Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

für Köche und Genießer
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Akinom
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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Akinom » Di 7. Mär 2017, 00:37

>:d< Vielen Dank liebe Elke für die Umsetzung :x


Du Elke hast ja schon geschrieben:
Meine ganz persönliche Meinung dazu:
Die autoritären Zeiten, in denen Kindern kein Mitspracherecht in Bezug auf ihre Belange eingeräumt wurde und Eltern ihren Kindern noch drohen konnten, "...solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst", sind glücklicherweise genauso vorbei wie das Schlagen von Kindern als eine übliche Erziehungsmethode. Wenn sich ein Kind aus Überzeugung entschließt, kein Fleisch mehr zu essen, haben die Verantwortlichen (Eltern) die Aufgabe, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und die Kinder und Jugendlichen über die Konsequenzen dieser Ernährung aufzuklären, statt ihre "rechtlichen Möglichkeiten" auszuschöpfen.




Spanier2017 hat geschrieben:
Akinom hat geschrieben:
Sicher kann man auch ohne tierische Produkte leben, meine 26 - jährige Tochter ist seit 18 Jahren konsequente Vegetarierin, selbst Eier und Milch meidet sie - einzig Käse isst sie noch. Sie ist gesund und fit. ;;)
Bereits im zarten Alter von 8 Jahren Vegetarierin gewesen oder teils Vegan und sich entsprechend ernährt, obwohl die Mutter Fleischesserin ist oder Flexitarier, wie hat das funktioniert, ohne Mangelerscheinungen? :-o Vor allem Im Hinblick darauf, daß einem Kind bis zum 18. Lebensjahr (Volljährigkeit) keine eigene rechtliche Möglichkeit zur vegan-vegetarischen Ernährung besteht. :-?

Nun meine Stellungnahme -
Ja, seit sie 8 Jahre war hat sie auf Fleisch und Wurst konsequent verzichtet. Auf Eier und Milch verzichtet sie seit ca. 1 Jahr(sie trinkt Hafermilch).
Ihr Grund ist der von Atze genannte 1. Punkt - Der ethisch sowie der umweltbewusste......
In ihren jungen Jahren war es nur der ethische - erst viel später kam der umweltbewusste Grund dazu.
Teilweise war sie sehr extrem - sie betrat keine Gaststätte in der z.B. ausgestopfte Tiere hingen - sie fuhr nicht mehr mit Omas Auto mit, da dort ein Schaffell drin lag. ....

Wir haben das akzeptiert - manchmal war es nicht so einfach mit dem Kochen, aber sie aß eben nur Beilagen und Gemüse oder Salat.
Über Mangelerscheinungen kann ich nichts sagen - sie ist auf jeden Fall die gesündeste in der Familie, sie hat kaum mal eine Erkältung - ist sehr Leistungsfähig(immer spitzen Leistungen - heute ihre Masterarbeit in Statistik abgegeben) - also ich kann nichts negatives sagen. Wie es sich im Alter auswirkt - bleibt abzuwarten.
;-)

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Re: Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

Beitrag von Kiebitz » Di 7. Mär 2017, 09:52

Finde ich gut, was deine Tochter macht. Mangelerscheinungen, auch im Alter, sind unwahrscheinlich. Wenn unbedingt notwendig gibt es Nahrungs Ergänzungsmittel wie Vitamin 12, Eisen usw.

Ich habe mit 4 Jahren angefangen, über den Auslöser gibt es verschiedene Meinungen in meiner Familie. Wahrscheinlich hat man mein Lieblingshuhn geschlachtet.

Ich habe erst viel später herausgefunden, dass ich nicht der Einzige war, der kein Fleisch oder Fisch isst.

Ich kenne heute viele Vegetarier. Eines haben alle gemeinsam: Keine Gewichtsprobleme.
Zuletzt geändert von Kiebitz am Di 7. Mär 2017, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

Beitrag von sol » Di 7. Mär 2017, 09:52

es ist doch seltsam auf der Erde

wir machen hier uns Gedanken : was für eine Ernährung ist richtig-------

in Afrika z.B.sind so 30 bis 40 Millionen Menschen, die heute nicht wissen,
ob sie überhaupt etwas zum beissen und trinken haben--------- :((
Gruss Wolfgang

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Re: Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

Beitrag von Kiebitz » Di 7. Mär 2017, 09:54

sol hat geschrieben:es ist doch seltsam auf der Erde

wir machen hier uns Gedanken : was für eine Ernährung ist richtig-------

in Afrika z.B.sind so 30 bis 40 Millionen Menschen, die heute nicht wissen,
ob sie überhaupt etwas zum beissen und trinken haben--------- :((
Und schon wieder der Versuch das Thema zu entführen. ;-)
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Re: Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

