Ruta 40 - la leyenda Argentina

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pichichi
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Ruta 40 - la leyenda Argentina

Beitrag von pichichi » Sa 8. Feb 2014, 10:25

Argentinische Legenden gab und gibt es sonder Zahl - ob sie Evita Peron, Juan Manuel Fangio oder Leo Messi heißen, die legendäre Straße ruta nacional 40 ist unser Ziel. Sie führt über mehr als 5200 Kilometer vom Südatlantik bei Rio Gallegos westwärts an den Fuß der Anden und dann durch ganz Westargentinien bis an die Grenze zu Bolivien, wir möchten gern den nördlichen Teil zwischen Mendoza und Salta befahren....

Santiago - Mendoza

Nach einem göttlichen Frühstück mit frischen, aromatischen Erdbeeren und einer Honigschleuder (!) im Ritz Carlton Hotel in Santiago de Chile überreicht uns der Agent der Autovermietung Europcar Papiere und Schlüssel für einen Geländewagen der Marke Nissan, einen X-Trail, der mit einem Wahlrad für den zuschaltbarem Allradantrieb ausgestattet ist. Das Auto schien in tadellosem Zustand und die Reifen hatten genug Profil, leider habe ich auf einen bestimmten Kniefall verzichtet, was sich noch später rächen sollte.
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(das ewige Trauma, die Schilder bringen die Falkland Islands trotzdem nicht an ARG)

Wir machen uns an diesem ruhigen Sonntagvormittag im Nu aus der Stadt und fahren über Los Andes Richtung Portillo, eine Strecke, die uns aus 2006 wohl vertraut ist. Am Fuß der Kordillere gibt es zwecks Straßenverbreiterung eine Riesenbaustelle mit Ampelregelung, vor uns kriechen Lasterkolonnen im Schritttempo die 30 Kehren bis zur Skistation Portillo hoch, dann geht es durch einen Tunnel nach Argentinien, etwa 12 Kilometer nach der Grenze gibt es gemeinsame Zoll- und Grenzkontrollen – Schengen ist weit weg und was da an Papier und Stempelfarbe verbraucht wird ist einfach unvorstellbar, allein für das Vergnügen, einen chilenischen Mietwagen nach Argentinien zu schaffen und ihn nach zwölf Tagen wieder ins heimatliche Chile zurückzubringen sind folgende papeles vonnöten:

Führerschein, internationaler Führerschein, Kopien davon, Fahrzeugbeschreibung mit Fahrgestellnummer, Bestätigungen des Verleihers, dass er die Einfuhr und Ausfuhr nach und von Argentinien autorisiert, zweifach, Versicherungsbestätigungen zweifach, Ein – und Ausreiseheftchen für zwei Personen, ein mehrfach gestempelter Fahrzeugwisch, der nach weiteren 20 km von einem Gendarmen kassiert wird, Zollkontrollwisch....hab ich was vergessen?
Ja, zwei volle Stunden dauerte die Warterei auf die in zehn Minuten erledigte Prozedur, und das an einem Tag, an dem nur ein Drittel der sonst üblichen Zahl von Schwerfahrzeugen und Bussen unterwegs war, noch Fragen?

Mendoza

Unser Hotel Esplendor befindet sich im südöstlichen Vorort Maipú inmitten eines Casino- und Restaurantkomplexes. Von hier aus besuchen wir die Hauptweinbauregion von Argentinien mit ihrer Paraderebe Malbec, ein paar Kilometer südlich der Metropole hatte ein schrulliger Eisenbahningenieur aus England namens Norton ein Weingut betrieben, welches 1989 von Gernot Langes aus der österreichischen Glasschmuckherstellerdynastie Swarovski erworben und von Grund auf modernisiert wurde. Am westlichen Horizont leuchten auch jetzt im Hochsommer schneebedeckte Andengipfel wie der Cerro de Plata mit seinen 5975 Metern Höhe. Die Rebzeilen in Hochkultur sind teilweise abgedeckt, aber nicht wegen gieriger Stare, sondern wegen der Riesenhitze. 1000 Morgen verschiedensten Terroirs bringen Trauben unterschiedlicher Güte hervor, von denen dann ein Kilo 5 bis 10 Pesos kostet.
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Wir werden also die weitläufigen unterirdischen Hallen des alten Teils aus 1919 und danach die neuen Keller mit ihren temperaturgesteuerten 50.000 Liter Edelstahltanks besichtigen, wo in fünf Wochen bereits die Ernte 2014 aus fünf verschiedenen Weingärten eingelagert werden wird.
In der Empfangshalle startet man mit einem Glas hauseigenen Sekts, dann stellt man anhand einer Verkostung der Weine vom unreifen Jungwein aus den Tanks bis zur Reserva aus französischen Eichenfässern die unterschiedlichen Reifungszustände fest. Die Führung endet dann in der Vinothek. Seit Langes die Weine exportiert sind sie auch in GBR, NL, USA, JP, CHN, CAN, D, CH und AT erhältlich, vor Ort sind sie um gut zwei Drittel billiger, daher nehmen wir einen Syrah, einen Pinot Noir und natürlich auch eine Malbec Reserva aus 2008 mit, die drei Flaschen kosten zusammen kaum € 20, das rare, nach Gernot Langes benannte Spitzenprodukt für ca. € 60 lassen wir lieber im Regal.

