Olivenöl
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Re: Olivenöl
In Zusammenhang mit nativem Olivenöl habe ich hier von einer „angenehmen Säure“ oder „wenig Säure“ gelesen.
@ Hobbykoch
Was meinst du damit?
@ Hobbykoch
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Saludos,
Elke (Oliva B.)
Ortsporträts aus der Provinz Alicante
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Re: Olivenöl
Der Säuregehalt ist ja schon per Gesetz geregelt.
Nativ extra darf nur maximal 0,3% sein.
Je weniger desto besser soll die Qualität anscheinend sein. Doch jeder hat ja einen eigenen Geschmack, ähnlich zum Essig etc.
Ich selbst bevorzuge bei normaler Verwendung von Olivenöl schon gen 0,3%, da ich etwas Säure mag.
Bei Tropföl, was ja nur aus der Lagerung von den Matten der Oliven Austritt, also ohne eine zusätzliche Pressung, hatte ich früher aus Griechenland und Italien mega Öle.
Die waren schon bei 0,1%. Das Öl kann man trinken vom genialen Geschmack. Aber wenn man ein Dressing macht, dann muß da schon Zitrone o.ä. ran, um geniale Gegenspieler zu bekommen. Leider habe ich das hier noch nicht, aber ich werde ja demnächst etwas auf Reisen gehen. Im Fazit ist es einfach jedem sein eigener Geschmack. Meine Oma hat Olivenöl gehasst. Das schmeckt ranzig! Ich persönlich liebe Olivenöl und habe da wahrscheinlich auch einen anderen Bezug. Da denke ich zurück nach D und irgendwie waren da ja nur Nativ extra im Angebot. Hier in ES sieht es ja ganz anders aus. Da gibt es ja bis zum höchsten indrustriellen Olivenöl alles.
Gleichzusetzen mit D dem Rapsöl. Ich glaube mich erinnern zu können, daß es das für ~1€ pro Liter im Angebot gab. Forscht man nach und stellt fest, daß es gesundheitlich Mist ist. Letztens Fazit
Nimm Nativ extra, was top ist und suche dir das nach deinem Geschmack aus. Hier in ES kostet es ja auch zum Vergleich nix. Also reine Geschmackssache.
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globetrotter11
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Re: Olivenöl
Krebs ist eine sehr böse Krankheit.Oliva B. hat geschrieben: ↑Mo 5. Jan 2026, 18:47
Die von Stiftung Warentest hoch gepriesenen Discounteröle, die man in Deutschland bei REWE, EDEKA, ALDI & Co. zwischen 4 und 10 Euro pro 500 ml bekommt (dazu zähle ich auch das Bertolli-Öl für rund 9 Euro), sind in der Regel Massenprodukte aus super intensiv bepflanzten Monokulturen.
Diese werden mehrmals im Jahr chemisch behandelt, damit die Bäume keine Pilz- und andere Krankheiten bekommen oder die Oliven nicht der berüchtigten Olivenfliege zum Opfer fallen. Die Bäume werden beim maschinellen Ernten gerüttelt und geschüttelt, wodurch nicht selten Mineralölrückstände (wie das krebserzeugende MOAH) im Olivenöl nachgewiesen wurden.
Deshalb sollte man sehr sorgfältig mit einer solchen Behauptung umgehen.
Der Stand der Wissenschaft ist:
Zuletzt geändert von Oliva B. am Di 13. Jan 2026, 21:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nachtrag (Fett/Bold), letzter Satz im MOD-Beitrag.
Grund: Nachtrag (Fett/Bold), letzter Satz im MOD-Beitrag.
„Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben“. (Kurt Tucholsky)
Re: Olivenöl
Also wenn ich ein Öl von der Mühle kaufe, was sortenreines ist und vom eigenen Betrieb kommt, fühle ich mich sicher. Supermarkt Zeugs traue ich ja eh nicht.
