I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von polarstern » So 22. Apr 2012, 15:37

Danke, Hokusai, für den schönen filosofischen Beitrag! Der Mensch ist der invasivste Spezies, das ist richtig!
Agaves und Aloes sind keine mediterrane Gewächse! Und die einzige Palme nativ in Spanien ist Chamaerops humilis, wird leider auch vom picudo rojo befallen. Der Gingkobaum hingegen ist nicht invasiv und hat auch keine Krankheiten, in Deutschland ist es sowieso viel leichter mit Pesten und invasiven Arten, wegen des Klima, wie schon besprochen. Ich meine nur, dass wir als Ausländer keine Pflanzen aus zuhause mitbringen sollten und mehr einheimische spanische Pflanzen bevorzugen sollten. http://www.asociacionanse.org/
Es gibt tolle Organisationen, die Informationen über Naturschutz in Spanien verbreiten und Projekte machen.
Ich meinte nicht, dass das Leben trostlos wäre, sondern der sorgloser Umgang mit der Pestiziden trostlos ist. Oben ein Link - es gibt ja auch biologische Bekämpfung gegen picudo rojo.
http://picudorojo.info/de/biologische_bekaempfung.html
Bei uns in Orihuela Costa ist der Käfer schon lange aktiv gewesen, und die Palmen auf der Strandpromenade wurden schon 3Mal ersetzt und sind wieder kaputt. Der Käfer wird resistent gegen Insektiziden, es nützt nur kurzfristig. Deswegen soll man wirklich nicht denken, dass das Problem vom Tisch ist. Ausser biologischer Bekämpfung kann man das Palmenherz mit Wasser häufig spritzen sozusagen waschen, sollte helfen, sagt meine Gärtnerin.
Und wir können alle einen Unterschied machen - versuchen so harmonisch wie möglich mit der Natur zu leben. Leider ist Bio in Spanien nicht so verbreitet als in der Schweiz oder in Deutschland, aber es kommt sicherlich. Ich habe neulich einen Beitrag im TV über Biobauer in Almeria gesehen, die Nützlinge statt Pestizide in Gewächshäuser im Obstanbau nutzen - erfreulich! Die Wissenschaft kann da weiterhelfen. Leider ist der Lobby von Chemiekonzernen gross und die Mittel zu leicht und billig zu bekommen. Jeder kann etwas gutes für die Natur tun!
Es ist, wie es ist.

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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von hokusai » So 22. Apr 2012, 16:56

Hallo polarstern,
es macht Freude, sich mit Dir auszutauschen, Du bist informiert und differenzierst, das gefällt mir. Bitte sieh meine Antworten also als Austausch - anders kann man es in einem Forum ja nicht machen...
Agaves und Aloes sind keine mediterrane Gewächse!
Inzwischen schon, zumindest im allgemeinen Sprachgebrauch, z.B. im Meyer's. Und wir werden uns, egal auf welchem Kontinent oder in welchem Meer, davon verabschieden müssen, sie als Fremdlinge anzusehen, denn weder die invasiven Arten noch die "harmlosen" nichtinvasiven fremden Arten werden von ihren "annektierten" Gebieten jemals wieder verschwinden, so lange sie ideale Lebensbedingungen vorfinden.
Im engeren Sinne sind sie es natürlich nicht, darüber ist ja auch hier im CBF schon viel geschrieben worden.
in Deutschland ist es sowieso viel leichter mit Pesten und invasiven Arten, wegen des Klima
Na ja.
Eichenprozessionsspinner
Riesen-Bärenklau
Ambrosia
um nur Einige zu nennen...
Ich meine nur, dass wir als Ausländer keine Pflanzen aus zuhause mitbringen sollten und mehr einheimische spanische Pflanzen bevorzugen sollten.
Wie wahr!
es gibt ja auch biologische Bekämpfung gegen picudo rojo
ja, schau mal in der Suchfunktion hier im Forum - darüber wurde sich ebenfalls schon ausführlich ausgetauscht (und hokusai's setzen ihn natürlich auch ein!)
Ausser biologischer Bekämpfung kann man das Palmenherz mit Wasser häufig spritzen sozusagen waschen, sollte helfen, sagt meine Gärtnerin.
?? so lange der Pilz aufgebracht ist, feucht halten, um ihm das Aussporen zu erleichtern?? Das könnte ich mir als Erklärung vorstellen - allerdings gibt es auch Pilze, die die Palmen sterben lassen (auch darüber wurde bereits berichtet), die würde man damit ebenfalls begünstigen. Und noch ein Aspekt: Bei ca. 10 Palmen (wirklich sind es noch mehr) und ca. 25 Liter Wasser (häufig = 1 x wöchentlich?) wären das 1.000 Liter gutes Trinkwasser im Monat. Das ist nicht die Methode meiner Wahl.
Leider ist der Lobby von Chemiekonzernen gross und die Mittel zu leicht und billig zu bekommen. Jeder kann etwas gutes für die Natur tun!
Genau!

