so, jetzt komme ich endlich dazu, von unserem Amrum-Aufenthalt letzten September zu berichten.
Die nordfriesische Insel Amrum ist nur 20,5 km² groß, bietet aber auf der kleinen Fläche eine vielfältige, abwechslungsreiche Natur - den einzigartigen Strand, weitläufige Dünen, Heide und Wiesen, das Watt und sogar einen Wald. Auf der Insel gibt es fünf Orte: Wittdün, Steenodde, Süddorf, Nebel und Norddorf.
Für alle, die Amrum nicht kennen, hier erst mal eine Luftaufnahme der Insel, auf der die Besonderheit Amrums gut zu erkennen ist: der Kniepsand. Er gehört eigentlich gar nicht zur Insel, sondern ist eine Sandbank, die an die Insel "angedockt" hat. So fungiert er jetzt als 15 km langer und bis zu 1,5 km breiter Strand, an den eine weitläufige Dünenlandschaft angrenzt, sodass die Wege zum Strand und zum Wasser nicht unbedingt die kürzesten sind. Der Kniepsand bietet mit den Dünen eine herrliche Kulisse für lange Strandspaziergänge und ist natürlich zudem ein tolles Fotomotiv.





Für mich immer wieder eine Freude sind die vielen Strandkörbe. Einige warten schon auf ihren Abtransport ins Winterquartier.

Einen Tag lang zeigte sich die Nordsee auch von ihrer wilden Seite, was für mich immer wieder ein faszinierendes und beeindruckendes Erlebnis ist...

...und meinen Mann aufs Surfbrett getrieben hat.

Der Kniepsand an der Westseite der Insel liegt an der offenen Nordsee, hier gibt es auch Ebbe und Flut, aber das Wasser ist immer da, bei Ebbe halt ein bisschen weiter weg. An der Ostseite der Insel befindet sich das Watt, hier ist bei Ebbe das Wasser komplett weg und man kann sogar zu Fuß bis zur Nachbarinsel Föhr gehen.
Die Nordspitze der Insel, die Amrumer Odde ist eine Dünenlandschaft, die seit 1936 Vogelschutzgebiet ist und nur im Rahmen von Führungen betreten werden darf. An der Küstenlinie entlang kann man die Odde aber umwandern.
Die Seeseite und die Wattseite der Odde:

An der Nordspitze - rechts die Seeseite, links die Wattseite:

Diese beiden Tierarten trifft man nicht nur an der Amrumer Odde, sondern auf der ganzen Insel häufig an:

In den Dünen gibt es immer wieder Aussichtsdünen, von denen aus man tolle Ausblicke genießen kann.
Die Aussichtsdüne bei Wittdün:


Mitten in den Dünen bei Wittdün liegt der Wriakhörnsee, ein Süßwassersee.


Von der Aussichtsdüne bei Süddorf hat man einen schönen Blick auf die Dünen und den Leuchtturm.
Der 41,8 m hohe, 1874 in Betrieb genommene Leuchtturm ist das Wahrzeichen Amrums.

Der Leuchtturm kann besichtigt werden und nachdem man die zahlreichen Stufen bewältigt hat, wird man mit diesem Blick belohnt.

Auf der ganzen Insel führen zahlreiche Wege zum Strand. So auch in der Nähe des Leuchtturms.

Inmitten der Strand- und Dünenlandschaft beim Ort Nebel befindet sich Panschos Burg.
Der Künstler Otfried Schwarz, der abwechselnd in Berlin und auf Amrum lebt, hat dieses Kunstwerk aus Gegenständen, die am Amrumer Strand angespült wurden, angefertigt.

So, das war der erste Amrum-Teil mit viel Strand, Meer, Dünen... Im zweiten Teil zeige ich euch noch die Amrumer Orte und die Wattseite der Insel.


Gruß
girasol


