Kiebitz hat geschrieben: Di 6. Okt 2026, 12:59
Hier die Schwerpunkte der spanischen VOX, Quelle Gemini.
"stramm rechtspopulistisch" klingt mir nicht nach einer vorurteilsfreien Zusammenfassung, sondern eher nach Stimmungsmache. Offenbar wird die KI sogar dafür missbraucht.
Kiebitz hat geschrieben: Di 6. Okt 2026, 12:59
Die spanische Rechtsaußen-Partei Vox (geführt von Santiago Abascal) verfolgt ein stramm nationalkonservatives, rechtspopulistisches bis rechtsextremes Programm. Ihre Hauptagenden lassen sich in folgende Wahlschwerpunkte unterteilen:
1. Spanischer Nationalismus und Zentralismus
* Abschaffung der Autonomieregionen: Vox fordert die schrittweise Abschaffung des Systems der Autonomen Gemeinschaften (Comunidades Autónomas) zugunsten eines zentralistischen Einheitsstaates.
* Harter Kurs gegen Separatismus: Null-Toleranz-Politik gegenüber katalanischen und baskischen Unabhängigkeitsbestrebungen sowie das Verbot regionaler Unabhängigkeitsparteien.
* Schutz der „spanischen Identität“: Förderung historischer Narrative rund um das spanische Kaiserreich sowie traditioneller Symbole wie der spanischen Flagge.
Absolut nachvollziehbar, wenn man sieht, wie bisher mit Verfassungsbrechern gekuschelt wird. Separatismus ist ein Angriff auf den spanischen Staat und dieser muss von seiner Regierung natürlich verteidigt werden.
Und absurde Narrative bis hin zur Gehirnwäsche sind seitens der Separatisten heutzutage in den Schulen gang und gäbe. Ein baldiges Ende dieses Regionalfaschismus wäre sehr zu wünschen.
Kiebitz hat geschrieben: Di 6. Okt 2026, 12:59
2. Verschärfung der Migrations- und Asylpolitik
* Strenge Grenzkontrollen: Maßnahmen gegen illegale Einwanderung, unter anderem durch eine stärkere Grenzsicherung an den Exklaven Ceuta und Melilla.
* Abschiebungen: Konsequente Abschiebung nicht-dokumentierter Migranten sowie von Ausländern, die Straftaten begangen haben.
* Bevorzugung Einheimischer: Vergabe von Sozialleistungen vorrangig an spanische Staatsbürger („Spanien zuerst“).
Ebenfalls nachvollziehbar. Und wer wie ich als gut ausgebildete, echte "Fachkraft" nach Spanien gekommen ist, um hier nur Steine in den Weg geworfen zu bekommen, der sieht es mit Entsetzen, dass eine illegale Einwanderung für bestimmte Menschen durchaus möglich ist, während wir nicht einmal ohne Probleme unsere in Spanien geborenen Kinder hier anmelden konnten, weil wir eine private spanische Rentenversicherung haben und nicht die Seguridad Social nutzen.
Kiebitz hat geschrieben: Di 6. Okt 2026, 12:59
3. Kulturkampf und Antifeminismus
* Abschaffung des Gleichstellungsgesetzes: Ablehnung der Gesetzgebung gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit dem Argument, diese benachteilige Männer.
* Bekämpfung der „Gender-Ideologie“: Ablehnung von LGBTQ+-Agenda und Initiativen in Schulen. Vox fordert ein Veto-Recht für Eltern (Pin Parental) bezüglich Wertekursen oder Aufklärungsunterricht.
* Bewahrung traditioneller Werte: Unterstützung der traditionellen Familie, der katholischen Kirche sowie spanischer Brauchtümer wie Stierkampf und Jagd.
Auch hier ist eine Abkehr von der ideologischen Hetzjagd auf Männer (ja, diese gibt es inzwischen an jeder Schule) keineswegs "Antifeminismus", sondern das Schaffen einer wirklichen Gleichberechtigung. Wenn an jeder Einfahrtsstraße Alteas die Gesamtheit der Männer als vermeintliche Gewalttäter angeklagt wird, dann ist das eine Schande für unsere Gesellschaft, die von so genannten "Feminazis" immer weiter in eine Richtung getrieben wird, in der Männer nur noch als Vergewaltiger, Missetäter, Haustyrannen und Mörder einen Platz haben sollen.
Ich könnte hier aus dem Nähkästchen plaudern, aber ich lasse es; ihr könnt mir aber durchaus glauben, dass die Schüler an den öffentlichen Schulen regelrecht gegen Männer aufgehetzt werden. Die Dunkelziffer bei der Gewalt gegen Männer bleibt bewusst im Dunkeln, ebenso wie die als "Gleichberechtigung" und "Gleichstellung" verkaufte Ideologie, die jeden mit öffentlicher Diskreditierung bedroht, der nicht mitmacht.
