Fatales Schulsytem

Schulsystem. Freizeitgestaltung mit Kindern, Tipps für Urlaub mit Kindern
TorreHoradada
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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von TorreHoradada » Mi 14. Nov 2012, 10:21

Ihr dürft mich gerne steinigen aber es wurde z.T. ja geschrieben, dass die Eltern mit Schuld sind und darauf achten sollen, dass die Kinder zur Schule gehen.

Weiterhin wird "gefordert", dass sich das Schulsystem ändern soll.

Meine lieben Mütter und Väter - wenn ich (schulpflichtige oder vorschulpflichtige) Kinder habe dann informiere ich mich vor einer Auswanderung über das Bildungssystem und -niveau des betreffendes Landes.

Das grenzt ja schon an VOX Auswanderer wo der persönliche Auswanderungsakt vor dem Wohl der Kinder geht.

Wenn es aber primär um den Erfahrungsaustausch des derzeitigen Sparsystems geht dann streicht meine Worte. Ansonsten stehe ich zu meiner Meinung und zur Steinigung bereit ;)
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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von Montemar » Mi 14. Nov 2012, 10:48

Daß das Schulsystem erhebliche Differenzen aufweist, zwischen Deutschland, Schweiz zu Spanien weiß man. Bildung ist das wichtigste, was wir unseren Kindern mitgeben können/müssen und darf nicht am „Portemonnaie“ der Erziehungsberechtigten scheitern. Sparen an Bildung ist sträflich und die Verantwortlichen müssten hinter Gitter. Was soll aus Spanien werden? Im Gegensatz zu den 60er-Jahren, in denen unausgebildete Arbeitskräfte zur Beschäftigungssuche nach Norden aufbrachen, sind es heute überwiegend gut ausgebildete.

Und wie Torre schreibt, wenn ein gutes Bildungssystem nicht mehr gewährleistet ist, muß ich wohl oder übel wieder zurück in ein Land, wo meine Kinder eine hevorragende Ausbildung genießen können.
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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von Oliva B. » Mi 14. Nov 2012, 17:56

TorreHoradada hat geschrieben:Meine lieben Mütter und Väter - wenn ich (schulpflichtige oder vorschulpflichtige) Kinder habe dann informiere ich mich vor einer Auswanderung über das Bildungssystem und -niveau des betreffendes Landes.

Das grenzt ja schon an VOX Auswanderer wo der persönliche Auswanderungsakt vor dem Wohl der Kinder geht.
Montemar hat geschrieben:Und wie Torre schreibt, wenn ein gutes Bildungssystem nicht mehr gewährleistet ist, muß ich wohl oder übel wieder zurück in ein Land, wo meine Kinder eine hevorragende Ausbildung genießen können.
@Torre und Montemar

Urteilt ihr nicht zu hart über die Eltern, die nach Spanien ausgewandert sind? Schließlich gibt es die Sparmaßnahmen noch nicht ewig. Es war die jetzige Regierung (PP seit 12/2011), die fast 40.000 Lehrer wegen Sparmaßnahmen :-o auf die Straße gesetzt hat.

Wer nach Spanien ausgewandert ist und hier trotz Krise sein Auskommen hat, dem steht frei, seine Kinder auf Privatschulen zu schicken, die einen deutliche besseren Ruf haben.
Aber auch unsere spanischen Freunde, die bis zu ihrer Auswanderung für ihre beiden Kinder 700 Euro Schulgeld pro Monat gezahlt haben, sind erstaunt, wie gut die öffentlichen Schulen in der Schweiz sind und welche Förderung die Kinder dort genießen. Sie sind der Ansicht, dass ihre Kinder dort mindestens genauso gut aufgehoben sind wie in der teuren Privatschule in Spanien.

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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von weltenbummlerin1970 » Mi 14. Nov 2012, 18:28

in der tat, wir sind VOR den ganzen einsparmaßnahmen gen spanien gegangen und ebenfalls erst auf die englische privatschule.
und wir haben uns durch das ganze spanische schul-system im jetzigen "einsparmodus" gekaempft.
ich habe mich dann fuer die spanische schule entschieden, weil es mir im vorschul-alter als optimal fuer meine tochter erscheint.
dabei war sicherlich nicht unbedeutend, dass meine tochter auf die schule gehen kann, die mit die beste reputation im umkreis hat.
wenn wir zur regulaeren einschulung nach deutsch/schweizer modus doch wider erwarten spanien nicht den ruecken kehren, dann werde ich die hier englisch dominierte privatschulvariante mit der spanischen option abgleichen.
bilinguale sprachschulen deutsch-spanisch gibt es bei uns im umkreis nicht.
die kosten des privatschulbesuchs sind da sicherlich ein faktor, der beruecksichtigt werden muss, jedoch je nach finanzieller ausstattung mehr oder weniger von relevanz.
meine tochter ist in der zwischenzeit viersprachig und das waere sie ohne dem spanischen schulsystem nicht so einfach.
wir sind zufrieden, so wie es ist und arbeiten daran, dass es auch zukuenftig so bleibt.

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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von Montemar » Mi 14. Nov 2012, 19:37

Oliva, ich denke nicht, daß ich zu hart urteile. Eben weil die Sparmaßnahmen das Bildungssystem mit voller Wucht getroffen haben was ich aufs schärfste verurteile - und es am Portemonnaie liegt, daß ich mein Kind nicht auf eine Privatschule schicken kann, um die erforderliche Ausbildung zu erhalten, so muß man wohl oder übel in den sauren Apfel beissen und in ein Land gehen, wo gewährleistet ist, daß mein Kind die optimale Ausbildung erhält. Glaubt hier wirklich jemand allen Ernstes, die Misere der Eurokrise ändert sich die nächsten Jahre ? Man muß sich darauf einstellen, daß alles noch viel schlimmer kommt, soweit überhaupt möglich!

