Nationales Keramikmuseum / Museu Nacional de Ceràmica
Verfasst: Mo 18. Jul 2011, 16:49
Der ehemals schlichte Palast, in dem das Museum untergebracht ist, stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1740 auf Anweisung der Familie Rabassa de Perellós, Inhaber des Titels „Markgrafen von Dos Aguas“, aufwändig restauriert. Aus der Zeit stammt auch die Fassade mit dem eindrucksvollen Barock-Portal, das zu Ehren des Markgrafen von Dos Agua mit einer Allegorie der Wasserströme (Río Jucár und Túria) aus Alabastermarmor verziert wurde, der aus den Steinbrüchen von Picassent stammt. Erschaffen wurde das Kunstwerk von Ignacio Vergara nach einem Entwurf von Hipólito Rovira. Die beiden Ströme vereint die Rosenkranzmadonna über dem Eingang, ein Werk von Francisco Molinelli aus dem Jahre 1865.
Bei der ersten aufwändigen Renovierung wurde die gesamte Fassade mit Fresken von Rovira verziert, aber im Jahre 1867 erlebte der Palast eine weitere große Renovierung, bei der die Bilder verschwanden, die durch Feuchtigkeit stark gelitten hatten. Stattdessen wurde in Grau- und Rosatönen Marmor imitiert und auch die Balkone nach französischem Vorbild wurden angesetzt.
Man betritt das Gebäude und gelangt zuerst in einen Patio, der mit einer Lichtkuppel abgedeckt ist.
Im Erdgeschoss und in der ersten Etage befinden sich einige unmöblierte Räume, aber auch Salons, in denen noch die Originaleinrichtung erhalten ist wie der Chinesische und der Rote Salon (eingerichtet im Stil der Königin Ana), der Porzellansalon und der Ballsaal.
Das Nationalen Keramikmuseums wurde 1947 von Gonazález Martí mit staatlicher Hilfe gegründet. Es war seine Passion und Ergebnis seiner Sammelleidenschaft. Die ersten Ausstellungsstücke beherbergte er zunächst in seiner eigenen Wohnung. Nachdem der Platz dort nicht mehr ausreichte, erwarb Martí den Palast 1954, inzwischen umfasst die Sammlung ca. 5.000 Exponate aus verschiedenen Jahrhunderten. Der letzte große Umbau des Gebäudes erfolgte 1967, die Möbel wurden 1998 restauriert.
Eine große Anzahl der ausgestellten Werke stammt von der Levanteküste, aus den Werkstätten in Paterna, Manises und Alcora. Die frühesten Werke der breit gefächerten Ausstellung von Keramikwerken stammen aus der Ibererzeit, die neuesten reichen bis hin in unsere Zeit. Darunter sind auch vier Stücke der Keramikkunst von Pablo Picasso zu sehen. Auch die Rekonstruktion einer valenzianischen Küche kann man besichtigen, sie wurde eingerichtet mit volkstümlichem Mobiliar und Keramik aus drei Jahrhunderten, die der Museumsgründer Manuel González Martí selbst zusammengestellt hat. Während Könige und Adel für die Böden ihrer Paläste Fliesen mit ihren Erkennungszeichen und Wappenemblemen bestellten, machten die Zunftvereinigungen das gleiche mit ihren Amtssitzen. Am Ausgang befindet sich die prachtvolle „Nymhenkutsche“, die Galakarosse aus dem Besitz der Markgrafen von Dos Aguas, ein Werk von Hipólito Rovira und Ignacio Vergara aus dem Jahr 1750. Sie gleicht der der Goldkutsche des Prinzen von Liechtenstein. Im Jahr 1941 wurde dem Palast der Titel „Historisch-künstlerisches Monument“ verliehen.
Adresse:
Rinconada García Sanchiz s/n y Poeta Querol 2, 46002 Valencia
Kurzführer auf Deutsch
Öffnungszeiten (Mittagspause von 14 bis 16 Uhr beachten!):
Dienstags bis samstags von 10-14 Uhr und von 16-20 Uhr
Sonn- und feiertags: 10-14 Uhr
Geschlossen: montags, 1. Januar, 1. Mai, 24., 25. und 3. Dezember und an lokalen Feiertagen.
Eintritt:
3 Euro
Freier Eintritt: samstags ab 14.3 Uhr,
sonntags und am 18. Mai (Int. Museumstag), 12. Oktober, (Nationalfeiertag), 6. Dezember (Tag der Verfassung)
Anmerkung:
Fotografiert werden darf nur ohne Blitzlicht. Die insgesamt 30 Räume sind stark bewacht, meistens stehen zwei Security-Leute an den Eingängen. Auf meine Frage, wie viele Kollegen in dem Gebäude beschäftigt seien, wurde mir ausweichend geantwortet: „Immer noch zu wenig, wir suchen noch Personal“. Erstaunlich, denn die Objekte lagen meist gut gesichert in Vitrinen.
Die Bilder hätten besser werden können, doch nach siebenstündigem "Pflastertreten" war die Luft einfach raus.
Eine große Anzahl der ausgestellten Werke stammt von der Levanteküste, aus den Werkstätten in Paterna, Manises und Alcora. Die frühesten Werke der breit gefächerten Ausstellung von Keramikwerken stammen aus der Ibererzeit, die neuesten reichen bis hin in unsere Zeit. Darunter sind auch vier Stücke der Keramikkunst von Pablo Picasso zu sehen. Auch die Rekonstruktion einer valenzianischen Küche kann man besichtigen, sie wurde eingerichtet mit volkstümlichem Mobiliar und Keramik aus drei Jahrhunderten, die der Museumsgründer Manuel González Martí selbst zusammengestellt hat. Während Könige und Adel für die Böden ihrer Paläste Fliesen mit ihren Erkennungszeichen und Wappenemblemen bestellten, machten die Zunftvereinigungen das gleiche mit ihren Amtssitzen. Am Ausgang befindet sich die prachtvolle „Nymhenkutsche“, die Galakarosse aus dem Besitz der Markgrafen von Dos Aguas, ein Werk von Hipólito Rovira und Ignacio Vergara aus dem Jahr 1750. Sie gleicht der der Goldkutsche des Prinzen von Liechtenstein. Im Jahr 1941 wurde dem Palast der Titel „Historisch-künstlerisches Monument“ verliehen.
Adresse:
Rinconada García Sanchiz s/n y Poeta Querol 2, 46002 Valencia
Kurzführer auf Deutsch
Öffnungszeiten (Mittagspause von 14 bis 16 Uhr beachten!):
Dienstags bis samstags von 10-14 Uhr und von 16-20 Uhr
Sonn- und feiertags: 10-14 Uhr
Geschlossen: montags, 1. Januar, 1. Mai, 24., 25. und 3. Dezember und an lokalen Feiertagen.
Eintritt:
3 Euro
Freier Eintritt: samstags ab 14.3 Uhr,
sonntags und am 18. Mai (Int. Museumstag), 12. Oktober, (Nationalfeiertag), 6. Dezember (Tag der Verfassung)
Anmerkung:
Fotografiert werden darf nur ohne Blitzlicht. Die insgesamt 30 Räume sind stark bewacht, meistens stehen zwei Security-Leute an den Eingängen. Auf meine Frage, wie viele Kollegen in dem Gebäude beschäftigt seien, wurde mir ausweichend geantwortet: „Immer noch zu wenig, wir suchen noch Personal“. Erstaunlich, denn die Objekte lagen meist gut gesichert in Vitrinen.
Die Bilder hätten besser werden können, doch nach siebenstündigem "Pflastertreten" war die Luft einfach raus.