Beitrag von sol » Di 7. Mär 2017, 10:11

Kiebitz hat geschrieben: Und schon wieder der Versuch das Thema zu entführen. ;-)
mir war gerade so-------

meine Ernährungsweise : alles in Maßen ( nicht Massen )viel Gemüse, Obst,Kartoffeln
Fisch mind. 1x die Woche-- Fleisch fast nur Huhn und Rind -Lamm oder Wild--
Marmelade, Honig---kein Kuchen ( aber Stollen zu Weihnacht)------
Trinken :Säfte, Filter Kaffee, Bier und Wein---Wasser
Wurst jeglicher Coleur--Käse aller Arten-----
Gewichts-und Gesundheitsprobleme wegen Essen--./.
Nichtraucher seit Geburt 1937

von 1943 bis 1948 habe ich genug gegessen, was es gab-----------Fleisch und Fisch ? Mangelware---------
danach war ich froh, etwas "vernünftiges" zu essen zu bekommen-
Gruss Wolfgang

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Re: Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

Beitrag von Josefine » Di 7. Mär 2017, 11:28

Kiebitz hat geschrieben:... Wenn unbedingt notwendig gibt es Nahrungs Ergänzungsmittel wie Vitamin 12, Eisen usw....
Hallo Monika,

man könnte also sagen, Deine Tochter lebt seit 1 Jahr vegan, da sie nun auch Eier und Milch wegläßt.
Nimmt sie denn diese Nahrungsergänzungsmittel, die @Kiebitz erwähnt, zu sich?

Ich frage nur nach, einfach aus Interesse an der Thematik. ;-)
Von B12 hatte ich schon oft gelesen, dass das wichtig ist, aber Eisen auch, davon wußte ich nichts.
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine (Jofina)

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Re: Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

Beitrag von Atze » Di 7. Mär 2017, 11:58

Josefine hat geschrieben: Von B12 hatte ich schon oft gelesen, dass das wichtig ist, aber Eisen auch, davon wußte ich nichts.
Das Problem ist, dass man nicht nur mit dem "Eisengehalt" von Nahrungsmitteln argumentieren darf. Da liegen pflanzliche Lebensmittel gut im Rennen (wenn auch Spinat sehr viel weniger Eisen enthält, als man lange dachte (Rechenfehler)).

"Normalessern" haben doppelt soviel pflanzliches Eisen als tierisches Eisen auf dem Teller. Aber mit der Aufnahme in den Körper hapert es: Tierisches (Häm-)-Eisen wird z.T. auch über zusätzliche Wege doppelt so gut aufgenommen im Vergleich zu Pflanzlichem. Das liegt daran, dass in Pflanzen das Eisen viel fester gebunden ist. Ausgerechnet in Spinat verhindert z.B. die vorhandene Oxalsäure die Aufnahme. Aber auch Calcium blockiert das Eisen, deshalb ist der "Blubb" im Spinat kontraproduktiv und man sollte sein milchhaltiges Dessert mit einem gehörigen zeitlichen Abstand zu seinem Paprikagemüse essen (Beim Paprika verbessert das vorhandene Vit. C die Eisenaufnahme)

Prinzipiell muss man also doppelt so viel pflanzliches Eisen futtern wie tierisches, um auf vergleichbare Eisenwerte zu kommen. Mit allerlei Tricks (Vitamin C wurde schon erwähnt) kann man aber die Eisenaufnahme verbessern. - Und: Die Eisenspeicher im Körper sind viel schneller erschöpft als z.B. der Vit. B12-Speicher.

Frauen vor der Menopause haben grundsätzlich einen höheren Eisenbedarf.
Das gilt allerdings für eine Minderheit von Veganern nicht, die auf Grund ihrer Mangelernährung ihren Stoffwechsel so weit heruntergefahren haben, dass sie schon keine Regel mehr bekommen.
(Interessanterweise finden das manche Betroffene als erstrebenswert - aber da driften wir schon sehr in die Esoterik ab).

Also während bei einem Normalesser die Eisenversorgung kein Problem darstellen dürfte, sollte sich ein Vegetarier (und erst recht ein Veganer) um dieses Thema kümmern. - Dann geht es.

Aber nochmals: Bitte keine veganen Menschenversuche mit Kindern!!
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
werdet ihr feststellen, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.
(Prophezeiung der Cree-Indianer)

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Re: Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

Beitrag von Kiebitz » Di 7. Mär 2017, 13:00

Zitat Atze:
Aber nochmals: Bitte keine veganen Menschenversuche mit Kindern!!