Ebenso ist es absolut nicht mehr normal und hat nichts mit einer sinnvollen Erziehung zu tun, wenn man bereits Neunjährigen in der Schule Formulare aushändigt, wo sie bei den persönlichen Daten zwischen mehr als zwei Geschlechtern wählen müssen. "Bist du dir absolut sicher, dass du ein Junge bist? Oder bist du nicht eher ein Mädchen, das in einem Körper mit Eiern und Penis gefangen ist?" Und natürlich möchte ein Kind stets etwas Besonderes sein, so treibt man Kinder direkt in die Arme derjenigen, die sie für ihren ideologischen Feldzug missbrauchen. Das ist weder "Aufklärung" noch die Vermittlung von "Werten".
Jeder soll so leben wie er möchte, aber es ist ein Einschnitt in meine Grundrechte, wenn meinen Kindern von Minderheiten stets und ständig ideologischer Extremismus in den Kopf geprügelt wird. Eine wirklich freie Gesellschaft würde sich gar keinen Kopf um viele dieser Dinge machen, in letzter Zeit jedoch wird die Gesellschaft von linken Ideologien in tausend Bruchstücke gespalten, wo jeder stolz auf irgendwas sein muss, was eigentlich ins eigene Schlafzimmer gehört, und nicht in den Ideologie-Bauchladen, den man stolz vor sich herträgt.
Wenn man sich dann noch anschaut, was inzwischen alles an Familienkostellationen erfunden wurde, dann kann man sich nur an den Kopf fassen.
Kiebitz hat geschrieben: Di 6. Okt 2026, 12:59
4. Wirtschaft und Steuerpolitik
* Steuersenkungen: Drastische Senkung der Einkommensteuer (IRPF) und der Körperschaftsteuer zur Entlastung von Bürgerinnen und Unternehmen.
* Bürokratieabbau: Schließung von Regionalparlamenten und öffentlichen Einrichtungen zur Reduzierung von Staatsausgaben.
* Schutz heimischer Branchen: Protektionistische Ansätze für die spanische Landwirtschaft und Industrie.
Wenn ich auf meine letzte Quartals-Steuererklärung blicke, dann bin ich sehr dafür.
Kiebitz hat geschrieben: Di 6. Okt 2026, 12:59
5. EU-Skepsis und Souveränismus
* „Europa der Nationen“: Ablehnung einer weiteren Brüsseler Integration zugunsten nationaler Souveränität.
* Kritik an EU-Auflagen: Vor allem der EU-Green-Deal und Klimawandelschutzmaßnahmen werden als Belastung für die spanische Landwirtschaft abgelehnt.
Für die Erkenntnis, dass die EU inzwischen zu einem bürokratischen Monster gewuchert ist, benötigt es nicht die VOX.
Es gibt auch nach Jahrzehnten immer noch einen Flickenteppich aus Vorschriften, nur da, wo die Lobbies oder der Staatsschutz hinlangen, gibt es einheitliche Einschnitte, zum Beispiel beim Datenschutz, wo mich jeder verklagen kann, wenn ich einen Schnappschuss ohne unkenntlich gemachte Gesichter irgendwo hochlade, mich aber trotzdem jeden Tag noch zehn Firmen am Telefon zuspammen dürfen. Andererseits eine EU, wo ich an meinem einzigen weltweiten Wohnsitz als Resident kein Ausweisdokument irgendeiner Art bekomme (von einheitlichen EU-Ausweisen mal ganz zu schweigen). Eine EU, in der in jedem Land unterschiedliche Verkehrsregeln gelten. Eine EU, die von Brüssel aus dafür sorgt, dass die multinationalen Konzerne immer einfachere Märkte vorfinden (hier funktioniert die Vereinheitlichung wunderbar), so dass regionale Familienbetriebe keinen Standortvorteil mehr haben und nach Jahrzehnten aufgeben müssen.
Was wir in den letzten 40 Jahren an Vielfalt in Europa verloren haben, das ist leider für immer kaputt, aber man kann den Prozess wenigstens zu stoppen versuchen. Das ist nichts Verwerfliches, ganz im Gegenteil. Nur wer sich seiner eigenen Identität bewusst ist und sie pflegt, der kann die Unterschiede genießen und Neues entdecken.
Natürlich ist Klimaschutz immer ein Problem, wenn man mit Rechtskonservativen diskutiert. Allerdings muss man sich fragen, welche Kröte man schlucken will, und meiner Meinung nach sind wir gerade auf einem guten Weg, unseren Kontinent und unser soziales Gefüge in Eigenregie mit einer derartigen Geschwindigkeit zu zerlegen, dass wir der Klimakatastrophe auf jeden Fall zuvorkommen, wenn wir so weiter machen.
Kiebitz hat geschrieben: Di 6. Okt 2026, 12:59
Das hört Trump sicherlich mit Wohlwollen.
Nicht nur der, da bin ich mir sicher.