Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

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Oliva B.
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Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

Beitrag von Oliva B. »

...oder unterschätzte Lebewesen?

Heute habe ich gleich zwei Artikel in den spanischen Medien gelesen, die sich mit Kakerlaken beschäftigen.

Kakerlaken haben bei den meisten Menschen keinen besonders guten Ruf. Sie werden mit Schmutz, schlechter Hygiene, Ekel und Angst verbunden. Zwei Artikel zeigen allerdings eine überraschend andere Seite dieser Tiere – und beschäftigen sich gleichzeitig damit, wie man sie aus der Wohnung fernhalten kann.

Laut dem Wissenschaftler Mario Borrero sind Kakerlaken deutlich komplexer, als man gemeinhin denkt. Einige Arten zeigen elterliche Fürsorge, kümmern sich um ihren Nachwuchs und sogar um ältere Artgenossen. Sie kommunizieren über Pheromone und betreiben gegenseitige Körperpflege. Ihre ausgeprägte Hygiene und ihr soziales Verhalten sollen unter anderem zu ihrer enormen Anpassungsfähigkeit beigetragen haben.

Auch ihre Widerstandsfähigkeit ist bemerkenswert: Kakerlaken können unter bestimmten Bedingungen noch mehrere Tage ohne Kopf überleben :-P , längere Zeit die Luft anhalten und enorme Belastungen aushalten. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass sie bei Kontakt mit Lebensmitteln durchaus Krankheitserreger verbreiten können.

Interessant ist außerdem, dass unser negatives Bild von Kakerlaken teilweise kulturell geprägt ist. In manchen Ländern werden bestimmte Arten gegessen oder für traditionelle Arzneimittel verwendet. In Thailand etwa werden frittierte Kakerlaken angeboten, während es in China sogar Zuchtfarmen gibt, auf denen Kakerlaken für medizinische Produkte gezüchtet werden.
In Ländern wie in Kambodscha werden frittierte <br />Kakerlaken auf der Straße verkauft; sie sind bei der <br />lokalen Bevölkerung sehr beliebt.
In Ländern wie in Kambodscha werden frittierte
Kakerlaken auf der Straße verkauft; sie sind bei der
lokalen Bevölkerung sehr beliebt.
Der zweite Artikel beschäftigt sich dagegen mit der praktischen Frage: Wie wird man Kakerlaken wieder los? Die Aufräum- und Haushaltsexpertin „La Ordenatriz“ empfiehlt unter anderem frische Lorbeerblätter. Der intensive Geruch der Blätter soll Kakerlaken fernhalten. Dafür kann man sie beispielsweise an möglichen Eintrittsstellen, bei Abflüssen, in Küchenschränken oder in der Nähe von Müllbereichen platzieren. Die Wirkung soll allerdings nicht sofort eintreten; die Blätter sollten mehrere Tage liegen bleiben und anschließend regelmäßig erneuert werden.

Damit treffen in den beiden Artikeln eigentlich zwei sehr unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Einerseits sind Kakerlaken faszinierende und erstaunlich gut angepasste Lebewesen, andererseits möchte wohl kaum jemand eine Kolonie davon in der eigenen Küche haben.

Wer schon einmal Kakerlaken zu Hause hatte: Was hat tatsächlich geholfen?

Hat jemand Erfahrungen mit frischem Lorbeer oder anderen natürlichen Mitteln gemacht?


Quellen:
Las cucarachas tienen cuidado parental. Ya no solo con sus crías, también con sus mayores -Kakerlaken kümmern sich um ihre Nachkommen. Und zwar nicht nur um ihre Jungen, sondern auch um ihre Älteren - Fakten, die dich Kakerlaken mit anderen Augen sehen lassen

Der Trick mit frischem Lorbeer von „La Ordenatriz“ zur Bekämpfung von Kakerlaken
Saludos,
Elke (Oliva B.)

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Re: Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

Beitrag von maxheadroom »

Hola todos,
damit man ein weniger negatives Bild dieser possierlichen Tierchen erhält fällt mir blos der Film ein " Das grosse krabbeln" https://www.youtube.com/watch?v=w4QENNyfi4o :-D :-o :-D
Saludos
maxheadroom
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Re: Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

Beitrag von vitalista »

Ich erinnere mich gut, als ich in Los Balcones wohnte, hatte mein Haus eine Sickergrube. Aber nach einem Jahr wurde ich an die Kanalisation angeschlossen und da ging es los. Ständig hatte ich Kakerlaken im Haus, es war grausam.
Ich hatte überall Schlappen rumstehen, um sie möglichst schnell zu killen. Die Biester waren auch noch blitzschnell. Und die Geschichten, die mir erzählt wurden, über die Eier, die die Kakerlaken im Bauch hätten und die überleben würden, haben sich nicht bewahrheitet.
Auf der Finca waren sie ausgesprochen selten, da hatte ich auch wieder die Fossa septica.

