Alten- und Pflegeheime an der CB

Pflege im Alter, Hilfsmittel etc.
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Oliva B.
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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von Oliva B. » Sa 14. Mai 2011, 20:45

Jetzt komme ich doch noch mit meiner ultimativen Lösung um die Ecke :? :

Ein Ehepaar, das schon lange in Spanien gelebt hat, suchte nach einer adäquaten Seniorenresidenz und hat sich deshalb etliche Einrichtungen in der Umgebung angesehen. Am Ende stand für sie fest, dass sie für ihr Budget zu teuer sind und deshalb haben sie sich nach Alternativen umgeschaut. Eine Rückkehr in ihr Heimatland stand für sie jedoch nicht zur Debatte.
Bei ihren Recherchen stießen sie auf ein Angebot in Namibia, wo unter einer deutsch- und englischsprachigen Leitung eine Dorfanlage für Senioren entstanden ist. In dieser Wohnanlage stehen kleine Häuschen mit ein oder zwei Schlafzimmern oder Appartements zur Auswahl. Die Preise für die Immobilien liegen zwischen 70.000 und 160.000 Euro, also deutlich niedriger als in Spanien, die Nebenkosten liegen zwischen 120 und 240 Euro/monatlich. (Pool, 24-Stunden Schwesterndienst, Müllabfuhr, Gemeinschaftsabgaben wie Strom und Wasser, Außenanlagen, Poolservice), hinzu kommt ein kostenpflichtiges Serviceangebot (Essen, Reinigung, Pflegedienst, Shuttlebusse). Es kann auch selbst gekocht werden. 2 Stunden tägliche Pflege kosten ca. beispielsweise 120 €. Ich könnte jetzt noch mehr Details auflisten, will aber nur mal einen Einblick zum Vergleichen geben.
Klimatisch liegt die Residenz sehr gut, doch der Alterschnitt ist sehr hoch, das „Eintrittsalter“ beginnt mit 55 Jahren. Auf jeden Fall hat sich dieses Ehepaar entschlossen, im hohen Alter (er war weit über 80 Jahre alt) nach Namibia auszuwandern und es gefällt den beiden dort seit Jahren sehr gut.

In meinen Augen war das eine sehr riskante Entscheidung, denn ich habe im Gespräch erfahren, dass man dort im hohen Alter keine Krankenversicherung mehr abschließen kann. Die hiesige Versicherung kann nicht übertragen werden.

Weitere Nachteile: Ein Besuch im hohen Alter in der Heimat ist wahrscheinlich (wenn überhaupt) nur selten möglich, Besuch wird wegen der hohen Reisekosten nur selten vorbei kommen und man lebt ziemlich isoliert, d.h. es fehlen soziale Kontakte zu jüngeren Menschen, wenn man mal von dem afrikanischen Personal absieht, mit dem eine Kommunikation wegen mangelnder Sprachkenntnisse in der Regel schwierig sein wird. Wenn ich ein wenig länger überlegen würde, fielen mir sicher noch weitere Nachteile ein.

Käme für euch solch ein Schritt aus rein finanziellen Gründen in Frage?

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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von Helena » Sa 14. Mai 2011, 21:25

Theoretisch! :-D ja. Es gibt solche Projekte neuerdings auf den Phiippinen. Dort hat man festgestellt, dass viel gut ausgebildetes Personal wegen besserer Verdienstmöglichkeiten abwandert. Gleichzeitig wurde erkannt, dass es woanders immer mehr alte Menschen gibt, die versorgt sein wollen. Wenn auch die Mitarbeiter dort mehr verdienen, kommt es finanziell dennoch günstiger als in Europa. Vorausgesetzt natürlich, man geht nicht wie manche Auswander mit 3,50 Euro nach dorthin.
Ich persönlich kann mich damit abfinden, mit zunehmender Unbeweglichkeit nicht nach Deutschland zu fliegen. Wenn die Umstände passen, kann ich mich überall wohl fühlen, ohne vor Heimweh zu vergehen. Die englische Sprache ist nicht das Problem, wenn auch tiefgreifende Diskussionen vllt. nicht gehen. Aber gut, dann komme ich eben in`s Forum! :-D
Hinzu kommt, dass ich mir auch selbst genügen kann und nicht ständiger Animation bedarf. Allein - um mich mal kurz zuvor auf den Philippinen umzuschauen, ist es doch ein bißchen weit.
LG
Helena

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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von maxheadroom » Sa 14. Mai 2011, 21:57

Hola todos,

nochmal ganz kurz :

@Oliva
"Aber ob Roboter eine Lösung von Pflegeproblemen für unsere alternde Gesellschaft sein können??? Zum Umbetten vielleicht, aber nicht als Ersatz für menschliche Fürsorge."