Ich wünsche allen hier Betroffenen, daß ihre Kinder optimal untergebracht sind und es nicht soweit kommt wegen der Sparpolitik die geliebte neue Heimat verlassen zu müssen.

„Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer.‘‘
Lee Iacocca

LG
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Zuletzt geändert von Montemar am Mi 14. Nov 2012, 19:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von calpe06 » Mi 14. Nov 2012, 19:55

Genauso geht es auch bei uns. Wir sind sehr zufrieden, wier sich unsere Kinder in der Vorschule (infantil) und in der Schule (colegio)
Entwickeln. Wir koennen uns wirklich nicht beschweren. Die Leherer sind sehr gut und vermitteln auch sehr gut den Lehrstoff.
Ich weiss ja nicht wie es an anderen Schulen ist, vielleicht ist da ja auch immer schon von Schule sur Schule ein grosser Unterschied.
In unserer Schule sind zu 90 % auch nur Spanier.
Liebe Gruesse
Steffi und Familie

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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von Range » Mi 14. Nov 2012, 20:58

Meiner Meinung nach ist dies ein sehr heikles Thema.
Wenn in anderen Ländern der EU und auch der CH die Schulausbildung soviel besser wäre, dann müssten ja aus diesen Ländern lediglich Einstein's entspringen, tut es aber nicht.
Denken wir explizit an Spanien, auch hier wurden Schüler zu Berufsleuten und dies nicht mal schlechte.
Die Industrie hat doch auch in E einstmals funktioniert und nicht mit unfähigen und schlecht ausgebildeten Personen.
Natürlich sind die Anforderungen gestiegen, jedoch daran kann es nicht liegen, denn auch SPANIEN hat nach wie vor gut geschulte und gut ausgebildete Personen, nur die Beschäftigung fehlt, warum wohl?.
Darum denke ich, es kann nicht an der Schulausbildung fehlen.

FG Range (Heinz)

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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von TorreHoradada » Mi 14. Nov 2012, 21:05

Oliva,
warum soll das ein hartes Urteils sein? Ist es nicht das Wichtigste überhaupt dem Nachwuchs, gerade in der heutigen, schweren Zeit - auch ohne EURO-Krise, die bestmögliche Ausbildung mitzugeben auch wenn man nur Normalverdiener ist?

Das Bildungssystem in D ist wohl, trotz PISA, eines der Besten auf der Welt. Und wenn es um Auswanderung geht dann geht diese oftmals zu Lasten der Kinder. Ich will damit nicht ausgedrückt haben, dass alle unsere Foren-User dieses auch so gemacht haben, wahrscheinlich haben sie sogar gut geplant und die Kinder waren noch ganz klein oder evtl. auch erst in Planung ;)
Aber das ist ein Stück mitdenken in die Zukunft. Und dazu gehört sich mit dem Bildungssystem des betreffenden Landes zu beschäftigen. Nicht jede Eventualität kann man berücksichtigen, im Falle Spanien hätte man aber seit ca. 2003 / 2004 schon mit normalem Menschenverstand und ein wenig Weitblick den heutigen Stand erahnen und vorhersehen können.
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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von Range » Mi 14. Nov 2012, 21:17

Geschätzer Torre

Auch ich habe über Jahrzehnte Lehrlinge mit Erfolg ausgebildet.
Leider haben sich eben auch die Ausbildenden gewandelt und dies vermutlich nicht nur in D, CH od. E.

Sorry für die Wiedersrechung, es liegt nicht nur an den Ausbildnern, dazu braucht es auch ausbildungsorientierte Jugendtliche.


LG Range (Heinz)

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Re: Fatales Schulsytem

Beitrag von TorreHoradada » Mi 14. Nov 2012, 21:44

Heinz,

ich schrieb meinen ersten Post aufgrund der beklagenden Vorschreiber. Dabei geht es um Elternabend und Teilnahme, Sparmaßnahmen und Privatschulen. Überschrift Fatales Dualsystem, Lerninhalte und Mehrsprachigkeit in Form von spanischen Mundarten.

Es geht um eine gute bis Beste Ausbildung der eigenen Kinder und dazu sage ich haben auch die Eltern beizutragen ( siehe Elternabendbeteiligung ), nicht nur der Staat oder der Ruf nach Privatschulen.

Auch ich habe jahrzehntelang ausgebildet, ab dem 2. Lehrjahr regelmäßig. Im Beruf und auch im Sport. Dein Argument, dass sich die Auszubildenden gewandelt haben kann ich nur bedingt bestätigen. Tendenziell sogar verneinen.

Sie sind aufgeklärter als früher. Aber auch verpeilter aufgrund der Überflutung von Informationen. Die Gesellschaft übermittelt eine No-Chance Realität und die Politik ein falsches Bild der Gesellschaft. Und trotzdem ist es so wie früher. Es gibt Leistungswillige und Apathische. Es gibt junge Menschen die können trotz gelernter Taschenrechnerbedienung ( Schulsystem ) immer noch im Kopf rechnen, die Mehrheit aber nicht mehr. Durch den Anglizismus und Internet verkrüppelt die detusche Sprache und junge Leute können teilweise kein richtiges Deutsch mehr. Das ganz ohne Mundart.

Und daran haben nun die Jugendlichen Schuld?
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