Leben und Lebenshaltungskosten - ES vs. DE

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Josefine
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Re: Leben und Lebenshaltungskosten - ES vs. DE

Beitrag von Josefine »

.
Wir leben seit über 10 Jahren ganzjährig in Spanien (nicht zur Miete) und zahlen hier die Einkommensteuer auf unsere Einkünfte.
Haben also keine deutsche Adresse. In Deutschland hatten wir auch in einer eigenen Immobilie gewohnt. Ist also vergleichbar.

Unsere Einkommensteuer ist in Spanien weitaus höher als in Deutschland.
Meine Rente müßte ich in D nicht voll versteuern (hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab). Ebenfalls für Zinsen gibt es in D Freibeträge.
In Spanien müssen alle diese Einkünfte voll versteuert werden.

Dafür ist das Leben in Spanien günstiger, so z.B. die Heizkosten und manche andere Dinge.
z.B. keine GEZ-Gebühr, keine Praxisgebühr, kein Eigenanteil bei stationärer Behandlung (wir sind im spanischen öffentl. Gesundheitssystem)

Für uns stellt es sich so dar, daß wir in Spanien nicht günstiger leben als in Deutschland. Es hält sich die Waage.

Die Lebensqualität, schon auf Grund des Wetters, finden wir hier in Spanien weitaus besser als in Deutschland.
Wir haben unsere Auswanderung, gleich zu Beginn unseres Ruhestandes, nie bereut. Würden wir immer wieder so machen. :)
Gruß Josefine :)
JanV
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Re: Leben und Lebenshaltungskosten - ES vs. DE

Beitrag von JanV »

@chris
Gibt es in ES kein Kindergeld oä?
Jan
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chris
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Re: Leben und Lebenshaltungskosten - ES vs. DE

Beitrag von chris »

Nein, man bekommt als Familia numerosa hier und da etwas Rabatt, aber Kindergeld gibt es keinen Cent.

Wenn ich mir ausrechnen würde, was da dreimal mindestens zwanzig Jahre lang nicht an uns gezahlt wird, würde ich wahrscheinlich verzweifeln, deswegen mache ich es nicht.
Saludos,
Chris
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Oliva B.
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Re: Leben und Lebenshaltungskosten - ES vs. DE

Beitrag von Oliva B. »

Beefeater hat geschrieben: Mi 25. Feb 2026, 14:09 [...]Miete 0€ aber 1200€ IBI jährlich, also ca. 100€ monatlich[...]
Apropos IBI... Was ist IBI? :-?
IBI ist in Spanien die Abkürzung für die Grundsteuer (Impuesto sobre Bienes Inmuebles). Grundsteuer ist auch in Deutschland bekannt und wahrscheinlich auch in Österreich und in der Schweiz.

Das deutsche Bundesfinanzministerium definiert Grundsteuer wie folgt:
Die Grundsteuer wird auf den Grundbesitz erhoben. Hierzu gehören Grundstücke einschließlich der Gebäude sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft. Gezahlt wird sie grundsätzlich von den Eigentümerinnen und Eigentümern. Im Fall der Vermietung kann die Grundsteuer gemäß den geltenden zivilrechtlichen Bestimmungen über die Betriebskosten auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt werden.
Und nun zur spanischen IBI, da zitiere ich das ImmobilienportalIdealista:
Viele, die eine Immobilie in Spanien kaufen, wissen nicht, dass sie im darauffolgenden Jahr Grundsteuer (IBI) zahlen müssen. Das spanische Finanzamt verschickt keine Steuerbescheide, weshalb es an Ihnen liegt, herauszufinden, wie viel Steuern Sie entrichten müssen.