Ich hab mal einen Pfleger/in Arbeitsplan gesehen, ob man da noch von menschlicher Fürsorge sprechen kann wenn einzelne Tätigkeiten im Minutentakt vorgegeben sind ? Ich denke da ein bisschen weiter, wenn es sich mancher auch noch nicht vorstellen kann, ich spreche von 5 -10 Jahreszeiträumen, da wird sich was Robotik betrifft sehr viel tun.

Das mit Namibia stell ich mir auch nicht so einfach vor, gerade wenn ich mal ein gewisses Alter habe , schon jetzt möchte ich ja nicht nur unter meiner Altersklasse sein, es gehört einfach auch zu einer gewissen Lebensqualität mit jungen Menschen und ihren Gedanken konfrontiert zu sein.

Ich denke mit etwas Organisationstalent lässt sich natuerlich mit einigermassen stabiler Verfassung auch hier in E einiges managen.
Saludos,
maxheadroom
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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von girasol » So 15. Mai 2011, 09:57

kuba hat geschrieben:ich kann über die Preisgestaltung hier in Deutschland leider nur etwas für Alten-und Pflegeheime sagen, über Seniorenresidenzen weiß ich leider nix.
Hier hängt es davon ab in welcher Pflegestufe man eingestuft ist, mitlerweile ist es schon Standard wenigstens in Pflegestufe 1 eingestuft zu sein, Pflegestufe 0 wird schon sehr ungern aufgenommen, da es weniger Geld bringt.
Ein Platz in einem Alten-und Pflegeheim mit Pflegestufe 1 ist hier nicht unter 3000,- Euro zu bekommen, bei Plegestufe 2 sind es schon wenigstens 3500,- Euro.
Meinst du damit den Eigenanteil oder den Gesamtpreis?
Denn bei uns im Ort kostet der Eigenanteil nach Abzug des Anteils der Pflegeversicherung für ein Einzelzimmer mit Bad/WC:
in Pflegestufe 1: 1.683 Euro
in Pflegestufe 2: 1.830 Euro
in Pflegestufe 3: 2.126 Euro

Gruß
girasol
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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von nale » So 15. Mai 2011, 10:15

Mit viel Interesse habe ich in diesem Thread gelesen.
1. komme ich selber aus der Alten-Kranken-und-Sterbepglege.
2. Haben wir ja im letzten Herbst/Winter dieses Thema ins Heim oder zu Hause gerade mit meinen Eltern durchgeackert.

So wie ich mich damals nach zwei langen Praktikas nach meiner Ausbildung gegen die Arbeit im Heim entschieden haben, sehe ich es auch heute noch.
Wenn nicht wirklich ständig Angehörige sich um das Wohlergehen ihrer Eltern in den Heimen kümmern, wird dort immer noch keine optimale Pflege und Betreuung geboten.
So kochte man für meine Mutter einfach keine Diabetikerkost, weil sie die einzige Einwohnerin mit Diabetes war.
Sie bekam normale Kost, inklusive dem großen Stück Kuchen am Nachmittag und man spritzte ich einfach ein paar Einheiten mehr.
Dort werden die Patienten auch nur einmal die Woche geduscht, weil nicht genügend Personal da ist.

Wie es hier in den Heimen aussieht, weiß ich nicht.

Bleibt eigentlich nur, sich rechtzeitig um private Pflege oder Betreuung zu kümmern.

Hier in Pego wird zur Zeit ein sehr schönes großes, bezahlbares Haus mit 5 Schlafzimmern und 5 Badezimmern angeboten.
Von der Größe her, wäre es optimal für eine WG.

