
Patio.JPG
Im Erdgeschoss und in der ersten Etage befinden sich einige unmöblierte Räume, aber auch Salons, in denen noch die Originaleinrichtung erhalten ist wie der Chinesische und der Rote Salon (eingerichtet im Stil der Königin Ana),
K-Detail aus dem Salon rojo DSC_0010.JPG
der Porzellansalon und der Ballsaal.
K - Salon.JPG
K = Palastsaal DSC_0014.JPG
Das Nationalen Keramikmuseums wurde 1947 von Gonazález Martí mit staatlicher Hilfe gegründet. Es war seine Passion und Ergebnis seiner Sammelleidenschaft. Die ersten Ausstellungsstücke beherbergte er zunächst in seiner eigenen Wohnung. Nachdem der Platz dort nicht mehr ausreichte, erwarb Martí den Palast 1954, inzwischen umfasst die Sammlung ca. 5.000 Exponate aus verschiedenen Jahrhunderten. Der letzte große Umbau des Gebäudes erfolgte 1967, die Möbel wurden 1998 restauriert.
K-bemalte Träger.JPG
K-Soccarats Deckenplatten.JPG
Eine große Anzahl der ausgestellten Werke stammt von der Levanteküste, aus den Werkstätten in Paterna, Manises und Alcora.
K-Keramikwerkst#ätten in Spanien.JPG
Die frühesten Werke der breit gefächerten Ausstellung von Keramikwerken stammen aus der Ibererzeit, die neuesten reichen bis hin in unsere Zeit. Darunter sind auch vier Stücke der Keramikkunst von Pablo Picasso zu sehen.
K-Ausstellungsstück.JPG
K-Schale.JPG
K-Ausstellungsstücke aus dem 19. Jahrhundert sehr modern.JPG
K-Ausstellungsvitrine 20. Jahrh..JPG
Auch die Rekonstruktion einer valenzianischen Küche kann man besichtigen, sie wurde eingerichtet mit volkstümlichem Mobiliar und Keramik aus drei Jahrhunderten, die der Museumsgründer Manuel González Martí selbst zusammengestellt hat.
K- Val. Küche links.JPG
K - Valencianische Küche rechts.JPG
K-volkstümlich.JPG
Während Könige und Adel für die Böden ihrer Paläste Fliesen mit ihren Erkennungszeichen und Wappenemblemen bestellten, machten die Zunftvereinigungen das gleiche mit ihren Amtssitzen.
K-Wappen.JPG
K-Heraldica.JPG
Am Ausgang befindet sich die prachtvolle „Nymhenkutsche“, die Galakarosse aus dem Besitz der Markgrafen von Dos Aguas, ein Werk von Hipólito Rovira und Ignacio Vergara aus dem Jahr 1750. Sie gleicht der der Goldkutsche des Prinzen von Liechtenstein.
K-Nymphenkutsche DSC_0018.JPG
Im Jahr 1941 wurde dem Palast der Titel „Historisch-künstlerisches Monument“ verliehen.
K-Schild.JPG
Adresse:
Rinconada García Sanchiz s/n y Poeta Querol 2, 46002 Valencia
Kurzführer auf Deutsch

Öffnungszeiten (Mittagspause von 14 bis 16 Uhr beachten!):
Dienstags bis samstags von 10-14 Uhr und von 16-20 Uhr
Sonn- und feiertags: 10-14 Uhr
Geschlossen: montags, 1. Januar, 1. Mai, 24., 25. und 3. Dezember und an lokalen Feiertagen.

Eintritt:
3 Euro
Freier Eintritt: samstags ab 14.3 Uhr,
sonntags und am 18. Mai (Int. Museumstag), 12. Oktober, (Nationalfeiertag), 6. Dezember (Tag der Verfassung)

Anmerkung:
Fotografiert werden darf nur ohne Blitzlicht. Die insgesamt 30 Räume sind stark bewacht, meistens stehen zwei Security-Leute an den Eingängen. Auf meine Frage, wie viele Kollegen in dem Gebäude beschäftigt seien, wurde mir ausweichend geantwortet: „Immer noch zu wenig, wir suchen noch Personal“. Erstaunlich, denn die Objekte lagen meist gut gesichert in Vitrinen.
Die Bilder hätten besser werden können, doch nach siebenstündigem "Pflastertreten" war die Luft einfach raus. :-P
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Citronella
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Re: Nationales Keramikmuseum / Museu Nacional de Ceràmica

Beitrag von Citronella »

Hallo Oliva,

nur keine falsche Bescheidenheit, die Fotos vermitteln einen sehr guten Eindruck vom Keramikmuseum. Davor gestanden bin ich auch schon, nächstes mal werde ich auch hineingehen!

Vielen Dank für deine Führung >:d<

Saludos
Citronella
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Oliva B.
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Re: Nationales Keramikmuseum / Museu Nacional de Ceràmica

Beitrag von Oliva B. »

Citronella hat geschrieben:Davor gestanden bin ich auch schon, nächstes mal werde ich auch hineingehen!
Vielen Dank für deine Führung >:d<
Hallo Citronella,

auch bei mir hat es mindestens 15 Jahre gedauert, bis ich dem Ratschlag einer befreundeten Keramikkünstlerin gefolgt bin, die mir den Besuch dringend ans Herz gelegt hat. Aber ein Tag in Valencia ist immer schnell vorbei, und es gibt ja so viel zu sehen!!!
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Florecilla
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Re: Nationales Keramikmuseum / Museu Nacional de Ceràmica

Beitrag von Florecilla »

Oliva B. hat geschrieben:auch bei mir hat es mindestens 15 Jahre gedauert
... dann habe ich ja noch ein bisschen Zeit und kann mich solange an den schönen Berichten erfreuen. Danke, Oliva!
Saludos,
Florecilla (Margit)


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