Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Grundstücksrecht, Versicherungen, Schäden am Gebäude usw.
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Re: Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Beitrag von villa » Mi 1. Jun 2016, 20:05

So viel ich weiss bietet Interhome verschiedene Modelle an, ob das jetzt auf den Steueraspekt eine rolle spielt weiss ich nicht, aber die gebühren gehen da von 5% (Bei selbst verwalteten Häusern, nur Publikation und Kasse) bis ich glaube 15% bei Full Service. Die verlangen aber auch dass man eine mindestmenge an Wochen in der Hochsaison über sie vermietet. Das war mir alles zu kompliziert.

Darf man Fragen wie die Erfahrungen mit den Gästen aus all diesen Ländern sind? Kann mich über meine Gäste aus DE, CH, FR nicht beschweren, hab sehr wenige Schäden.
Ferienwohnungen in Italien
http://www.villa-floreal.com

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Busbauer
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Re: Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Beitrag von Busbauer » Do 2. Jun 2016, 08:48

Unsere Fewo in der Schweiz bieten wir über 2 Portale an :

http://www.ferien-miete.de und
https://www.airbnb.de

Das erstere brachte noch keine Erfolge , das zweitere brachte verschiedene Mieter und zwar internationale.
Bisher war immer alles ok, das Geld wird sofort überwiesen.

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Oliva B.
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Re: Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Beitrag von Oliva B. » Do 2. Jun 2016, 11:09

Hallo Frank,
Frank_Berlin hat geschrieben: Zum Thema Nationalität der Mieter: das hängt vermutlich mit der Zielgruppe (und dem Mietpreis) zusammen. Ich habe bisher über Homeaway weltweit vermarktet und die Gäste kamen vielleicht zu 1/4 aus Deutschland, ansonsten viele Amerikaner, Kanadier, Briten etc. Meine Hypothese ist, dass deutsche Urlauber an der Costa Blanca eher Miethäuser in der Region bis max. 1.500€/Woche suchen, während z. B. Briten und Amerikaner auch darüber hinaus schmerzfrei sind. Der Vermarktungskanal muss also auch dazu passen, und während CBN und Ferienhausmiete für den einen geradezu ideal sind, passt das beim anderen vermutlich weniger gut.
wie sind deine Erfahrungen mit den Urlaubern aus Übersee? Verbringen sie wirklich ihren Jahresurlaub an der Costa Blanca oder legen sie hier nur ein paar Tage Zwischenstopp auf ihrer Europareise ein?

Frank_Berlin hat geschrieben:Zum Thema Gebühren: das schwankt sehr von fast kostenlos (Ferienhausmiete) bis zu knappp 20%. Der Leistungsumfang varriert dabei jedoch vom reinen Portal (ähnlich ebay) bis hin zur Agentur mit Full-Service (Interhome). Homeaway muss sich schon sehr viel mehr Mühe geben, wenn sie von mir die 6 bis 8% zzgl. der jährlichen Vermieterpauschale weiterhin kassieren wollen. Außerdem ist es ein - gelinde gesagt merkwürdiges Geschäftsgebahren - während der 12-monatigen Laufzeit das Gebührenmodell einseitig anzupassen und den Kunden keine Erstattung für die bereits zuviel gezahlten Gebühren anzubieten.
Fewo-Direkt ist doch meines Wissens Teil von home-away und deshalb sollten doch dieselben AGB's gelten.
Danach zahlte der Vermieter bisher nur für das Inserat und keine separate Vermieterpauschale? Warum zahlst du 6-8 % zusätzlich?

NEU sind ab 28.6.2016 (komisches Datum für eine Änderung der AGB's) die Servicegebühren, die lt. Pressemitteilung allein der MIETER trägt, Zitat:

  • "FeWo-direkt wird diese verbesserten Services für Urlauber inklusive der „Mit-Vertrauen-Buchen-Garantie“ anbieten, ohne die Inseratspreise für Vermieter zu erhöhen und führt am 28. Juni 2016 eine Service-Gebühr für Reisende ein, die bei durchschnittlich sechs Prozent des Mietbetrages liegen wird."

Die Formulierung "durchschnittlich 6 Prozent" finde ich ziemlich schwammig, da kann man sich fragen, ob es einer nur 2 Prozent und der andere vielleicht 10 Prozent zahlen muss...

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Re: Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Beitrag von Frank_Berlin » Do 2. Jun 2016, 18:17

... nun bin ich ja einige Antworten schuldig:

Schäden mit internationalen Mietern: Wir hatten in den 3 Jahren etwa 20 bis 30 Gäste. Die Übergabe und Rückgabe macht jeweils die Hauswärtin, sehr sorgfältig, und wie sichern uns mit einer Kaution ab. Bisher keinerlei Probleme oder Schäden. Salopp formuliert: warum sollte Joe aus Birmingham nicht genau so sorgfältig mit dem Haus umgehen wie Bernd aus Bocholt? Das ist keine Frage der Nationalität, denke ich.