Valle Fertil

Wir nehmen die ruta 40 nach Norden und biegen vor San Juan auf die 141 nach Osten und dann auf die 510 nach Norden ins „fruchtbare Tal“ ab. Bevor wir die beiden Nationalparks Ischigualasto und Talampaya besuchen machen wir Station in der Finca Media Luna. Es sind die ersten 10 ripio Kilometer, die wir hinter dem Campingplatz von San Agustin aus unter die allradgetriebenen Räder nehmen, die Strecke ist einspurig und quert ein Dutzend mal ein derzeit trockenes Flussbett, das nach jedem Guss mit einem Grader wieder befahrbar gemacht werden muss. An der Finca, die nur vier einfach ausgestattete Doppelzimmer besitzt, werden wir von der Chefin begrüßt und eingewiesen. Dann hüpfen wir in den Pool, neben einem eisgekühlten Quilmes Bier eine bei der herrschenden Temperatur von 39 Grad sehr willkommene Erfrischung.
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Am nächsten Morgen brechen wir früh auf, da die Touren in den beiden Nationalparks jeweils drei Stunden dauern. Im Ischigualasto sitzt der Guide in einem Führungsauto und die anderen folgen nach. Wir sehen alle Arten von Erosion, vielfarbige Bergrücken und eingeschlossene Fossilien im Fels. Im Talampaya beginnen wir die Rundfahrt in einem Renaultbus für elf Personen, das eigene Auto bleibt am Parkeingang. Am ersten Halt sehen wir 2500 Jahre alte Felszeichnungen, danach 90 Meter hohe rote Canyonwände von sagenhafter Geradlinigkeit, als hätte der Schöpfer mit dem Lineal gearbeitet, auch hier gibt es erodierte Felsformationen mit so klangvollen Namen wie „Totem“, „Mönch“ oder „Kathedrale“.
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Als wir abends in

Villa Union

einfallen, leeren wir eine Einliterflasche Quilmes in wenigen Minuten, schließlich zeigt das Thermometer satte 46 Grad! Im Hotel „Pircas Negras“ bietet der Pool keine Abkühlung, auch er wird von der gnadenlosen Sonne auf mindestens 30 Grad aufgewärmt. Wir genießen ein ausgezeichnetes Essen, das Lomo ist perfekt medium und das Pollo en vino blanco des liebend Weibes durfte beim Bauern nebenan scharren.
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Tags darauf machen wir einen kurzen Ausflug nach Vinchina, wo die Passstraße zum 4100 m hohen Pircas Negras beginnt, auf der Rückfahrt haben wir eine Reifenpanne und müssen feststellen, dass das Auto mit drei M+S (!) Winterreifen bestückt ist und einem no name Sommerreifen, dafür ist der Reservereifen ebenfalls ein anderes Fabrikat, aber wegen unterschiedlicher Dimension nur temporär nutzbar. Jedenfalls war der Ersatz rasch und ohne Problem montiert – ich habe seit 44 Jahren keinen Reifen gewechselt – ein erstes Checken ergibt, dass durch den Hitzetod und das kurzzeitige Fahren auf der Felge eine Neuanschaffung vonnöten ist, wir haben jedoch Glück, dass ein Autozubehörgeschäft einen passenden gebrauchten, wenn auch geflickten Reifen auf Lager hat, somit steigen wir mit ARG Pesos 550 relativ glimpflich aus der Misere aus, obwohl ich gar nicht daran denken will, dass wir noch immer zwei M+S am Auto haben.....