So ist es aber bei allem!
Aber auch wir haben alle in der Vergangenheit so alles mögliche gegessen, eingeatmet etc.
Wir leben noch, doch die Sakrotan Kinder haben seit Geburt an Allergien und Krankheiten.
Ist bewusst so ausgedrückt von mir und natürlich etwas übertrieben
So ist es aber bei allem!
Aber auch wir haben alle in der Vergangenheit so alles mögliche gegessen, eingeatmet etc.
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Re: Olivenöl
Da gebe ich dir Recht.globetrotter11 hat geschrieben: ↑Di 6. Jan 2026, 08:52Krebs ist eine sehr böse Krankheit.Oliva B. hat geschrieben: ↑Mo 5. Jan 2026, 18:47 Die von Stiftung Warentest hoch gepriesenen Discounteröle, die man in Deutschland bei REWE, EDEKA, ALDI & Co. zwischen 4 und 10 Euro pro 500 ml bekommt (dazu zähle ich auch das Bertolli-Öl für rund 9 Euro), sind in der Regel Massenprodukte aus super intensiv bepflanzten Monokulturen.
Diese werden mehrmals im Jahr chemisch behandelt, damit die Bäume keine Pilz- und andere Krankheiten bekommen oder die Oliven nicht der berüchtigten Olivenfliege zum Opfer fallen. Die Bäume werden beim maschinellen Ernten gerüttelt und geschüttelt, wodurch nicht selten Mineralölrückstände (wie das krebserzeugende MOAH) im Olivenöl nachgewiesen wurden.
Deshalb sollte man sehr sorgfältig mit einer solchen Behauptung umgehen.
Die Erntemaschinen waren tatsächlich nur EIN Beispiel, wie Mineralölrückstände in Olivenöl gelangen können. Es kann auch bei der weiteren Produktion, etwa durch Schmierung von Maschinen usw. kontaminiert werden. Selbst durch Pflanzenschutzmittel soll es zu Verunreinigungen kommen.
Nachgewiesen wurde, dass viele Olivenöle im Handel mit erhöhten, teils stark erhöhten Mengen an MOSH und MOAH belastet waren, siehe Öko Test 5/2022. Tatsächlich sollen einige MOAH erbgutverändernd und krebserzeugend sein:
Ob das inzwischen besser geworden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber offensichtlich sind die Wissenschaftler bis heute noch nicht so weit, dass sie eine Aussage treffen können, in welcher Höhe die Aufnahme von MOAH Menschen schädigen kann, da entsprechende Studien fehlen. Solange müssen wir davon ausgehen, dass in der MOAH-Fraktion krebserregende aromatische Verbindungen […] enthalten sind (Quelle: BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung). 2025 sollten die Höchstwerte für MOAH festgelegt werden, ich habe bisher noch nichts darüber lesen können.“Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit“ hat geschrieben:MOAH können wie genotoxische Karzinogene wirken (sie können die DNA, das genetische Material der Zellen, schädigen und Krebs verursachen. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (efsa)
Apropos lesen… - dabei ist mir aufgefallen, dass hier (im Gegensatz zum Wikipedia-Zitat) weder Quelle noch Urheber genannt wurden:
@ globetrotter11 - Holst du das bitte noch nach?
Saludos,
Elke (Oliva B.)
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Re: Olivenöl
Hallo Hobbykoch,
Ich habe einfachheitshalber meine Antworten in Blau zwischen deine Zeilen geschrieben.
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Ich habe einfachheitshalber meine Antworten in Blau zwischen deine Zeilen geschrieben.
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Hobbykoch hat geschrieben: ↑Di 6. Jan 2026, 03:26Der Säuregehalt ist ja schon per Gesetz geregelt.
Nativ extra darf nur maximal 0,3% sein.