Wir haben eine Mindestdauer von 6 Tagen, tatsächlich tandieren die Gäste aus USA und Kanada zu kürzeren Aufenthalten von ca. 1 Woche, während Europäer (die Rom, Paris und Athen schon gesehen haben) auch mal 2 oder 3 Wochen buchen. Finde ich aber kein Problem.

Zu Homeaway: zum Jahresbeginn 2016 zahlte ich eine Pauschale für den Vermieter von ca. 700€ zzgl. MWSt, damit ist das weltweite Inserat abgedeckt. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine variablen Gebühren, außer falls der Payment-Service genutzt wurde. Zum Juni, also noch während der Laufzeit oben genannter Pauschale stellen sie nun das Gebührenmodell um, die Pauschale für die Vermieter reduziert sich etwas, dafür zahlen die Mieter einen %-Anteil der Gesamtmiete, der gestaffelt und nach oben begrenzt ist. Wie gesagt, in meinem Fall wären das 2016 auf Basis der bisherigen Ist-Buchungen fast 3500€ gewesen. Ich gehe davon aus, dass ab diesem Zeitpunkt 1. die Buchungszahlen auf Homeaway deutlich sinken weil weniger Gäste bereit sind die ca. 6% zu zahlen und 2. falls doch, auf einen Nachlass der Miete bestehen werden.

Eine Rückerstattung der zuviel gezahlten Pauschale wäre also selbstverständlich, besser noch eine Laufzeit des alten Gebührenmodells bis Ende 2016.

Zu AGBs, Durchsetzbarkeit etc.: versuch bitte einmal, irgendwie mit Homeaway in Kontakt zu treten. Sie sind völlig in Deckung gegangen. Telefonhotline endet in einer Endlos-Warteschleife, E-Mails werden mit "wird nicht gelesen" beantwortet, der Chat ist abgeschalten und das Kontaktformular meldet technische Störungen.

Man könnte jetzt noch einen Brief schreiben und auf rechtliche Schritte verweisen. Ich habe aber keine Lust dazu, mich mit so etwas weiter auseinanderzusetzen und deshalb die "automatisch verlägern" Option gecancellt.

Frank

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Re: Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Beitrag von Frank_Berlin » Sa 4. Mär 2017, 17:35

... nach 1 1/2 Jahren Erfahrung nun ein Update zur privaten Vermarktung unseres Ferienhauses. Seit Sommer 2016 haben wir fünf Vermarktungskanäle aktiv:

1. Homeaway (entgegen meiner Planung doch noch einmal verlängert): läuft nach wie vor gut, die Reisenden nehmen die wirklich happigen Gebühren des Portals (meist um 6 bis 8 Prozent für die Buchung und dann nochmals feste Gebühren für die Zahlungsfunktion) scheinbar ohne zu Klagen in Kauf. Viele Buchungen von britischen, US-amerikanischen und skandinavischen Gästen. Fast ausgebucht in der Zwischen- und Hauptsaison. Kein einziger deutscher oder schweizerischer Mieter darunter. Zuweilen lässt sich die Buchungsbegühr umgehen, indem man dem Interessenten mit der Nachrichtenfunktion einfach den Mietvertrag zuschickt und er somit eine direkte Buchung machen kann. Der Service von Homeaway (z. B. die Hotline oder die Chatfunktion) ist nach wie vor ganz besonders schlecht.
2. Ferienhausmiete.de: gutes Portal für kleine Gebühren um ca. 100€ p.a. Einige Buchungen für die Nebensaison ausschließlich aus Deutschland. Es fehlt leider die internationale Reichweite, zumindest auch eine mehrsprachige Version.
3. AirBnB: kaum ernstgemeinte Anfragen. Eher das Portal für Städtereisen und private Zimmer zur Untermiete. Zumindest im etwas höheren Preissegment keinerlei Nachfrage.
4. Tripadvisor/Holidaylettings: absolut tot. Nicht eine einzige Nachfrage in 18 Monaten.
5. eigene Website: da hab ich einiges an Zeit reingesteckt und auch etwas Suchmaschinenoptimierung betrieben. Dennoch kaum Resonanz. Fereinhäuser werden offensichtlich nicht per Google direkt gesucht. In Kombination mit dem Link auf Homeaway allerdings hat sich der Aufwand gelohnt.

Das als kurzer Überblick und Feedback zu Euren Antworten.

Frank

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Re: Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Beitrag von nixwielos » Sa 4. Mär 2017, 19:51

Herzlichen Dank Frank für diese interessanten Informationen! Dass AirBnB so schwach läuft, hätte ich nicht gedacht, Bekannte von uns am Chiemsee vermieten Ferienwohnungen und werden über diesen Weg überwiegend gebucht. Da sieht man mal...

