Elektroautozwang ab 2040?

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tnt369
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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von tnt369 » Di 23. Jul 2019, 11:47

Du musst nicht planen, du kannst planen. Hätte ich geschrieben das es kein Planungstool gibt währe der
Kommentar gekommen das E-Autofahrten "unplanbar sind". Jetzt zeige ich ein Tool und schon wird behauptet
"dass geplant werden muss". Da soll man es einem recht machen. Jeder sucht sich das raus was im gefällt...
Ich z.B. setze mich ins E-Auto und fahre los. Ganz ohne Planung.

Mit dem Verbrenner bin ich nur schnell von Tanke zu Tanke unterwegs gewesen.
Für mich gesehen kann ich nun feststellen das ich durch die Ladestops mehr Pausen einlege und dabei mehr zu sehen bekomme.
Und gutes Essen mit Ladepause kann man erstaunlich oft kombinieren. Nur mal nach ner Steckdose fragen.
Ich war erstaunt zu welch angenehmen Kontakten das schon geführt hat.

Bzgl. Massentauglichkeit: E-Auto passt (noch) nicht für alle. Aber Massentauglichkeit heißt das es für viele passen sollte
und da währe so mancher erstaunt wie gut es schon passt. Zudem ist ja noch etwas Zeit bis 2040 (um auf den Threadtitel zurück
zu kommen) um Preise und Lademöglichkeit zu schaffen. Bei einem anstehenden Autokauf einfach mal prüfen ob nicht ein
E-Auto in frage käme und nicht schon vorverurteilen ("... solange es nicht für alle passt ist es auch nichts für mich ..." :roll: )

Der Stau an der "Steckdose" ist seltener als der Stau an der Zapfsäule. Eigene Erfahrung von meinen Langstrecken.
Ich musste auf 100.000km nur einmal an einer Ladestation für 5 Minuten warten bis ich anstecken konnte.

Gruß Thomas

Um das mal zu erwähnen: Ich bin nicht für irgendwelche Verbote. Einen "Elektroautozwang" sehe ich nicht für sinnvoll.
Jeder soll das fahren was er für sich passend findet. Allerdings sollte man dabei die Umwelt nicht über Gebühr strapazieren.

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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von pekeo1 » Di 23. Jul 2019, 13:37

tnt369:
Ich musste auf 100.000km nur einmal an einer Ladestation für 5 Minuten warten bis ich anstecken konnte.
... und genau das wird sich ändern wenn sich mehr für ein E-Auto entscheiden. ;-)
Der viel herbeigeredete Ausbau der Lade-Infrastruktur geht bei weitem nicht so zügig voran wie dies Notwendig wäre. :-P

Ich denke die E-Mobilität wird sich kurz über lang durchsetzen - aber nicht alleine auf Batterien basierend,

Es sind technologien verfügbar (Brennstoffzelle) die mit entsprechenden Einsatz recht zügig und preislich atraktiv auf den Markt gebracht werden könnten - wenn den der Wille da wäre (... und diesen Willen sehe ich nicht)

https://www.ingenieur.de/technik/forsch ... blem-lohc/

... und hier ein FB-Video vom ZDF(Terra-X) ... läst sich auch ohne FB-Anmeldung ansehen
https://www.facebook.com/ZDFterraX/vide ... 538427779/
Todos vivimos bajo el mismo cielo, pero ninguno tiene el mismo horizonte.

https://app.weathercloud.net/d4684862225#profile

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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von tnt369 » Di 23. Jul 2019, 14:01

Bezüglich Infrastruktur: Ladesäulen (oder einfach nur: Steckdosen) lassen sich schneller und
kostengünstiger installieren wie die Tankstellen für Wasserstoff. Mit der Nachfrage steigt auch
das Angebot. Da sehe ich für die Zukunft keine Probleme. Seit fünf Jahren bin ich elektrisch
unterwegs und das Angebot (Ladestationen) ist seitdem schneller gewachsen wie die Nachfrage
(Anzahl der E-Autos auf Langstrecke).

Das Thema Wasserstoff/Brennstoffzelle ist leider nicht so positiv wie viele vermuten/behaupten.
Die Betriebskosten sind bei Wasserstoff erheblich höher da die Herstellung, Logistik und
das Umwandeln in Strom sehr energieintensiv sind. Bei E-Autos ist absehbar das allein schon
aus Energie-Kostengründen sich Wasserstoff nicht durchsetzen wird. Dazu ist der Wirkungsgrad
einfach zu schlecht.
Toll ist natürlich Wasserstoff für:
- Energiekonzerne (es wird mehr Energie benötigt);
- Tankstellenbetreiber;
- Staat (Steuern sind besser erhebbar über die Zapfsäule als über Steckdosen);
- Werkstätten und Hersteller (aufwendigere Technik)
Daher wundert mich die Lobby für den Wasserstoff nicht. Nur für den Autofahrer ist es kein
Vorteil da er die Abhängigkeit nur auswechselt von Mineralöl zu Wasserstoff.

