Das Ende der Fotografie … DSVGO

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maxheadroom
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Das Ende der Fotografie … DSVGO

Beitrag von maxheadroom » So 13. Mai 2018, 12:05


Hola todos,
fuer jeden der gern fotografiert und es dann vielleicht auch noch anderen zugaenglich machen will , gibt es einen neuen Stolperstein, der eine oder andere hat vielleicht schon davon gehoert/gelesen aber hier noch ein paar interessante Punkte:
Fotografieren in der Öffentlichkeit oder auch im privaten Raum kann sie ab sofort bis zu 20 Millionen Euro Bußgeld (pro Fall !) kosten.

Ohne Einwilligung der abgebildeten Personen dürfen künftig nur noch Mitglieder der „institutionalisierten“ Presse und des Rundfunks, also beispielsweise fest angestellte Fotografen, solche Bilder anfertigen und veröffentlichen.

Nur ein kleiner Trost: Fotos und Veröffentlichungen vor dem 25. Mai 2018 fallen nicht rückwirkend unter die neue DSGVO.

Wer noch mehr zu diesem "Schwachsinn " lesen will bitte schoen
DAS ENDE DER BILDER
:(( >:)
Als naechstes dürfen Landschaften , Bäume, Blumen ohen Einverständnis des Besitzers nicht mehr abgebildet werden, denn es gibt ja so gut wie keine herrenlosen Gegenstände >:) >:) >:)
Saludos
maxheadroom, der zum Abmahnanwalt umschult, denn wo sprudelt noch so leicht das Geld >:) >:) >:) >:)

[/n b]
Even when you win the ratrace, you are still a rat
Pan de ayer, carne de hoy y vino de antaño, salud para todo ano
Soy optimista, incluso mi tipo de sangre es positiva.
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Josefine
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Re: Das Ende der Fotografie … DSVGO

Beitrag von Josefine » So 13. Mai 2018, 12:43

:-?

In dem Link von Max steht u.a.:

"Ob das Pixeln von Personen ein probates Mittel ist, um Bilder rechtssicher veröffentlichen zu können, ist übrigens auch noch nicht klar. Denn künstliche Intelligenz ist mittlerweile durchaus in der Lage, solche Bearbeitungen rückgängig zu machen. Medienrechts-Anwälte dürften sich in den nächsten Monaten und Jahren also nicht über Arbeitsmangel beklagen." 

Also müsste man ggf. alle Personen, die zufällig auf ein Bild kommen, (weil man eine Straße mit historischen Gebäuden fotografieren will) verpixeln und anschließend noch eine erlaubte Smilie-Figur darauf setzen, damit man das Foto nicht erkennt? ;-)


Ich meine mal gelesen zu haben, dass sich in Spanien die Arbeit als Abmahn-Anwalt nicht lohnt. In Deutschland ist das allerdings anders. Ob sich da die Abmahn-Anwälte künftig an viel fotografierte Stellen hinstellen, damit sie anschließend abmahnen können? :lol: Otto-Normal-Bürger wird wohl kaum zu einem Abmahnanwalt rennen, damit dieser viel Geld verdient.

Mal schauen, was sich daraus noch entwickelt. Was wird aus den Karnevals-Umzügen? Keine Fotos von Privatpersonen mehr? Alle mehrfach verpixelt? :lol:
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine (Jofina)

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Re: Das Ende der Fotografie … DSVGO

Beitrag von pekeo1 » So 13. Mai 2018, 12:51

... na ja ganz so schwarz muss man es nicht sehen.

Für den interessierten "Hobby-" Fotograf hier noch etwas Lektüre

https://www.bmi.bund.de/DE/startseite/s ... -node.html unter
... runter scrollen "Häufig nachgefragt - Was ändert sich mit der Datenschutzgrundverordnung für Fotografen?"
...
https://www.datenschutzbeauftragter-inf ... -klarheit/
und
https://www.ipcl-rieck.com/allgemein/wi ... rafen.html

... und ich werde weiter fotografieren ;)
Todos vivimos bajo el mismo cielo, pero ninguno tiene el mismo horizonte.

https://app.weathercloud.net/d4684862225#profile

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Re: Das Ende der Fotografie … DSVGO

Beitrag von Florecilla » So 13. Mai 2018, 14:50

"Diese Verordnung gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird. Als persönliche oder familiäre Tätigkeiten könnte auch das Führen eines Schriftverkehrs oder von Anschriftenverzeichnissen oder die Nutzung sozialer Netze und Online-Tätigkeiten im Rahmen solcher Tätigkeiten gelten." Quelle

Also, Privatpersonen dürfen auch weiterhin Fotos machen, auf denen andere Menschen abgebildet sind. Es stellt auch kein Problem dar, wenn man diese Bilder in sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram, Foren usw.) hochlädt, solange keine gewerbliche Nutzung zugrunde liegt. Zum Beispiel darf ich als Reisebüro-Betreiber keine Fotos von persönlichen Urlauben auf meiner Reisebüro-Seite hochladen, da diese gewerblich zum Zwecke des Geldverdienens betrieben wird. Ich als Margit darf aber sehr wohl weiterhin meine Urlaubsfotos, Bilder von Familienfeiern, Konzerten, Veranstaltungen usw. auch online nutzen, auch wenn andere Menschen abgebildet sind, weil sie zufälligerweise vor einer Sehenswürdigkeit stehen - vorausgesetzt ich verdiene weder jetzt noch in Zukunft Geld damit.
Hasta luego,
Florecilla (Margit)

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Miesepeter
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Re: Das Ende der Fotografie … DSVGO

Beitrag von Miesepeter » So 13. Mai 2018, 14:59

Wie immer: was der breiten Öffentlichkeit für wenig Geld zugänglich ist, wird eingeschränkt, stark eingeschränkt oder für illegal erklärt. Wer ist darn interessiert? Natürlich nur, wer etwas zu verbergen hat oder will, z.B. übereifriges Vorgehen der Staatsgewalt, was evtl. die Pfründe von gewissen(losen) Politikern ins Wanken bringen könnte. Das Volk soll wissen, aber nicht zu viel. Die Würde der Oberen muss gewahrt bleiben. Und da stören wie Bildberichte über z.B. Franz Josef Strauss in New Yorks Rotlichtmilieu (ist schon eine Weile her). Also müssen die Weichen derart gestellt werden, dass derartiges künftig nicht mehr möglich ist - ein Schritt weiter in Richtung Orwells "1984".
Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet (aus: "Liebster Jesu, wir sind hier..")
Der Hund bleibt treu stets seinem Baum, der Mensch dagegen eher kaum.
Lange im Bett weilen muß nicht langweilig sein.

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