Weiterhin viel Erfolg, egal auf welchem Weg!
Viele Grüße von Nicole und Stefan!
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Re: Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Beitrag von Frank_Berlin » Do 13. Jul 2017, 18:06

nochmals ein Nachtrag zu Homeaway. Die Plattform wird immer dreister.

Seit heute lassen sie nur noch Inserate zu, die die sog. Online-Buchung ermöglichen. Vermieter, die also nur direkt mit dem Mieter einen Vetrag abschliessen wollen, werden gestichen (delisted).

Besser noch: Homeaway stellt dabei automatisch und ohne nachzufragen auf die sog. "Sofotbuchen"-Option um. Das heißt, ein Mieter kann online einseitig und verbindlich buchen und der Vermieter muss diese Buchung dann rechtsverbindlich erfüllen (kann also nicht nachträglich ablehen, z. B. nachdem er gesehen hat, wer da gebucht hat). Nur derejnige, der diese Sofortbuchungen als "opt out" manuell deaktiviert und stattdessen auf eine sog. 24h-Warteoption wechselt, hat noch die Chance, Mietinteressenten abzulehen. Homeaway begründet das mit dem "Buchungserlebnis" der Kunden, in Wahrheit will man natürlich dei Provisionen aus der Vermittlung maximieren und den direkten kontakt von Vermieter und Mieter unterbinden.

Schade, dass es neben Feriehausmiete für den deutschsprachigen Raum kaum leistungsfähige Plattformen gibt ... hier würde etwas mehr Wettbewerb nicht schaden.

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Re: Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Beitrag von Hoppes » Fr 14. Jul 2017, 09:52

Danke Frank,
was bin ich froh, daß ich mit Vermietungen nix mehr zu tun habe.
Deine zurückliegenden Erfahrungen mit FeWo und Konsorten kann ich vollumfänglich bestätigen. Auch ich habe im höherwertigen Segment und international vermietet. Auch in Sachen Beschädigungen/Schäden liegen meine Erfahrungen ähnlich

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Re: airBnB Spanien

Beitrag von Miesepeter » Fr 14. Jul 2017, 10:22

Nach ausführlñicher Recherche habe ich festgestellt, dass ausser in den Massetouristen-Gegenden die Preise für BnB Objekte grösstenteils über denen vergleicbhbarer Hotels liegen. Gelockt wird mit Niedrigpreisen, die sich aber nicht auf das Zimmer sondern pro Person versteehen. Ein Beispiel: in Las Rozas werden BnB Zimmer für "ab" 49,- angeboten. Beim Buchen für 2 êrs. kommen dann noch Reinigungs- und Servicekosten dazu, und am Ende sind es 63,-/Tag. Im nahe gelegenen 4-Sterne Hotel Plaza Las Matas bekommt man en DZ ab 45,- ÜF und eine Tiefgarage gibts noch dazu. Uunterm Strich: uninteressant.
Rutscht der Föhn dir in die Wanne, ist das deine letzte Panne.
Wenn Vegetarier ins Gras beissen stört das keinen Metzger.
Wer zeitig mit Nichtstun anfängt muß deshalb nicht vorzeitig aufhören.

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Re: Vermarktungskanäle außer Homeaway für ein Ferienhaus?

Beitrag von hu-ba » Fr 14. Jul 2017, 14:18

Hallo Frank,

ich bin immer noch am Überlegen, ob ich unsere Immobilie, die wir Ende 2016 erworben haben auch zur Vermietung verwende.

Da sind die Infos über die Portale eine willkommene Info.

Vielen Dank für die Mühe.

Vor einer Vermietung will ich noch klären, wie und ob ich die Registrierung bei der Behörde machen lasse.
Vermurlich bin ich dann in dem Ferienort mit vielen hundert Objekten der 1. und eine Zeit lang der Einzige. Vielleicht mache ich auch ein ganz großes Faß auf, wenn ich unter den Eigentümern innerhalb der Gemeinschaft der Einzige bin und die Behörde sich vor Ort das alles anschaut
Es gibt hier auch mindestens 2 Häuser, die jeweils 4 Eigentumswohnungen haben, von denen teilweise an Urlauber vermietet wird (öffentlich). In manchen Regionen würden die gar keine Lizenz erhalten?

http://www.costa-blanca-forum.de/viewto ... 333&t=9779

Kennst du Vermieter in einem ähnlichen Status, die die Lizenz beantragt haben? - also Non-Residenten, die ihre einzige Immobilie zeitweise gegen Geld an Urlauber vermieten.
Versteuert (Einkommensteuer), ohne IVA, privat - nicht gewerblich, aber die Lizenz haben, weil sie z.B. öffentlich im Internet werben?
Grüße

hubert

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