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Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 11:37
von Oliva B.
Die Springer-Presse ist wie immer ganz nah am Puls der Zeit und schürt die Panik deutscher Ferienhausbesitzer in Spanien und Interessenten, die ihr Erspartes in Betongold anlegen wollen...
Diese Ansicht hatte ich auf jeden Fall, nachdem ich mir die folgenden Artikel (vom gestrigen und heutigen Tag) durchgelesen hatte, die sonst in der deutsche Presselandschaft kaum Erwähnung finden:
[align=center]1. Artikel [/align]
Die reißerisch im Titel erwähnte Zahl von 800.000
Immobilien ist nicht neu, sie wurde schon Anfang des Jahres veröffentlicht. Es sollen "die meisten an den Küsten stehen", was ich persönlich bezweifle, denn in der Zahl enthalten sind Hunderttausende von Pisos, die landesweit in
Geisturbanisationen leer stehen - und die es natürlich auch an der Mittelmeerküste gibt. Doch was liest man?
"Die höchsten Ausfallraten gibt es in den Urlaubsregionen entlang der Küsten."
Man erhält beim Lesen des Artikels den Eindruck, als würden hauptsächlich Spanier ihren Zweitwohnsitz an der Mittelmeerküste haben und nun die
Immobilien an der Küste leer stehen.
Heute hat "Die Welt" einen weiteren Artikel nachgeschoben "
Immobilien kaufen in Spanien", in dem darauf hingewiesen wird, dass in Spanien die Grunderwerbsteuer in diesem Jahr von sieben auf acht Prozent erhöht wurde, eine Spekulationssteuer eingeführt wurde usw.
Mich würde eure Meinung zu den beiden verlinkten Artikeln interessieren, besonders von Mitgliedern, die hier leben oder sich als Langzeiturlauber an der Costa Blanca aufhalten.
Wie empfindet ihr die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt vor eurer Haustür? Was habt ihr gehört, gesehen oder selbst erlebt?
Re: Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 11:55
von Cozumel
Es gibt Interesse an bestimmten Immobilien. ZB. an der Küste.
Und für andere wiederum keine Interessenten. Sozialbauten (werden aber als Quasiluxus angeboten, nur weil sie eine Poolanlage haben) an den Randbezirken der Grossstädte. Massenbebauung in ländlichen Gebieten ohne
Tourismus. Uraltimmobilen mit einem Renovierungsstau der bis in die 80er zurückreicht, vorallen dann, wenn sie zu überhöhten Preisen angeboten werden.
Re: Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 12:08
von Taifun36
Ich habe den Artikel komplett gelesen. Dasss Spanien wirklich am Abgrund steht, ist unbezweifelbar.
Wieweit solche Artikel die Wahrheit sagen, ist das zweite.
Aber dass eine Immobolienblase in dem Land platzt, ist nicht zu bezweifeln.
Und dass die Krise auch in Spanien gerade erst richtig anfängt, das ist bei den meisten vermutlich noch
nicht angekommen.
Aber keine Sorge: Auch die Deutschen befinden sich immer noch auf ihrer Insel der Glückseeligkeit.
Achja, hier mal ein Artikel, deren Wahrheitsgehalt höher sein dürfte, als der vom Springer Konzern
http://www.querschuesse.de/spanien-arbe ... osenquote/
Die deutsche Arbeitslosigkeit ist ja auch erlogen- nächste woche wird wohl wieder eine Erfolgsmeldung von unter 3 Mio
Arbeitslosen über die Medien flattern. Komisch, wo wir 8 Mio ALG I und ALG II Empfänger haben
Re: Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 12:24
von Florecilla
Zitat aus dem ersten Link in Elkes Beitrag:
- Damit trifft die Krise genau jene Regionen am härtesten, in denen Ausländer ihre Ferienimmobilien erworben haben. Entsprechend euphorisch bewerten etliche Besitzer im deutschsprachigen Costa-Blanca-Forum im Internet den Paramount Park. "Kommt das Projekt zum Tragen, wird es der touristische Magnet sein, den Murcia braucht", schreibt eine Eigentümerin. Eine andere hofft, dass der Park zu einer "Weltattraktion wird – ein wirkliches Urlaubsziel, das Menschen aus aller Welt dort Urlaub machen, wie in Disneyworld".
Tja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Diese Zitate stammen tasächlich aus dem CBF, waren aber keine Meinungsäußerungen von Immobilieneigentümern, sondern lediglich Zusammenfassungen aus der spanischen Presse, die Elke seinerzeit in
diesem Thread gepostet hat:
- Wenn das Projekt zum Tragen kommt, und es erweckt diesen Anschein, wird es der touristische Magnet sein, den Murcia braucht und über die Grenzen bekannt machen wird - genauso wie die Ciudad de las Artes y las Ciencias in Valencia.....
laverdad.es
Und die "Weltattraktion" stammt aus einem Beitrag von Akinom, die geschrieben hat:
- Soll Maramount das als "Privatinvestor" machen? (ich kann die Links nicht öffnen) - denn wenn Spanien das machen wollte fände ich das absolut unmöglich.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Vision der Besucherzahlen erreicht werden kann - außer - es wird eine "Weltatraktion" d.h. ein wirkliches Urlaubsziel, dass Menschen aus aller Welt dort Urlaub machen, wie DisneyWorld in Frankreich.
Für mich ist es vermutlich kein Ziel. 
Schlecht recherchiert, falsch zitiert und völlig aus dem Zusammenhang gerissen
Dass WIR aber Erwähnung in der "Welt" finden, ist schon bemerkenswert ...
Re: Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 12:53
von girasol
@ Akinom: Schau an, jetzt wirst du schon in der "Welt" zitiert, zwar nicht ganz korrekt, aber immerhin.
@ Florecilla: Ja, in der Tat bemerkenswert. Da sieht man mal, wer hier alles mitliest.

