MERCADONA im Visier

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vitalista
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Re: MERCADONA im Visier

Beitrag von vitalista »

Da kann ich auch noch ein Erlebnis beisteuern.
Als ich 1997 nach Spanien kam, mochte ich keinen Fisch. Nun kam aber jeden Freitag morgen eine Furgoneta mit einem fröhlichen kleinen Spanier in unsere Urbanisation und in so einem Kübel, wie ich ihn später zum Mischen meines Betons nutze, hatte er seinen Fang aus der letzten Nacht.
Mein Spanisch war noch rudimentär, er versuchte mich immer wieder zu überzeugen, dass ich seinen Fisch unbedingt mal probieren müsste, er würde mir 100%ig schmecken, er hätte eine fantastische lenguado für mich.

Also kaufte ich die erste Seezunge meines Lebens und war etwas überfordert, als ich sie auspackte und ein ganzer Fisch vor mir lag. Also fing ich an:
Kopf und Schwanz ab, dann wollte ich die Haut entfernen (wollte ja ein Filet) aber irgendwie fluschte das Ding mir immer durch die Hände. Inzwischen hatte ich Fischgeschnetzeltes mit Gräten auf meinem Brett.
Nachdem ich auch die mehr oder weniger abgetrennt hatte, blieben mir 2 Esslöffel Fischstückchen übrig.

Was soll ich sagen, satt wurde ich nicht, trotz des Desasters esse ich inzwischen Fisch, dank Internet kann mir sowas nie wieder passieren und heute kann ich meinen Enkeln eine witzige Anekdote erzählen.
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Atze
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Re: MERCADONA im Visier

Beitrag von Atze »

"Der Händler erklärte mir, dass es sich – wie bei den silbergrauen Kollegen – um eine Goldbrasse handele. Allerdings sei dieser hier ein echter Wildfang und deshalb so schön rot, während die blassen Exemplare aus der Aquakultur stammten. Wildfang! :-o Das klang nach etwas Besonderem."
Als Taucher kenne ich Goldbrassen recht gut: Lebend, harpuniert und in der Pfanne. Die waren nie rot.
War es vielleicht eine Rotbarbe?
Auch ein sehr leckerer Fisch mit eigenem Geschmack.
LG Atze
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Re: MERCADONA im Visier

Beitrag von Frambuesa »

Oliva B. hat geschrieben: Sa 26. Sep 2026, 19:14Ich beschloss spontan: Heute Abend gibt es Fisch.
. . . Also stellte ich mich hinten an. Als ich endlich an der Reihe war, entdeckte ich ihn: einen einzigen roten Fisch inmitten einer ganzen Reihe silbergrauer Fische, die allesamt ziemlich gleich aussahen. Aber dieser eine rote Fisch – der hatte etwas. Er sah mich geradezu an. Genau den wollte ich. Ich zeigte darauf.
Erst mal herzlichen Dank für diese anschauliche Schilderung, liebe Oliva >:d<
Oliva B. hat geschrieben: Sa 26. Sep 2026, 19:14Ich beschloss spontan: Heute Abend gibt es Fisch.
. . . Also stellte ich mich hinten an. Als ich endlich an der Reihe war, entdeckte ich ihn: einen einzigen roten Fisch inmitten einer ganzen Reihe silbergrauer Fische, die allesamt ziemlich gleich aussahen. Aber dieser eine rote Fisch – der hatte etwas. Er sah mich geradezu an. Genau den wollte ich. Ich zeigte darauf.
. . . Ich dachte allerdings auch an Olivo. Mein Mann hat wegen der Gräten eine ausgesprochen schwierige Beziehung zu Fisch. Wenn er könnte, würde er Fisch nur essen, wenn man ihn vorher vollständig zermahlen und rechteckig portioniert hätte.
Kommt mir doch sehr bekannt vor, denn auch bei Roland ist die Mahlzeit beendet, verirrt sich die einzige vorhandene Gräte in seine Futterluke. Vor etwa einem Vierteljahrhundert wollte er mich mal zu seinem „Lieblingsfisch“ (Pangasius) bekehren - brrrr, aber nicht mit seiner Köchin :-o
Oliva B. hat geschrieben: Sa 26. Sep 2026, 19:14 Ich habe daraus gelernt. Seitdem weiß ich: Nicht jeder Fisch, der einen so verführerisch anlächelt, ist ein guter Fang.
Oh, er passt so gut als Metapher, dieser Satz und nicht nur auf Fisch bezogen.
Nicht jeder gut aussehende, charmante Typ, der mir ins Netz gegangen ist, war ein guter Fang :lol:

So, jetzt habe ich euch aber sehr weit OT geführt - duck und wech :roll:
Saludos Frambuesa





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Frambuesa
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Re: MERCADONA im Visier

Beitrag von Frambuesa »

vitalista hat geschrieben: Sa 26. Sep 2026, 23:24 Mein Spanisch war noch rudimentär, er versuchte mich immer wieder zu überzeugen, dass ich seinen Fisch unbedingt mal probieren müsste, er würde mir 100%ig schmecken, er hätte eine fantastische lenguado für mich.

Was soll ich sagen, satt wurde ich nicht, trotz des Desasters esse ich inzwischen Fisch, dank Internet kann mir sowas nie wieder passieren und heute kann ich meinen Enkeln eine witzige Anekdote erzählen.
Liebe Vitalista, danke für die schöne Anekdote >:d< . Das war damals aber schon ziemlich mutig von dir, wo du doch gar keinen Fisch mochtest 👍 und der Erfolg hat deinen Mut belohnt. Wir sollten wohl öfter mal ein wenig mutig sein :)
Saludos Frambuesa





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