Ich bin der beste Beweis, dass es funktioniert. ;-)

Noch ein Stoff der notwendig sein kann. Kollagen (Cogageno von Ana Maria Lajusticia, über Amazon). Bekommt man nur über tierische Produkte, oder Gummibärchen. Oder man nimmt die Pillen wobei man auf eine bestimmte Form achten muss. Und es muss Magnesium dabei sein. Nehme 9 Gramm am Tag. War in einem anderen Thread schon mal Thema.

Das war es dann aber auch an notwendigen Ergänzungsmitteln, vielleicht noch eine gute Margarine mit Omega 3. Z. B Flora, bekommt man auch in fast jedem Laden in Spanien.

Nachtrag; Eisen gibt es in den Sanct Bernhard Läden in Spanien. Eisen mit Vitamin C.
Diskutiere nie mit Idioten, sie holen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung...
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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Reisender » Di 7. Mär 2017, 13:07

Akinom hat geschrieben:
Reisender hat geschrieben:
Calendula hat geschrieben:
Reisender hat geschrieben:Aber ich selbst kaufe keine Fleischprodukte. Möchte nicht für diese Zustände verantwortlich sein.
LG,
Klaus
Schüttest du damit nicht das Kind mit dem Bade aus? Neben der Massentierhaltung gibt es ja auch Tierhalter die ihre Tiere artgemäß halten und alte Nutztierrassen erhalten, die brauchen Kunden die ihre Arbeit schätzen und unterstützen. Das hindert einen ja nicht daran unter der Woche fleischlos zu essen und sich dann über einen Sonntagsbraten zu freuen.
Ich denke das tue ich nicht. Der Mensch ist nicht auf tierische Produkte angewiesen und deshalb müssen wir keine Lebewesen mehr umbringen (zumindest nicht in Europa, in einigen Gebieten der Welt ist dies anders).
Ausserdem ist erwiesen, dass die Futtermittelerzeugung so viel Nahrungsmittel frisst, dass wir damit wesentlich mehr Menschen ernähren könnten als mit dem Fleich.
Und alte Nutztierrassen erhalten um sie aufzuessen?
Überzeugt mich nicht.
LG,
Kkaus
Hallo Klaus,

mich überzeugt das schon!
Denn wir sollten die Tierrassen ja schon erhalten. Keine Massenzucht!
Es gibt genügend Tierschützer die Tiere vor dem Schlachter "retten" und Aufrufe starten diese Tiere abzukaufen, dafür um Spenden bitten usw. - nach Gut Aiderbichl oder anderswo hin bringen, aber wie viele können sie dort noch unterbringen? Das ist ja schön, aber ich halte es häufig für extrem.
Also muss entweder die Tierzüchtung eingestellt werden, dann sterben die Tiere langsam aus oder man muss wirklich die artgerechte Tierhaltung/Zucht durchbringen und auch schlachten.
Dies wäre dann der "Idealzustand"

Sicher kann man auch ohne tierische Produkte leben, meine 26 - jährige Tochter ist seit 18 Jahren konsequente Vegetarierin, selbst Eier und Milch meidet sie - einzig Käse isst sie noch. Sie ist gesund und fit. ;;)

So, jetzt sind wir aber wieder weg vom Thema hier :d ;;)

.... das mit dem zitieren funktioniert irgendwie nicht mehr - deshalb färbe ich mein Geschriebenes!
[/

Liebe Monika,
ich kann deine Meinung durchaus nachvollziehen.
Aber Tiere, die schon längst nicht mehr "natürlich " sind, weil man sie nur zum Zwecke der NahrungsmittelPRODUKTION gezüchtet hat zu erhalten hat für mich keinen Wert. Natürlich sollen sie nicht umgebracht werden, aber erhaltenswert im Sinne der Artenvielfalt sind sie meiner Meinung nach nicht.
Dazu kommt, dass die Züchtung von Vieh für die Narungsmittelerzeugung nun mal erwiesenermaßen zum Hunger in der Welt beiträgt.
Ansonsten hast du recht, artgerechte Tierhaltung müsste absolute Pflicht sein, leider wurde der Tierschutz nie ins Grundgesetz aufgenommen, obwohl das mal Ziel der Grünen war. So lange, bis sie an der Macht waren :sad:
LG, Klaus

Das Leben ist eine große Reise. Genieße sie!

https://www.facebook.com/klaus.schulz.75641

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Re: Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

Beitrag von sol » Di 7. Mär 2017, 13:31

@ Kiebitz--------muy interessante------
Kollagen
Magnesium
Omega 3
Eisen
Vitamin c

muss man dazu kaufen, um Veganer zu sein-----
ist doch alles im ausgewogenen Essen der normalen Nahrungsmittel enthalten
oder ??
Gruss Wolfgang

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