Die spanische Grundsteuer - IBI wird auf Basis des Katasterwertes ermittelt, wobei auch andere Eigenschaften der Immobilie in die Berechnung einfließen, wie z. B. ob sie sich auf einem städtischen oder einem ländlichen Grundstück befindet. Die Nichtzahlung der Grundsteuer in Spanien kann schwerwiegende Konsequenzen haben.
Klingt ähnlich. Ist aber nicht vergleichbar., denn auf die Höhe der IBI kann man sich nicht verlassen, denn sie kann schwanken. Manchmal schwankt sie erheblich. Da können von Jahr zu Jahr schon mal locker 500 Euro mehr gezahlt werden, in drei Jahren zahlt man dann mal 400 Euro weniger, im Folgejahr dann 200 Euro mehr. Die Höhe ist unkalkulierbar.

@ Mike
1.200 Euro für dein großes Grundstück finde ich günstig, wir zahlen für ca. 2.000 qm in Benissa-Costa zwischen 1.400 und 2.000 Euro jährlich, auf dem Land beträgt der Preis in einem bekannten Fall für das 17-fache der Fläche im Jahr um die 1.000 Euro.

Für mich ist IBI ein rotes Tuch und zeugt von städtischer Willkür. Deshalb sollten sich Immobilienkäufer mit einem knappen Budget im Vorfeld unbedingt erkundigen, in welcher Höhe in ihrer Zielgemeinde die Steuern liegen.

Hier im Forum haben wir schon öfter über die Höhe der IBI geschrieben, Beispiele:

IBI Benissa: 45 % rauf in 2024

Javea senkt IBI ab

Neuer Kataster Wert - IBI plus 70 % mit einer Nachforderung von 1500 Euro.

IBI Steuer - Nachzahlungsbescheid

oder einfach nur IBI...
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Beefeater
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Re: Leben und Lebenshaltungskosten - ES vs. DE

Beitrag von Beefeater »

Oliva B. hat geschrieben: Mi 25. Feb 2026, 20:36
@ Mike
1.200 Euro für dein großes Grundstück finde ich günstig, wir zahlen für ca. 2.000 qm in Benissa-Costa zwischen 1.400 und 2.000 Euro jährlich, auf dem Land beträgt der Preis in einem bekannten Fall für das 17-fache der Fläche im Jahr um die 1.000 Euro.
Naja, ich zahle schon deutlich mehr, als andere mit einem doppelt so großen Grundstück im Nachbarort Crevillente.
Wir liegen ja auch im Rustico und haben einen Agrarwasser Anschluß, also on/off, nicht 30m3 in den deposito fluten,
Für den Anschluss musste der Vorbesitzer 20 Jahre lang noch richtig viel Geld zahlen. Quasi eine zweite IBI...
Wir zahlen dafür seit der Ankunft nur eine niedrige Wartungsgebühr jährlich.

Die einzelnen Gemeinden können "anscheinend" willkürlich die Grundsteuern festlegen.
Bei uns war es aber seit 3 Jahren dieselbe Summe. Immer knapp 1200€.
Busbauer hat geschrieben: Mi 25. Feb 2026, 15:00 @Beefeater
Wenn du in D 1200.- Miete bezahlt hast und in ES 0.- nehme ich mal an das du im Eigentum lebst, das
kannst du aber meines Erachtens so nicht vergleichen, das hinkt gewaltig.
Ja richtig. Wir leben auf unserer eigenen Finca.
Naja, irgendwie vergleiche ich das dennoch.

In D zahlte ich 1200€ Miete und bekam auf mein Kapital Zinsen.
In Spanien kaufe ich Eigentum, zahle keine Miete mehr und freue mich über den ständigen Immobilien Wertzuwachs.
Immerhin laut spanischen Statistiken 5% alle 6 Monate...

Bis die Blase platzt ;)

Saludos Mike

P.S. Ich wollte vor langer Zeit mal nach Florida auswandern.
Damals konnte man dort noch schicke vacation villas für um 100.000$ bekommen.
Inzwischen sind diese Villen 800.000$ wert ... bzw. werden dafür verlangt.

Und daran berechnet sich die Grundsteuer von 1.5% bis 2% des Verkehrswertes.

Da heisst dann für diese ehemals "günstige" villa, legt man inzwischen 16.000$ jährlich an Grundsteuern hin... :-o
... Et het noch emmer joot jejange
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