(Il-) legale Hausbesetzung

Grundstücksrecht, Versicherungen, Schäden am Gebäude usw.
Cozumel
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Re: Einbruch

Beitrag von Cozumel » Mi 8. Feb 2017, 16:59

Herbert, hättest Du keine Angst, hinterher von diesen Verbrechern, die dir geholfen haben, erpresst zu werden?
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Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe.

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Re: Einbruch

Beitrag von Kiebitz » Mi 8. Feb 2017, 17:07

Der Weg von Herberts Bekannten ist der einzige Weg. 500 ist preiswert. Und die Russen haben einen Ruf zu verteidigen und werden die Situation nicht ausnutzen. Befürchtungen hätte ich nur, dass die Besetzer noch mal anklopfen würden.

Offensichtlich muss man in Spanien, und nicht nur hier, illegale Situationen mit Maßnahmen bekämpfen die man im weitesten Sinn als nicht gesetzlich ansehen könnte.
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Re: Einbruch

Beitrag von sonnenanbeter » Mi 8. Feb 2017, 17:18

Cozumel hat geschrieben:Herbert, hättest Du keine Angst, hinterher von diesen Verbrechern, die dir geholfen haben, erpresst zu werden?
Warum, und vor Allem WOMIT sollten die mich erpressen ? Und warum Du die "Umzugskolonne" Verbrecher nennst kann ich nicht ganz nachvollziehen. Verbrecher sind die, die "mein" Haus besetzen, und nicht die, die mir wieder zu "meinem" Eigentum verhelfen.

Gruss
Herbert
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Re: Einbruch

Beitrag von Cozumel » Mi 8. Feb 2017, 17:20

Ok. Ich halte mich zurück. :lol:
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Re: Einbruch

Beitrag von Kipperlenny » Mi 8. Feb 2017, 18:12

Verbrecher sind beide Seiten - und ich will mit Verbrechern einfach gar nichts zu tun haben :)

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Re: Einbruch

Beitrag von hundetraudl » Mi 8. Feb 2017, 19:07

Kipperlenny hat geschrieben:Verbrecher sind beide Seiten - und ich will mit Verbrechern einfach gar nichts zu tun haben :)
Stimmt ich möchte mit denen auch nichts zu tun haben. Aber wenn nach 8 Wochen Abwesenheit mein Haus besetzt wäre, würde ich trotzdem die Russen beauftragen :((
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Re: Einbruch

Beitrag von Oliva B. » Do 9. Feb 2017, 07:41

Ich bin derselben Meinung wie Kipperlenny. Auch wenn man Opfer eines Verbrechens wird, kann man nicht Kriminelle engagieren, um die Tat mit Gewalt zu sühnen. Das ist Sache des Staates. Wie kurz muss man denken, wenn man glaubt, Selbstjustiz durch "Umzugskolonnen" seien in diesem Fall eine Lösung des Problems?

Jeder Euro, der an diese Banden mit Mafia-Strukturen fließt (zuständig für Eigentumskriminalität, Kinderprostitution, Entführungen, Rauschgift- und Waffenhandel, Schmuggel, Schutzgelderpressung und Geldwäscheaktivitäten, Mord u. v. m. ), sorgt dafür, dass sich die organisierte Kriminalität noch weiter ausbreiten kann und die Polizei immer handlungsunfähiger wird.

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Re: Einbruch

Beitrag von Kiebitz » Do 9. Feb 2017, 08:41

Richtig: Es ist Sache des Staates.
Aber: Was, wenn der Staat versagt oder die Räumung durch Unterstützung des Staates mit einem Schein des Rechtes versagt?
Wenn mein Haus besetzt wird, werde ich den Staat fragen, sagt der "Besetzung legal" finde ich andere Wege.
Die Russen waren nur ein Beispiel. Vielleicht machen alle Nachbarn mit, ohne Mafia Hintergründe.
Ein sehr kontroverses Thema das sicherlich auch in den Kreisen der Hausbesetzer diskutiert wird. Offensichtlich sind sie sich ihrer Sache sehr sicher.
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Re: Einbruch

Beitrag von Miesepeter » Do 9. Feb 2017, 10:00

Schon im 1.Semester erfährt der Jurastudent in den span. Unis, dass der "Besitz (besetzen,Besetzung)" das äussere Anzeichen von "Eigentums" darstellt. Daher die juristische Form des "Ersitzens" und damit Einsetzung als rechtmässiger Eigentümer nach Ablauf einer nicht Frist, wenn während dieser keine Anfechtung mittels eines verbrieften und damit vollstreckbaren Titels erfolgt. Das Recht ist also auf der Seite des im Grundbuch engtragenen Eigentümers, der aber um eine Räumungsklage nicht herumkommt - und sowas dauert. Die Jusristen raten von einer Strafanzeige ausdrücklich ab, denn ein Strafverfahren kann sich über Jahre hinziehen und die zu erwartende Strafe beträgt vglw. Tagessátze (die Vollzugsanstalten sind hoffnunglos überfüllt). Wer die Justiz selbst in die Hand nehmen will, sollte sich gut mit den span. Gesetzen und dem Justizwesen vertraut machen, um nicht vom Jäger zum Gejagten werden. Gewalttätiges Eindringen in (s)eine besetzte Wohnung wird mit Freiheitsentzug bis zu 2 Jahren geahndet. Die span. Rechtsauffassung unterstellt den Besetzern "soziale Benachteiligung", ganz besonders wenn sich unter ihnen kleine Kinder befinden, was die effektive Räumungfrist beeinflussen kann.
Sowas wollt ihr natürlich nicht hören, ist aber leider die Realität mit der man leben muss - gezwungen wird natürlich niemand.
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Re: Einbruch

Beitrag von Miesepeter » Do 9. Feb 2017, 10:05

Bitte in meinem o.a. Beitrag berichtigen, es muss richtig heissen: "....nach Ablauf einer Frist..."
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