Gerade in südlichen Ländern sehe ich für Batterie-Autos in Verbindung mit PV-Anlagen eine
gute Zukunft. Strom selbst dezentral erzeugen (besser: ernten) und gleich ins Auto speichern.

Gruß Thomas

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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von Miesepeter » Di 23. Jul 2019, 14:21

Zitat:"Batterie-Autos in Verbindung mit PV-Anlagen " Selbige beförderten bereits auf der Hannover Messe 1958 die Messebesucher zwischen den einzelnen Hallen. Solarmodule befanden sich sowohl auf dem Dach des Zugfahrzeuges wie auch dem der Anhänger
Rutscht der Föhn dir in die Wanne, war das deine letzte Panne.
Was man sieht ist der sichtbare Teil des Unsichtbaren. (Übers. Inschrift im Flgh. Alicante)
Wer zeitig mit Nichtstun anfängt muß deshalb nicht vorzeitig aufhören.

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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von benicalptea » Mi 24. Jul 2019, 12:04

georg.vt hat geschrieben:
Mo 22. Jul 2019, 17:45


Da du bei den 1000 km dich selbst genannt hast, ging ich davon aus das du die 1000 km runterreißt. Wenn du in Zukunft solche Missverständnisse vermeiden willst kann ich dir nur empfehlen in Zukunft nicht "ich" sondern "man" zu schreiben. Zum Tanken nur so viel, ich habe es noch nie geschafft in 5 Minuten zu tanken! Bei mir hat es in der Regel schon um die 10 Minuten gedauert bis ich in der Schlange vor mir endlich zahlen konnte.Ganz zu schweigen davon eine freie Tanksäule zu bekommen.
Ich glaube du solltest es gut sein lassen, denn deine Posts geraten so langsam in Richtung "peinlich". :lol:
Völlig neben dem Thema und sich darüber streiten wollen ob ich "man" oder "ich" schreiben soll :-? :roll: . Lass einfach besser gut sein :!:
Gruß Sascha
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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von benicalptea » Mi 24. Jul 2019, 12:15

tnt369 hat geschrieben:
Mo 22. Jul 2019, 21:55
benicalptea hat geschrieben:
Mo 22. Jul 2019, 14:27
... Ich stelle mir gerade vor wie lange ich mit so einem E Auto von mir bis nach Calpe unterwegs wäre (2003km). Zumindest genug Pausen hätte man während das Auto am Strom hängt :lol: ...
Hab das gerade für Dich planen lassen: 21,5h (Fahrtzeit incl. Ladepausen) (Tesla Model 3 LR RWD ca. 52k€). Dabei hast Du ca. 7-8 (Lade-)pausen (je ca. 20-30 Min). Bist also entspannt unterwegs. Bei Übernachtung im Hotel mit Steckdose noch etwas weniger Fahrtzeit da ein Ladestop entfällt.

Verrätst Du mir wie lange Du bisher brauchst?

Gruß Thomas
Danke für das Planen. Aber ich weiß nicht wo du gestartet bist, wo du angekommen bist und wie du gerechnet hast. Soll aber hier für dein Beispiel egal sein. Nimm einfach deine "Rechenvariante" und ziehe von deinen 7-8 Tankpausen 4-5 Stück ab und die die ich mache sind dann auch nur maximal 10 min. lang. Dann hast du für Deine Variante einen Vergleich.
Gruß Sascha
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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von georg.vt » Mi 24. Jul 2019, 14:58

pekeo1 hat geschrieben:
Mo 22. Jul 2019, 18:26
... könnte eine Lösung sein.
https://www.ingenieur.de/technik/forsch ... blem-lohc/
In dem Artikel steht nicht die ganze Wahrheit. An der Lösung wird schon seit Jahren herumgebastelt. Vor allem ist das LOHC sehr giftig. Um um den Wasserstoff wieder aus dem LOHC herauszubekommen sind Temperaturen von ca.300 Grad notwendig die im Auto erzeugt werden müssen. Solche Temperaturen sind nur im Abgas System von Verbrennern vorhanden.
Zum dehydrieren sind Katalysatoren notwendig voll mit Platin. Da Wasserstoff sehr aggressiv gegenüber Metallen reagiert sind spezielle Motor Neuentwicklungen notwendig. Deswegen können die Autofirmen nicht einfach ins Regal greifen und einen Motor herausziehen.
Eigentlich war die Idee Wasserstoff einfacher zu transportieren. Bisher wurde Wasserstoff hochverdienter in Tanks oder Flaschen transportiert. Es gibt auch noch die Möglichkeit das Gas in Metallschwämmen zu transportieren die in Gasflaschen eingeschlossen sind. Bei den Lösungen sind Tanks aus Spezialstählen erforderlich.
Das LOHC lässt sich in jedes Behältnis füllen das Flüssigkeiten aufnimmt, es muss nur sichergestellt sein das nichts in die Umwelt gelangt. Es ist auch per Pipeline zu transportieren. Die Dehydrierung kann in stationären Anlagen geschehen bei denen es egal ist wie groß sie sind.