So was könnte ich mir genauso gut für mich vorstellen.

Allerdings wird eine private Pflege für Alzheimerpatienten und bettlägerige Menschen immer eine Herausforderung.

Ich denke auch, dass viele Deutsche und wahrscheinlich auch Engländer hier schon allein wegen der Sprachschwierigkeiten nicht in ein spanisches Heim gehen.
Hinzu kommt, dass selbst für Spanier in Zukunft nicht genügend Plätze vorhanden sind.
Wir arbeiten bei uns im Stadtrat an einer Möglichkeit dieses zu ändern.
Für die neue Residencia sollen voraussichtlich auch deutsche Pflegekräft eingestellt werden.

Also findet auch hier langsam ein Umdenken statt.

Aber jeder muss natürlich für sich heraus finden, was für ihn das Beste ist und wie er im Alter leben möchte.

Nie hätten wir gedacht, dass meine Mutter mal in einem Heim leben würde.
Und trotz einiger Anfangsschwierigkeiten, fühlt sie sich dort sehr wohl und will auf keinen Fall wieder nach Hause.
Allerdings haben wir die Probleme, die es in dem Heim gab auch ohne ihr Wissen gelöst, indem wir immer wieder mit der Heimleitung gesprochen haben.

Ein ganz großes Thema für die Unterbringung in Heimen hier, ist ja noch, dass die deutsche Pflegeversicherung nach wie vor nicht bereit ist, den vollen Pflegesatz hier her zu zahlen.


LG Nale
Zuletzt geändert von nale am So 15. Mai 2011, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von nale » So 15. Mai 2011, 10:19

Denn bei uns im Ort kostet der Eigenanteil nach Abzug des Anteils der Pflegeversicherung für ein Einzelzimmer mit Bad/WC:
in Pflegestufe 1: 1.683 Euro
in Pflegestufe 2: 1.830 Euro
in Pflegestufe 3: 2.126 Euro

Gruß
girasol[/quote]

@girasol, das sind ziemlich normale Preise.
Ich habe kürzlich mal die Preise der Heime im Umkreis von 15 km vom Wohnort meiner Familie verglichen und fand heraus, dass in zwei Heimen, von insgesamt 7 die Preise noch bis zu 200,- € drunter lagen.
Aber wir wollen meiner Mutter keinen Umzug mehr zumuten.

LG Nale

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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von girasol » So 15. Mai 2011, 10:41

nale hat geschrieben:@girasol, das sind ziemlich normale Preise.
Deshalb hatte ich mich ja über kubas Angaben gewundert.

Gruß
girasol
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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von nale » So 15. Mai 2011, 10:55

Ich denke, dass Kuba die Gesamtpreise genannt hat.
Da gehen dann die jeweiligen Beträge der Pflegeversicherung noch ab.

LG Nale

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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von kuba » So 15. Mai 2011, 11:43

sicher habe ich den Gesamtpreis gemeint, nicht den Eigenanteil. Der Anteil, den die Pflegeversicherung bezahlt, geht natürlich vom Gesamtpreis noch ab. Trotzdem sind das gewaltige Preise, vor allem, wenn man bedenkt, dass immer mehr auch nur noch Hilfskräfte auf Minijobbasis die komplette Pflege übernehmen.

@ nale
das interessiert mich aber mit dem Haus, was du oben beschriebst bei euch in Pego.....kannst ja mal mehr dazu per PN schreiben.
liebe grüße
kuba

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Re: Alten- und Pflegeheime an der CB

Beitrag von kevi » So 24. Jul 2011, 15:50

In Spanien allgemein gibt es doch mittlerweile sehr viele Alten-und Pflegeheime...gerade auch für deutsche Rentner...Ich will auch später auf jeden Fall nach Spanien auswandern und mein Rentnerleben da genießen..Am Liebsten in meinem eigenen Heim. Ich habe letztens von einer Versicherungsgesellschaft den Tipp mit einer sogenannten Rückbaubürgschaft erhalten. Das kannte ich bislang nicht...Hat jemand Erfahrungen damit gemacht? Zu empfehlen oder eher abzuraten??

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