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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von polarstern » Mo 23. Apr 2012, 11:48

Die Wasserbekämpfung mit picudo rojo funktioniert nur, wenn man ein paar Palmen hat und einen Leiter womit man mit Wasserschlauch oder Giesskanne bis Palmenherz klettern kann. Die Gärtnerin, die das empfohlen hat, spült das Palmenherz um die Larven zu erwischen. Also das hat jetzt nicht mit biologischen Bekämpfung zu tun, sondern ist eine einfache mechanische Bekämpfung. Sie meint, das funktioniert, ich kann leider nichts genaueres sagen.
Ich bin erst neulich informiert (auf der web site des spanischen Umweltministeriums www.magrama.gob.es gibt es die Listen von invasiven Pflanzen und die gefährdeten Pflanzen, beide riesig lang), da ich beobachte, wie die Ausländer gärtnern - mit invasiven Pflanzen, viel Wasser und Bodenverbesserung mit Kompost, Mist und Dünger (fördert Pilzkrankheiten und zu rasches Wachstum) und die Spanier eher nichts machen. Was ist letztendlich besser, kann man schwer sagen. Man kann denken, man tut etwas gutes, pflanzt ein paar Kapuzinerkressen, Studentenblumen und Winden, fühlt sich wie zuhause, oder man will einen exotischen Garten, geht in ein Gartencenter und kauft Agaves, Lantanas und Opuntien ein, da die überall im Verkauf stehen, aber ist nicht bewusst, was das bedeutet. Das ist das Lebensstil, was wir heute pflegen - Konsumismus.
Es gibt die Möglichkeit die Biodiversität zu vermehren, Vögel und Schmetterlinge einladen, das kann man am besten mit einheimischen Pflanzen. Der Mensch hat die Wälder ausgerottet und der Mensch kann versuchen das ein wenig gutzumachen.
Die Liste von invasiven Pflanzen in Deutschland und in der Schweiz ist mehrhundertfach kleiner als in Spanien und beinhält die Pflanzen, die überall in der Welt invasiv sind (wie Heracleum, Ambrosia, Schmetterlingsstrauch, Kirschlorbeer, Essigbaum, verschiedene Knöteriche, Robinia pseudoacacia, Goldrute, Topinambur, Mahonie, Impatiens glandulifera). In Mittel- und Nordeuropa der Naturschutz sehr aktiv ist, man hat noch viele Wälder. In spanischen Küstenregionen wohnen teilweise mehr Ausländer als Spanier, da müssten die Ausländer also aktiv werden.
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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von sol » Mo 23. Apr 2012, 12:09

@ πolarstern

GENAUSO IST ES--- die " Ausländer"- also wir, wollen den Garten wie zu Hause in D.oder so--
wundern sich dann, daß es nix wird- und schleppen dann noch die falschen Pflanzen an. Habe
ich erlebt damals-- ich bin nach Rojales zur Jardineria nach Rojales gegangen und habe
einheimische Blumen und Pflanzen besorgt und unser Garten war schön---
Gruss aus Berlin--
Wolfgang und Traudel Radochla

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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von hokusai » Di 24. Apr 2012, 00:59

sol hat geschrieben:@ πolarstern

GENAUSO IST ES--- die " Ausländer"- also wir, wollen den Garten wie zu Hause in D.oder so--
wundern sich dann, daß es nix wird- und schleppen dann noch die falschen Pflanzen an. Habe
ich erlebt damals-- ich bin nach Rojales zur Jardineria nach Rojales gegangen und habe
einheimische Blumen und Pflanzen besorgt und unser Garten war schön---
Nö, @sol,
ich zähle mich garantiert nicht dazu - bin zwar "Ausländer", will aber keinen Garten wie in D. In meinem "mediterranen" Garten darf bleiben, was hier schon wächst. Wir hatten Glück - oder im Falle der Palmen und Agaven eben Pech. Ich sehe meine Aufgabe in der Hege und Pflege - und dem Eliminieren bzw. in-Schach-halten der invasiven Arten...

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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von polarstern » Di 24. Apr 2012, 10:11

Im Schachhalten ist empfehlenswert, wenn man die Möglichkeit hat, die Samenbildung zu verhindern. Ich bin leider zu selten da, bei mir würde das nicht funktionieren. Habe gerade eine Empfehlung über einen Samenversand gelesen: www.semillassilvestres.com - eine tolle Möglichkeit einheimische Pflanzen selber zu ziehen! Jeder macht, was er kann, Hauptsache man weiss und lernt wie! :)
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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von Citronella » Sa 25. Aug 2012, 13:21

Neues von der Palmrüssler-Front:

Laut CBN-Zeitung vom 24. August setzt die Firma Lucaplant jetzt Spürhunde ein gegen Palmrüssler (ähnlich Drogenspürhunden). Das Pionierprojekt der Firma aus San Antonio de Benagéber wurde mit der Polytechnischen Universität Valencia erprobt.