Belen

ist das Ziel für den Tag. Es wäre eine kurze Etappe, aber die Passstraße nach Chilecito ist wegen Bauarbeiten gesperrt, das beschert uns einen weiten Umweg von fast 200 Kilometern. Es ist eine trostlose Fahrt, da durch einen Sandsturm der vergangenen Nacht alles grau in grau erscheint. Die Temperatur fiel gleich um 32 Grad, gerade dass man im Auto nicht die Heizung einschalten musste nach den vorherigen Rekordtemperaturen, bei denen die Klimaanlage sicher mehr als einen Liter Sprit auf 100 km soff...
Im Hotel Belen sehen wir beim Einchecken und später im Speisesaal wunderbare archäologische Artefakte, die Umgebung ist ja reich an Kultstätten und Ruinen. Zu den Spaghetti beim Nachtmahl trinken wir erstmals einen heimischen Torrontes, einen fruchtigen Weißen, der vom Geschmack her nahe an den des gewohnten trockenen steirischen Gelben Muskatellers kommt.

Cafayate

Nur ein paar Kilometer nördlich von Belen ist die Straße noch asphaltiert, dann folgt eine Baustelle von 50 km Länge, teilweise mit desvios, wo wir bei Flußdurchquerungen vorsichtshalber kurz den Allradantrieb zuschalten. Eine weitere argentinische Besonderheit, die zonas de badenes, kennen wir ja schon zur Genüge, aus Spargründen wird häufig auf teure Brückenbauten verzichtet, dadurch kommt man in den Genuss zu furten, wohlweislich auf propio riesgo, was manchmal stundenlange Wartezeit bedeutet, bis die Regenschwalle wieder absinken, dann muss ohnehin noch ein Caterpillar her, der den Sand und das angeschwemmte Geröll beseitigt. Bisher meisterten wir alle diese Hindernisse problemlos, das Auto ist jedoch eingedreckt bis obenhin und obwohl ich an der Tankstelle 450 Pesos für eine Füllung ablege, will man mir nicht einmal ein paar Liter offenbar zu kostbaren Wassers zum Reinigen der Seitenspiegel, der Türgriffe und der Scheinwerfer – es herrscht ja Tagfahrlichtpflicht – zur Verfügung stellen, von einer Waschstraße braucht man erst gar nicht zu träumen...

An der Strecke liegt die eindrucksvolle sagrada ciudad de Quilmes, eine Ruinenstadt aus dem 9. Jahrhundert, die aus Festung und Unterstadt bestanden hat und von 3000 Indiovorfahren besiedelt war.
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Langsam ändert sich das Landschaftsbild, es tauchen Weinberge auf, so manche Bodega darin ist über 160 Jahre alt, die Gebäude strahlen noch das Flair spanischer Kolonialzeit aus. Am Ziel in Cafayate finden wir problemlos zum Hotel Killa, weil wir in Google Maps schon vorher die Einbahnregelung studiert hatten. Die Anlage besteht aus mehreren kleinen Gebäuden im Kolonialstil, ist liebevoll eingerichtet, hat schönen Blumenschmuck, einen Pool und einen mit duftenden Kräutern übersäten Garten.
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Cachi

Auch nördlich von Cafayate finden sich noch Bodegas, darunter die von El Porvenir, deren famosen Malbec 2007 wir am Abend beim Essen im El Cortijo zu einer herrlichen Forelle, beziehungsweise zu Schweinsmedaillons mit glacierten Zwiebeln in Malbecsauce genießen dürfen.

Nach nur wenigen Kilometern endet schon in San Carlos die asphaltierte Strecke und 130 km raue Piste bis Cachi warten auf uns. Ich nehme es vorweg: so sehr das Fahren auf Waschbrettpisten mit maximal 40-50 kmh anstrengend ist, für diese überwältigende Landschaft muss man die damit verbundenen Unannehmlichkeiten einfach in Kauf nehmen, ich übertreibe nicht, wenn ich von absoluten Mondlandschaften, bizarrsten Felsformationen in der Quebrada de la Flecha und filmtauglichen Locations im Valle Calchaquiés spreche, die den Ansprüchen von Regisseuren von Blockbustern wie „Starwars“ oder „Herr der Ringe“ absolut genügen könnten...

