25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

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nichimmalustich
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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von nichimmalustich » So 30. Nov 2014, 00:14

Der Mauerfall war ein echt starkes, und ich glaube, für die gesamte freie Welt, ein unglaubliches Ereignis – welches ich leider auf der anderen Seite des Globus nicht verfolgen konnte. Erst 4 Tage nach dem Ereignis erhielt ich ein Video, welches ich mir dann ansehen konnte.... ich glaube, es mindestens 10mal zurückgespult zu haben.

Dafür hatte ich das unglaubliche Vergnügen, mit Freunden (Auch aus der damals noch bestehenden DDR) am Brandenburger Tor den Jahreswechsel sehr ausgiebig feiern zu können…
und sollte mich die Alzheimer bitterböse erwischen, diese Nacht vergesse ich selbst dann bestimmt nieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiich.

Der
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der südlichste Südlappländer, der sich an der CB noch immer den Poppes abfriert

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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von Cozumel » Mi 3. Okt 2018, 14:27

Im TV wurde Kinder gefragt, ob sie etwas mit dem Begriff Mauer in Deutschland anfangen können.

Konnten alle nicht. :-o

Vor einigen Jahren wurden Menschen gefragt, ob ihnen der Name Erich Honecker etwas sagt.
Den meisten nicht.
Wie vergänglich ist doch die Vergangenheit. :)
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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von nurgis » Mi 3. Okt 2018, 15:33

Sie wußten ja noch nicht ein mal was das Wort DDR heißt. Es ist ja auch wichtiger die Grenzlinien vor Christi zu wissen.
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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von maxheadroom » Mi 3. Okt 2018, 16:01


Hola todos y Cozumel,
zu dem traurigen Befund der da dargestellt wurde , müsste man nun noch genau Wissen wer den befragt wurde , sprich entsprachen die Befragten dem Bevölkerungsabbild u.s.w. was eben fuer eine relevante Aussage wichtig wäre .Dazu noch eben kurz: Eine einheitliche Definition für „Bildung“ gibt es nicht, denn jeder hat eine andere Vorstellung davon. Wissen, Intellektualität und Kultiviertheit stehen für Bildung .
Nun zurueck zum thread:
Ich habe das am Fernsehen als Nachricht erlebt, da ich Verwandschft in der DDR hatte wollte man natuerlich dort anrufen war aber nicht möglich
es war ein bewegender Moment , auch noch einige Zeit nachher wo eben eine problemlose Reise in die Gebiete möglich war.
Allerdings sind in meinem Biocomputer noch einige Zeichen gespeichert die mir aufgefallen sind bei Besuchen in der DDr konnte man in der Zeit davor eine massives Rumoren spüren was aber natuerlich nicht an die Oberfläche kam aus verständlichen Gründen und jetzt bin ich einfach nur erstaunt das dies alles schon solang zurueck liegt :-? Hörte heute ein Interview mit einer jungen Frau die im Jahr des Mauerfalles geboren wurde, war interessant da zumindest in diesem Interview die Stimmung rüberkam wie hätte mein Leben ausgesehen wenn es die DDR noch gegeben hätte.
Man hätte ja den Fragenkatalog noch um Clara Zetkin oder Ernst Thälmann erweitern koennen :lol:
Aber bei der Klientel die da befragt wurde h#tte die Frage nach Theodor Heuss vielleicht genauso Verwunderung ausgelöst :-o :lol:
Saludos
maxheadroom

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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von Cozumel » Mi 3. Okt 2018, 16:11

Ach, es ging mir garnicht um Bildung Maxheadroom.