Ihr werdet noch richtig berühmt werden.
Gruß
girasol
Re: Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 13:09
von sol
Frage :
wieso kann "Die Welt" Zitate bringen, fast haargenau, ohne auf die Quellen hinzuweisen
ach ja, und da erscheint noch plötzlich aus heiterem Himmel ein Wirbelsturm,
der
Immobilien in Spanien mit der Arbeitslosigkeit in Deutschland durchmischt

Re: Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 13:12
von rainer
Zu der direkten Frage, wie es vor unserer Haustür aussieht:
Als wir die Gegend vor sechs Jahren erstmals erkundeten und unter anderem auch unser heutiges Haus schon in der engeren Wahl hatten, war es (und viele andere) uns einfach noch zu teuer, im Sinne von überteuert. Alle Straßen waren aber voller "se vende"- Schilder, in unserer heutigen allein acht.
Wenn wir herumfragten, warum so viele verkaufen wollten, hieß es, es sei "Goldgräberstimmung", viele würden wohl auf dem Zenit der Preiskurve schnell noch "Kasse machen"wollen, was ja gemessen an den selbst vor einigen Jahren investierten Summen tatsächlich einen mittleren Lottogewinn bedeuten konnte.
Es gab aber schon Indizien für eine Trendwende. Nach einem Jahr war der Preis um 100000 runter, auch bei anderen. Zu diesem Preis haben wir gekauft, und das ist es heute noch wert. In guter Wohnlage und Nachbarschaft hat sich danach nach meiner Beobachtung in unserer Gegend preislich nicht mehr viel bewegt. Und "se vende" Schilder gibt es auch kaum noch.
Anders sieht es natürlich in den Geisterurbanisationen aus, die sicherlich ja auch in die Statistik eingehen. Auch überteuerte Neu- und Halbfertig- Bauten stehen noch in unverkauft herum, obwohl die Preise schon deutlich reduziert wurden. Die Lage entscheidet. Andererseits tut sich neuerdings einiges bei der Schließung von Baulücken in guter Umgebung. Aber das ist gemessen an dem damaligen Boom natürlich nichts, und so etwas kommt auch nicht mehr. Wie auch, wenn der Bedarf nun einmal gesättigt ist.
Re: Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 13:16
von rainer
Hallo Taifun36,
willkommen in diesem Forum. Nun hatten wir, wie du vielleicht lesend mitbekommen hast, gerade eine kleine Diskussion, dass es doch recht hilfreich wäre, wenn Neuanmelder sich zunächst ein bisschen vorstellen. Das braucht man manchmal ja, um den oder die Beiträge richtig einordnen zu können. Insbesondere hier, denn die konkrete Frage von Oliva lautete ja:
"...Mich würde eure Meinung zu den beiden verlinkten Artikeln interessieren, besonders von Mitgliedern, die hier leben oder sich als Langzeiturlauber an der Costa Blanca aufhalten.
Wie empfindet ihr die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt vor eurer Haustür? Was habt ihr gehört, gesehen oder selbst erlebt?"
Also, aus welcher Perspektive ist deine Meinung zu verstehen?
Re: Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 13:17
von Josefine
Oliva B. hat geschrieben:Wie empfindet ihr die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt vor eurer Haustür? Was habt ihr gehört, gesehen oder selbst erlebt?[/b][/color]
Wir haben unser Apartment vor 1 Jahr gekauft. Natürlich war es da schon durch das Platzen der Immoblase ein Schnäppchen. So empfinde ich es auch immer noch. Ich vergleiche unsere Lage immer mit Urlaubsorten in Deutschland an der Nordsee, wie z.B. Cuxhaven. Ich nehme an, da hätte ich mehr Geld auf den Tisch legen müssen.
Jetzt habe ich mal nachgeschaut beim Kyero-Portal, ob unsere Apartmentsorte in Orihuela Costa im Preis gefallen ist. Ich muss feststellen, die Angebotspreise sind konstant geblieben, eher noch etwas höher als im letzten Jahr.
Für uns hätte sich ein Jahr länger Warten also nicht gelohnt.
Grüsse

Josefine
Re: Inflation auf dem Immobilienmarkt - Panikmache?
Verfasst: So 28. Okt 2012, 13:27
von maxheadroom
Hola todos,
direkt vor der Haustür

in Denia kann man nur beobachten es läuft z ä h , denn wo se vende dransteht steht es meistens sehr sehr lange dran, andererseits wird auf freien Grundstücken nach Auftragserteilung noch neu gebaut, aber kein Vergleich mit den Boomzeiten, was ja auch verständlich ist. Im allgemeinen wird es vielleicht sowieso jedem mal klar werden , mit dem immer mehr Stückzahlen und Umsatz ist Schluss da die Menge der Käufer begrenzt ist , dies ist nur sekundär ein monetäres Problem, siehe auch Autoindustrie, irgendwann ist das Ende der Stange erreicht. Ironie an: selbst wenn sie in Spanien alle leer stehenden
Immobilien verschenken würden , würden sie nicht alle an den Mann bringen Ironie off aber so ist es leider .
Saludos
maxheadroom