In Cachi besuchen wir das kleine archäologische Museum, das selektive Exponate der südlichsten Inkakultur bietet, beim Weg zurück ins Hotel finden wir einen Unternehmergeist, der mit Wasserschlauch, Seifenschaum und Bürste unseren dreckverkrusteten Allradler für mickrige 70 Pesos wieder zivilisationstauglich macht.

Salta

Heute stehen uns jede Menge caracoles, also sich einringelnde Serpentinen auf der Fahrt nach Salta bevor, es geht durch den für seine bis zu 300 Jahre alten und bis zu 19 Meter hohen Elephantenkakteen berühmten Nationalpark Los Cardones und dann die Cuesta del Obispo steil bergab, innerhalb kurzer Zeit werden exakt 1000 Höhenmeter bewältigt, leider trübt stellenweise dichter Nebel die Sicht.
Im kolonialen Zentrum von Salta steigen wir im Solar de la Plaza ab, unternehmen einen Stadtspaziergang zur Kathedrale und den kolonialen Palästen an der Plaza 9 de Julio, kaufen sündteure Briefmarken und nehmen ein mehrstündiges almuerzo in guter spanischer Tradition ein, wieder erfreut eine halbe Flasche vom fruchtigen Torrontes das liebend Weib.
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Frühmorgens nehmen wir die mit mehr als 600 km längste Etappe über San Salvador de Jujuy, Purmamarca, die Cuesta de Lipan, Susques und als Höhepunkt im Wortsinn den 4400 m hohen Jamapass bis nach San Pedro in der chilenischen Atacama unter die Räder.
Die ersten Kilometer auf der ruta 9 sind noch o.k., dann folgt eine enge Straße durch den Dschungel bis San Salvador de Jujuy, von hier geht es über Purmamarca auf die ruta 52, die die schwindelerregende Cuesta de Lipan hochführt. Bei Susques kreuzen wir ein letztes Mal die 40er, die gegen Bolivien strebt und gelangen schließlich an die Grenze am Jamapass, wo wieder exakt dieselbe lähmende Prozedur wie bei der Einreise abläuft.
Trotz der enormen Höhe spüren wir die sorroche nicht, bemerken allerdings kleine Probleme mit dem Sprachzentrum. Nun geht es durch die bizarrste Landschaft, die wir je bereist haben, in dieser extremen Höhe gedeiht überhaupt nichts, dafür sieht man weit und breit durch die klare Luft, wird geblendet durch das Weiß der Salzpfannen und das Auto hat Probleme, die Steigungen zu bewältigen, wenn ich auch nur zart mehr als 2000 Touren fordere, bockt der Kübel sofort als wenn die Handbremse angezogen wäre. Erst als wir nach mehr als 100 Kilometern bergab das Altiplano von San Pedro erreichen, funktionieren Technik und Hirn wieder normal, aber das ist eine andere Geschichte, nämlich die über die Atacama....


Glossar

ripio Rüttelpiste

desvio Umleitung

propio riesgo eigenes Risiko

baden Furt

sagrada ciudad heilige Stadt

lomo Lende

pollo Huhn

caracol Schnecke, auch enge Serpentine

sorroche Höhenkrankheit

100 ARG Pesos = 1,1 €
1000 CHI Pesos = 1,4 €
(Stand 22.1.14)

.

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Re: Ruta 40 - la leyenda Argentina

Beitrag von nixwielos » Sa 8. Feb 2014, 16:19

Lieber pichichi,

herzlichen Dank für diesen Reisekrimi, den wir genossen haben! Hut ab vor Eurem Abenteuersinn, das war sicher ein spannender Teil Eurer Reise! Genial auch fas Glossar und die Currency-Info >:d< Als alter Weinzahn hing ich natürlich besonders bei den Weingütern und den Beschreibungen der Bouteillen fest :lol:

Als ich gelesen habe, dass die Ruta 40 über 5200 km lang ist, fiel mir die gestrige Info eines Tourguides ein: die Europastraße 6 (E 6) beginnt am Hurtigrutenterminal Kirkenes und führt über 5500 km bis auf den Petersplatz. "Der Papst könnte in sein Papamobil einsteigen und müsste die Straße nie verlassen, er käme zu den Hurtigruten", so seine Worte :-D

Deine Berichte sind wirklich erste Sahne, kurzweilig, informativ und bildend, großer Beifall!