Das ist nicht richtig. Bei einem Olivenöl der höchsten Qualitätsstufe muss der Gehalt an freien Fettsäuren geringer als 0,8 g je 100 g bzw. der Säuregehalt ≤ 0,8 % sein.
Je weniger desto besser soll die Qualität anscheinend sein.
Wenn ein Olivenöl eine geringe Säurezahl hat, enthält es weniger freie Fettsäuren.
Doch jeder hat ja einen eigenen Geschmack, ähnlich zum Essig etc.
Ich selbst bevorzuge bei normaler Verwendung von Olivenöl schon gen 0,3%, da ich etwas Säure mag.
Den Säuregehalt kann man nicht schmecken, er hat auch nichts mit der Schärfe [oder gar Säure] des Öls zu tun, sondern sagt nur etwas über den Anteil freier Fettsäuren im Öl aus. Olivenöl darf fruchtig, scharf und bitter schmecken - aber niemals sauer.
Bei Tropföl, was ja nur aus der Lagerung von den Matten der Oliven Austritt, also ohne eine zusätzliche Pressung, hatte ich früher aus Griechenland und Italien mega Öle.
Die waren schon bei 0,1%. Das Öl kann man trinken vom genialen Geschmack. Aber wenn man ein Dressing macht, dann muß da schon Zitrone o.ä. ran, um geniale Gegenspieler zu bekommen. Leider habe ich das hier noch nicht, aber ich werde ja demnächst etwas auf Reisen gehen. Im Fazit ist es einfach jedem sein eigener Geschmack. Meine Oma hat Olivenöl gehasst. Das schmeckt ranzig! Ich persönlich liebe Olivenöl und habe da wahrscheinlich auch einen anderen Bezug. Da denke ich zurück nach D und irgendwie waren da ja nur Nativ extra im Angebot. Hier in ES sieht es ja ganz anders aus. Da gibt es ja bis zum höchsten indrustriellen Olivenöl alles.
Gleichzusetzen mit D dem Rapsöl. Ich glaube mich erinnern zu können, daß es das für ~1€ pro Liter im Angebot gab. Forscht man nach und stellt fest, daß es gesundheitlich Mist ist. Letztens Fazit
Nimm Nativ extra, was top ist und suche dir das nach deinem Geschmack aus. Hier in ES kostet es ja auch zum Vergleich nix. Also reine Geschmackssache.
Danke, mach ich schon. Bei meinem Aceite de Oliva virgen extra liegen die freien Fettsäuren bei 0,14 %.![]()
Saludos,
Elke (Oliva B.)
Ortsporträts aus der Provinz Alicante
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Re: Olivenöl
Danke für die Erörterung. Na da sieht man mal, wie einem das beim Besuch und Führung der Mühle in Griechenland erklärt wurde. Aber tatsächlich ja nichts falsch gemacht trotz Unwissenheit. Top Qualität kaufen und nach seinem Geschmack gehen. Da is(s)t man bei allem immer auf der besten Seite. Ich verwende zB das Olivenöl für alles außer richtig scharfes anbraten bei Vollgas oder zum frittieren.
In Deutschland wird ja total gegen Olivenöl geschossen.
Da wird oft auch in Medien behauptet, dass man es niemals in eine Pfanne geben sollte wegen dem zu niedrigen Rauchpunkt und die extreme Gefahr von Krebs.
Ich hatte bisher noch kein Olivenöl, was beim normalen braten zum Rauchpunkt kam. Evtl ziehen die da ein ungefiltertes Öl her, wie mein damaliges Tropföl.
In Deutschland wird ja total gegen Olivenöl geschossen.
Da wird oft auch in Medien behauptet, dass man es niemals in eine Pfanne geben sollte wegen dem zu niedrigen Rauchpunkt und die extreme Gefahr von Krebs.
Ich hatte bisher noch kein Olivenöl, was beim normalen braten zum Rauchpunkt kam. Evtl ziehen die da ein ungefiltertes Öl her, wie mein damaliges Tropföl.