Ich fand es einfach nur faszinierend wie schnell Ereignisse, die meine Generation stark beschäftigt haben, heute noch nicht mal mehr ein Thema ist. Man lernt ja nicht nur in der Schule, sondern hört sowas auch mal in der Familie ober bei Bekannten und Freunde.
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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von Miesepeter » Mi 3. Okt 2018, 18:31

Zitat Cozumel: "Wie vergänglich ist doch die Vergangenheit. :)" Ich setze noch einen obendrauf: Anstatt sich in derart unrühmlichen Bgebenheiten zu ergötzen (die uns auch noch von unseren Feinden von gestern und "Freunden" von heute) aufgebürdet und -gezwungen wurden, sollte endlich ein Schlusstrich gezogen werden und die Gräber ein- für allemal zugeschüttet werden. ES REICHT NÄMLICH. Positiv sehe ich schon mal, dass die damaligen Täter und Opfer inzwischen das Zeitliche gesegnet haben. Ich selbst (Jg. 41) fühle mich von allem was zwischen 1932 und 1950 ablief ganz und gar nicht (mit-)verantwortlich und sehe deshalb keinen Grund für irgendwelche (Mit-) Gefühle für oder gegen diejenigen, die immer noch Ansprüche auf Wiedergutmachungen (wie z.B. die Polen) geltend machen wollen.
Lasst die Toten endlich ruhen, "denn es soll uns doch gelingen, dass die Sonne schön wie nie über Deutschland scheint".
Gott weiss alles, oder mal die Nachbarn fragen, die wissen nämllich noch mehr.
Dies ist ein freies Land, und wem das nicht passt und nicht frei sein will, werden wir ggf. dazu zwingen.

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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von Atze » Mi 3. Okt 2018, 19:00

Miesepeter hat geschrieben:
Mi 3. Okt 2018, 18:31
Zitat Cozumel: "Wie vergänglich ist doch die Vergangenheit. :)" Ich setze noch einen obendrauf: Anstatt sich in derart unrühmlichen Bgebenheiten zu ergötzen (die uns auch noch von unseren Feinden von gestern und "Freunden" von heute) aufgebürdet und -gezwungen wurden, sollte endlich ein Schlusstrich gezogen werden und die Gräber ein- für allemal zugeschüttet werden.
Ich versteh dich hier nicht!
Bist du in einem falschem Faden? Wenn überhaupt, geht es doch bei dieser "Vergangenheitsbewältigung" um einen Tag, der uns alle mit Freude erfüllte und an den wir immer noch mit einem fast ungläubigen Staunen zurückdenken.
Und die Anmerkungen, dass die jungen Leute sich das heute nicht mehr vorstellen können (was übertragen auch für die die Nachkriegszeit gilt) zeigen doch, wie notwendig es ist, die Erinnerung nicht verblassen zu lassen - was nichts mit Schuldzuweisungen zu tun hat.

Sicher sollten Gräber (und Gräben) zugeschüttet werden. Aber Gedenksteine haben einen Sinn.
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
werdet ihr feststellen, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.
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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von Cozumel » Mi 3. Okt 2018, 19:24

Ach, Gottseidank!
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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von nurgis » Mi 3. Okt 2018, 20:12

@Atze Danke ! Ich habe zwischenzeitlich viel DDR erlebt. Im grunde bin ich auch dort geboren ( da war`s aber noch nicht DDR) und man sollte nicht vergessen was da schief lief und wie viele Menschenleben das gekostet hat.
Klar , einige sagen heute, man hätte die Mauer, statt fallen zu lassen, höher bauen sollen. In Einzelfällen mag es sogar stimmen. Auch ich hatte manchmal, was unsere Renten anbetrifft, eine ehrliche Wut was uns die Wiedervereinigung brachte. Grundsätzlich war die Wiedervereinigung aber eine Leistung die Tausende glücklich machte und auch ich freute mich sehr darüber. Ich erlebte sie in der Nacht des Mauerfalles in meiner Werkstatt, denn es war gerade eine große Messe. Ich warf in dieser Nacht vor Freude dann telefonisch einige aus dem Bett.
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Re: 25. Jahrestag des Mauerfalls - wie habt ihr ihn erlebt?

Beitrag von Cozumel » Mi 3. Okt 2018, 20:48

Ich hätte eigentlich danke Atze schreiben sollen und nicht Gottseidank. Soweit ist es noch nicht. :lol:
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