Wir sind gespannt, wie es weitergeht...
Viele Grüße von Nicole und Stefan!
Life is too short to drink bad wine

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Re: Ruta 40 - la leyenda Argentina

Beitrag von sol » Sa 8. Feb 2014, 19:07

uuuiiii-- pichichi

was für ein toller Bericht------

das grenzt ja schon an Preis-würdig--- wirklich Especial-----
Gruss Wolfgang

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Re: Ruta 40 - la leyenda Argentina

Beitrag von pichichi » Mo 6. Jul 2015, 10:51

weil hier allgemein - sowohl zwischen Wien, Castrop Rauxel und Torrevieja - über hohe Temperaturen gestöhnt wird hole ich nochmals unseren alltime record hervor, bitte ein kühlendes Getränk bereithalten...

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Re: Ruta 40 - la leyenda Argentina

Beitrag von Oliva B. » Mo 6. Jul 2015, 13:43

pichichi hat geschrieben:hole ich nochmals unseren alltime record hervor, bitte ein kühlendes Getränk bereithalten...
Ich verstehe nicht, warum dieser Bericht so wenig Beachtung fand. :? Herrschte im Februar 2014 eine Kältewelle in Europa, die die Finger der Kommentatoren erstarren ließ? :-o

Ich habe deinen beeindruckenden Reisebericht leider übersehen, da wir seinerzeit vier Wochen in der Karibik weilten. Dort kam ich nicht täglich dazu, die Beiträge zu lesen.

Nun habe ich das Versäumte nachgeholt und kann die Lektüre jedem empfehlen: Eine spannende Reise und ein anschaulicher Bericht! Dafür gibt es ein verspätetes Dankeschön! =D>

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Re: Ruta 40 - la leyenda Argentina

Beitrag von deniamartin » Mo 6. Jul 2015, 16:29

Hola pichichi,
auch ich bin erst jetzt auf diesen hochinteressanten und schön bebilderten Bericht von Dir aufmerksam geworden! Spezell für mich und meine Frau interessant, weil wir im Januar 2008 eine ganz ähnliche Tour gemacht haben, damals noch von Bolivien aus: von La Paz über den Sajama (Grenzübergang auf 5600 m Höhe!)nach Arica/Chile, durch die Atacama-Wüste nach Santiago und Patagonien und dann ab Bariloche wieder an den Anden entlang nach Norden über Cafayate und Salta zurück nach Bolivien (Tarija, Sucre und La Paz), wo wir damals gewohnt haben. Insgesamt 9000 km in 3 Wochen und nicht mal eine Reifenpanne!
Damals kannte ich das CBF ja noch gar nicht, aber Dein Bericht bringt Einiges an Erinnerungen zurück. Vielen Dank nochmal nachträglich! >:d<
Martin

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Re: Ruta 40 - la leyenda Argentina

Beitrag von pichichi » Mo 6. Jul 2015, 18:35

@Elke, Martin: danke, ich habe mich schon gefragt, ob der Titel vom Lesen abgehalten hat, schließlich ist der Begriff ruta 40 nicht einmal jedem Südamerikareisenden vertraut B-)

Martin, wir sind bei unserer ersten von inzwischen vier Südamerikareisen ( 2 davon findest du unter den Globetrotter Berichten) auch ans andere Ende Argentiniens gekommen und ich habe schon die südliche ruta 40 gemeinsam mit der faszinierenden chilenischen carretera austral fix durchgeplant, dieser Trip wurde auf Jänner 2017 verschoben, da wir 2016 die Philippinen vorgezogen haben.
Natürlich hätte ich noch gern die Südwestecke Boliviens mit dem Salar de Uyuni mitgenommen, meine Autovermietung hat aber die Einreise dorthin verweigert, wohl aus versicherungstechnischen Gründen. In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, wie du es geschafft hast, Permits für alle drei Länder zu erhalten.

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Re: Ruta 40 - la leyenda Argentina

Beitrag von deniamartin » Mo 6. Jul 2015, 20:09

@pichichi, die 3-Ländertour war eigentlich einfach und unbürokratisch mit dem eigenen Auto. Mit einem Mietwagen würde ich es nicht machen, das ist tatsächlich zu kompliziert. Wir hatten allerdings unseren eigenen in Bolivien zugelassenen Wagen (Nissan X-Trail) mit Diplomaten-Kennzeichen. Nur an der chilenisch-argentinischen Grenze mussten wir eine Versicherungsbestätigung vorzeigen, und das war's dann schon.
Uyuni Nov 2007 082.jpg
... und so schaut's am Salar de Uyuni aus (bin ich auf dem Moped).
Saludos
Martin

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