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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von georg.vt » Mi 24. Jul 2019, 15:32

daenu hat geschrieben:
Di 23. Jul 2019, 05:52
Spätestens wenn ich meine Touren dermassen planen muss, ist dann fertig für mich :-)
Hätte auf meinen Reisen, wohl nicht die Hälfte gesehen ... Zudem habe ich an vielen tollen Orten, wo ich Pause gemacht, keine Steckdosen gesichtet. Würde demzufolge bedeuten entweder auf das gute Essen verzichten oder doppelte Pausen ...
Das ganze mag gut sein für den Weg zur Arbeit. Aber Massen tauglich ist es auf keinen Fall.
Ich freue mich jetzt schon auf den Stau an den Steckdosen, wenn die Karren genügend verbreitet sind :-)
Mit solch einem Planer kannst du genauso unterwegs sein wie mit jedem Navigationsgerät bei Abweichungen von der geplanten Route führt das die Ladepunkte nach. Da in der Beispielrechnung von einem Tesla ausgegangen wird fährt man in der Regel auch eine Tanksäule von Tesla an an denen man Druckbetanken kann, stabile Preise europaweit also überall der gleiche Preis und wo eine Ladesäule von Tesla steht, stehen noch mindestens 5 weitere also nix mit Autoschlange in der Regel sind Teslafahrer so diszipliniert das sie das Auto wegstellen wenn der Akku voll ist. Es gibt auch noch die Möglichkeit an Malls oder bei Aldi umsonst zu laden. So kann man im la Marina in Ondara in der Tiefgarage für umme laden.
Wenn früher alle so gedacht hätten wie du würden wir immer noch mit der Pferdekutsche unterwegs sein. Aber spätestens in 40 Jahren wirst auch du dich daran gewöhnen müssen das eine neue Zeit angebrochen ist. Ich weiß zwar nicht wie alt du bist aber es könnte sein das du schon vorher elektrisch unterwegs bist.

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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von Miesepeter » Mi 24. Jul 2019, 16:03

In Murcia sind die wenigen vorhandenen Ladeplätze für E-Autos überwigend leer, denn außer für ein paar Taxis setzen sie sich nicht durch, genausowenig wie mit CNG angetriebene Fahrzeuge, für die es in ganz Spanien lediglich 67 Tamkstellen gibt. Die Entfernungen sind einfch zu groß. Ggw. fahren ganze 23.000 Elektroautos in Spanien von derzeit 30 Mio. zugelassenen Fahrzeugen. Sollten 30 Mo. Elektrofahrzeuge nachts an den Ladstationen hängen, wären dafür 90.000 MW nötig, ein Ding der Unmöglichkeit.
Rutscht der Föhn dir in die Wanne, war das deine letzte Panne.
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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Beitrag von georg.vt » Mi 24. Jul 2019, 16:10

pekeo1 hat geschrieben:
Di 23. Jul 2019, 13:37
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Ich musste auf 100.000km nur einmal an einer Ladestation für 5 Minuten warten bis ich anstecken konnte.
... und genau das wird sich ändern wenn sich mehr für ein E-Auto entscheiden. ;-)
Der viel herbeigeredete Ausbau der Lade-Infrastruktur geht bei weitem nicht so zügig voran wie dies Notwendig wäre. :-P

Ich denke die E-Mobilität wird sich kurz über lang durchsetzen - aber nicht alleine auf Batterien basierend,

Es sind technologien verfügbar (Brennstoffzelle) die mit entsprechenden Einsatz recht zügig und preislich atraktiv auf den Markt gebracht werden könnten - wenn den der Wille da wäre (... und diesen Willen sehe ich nicht)

https://www.ingenieur.de/technik/forsch ... blem-lohc/

... und hier ein FB-Video vom ZDF(Terra-X) ... läst sich auch ohne FB-Anmeldung ansehen
https://www.facebook.com/ZDFterraX/vide ... 538427779/
Du wirst dich wundern wie viele Leute zu Hause laden können. Auf alle Fälle jeder der sein eigenes Haus hat oder eine Wohnung mit Tiefgaragenstellplatz. Man muss ja auch nicht jeden Tag laden! Bei der täglichen statistischen Fahrstrecke in Deutschland von 40 km verbraucht man 6kW Strom und dann braucht man alle 8 Tage, bei einer Akku Kapazität von 50kW, zum laden gehen. Dass macht man dann beim Wochenendeinkauf im Kaufland. Wer sein eigenen ladepunkt hat steckt eben abends den Stecker in die Schukosteckdose und hat morgens seinen vollen Akku.
Es wird sicher in Zukunft so intelligente Lösungen geben das wenn man weiter wegfährt und man nicht auf bummeltour geht, bei der Routenplanung Ladepunkte reservieren kann, so das man nicht mehr lange warten muss. Es gibt in der Zukunft noch viel zu lernen und nur wer kreativ und flexibel ist wird daran seine Freude haben. Die das nicht sind werden genauso wie heute gefrustet „wir sind das Volk“ und „Danke Merkel“ auf der Straße schreien.

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