In den fast 10 Jahren La Marina haben sich zum Glück nur drei in mein Haus verirrt.
Ob es sich daher lohnt, das mit dem frischen Lorbeer, den ich im Garten habe, auszuprobieren, weiß ich daher noch nicht. Müsste ich ihn dann nicht an jedem Fenster, jeder Tür platzieren?
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Re: Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

Beitrag von Atze »

Beu ubs kommen mal ab ubd zu die großen (Periplaneta americana) durchs Fenster herbeigeflogen, siedeln sich abervnicht an.
Die gemeinen kleinerern (Blatta germanica) können nicht fliegen.
Die hatten wir anfangs auch mal, - sind aber mit Borsäure erfolgreich bekämpft worden.
LG Atze
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Re: Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

Beitrag von Kiebitz »

Wir haben zwei Raubtiere im Haus die für Ordnung in Bezug auf unerwünschte Eindringlinge sorgen: Geckos, sind irgendwann reingekommen. Noch kleine Tiere.

Man muss nur die Geckos regelmäßig mit Wasser versorgen und sie bleiben offensichtlich gerne. Wir sprühen sie an.

Wir müssen nur aufpassen, dass die Katze sie nicht findet.
Diskutiere nie mit Idioten, sie holen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung...
Tiere sind meine Freunde und ich esse meine Freunde nicht.
Fleisch ist ein Stück Todeskampf.
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Oliva B.
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Kakerlaken besser nicht zertreten

Beitrag von Oliva B. »

vitalista hat geschrieben: Di 8. Sep 2026, 22:29 Ich erinnere mich gut, als ich in Los Balcones wohnte, hatte mein Haus eine Sickergrube. Aber nach einem Jahr wurde ich an die Kanalisation angeschlossen und da ging es los. Ständig hatte ich Kakerlaken im Haus, es war grausam.
Ich hatte überall Schlappen rumstehen, um sie möglichst schnell zu killen. Die Biester waren auch noch blitzschnell. Und die Geschichten, die mir erzählt wurden, über die Eier, die die Kakerlaken im Bauch hätten und die überleben würden, haben sich nicht bewahrheitet.
Auf der Finca waren sie ausgesprochen selten, da hatte ich auch wieder die Fossa septica.

In den fast 10 Jahren La Marina haben sich zum Glück nur drei in mein Haus verirrt.
Ob es sich daher lohnt, das mit dem frischen Lorbeer, den ich im Garten habe, auszuprobieren, weiß ich daher noch nicht. Müsste ich ihn dann nicht an jedem Fenster, jeder Tür platzieren?

Ich weiß nicht, was ich täte... Wir hatten noch nie Kakerlaken im Haus, doch ich verstehe, dass man sie so schnell wie möglich loswerden will. Mir ist nur bekannt, dass man sie keinesfalls zertreten soll. Ist die Aussage nun richtig oder nicht? :-?
Ich habe recherchiert und bin fündig geworden:
  • Beim Zertreten einer Kakerlake können möglicherweise Krankheitserreger verbreitet werden. Kakerlaken können nämlich verschiedene Mikroorganismen aufnehmen und über ihren Körper weitertragen. Dazu gehören unter anderem Erreger, die mit Krankheiten wie Salmonellose oder Staphylokokken-Infektionen in Verbindung stehen. Die Tiere selbst werden davon häufig nicht krank, können die Keime aber von einem Ort zum anderen transportieren.

    Außerdem besteht bei bestimmten Kakerlaken die Möglichkeit, dass sich bei ihrer Zerstörung Eier oder Teile eines Eipakets verteilen. Dadurch ist das Problem nicht unbedingt gelöst.

    Kakerlaken können vor allem deshalb problematisch sein, weil sie sich häufig in Bereichen aufhalten, in denen sich Menschen und Lebensmittel befinden. Sie können zwischen verschmutzten Orten und Wohnräumen hin und her laufen und dabei Krankheitserreger verbreiten.