Saludos
Citronella

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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von hokusai » Mi 21. Aug 2013, 11:02

Hallo zusammen!

Obwohl dieser Thread seit ca. einem Jahr verwaist ist, setzt ich nun hier das Posting ein, über das wir am letzten (sehr schönen!!) CBF-Picknick am 9.8.2013 sprachen. Ihr wolltet wissen, was wir inzwischen tun, um unsere zahlreichen Palmen zu erhalten und Befallene zu retten.

Im Herbst 2011 begannen wir, alle Palmen zunächst zu sprühen und eine ganz Große, die vermutlich damals schon befallen war auch zu impfen. Imidochloprid - Clarnet im Wechsel, Abstand 2 Monate. Zwischen November und März keine Behandlung.

Natürlich versuchten wir im Jahr darauf, aus furchtbar schlechtem Gewissen wegen der Umweltverträglichkeit, das Mittel Beauveria bassiana. Das ist ein Pilz, der alle Larvenstadien des Picudo inklusive dem Imago (fertiger Käfer) befallen sollte. Beim näheren Hineinlesen stellten wir dann fest, dass der Beauveria bassiana sich nur ab einer Temperatur von ca. 20 Grad entwickeln kann. Daraufhin prüften wir die Kerntemperatur unserer großen Palme. Dafür machte mein Schatz eine Bohrung ins Zentrum und maß mit einem speziellen Thermometer: Auch im Hochsommer nur 16-17 Grad. Die Palme ist im Innern feucht und kühlt sich durch die Verdunstung selbst. Also konnte ja der Basseriana nicht wachsen. Wir behandelten mit dem Pilz auch Rüssler, die wir fanden, und sie starben sogar innerhalb 14 Tagen nicht.

Das machte uns so viel Sorgen, dass wir wieder zum Gift zurückkehrten.

Eine mühselige Angelegenheit mit der Gartenspritze (16 l, wird mit einem Hebel auf Druck gebracht, der ständig bedient werden musste - also kräftezehrend...). Trotz Verlängerung des Sprühstabes auf 1 m musste das bei den großen Palmen von der Leiter aus erfolgen. Wir sprühten anfänglich das Herz, den Stamm, und gossen auch 1,5 m im Durchmesser auf dem Boden (das wurde uns so von der Gärtnerei Malonda, Moraira, gesagt).

Als im November 2012 unser Sorgenkind dann trotz Behandeln und Impfen den "Klappmann" machte, holten wir schnell unseren Palmero, der beim Nachbarn drei Palmen gerettet hatte, eine davon sogar ein zweites Mal!

Die stark befallene Palme wurde von ihm "operiert" und steht nun, nach 9 Monaten, in schöner Pracht.

Wir denken, dass das Stehenlassen von Wedeln ganz wichtig ist, damit die operierte Palme weiter leben kann, denn Photosynthese (die Energiegewinnung der Pflanze) geschieht nun mal mittels Chlorophyll, dem grünen Blattfarbstoff, und Sonnenlicht. Manche Palmendoktores machen die Palme ganz plarr - davon habe ich nur ganz Wenige sich erholen sehen, und auch die lebten nicht lange weiter.

Bei der "Operation" werden die inneren Wedel alle entfernt, das Holz ausgeschnitten, der gesamte befallene Bereich entfernt, ausgeschält, bis keine weiteren Fraßgänge mehr sichtbar sind. Sofern das Palmenherz nicht gänzlich zerfressen war, hat man Hoffnung, dass es sich erholt und weiter Wedel schiebt. Wenn man Glück hat: Die ersten neuen Wedel sind dann ganz mickrig, die späteren wieder schön voll.

Seitdem benutzen wir nicht die Verdünnungen, die auf den Gebinden beschrieben sind (20 ml auf 16 l), sondern die Verdünnungen, mit denen der Palmero bei uns im November alle Palmen behandelte (das und die Kontrolle nach 4 Wochen war im Preis enthalten!!). Auch machen wir nun keine Winterpause mehr - denn auch im Winter frisst die Larve weiter und der Käfer fliegt bei über 20 Grad auch.

Kürzlich stellten wir an einer anderen großen Palme Fraßspuren an den Wedeln fest, doch die inneren Wedel, die neuen, waren perfekt. Das werten wir so, dass auch diese Palme im November einen Befall hatte, der aber durch die konsequente neue Behandlung gestoppt werden konnte.

Mein Schatz benutzt nun ein Vorratsgefäß mit Pumpe, eine Verlängerung des Schlauchs bis auf 3 m und kann so vom Boden aus mit wenig Mühe die Lösung direkt ins Palmenherz laufen lassen - nicht sprühen!

