Schäfer in Spanien
Verfasst: Mi 22. Jul 2009, 10:52
Es ist schon ein paar Jahre her, da kamen wir abseits der befahrenen Straßen durch ein einsames Tal in der Nähe des Ortes Vall de Ebo (Provinz Alicante), als uns eine Herde mit Schafen und Ziegen begegnete, die uns den schmalen Weg versperrte. Geduldig warteten wir, während die Ziegen an den Bäumen herumkletterten, um die grünen Blätter zu erreichen, die sie genussvoll und ohne Eile kauten.
Derweil kamen wir mit dem Schäfer ins Gespräch. Nachdem wir den üblichen Smalltalk über Gesundheit und Wetter durch hatten, fragte uns der Schäfer, woher wir denn kämen. Wir nannten ihm den Ort an der Küste, wo wir damals unseren Urlaub verbrachten, doch er antwortete, dass er nicht den Ferienort meine, sondern aus welchem europäischen Land wir denn kommen würden? Wir sagten, „aus Deutschland“ und da meinte er ganz stolz: „Und ich aus Paris!“ Er käme schon seit Jahren jeweils für 3 bis 4 Sommermonate in diese gebirgige Gegend Spaniens, um die Herde des einige Kilometer von unserem Treffpunkt entfernt liegenden Dorfes zu hüten. Seine Zeit mit den Tieren in der freien Natur zu verbringen, jeden Tag etliche Kilometer mit ihnen spazieren zu gehen, das wäre sein höchstes Glück. Wir fragten ihn, ob er den aus dem Grund nicht ständig in Spanien leben möchte. Da winkte er jedoch ab. Für ein paar Monate wäre diese Einsamkeit in Ordnung, doch danach müsse er die Welt bereisen und unter Menschen sein. Paris sei eine wunderschöne Stadt, aber auch dieses Flair brauche er zum Leben. Früher war es so, dass jedes Haus in unserer Gegend ein Schaf hatte, das im Herbst geschlachtet wurde, um Fleischvorrat für den Winter zu haben. Die Tiere wurden im Haus untergebracht. Morgens holte sie der Schäfer im Dorf ab, indem er von Haus zu Haus zog, abends brachte er die Tiere wieder nach Hause. Dafür bekam er am Monatsende zum Lohn Zigaretten, ein paar Geldstücke oder Lebensmittel von den Besitzern der Tiere. Noch heute gibt es in den Dörfern hier Schäfer, die aber nicht mehr die Schafe und Ziegen der Dorfbewohner einsammeln (die Zeiten sind vorbei), heute hüten sie die Herden großer Viehzüchter.
Derweil kamen wir mit dem Schäfer ins Gespräch. Nachdem wir den üblichen Smalltalk über Gesundheit und Wetter durch hatten, fragte uns der Schäfer, woher wir denn kämen. Wir nannten ihm den Ort an der Küste, wo wir damals unseren Urlaub verbrachten, doch er antwortete, dass er nicht den Ferienort meine, sondern aus welchem europäischen Land wir denn kommen würden? Wir sagten, „aus Deutschland“ und da meinte er ganz stolz: „Und ich aus Paris!“ Er käme schon seit Jahren jeweils für 3 bis 4 Sommermonate in diese gebirgige Gegend Spaniens, um die Herde des einige Kilometer von unserem Treffpunkt entfernt liegenden Dorfes zu hüten. Seine Zeit mit den Tieren in der freien Natur zu verbringen, jeden Tag etliche Kilometer mit ihnen spazieren zu gehen, das wäre sein höchstes Glück. Wir fragten ihn, ob er den aus dem Grund nicht ständig in Spanien leben möchte. Da winkte er jedoch ab. Für ein paar Monate wäre diese Einsamkeit in Ordnung, doch danach müsse er die Welt bereisen und unter Menschen sein. Paris sei eine wunderschöne Stadt, aber auch dieses Flair brauche er zum Leben. Früher war es so, dass jedes Haus in unserer Gegend ein Schaf hatte, das im Herbst geschlachtet wurde, um Fleischvorrat für den Winter zu haben. Die Tiere wurden im Haus untergebracht. Morgens holte sie der Schäfer im Dorf ab, indem er von Haus zu Haus zog, abends brachte er die Tiere wieder nach Hause. Dafür bekam er am Monatsende zum Lohn Zigaretten, ein paar Geldstücke oder Lebensmittel von den Besitzern der Tiere. Noch heute gibt es in den Dörfern hier Schäfer, die aber nicht mehr die Schafe und Ziegen der Dorfbewohner einsammeln (die Zeiten sind vorbei), heute hüten sie die Herden großer Viehzüchter.