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Re: Olivenöl
@ Hobbykoch
Es lag mir keineswegs daran, dich zu belehren, es ging mir nur um Klarstellung missverständlicher Äußerungen.
Im Übrigen habe ich großen Respekt vor deinem Wissen und deiner Erfahrung und bin überzeugt, dass wir von dir, gerade wenn es um Themen „rund um die Küche“ geht, noch viel lernen können.
Ob wir von Globetrotter auch noch eine Stellungnahme zu seinem letzten Beitrag bekommen?
Es lag mir keineswegs daran, dich zu belehren, es ging mir nur um Klarstellung missverständlicher Äußerungen.
Im Übrigen habe ich großen Respekt vor deinem Wissen und deiner Erfahrung und bin überzeugt, dass wir von dir, gerade wenn es um Themen „rund um die Küche“ geht, noch viel lernen können.
Ob wir von Globetrotter auch noch eine Stellungnahme zu seinem letzten Beitrag bekommen?
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Elke (Oliva B.)
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Re: Olivenöl
Ach ich bin doch froh darüber! Ich hatte mir das so gemerkt, auch wenn es falsch war. Letztendlich hatte ich ja dennoch den richtigen Weg eingeschlagen. Erst heute hat mich meine Nachbarin komisch angeschaut, als ich die Schwarte vom Speck penibelst entfernt hatte, um Bratkartoffeln zu machen. "Jörg, du lässt doch auch die Schwarte dran bei einem Krustenbraten!". Also gemacht und siehe da, auch die wird in der Panne kleingeschnitten top. Ich selbst dachte mir immer, dass das nichts wird, denn beim Braten, liegt die ja erstmal mit der Schwarte lange im Sud damit sie weich wird, bevor sie nach oben an die Hitze kommt. Also immer her mit den "Belehrungen"Oliva B. hat geschrieben: ↑Mi 7. Jan 2026, 19:04 @ Hobbykoch
Es lag mir keineswegs daran, dich zu belehren, es ging mir nur um Klarstellung missverständlicher Äußerungen.![]()
Im Übrigen habe ich großen Respekt vor deinem Wissen und deiner Erfahrung und bin überzeugt, dass wir von dir, gerade wenn es um Themen „rund um die Küche“ geht, noch viel lernen können.![]()
Ob wir von Globetrotter auch noch eine Stellungnahme zu seinem letzten Beitrag bekommen?![]()
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Re: Olivenöl
Weise Vorhersagen des großen Manitu, gewonnen nach intensivem Blickkontakt mit der Glaskugel?Howgh hat geschrieben:[Anm. - oder vielmehr verkündet...]
In D wird dem Kunden sowieso das Fell über die Ohren gezogen....
Die Olivenernte in Spanien ist in diesem Jahr vortrefflich, die Preise purzeln...
In D habe ich, kurz vor der Abfahrt, noch Bertoli, also ein Feld-Wald-Wiesen-Öl aus Italien für 9,95 € für 0,5 l im Supermarkt gesehen....
Es wird empfohlen, sich gelegentlich zu informieren, bevor man seine Erkenntnisse verkündet.
Kleiner Tipp:
FAKT IST:Die Idee, dass man am besten weiß, was man nicht weiß, ist ein zentraler Bestandteil des Sokratischen Denkens. Sokrates lehrte, dass das Eingeständnis der eigenen Unwissenheit der erste Schritt zum Erlangen wahren Wissens ist. Diese Bescheidenheit ermöglicht es uns, neugierig und offen für neue Ideen zu bleiben.
