Hier mal ein paar eigene Erfahrungen:
CARREFOUR hat nach meiner Einschätzung viele Produkte im Angebot, die gemessen an der Qualität erheblich billiger verkauft werden müssten als es der Fall ist. Trotzdem ist es bisweilen reizvoll, beim Lebensmittelkauf auch noch ein Elektrogerät mitzunehmen.
| ! | Nachricht von: Oliva B. |
| Nach Rechtsberatung Absatz entfernt. |
Anders bei AMAZON. Zu den Arbeitsbedingungen und der Steuerzahlungsmoral mag man meinen was man will, aber beim Service sind die spitze. Premium-Kunde zu sein kostet nicht viel, so spart man für viele Produkte die Versandkosten und kann in Ruhe daheim testen und vergleichen. Ich habe mir zB einmal drei verschiedene Bildschirme bestellt, einen nach dem anderen an meinen heimischen Computer angeschlossen, alles ausprobiert, und nur den behalten, der mir am besten gefiel. Rückgabe der beiden anderen kostenlos, wurden von Correos an der Haustür abgeholt. Im Zweifelsfall hätte ich auch alle drei wieder kostenlos zurückgeben können.
Wenn es mit einem Produkt Probleme gibt, stellt Amazon keine blöden Fragen, und handelt auch nicht wie ein typischer spanischer Einzelhändler (bring uns das mal auf deine Kosten zurück, und wir checken das Produkt und fragen ggf beim Hersteller an, das wird aber ein paar Wochen dauern). Amazon leitet im Augenblick der Reklamation den Versand des Austauschgerätes in die Wege, ohne dass man VORHER das defekte Gerät zurückgeben muss. Das wird dann zwar auch noch abgeholt, aber der Ersatz ist dann bereits unterwegs.
Und noch eine wichtige Anmerkung, ganz allgemein:
Ich unterstützte früher einmal den lokalen Einzelhandel, und ich war immer bereit, für den Service vor Ort mehr zu bezahlen als online, habe aber selbst bei inhabergeführten Geschäften viele Reinfälle erlebt, vom Desinteresse bis hin zur Abzocke, und irgendwann hatte ich dann den Kanal voll. Seitdem kommt beinahe alles aus dem Internet, dort muss ich zB nicht erfolglos darum betteln, vier Rollen 80g Plotterpapier zu bekommen und nicht nur die Restbestände von zwei Rollen unterschiedlicher Qualitäten aus dem Lager, wie bei der lokalen Papelería, die noch nicht einmal Bock hatte, noch zwei Rollen zu besorgen. Den absurden Preis von Druckerpatronen habe ich da erst nach einem Besuch im Laden und zwei von mir in den darauffolgenden Tagen getätigten Telefonanrufen erfahren, obwohl der Ladenbesitzer mich anrufen wollte.
Oder Erfahrungen aus einem Elektrogeschäft, in dem wir häufiger kauften und man uns auch kannte. Wenn der Inhaber mir als Stammkunden bei einem 1300€ Gerät, das selbst im extrem teuren Worten-Elektromarkt nur 1000€ kostet, nicht einen Cent entgegen kommt, ohne vorher tagelang mit seinem Lieferanten zu feilschen, um von seinen geschätzten 250-400€ Gewinn nicht einen einzigen Cent zu verlieren, dann kann er mit seinem Laden meinetwegen in den Abgrund fahren. Ich habe ihm tatsächlich zwei Tage erfolglos hinterhertelefoniert, und als er sich dann an Tag 4 endlich zu einem Angebot durchgerungen und mich angerufen hat, war das Teil schon lange im Internet gekauft.
Oder vor vielen Jahren, als Apple-Laptops noch völlig exotisch waren, hat man mir im Informatikfachgeschäft einen CD-Brenner verkauft, der entgegen der Bekundungen doch nicht kompatibel war. Amazon (gab es da noch lange nicht in ES) hätte den klaglos wieder abgeholt und mir mein Geld zurück gegeben. Der Händler vor Ort hingegen erstattete mir nach einigem Hin und Her "freundlicherweise" den Kaufbetrag in Form eines Gutscheins für andere Produkte aus seinem Laden.
Die Liste könnte jetzt noch ewig so weiter gehen, aber ich merke, dass ich abschweife....