Behandelt wird jetzt alle 2 Monate mit folgender Mischung:

4 Substanzen Nur im April: 50 cc Imidochloprid + 50cc Chlorpirifos + 50 ml Aminoacidos + 50 ml Mojante auf 16 l Wasser
3 im Frühjahr: 50 cc Imidochloprid + 50cc Chlorpirifos + 50 ml Aminoacidos (Nahrung)
3 im Sommer: 50 cc Imidochloprid + 50cc Chlorpirifos + 50 ml Mojante (eine wachsartige Substanz zur Versiegelung)
2 im Herbst/Winter: 50 cc Imidochloprid + 50cc Chlorpirifos

Fast hätte ich es vergessen: Auch unsere Agaven und Aloe stehen üppig, da sie ebenfalls behandelt werden. Nachdem wir 2011 eine 1,5 m hohe Agave Americana an den Agavenrüssler verloren haben, wurden sie und die Tintenfisch-Aloes mit einbezogen - seitdem werden die Aloe nicht mehr schwarz.

Ein Wort noch zu den "Fallen": Die wirken durch Pheromone - Sexuallockstoffe, die die Käfer anlocken sollen. Sie dienen der Feststellung des Befalls bzw. der Käferdichte im Areal. Angeblich vermindert man die Zahl der geschlechtsreifen Tiere damit. Für mich sind sie nicht wirklich eine Möglichkeit der Bekämpfung, weil sie nur die männlichen Tiere anlocken - die dann keine Weibchen mehr befruchten können. Da aber die Rüsslerin so lange auf der befallen Palme bleibt, wie es sich lohnt, und da auch wieder ihre Eier legt, ist eher davon auszugehen, dass bereits befruchtete Weibchen losfliegen, wenn sie neue "Jagdgründe" für ihre Brut suchen - und dann ist das Fangen der Männer zwar beeindruckend, aber witzlos. Die vielen abgebildeten "Käferstrecken" zeigen meist Männchen, zu erkennen am schlanken Leib. Wir haben Weibchen voller Eier aus der Luft geholt, als sie aus der Nachbarschaft anflogen (mit einem Geräusch wie beladene Hubschrauber), die platzten förmlich vor Eiern.

Und ein Letztes: Alle, die die chemische Behandlung von Pflanzenschädlingen aus Umweltgründen ablehnen, haben Recht! Und sie haben meine Sympathie. Doch wir haben uns dafür entschieden, unser grünes Paradies mit mehr als 10 Palmen und über 30 Agaven und Aloe zu erhalten und damit zum Klimaschutz beizutragen.

... Fotos folgen

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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von Oliva B. » Mi 21. Aug 2013, 11:22

Donnerwetter, Hokusai, >:d<

mit diesem äußerst qualifizierten Beitrag wirst du nicht nur mich überzeugen.
Der Erfolg gibt euch Recht und die Begründung in Sachen Umweltschutz (ich weiß, dass er dir auch am Herzen liegt) ist auch für "Gift-Gegner" nachvollziehbar.

Ich will aber deinen Bericht, der eigentlich alle Fragen beantwortet, nicht "zerreden", sondern empfehle jedem Palmenbesitzer, ihn aufmerksam zu durchzulesen und deinen Ratschläge zu folgen.

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Re: I. CHEMISCHE BEKÄMPFUNG

Beitrag von ville » Mi 21. Aug 2013, 12:56

Hokusai,

danke für deinen ausführlichen Bericht über eure Maßnahmen und Erfahrungen.
Wir haben auch einige Agaven, zu deren Schutz wir bisher nichts unternommen haben. In unserem Umfeld gab es nach unserer Kenntnis noch keine Schäden.
Die Palmen behandeln wir seit Jahren mit Imidacloprid, wobei unser ungutes Gefühl in diesem Zusammenhang Konsequenzen hatte: eine von 4 haben wir ohne erkennbaren Rüssler-Befall "geopfert" (Gründe: nahe beim Pool--> Verschmutzung; n' Haufen Arbeit; und dann das Gift.....)
Eine zweite hatte im Frühjahr Fressspuren an den Zweigen über der Krone, und ich ging die Sache optimistisch an. Darüber hatte ich mal kurz berichtet.
Picudo-Befall

Leider waren wir dann 2 x je einen Monat verreist, und als wir zurückkamen, hingen die neuen Blätter mit braunen Trieben schlaff herunter. Beim Zerlegen der Palme zeigte sich, dass das Herz weggefressen und voller Käferbrut war.
Die letzten 2 Palmen möchten wir aber schon behalten und haben uns mit gemischten Gefühlen dafür entschieden, das gleiche zu tun wie Hokusai+Schatz, nämlich weiter Gift zu verwenden !

ville

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