Quelle: Wenn man nichts weiß, sollte man am besten...![]()
Geiz scheint immer noch unglaublich geil zu sein. Da freut sich der Kunde wie Bolle, wenn er ein Schnäppchen macht. Ahnt er, wer darunter leiden muss? Das ist der Erzeuger und die Arbeiter, die sich mit einem Mindestlohn oder darunter zufrieden geben müssen. Öl aus Nicht-EU-Ländern wird auf den europäischen Markt geschwemmt. Das ist Öl, das nicht den strengen EU-Normen entspricht, mit Rückständen von Herbiziden und Pestiziden behaftet ist, geerntet von Helfern, deren Löhne erschreckend niedrig sind. Das Öl wird aufgekauft zu Dumpingpreisen, wird in die EU verbracht, wo es gepanscht, vermischt, falsch- oder umetikettiert wird, manchmal sogar ehrlich als nicht aus der EU stammend deklariert wird. Wenn natives Olivenöl extra aus der EU mit nativen Olivenölen extra aus anderen Ländern, etwa Tunesien, vermischt wird, muss diese Mischung auf dem Etikett klar angegeben werden. Die Herkunft ist dabei konkret zu nennen, zum Beispiel „natives Olivenöl extra aus der EU und Tunesien“ oder „aus Spanien, Italien und Tunesien“.Die Olivenbauern in Andalusien erleben in dieser Saison eine Verzweiflung, wie sie sie seit Jahren nicht erlebten. Nach Monaten der Dürre hofften sie auf Regen, doch was kam, waren ständige Stürme, extreme Feuchtigkeit und überschwemmte Olivenhaine. Die Folgen sind dramatisch: Ihre Ernte ist vielerorts um mindestens 50 % eingebrochen, in einigen Gebieten sogar um 80 % oder nahezu vollständig ausgefallen. In der Provinz Jaén liegt ein Großteil der Oliven bereits am Boden, vom Wind abgeschlagen und vom Regen beschädigt, oft unbrauchbar für die Weiterverarbeitung.
Seit Beginn des Jahres können die Olivenbauern ihre Felder kaum noch betreten. Die Böden sind zu Schlamm geworden, Maschinen bleiben stecken, und die Oliven verfaulen, bevor sie geborgen werden können. Für die Erzeuger bedeutet das nicht nur weniger Öl, sondern massive Einkommensverluste. Sie verfügen nicht über große Gewinnspannen und können Ausfälle nicht abfedern. Wenn die Produktion um die Hälfte einbricht, ist das für viele Betriebe schlichtweg katastrophal.
Diese Situation trifft nicht nur einzelne Höfe, sondern ganze Regionen. Andalusien, insbesondere Jaén, lebt vom Olivenöl. In einer Zeit, in der normalerweise tausende Saisonarbeiter Beschäftigung finden, blieben viele ohne Arbeit. Statt der üblichen 60 Arbeitstage kamen manche kaum auf 30. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen sind bereits spürbar.
Zusammenfassung des Artikels Desesperación en el olivar: la lluvia y el viento abocan a una pérdida del 50 % de la aceitunaEl Debate - Campo & Caza, vom 5. Februar 2026.
Missernten durch eine Kombination aus Wetterextremen, biologischen Zyklen der Bäume, Schädlingsdruck und menschlichen Faktoren im Anbau, dürfen sich natürlich nicht auf den Preis der nächsten Ernte auswirken. Und die Händler? Die reiben sich die Hände und freuen sich über ihren prallvollen Beutel.
Gegen Wetterextreme gibt es leider kein Mittel.
Die Olivenöl-Erzeuger wünschten sich, dass Verbraucher verstehen, warum Olivenöl kein austauschbares Produkt ist. Hinter jeder Flasche stehen Menschen, deren Existenz direkt von der Ernte abhängt. Die Bauern fordern bessere politische Planung und ein funktionierendes Wassermanagement, damit überschüssiges Wasser gespeichert werden kann, statt Felder vertrocknen zu lassen.
Vor allem aber bitten sie um Verständnis und Wertschätzung für ein Produkt, das unter immer schwierigeren Bedingungen erzeugt wird.
Saludos,
Elke (Oliva B.)
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