    Deshalb sollte man bei einem Kakerlakenbefall nicht nur einzelne Tiere zertreten, sondern besser geeignete Schädlingsbekämpfungsmethoden einsetzen. Gleichzeitig ist es wichtig, auf Sauberkeit zu achten, Lebensmittel gut aufzubewahren und mögliche Verstecke und Brutplätze zu beseitigen.
Quelle: Por qué pisar una cucaracha en casa puede acabar en enfermedades como salmonella o estafilococos, Cadena SER vom 02/09/2026
Saludos,
Elke (Oliva B.)

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Re: Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

Beitrag von Frambuesa »

Kiebitz hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 12:02 Wir haben zwei Raubtiere im Haus die für Ordnung in Bezug auf unerwünschte Eindringlinge sorgen: Geckos, sind irgendwann reingekommen. Noch kleine Tiere.
Man muss nur die Geckos regelmäßig mit Wasser versorgen und sie bleiben offensichtlich gerne. Wir sprühen sie an.
Richtig, Geckos sind hervorragende Kakerlakenjäger, wie ich vor langer Zeit in Sri Lanka beobachten konnte.
Frambuesa hat geschrieben: Mi 25. Sep 2019, 18:12 Ein rasselndes Geräusch weckte mich in der landestypischen Unterkunft im Hochland von Sri Lanka auf.
Eine Kakerlake spazierte direkt über meinem Kopf an der Wand entlang. In einiger Entfernung lag ein Gecko auf der Lauer.
Die beiden starrten sich gegenseitig eine Weile an und Freund Gecko näherte sich der Kakerlake. Es dauerte eine ganze Weile und ich hoffte, dass Gecko eine leckere Mahlzeit bekäme.
Leider war die eklige Kakerlake schlau und konnte fliehen - und ich musste selbst auf Jagd gehen.
Seit meiner Reisen nach Sri Lanka liebe ich diese kleinen, niedlichen und vor allem nützlichen Geckos.
Ich hätte sie allerdings nicht zertreten oder mit dem Schlappen erschlagen können; damals war ich so lange mit dem Besen hinter ihr her, bis sie den Weg durch die Türe angetreten hatte.
Hier gab es damals einen Thread über Geckos: viewtopic.php?t=3622&start=30
Saludos Frambuesa





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Eine Reise erhält ihre Bedeutung stets durch die Perspektive und Intention,
aus der sie unternommen wird

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Re: Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

Beitrag von Atze »

Bei unserem letzten Aufenthalt habe ich erstmalig bei uns Wohnzimmer) einen Gecko beobachten könne, aber noch klein: Körperlänge ca. 6 bis 8 cm.
Ich war begeistert und stoppte sofort alle mückenvertreibenden Maßnahmen.- Dieses Jahr war bei uns sowieso auffällig mückenarm.
Die Frage war dann nur: Wie fördert man während der monatelangen Abwesenheit das Überleben dieser kleinen Helferlein.
Und wie groß werden die in E?
(In GR hatten wir mit bis zu 12 cm Körperlänge richtig große.)
LG Atze
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Re: Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

Beitrag von Kiebitz »

Nachts, wenn ich meinen rls Spaziergang mache, sehe ich oft ein sehr helles Exemplar, schätze so 18 bis 20 cm. Den wollte ich nicht unbedingt im Haus haben.
Ein kleines Exemplar hatte ich schon auf dem Arm. Hatte sich im Badetuch versteckt.
Aber, wie geschrieben, die Tiere brauchen Wasser. Sonst gehen sie draußen in den Pool und haben Probleme wieder raus zu kommen.
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Re: Kakerlaken: Ekelhafte Schädlinge...

Beitrag von vitalista »

Liebe Elke, du hast das veröffentlicht, was ich auch gegoogelt hatte: "Deshalb sollte man bei einem Kakerlakenbefall nicht nur einzelne Tiere zertreten, sondern besser geeignete Schädlingsbekämpfungsmethoden einsetzen."

Eine der drei Kakerlaken hatte ich mir in der draußen getrockneten Bettwäsche eingefangen und sie sprang mit beim Beziehen entgegen.
Sie war so schnell unter meinem Bett verschwunden, dass ich gar nicht erst einen Schlappen geholt habe, sondern gleich Kakerlaken-Spray benutzt habe.

Erfolg? Die Kakerlake war tot, aber mich brachte der Gestank des Sprays auch fast um. Zwei Tage hatte ich ihn trotz permanenten Lüftens in meinem Schlafzimmer. Da lob ich mir doch meine Schlappen ;;)
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