Bootsflüchtlinge über Mittelmeerrouten bis 2013

Ereignisse und aktuelle Geschehnisse aus Politik, Wirtschaft und Umwelt (Klima-, Natur- und Tierschutz) werden hier diskutiert.
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Re: Flüchtlingsströme nach Europa

Beitrag von TorreHoradada » Mo 29. Okt 2012, 12:37

premwalia hat geschrieben:Dank Korruption, Macht und Gier ist das Elend von sovielen Menschen quasi besiegelt. Einfach ungeheuerlich, wo doch genug Platz und Essen für alle da wäre. Es fehlen einem die Worte.
=((
Das Problem sehe ich eher in einer falschen Information an die Seite der Afrikaner. Denn der Wunsch wirtschaftlich ein besseres Leben zu haben kam nicht erst in der Neuzeit auf.

Und sicher haben wir ( die Industrienationen ) genug Essen auch für die hungernde schwarzafrikanische Bevölkerung. Theoretisch - denn - wir bauen lieber Raps auf unseren Feldern an um die dann zu Kraftstoff für unsere ach so geliebten Autos zu verbrauchen.
Und selbst die hergestellten Lebensmittel, von der Haltbarkeit einmal abgesehen, müssen ( zumindest in Deutschland ) eher weggeworfen werden als sie Bedürftigen zu überlassen. Wer es dennoch schafft Lebensmittel an die Tafel oder ähnliches zu spenden wird dafür dann auch noch steuerlich bestraft.
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Re: Flüchtlingsströme nach Europa

Beitrag von Oliva B. » Mi 7. Nov 2012, 13:18

Ohne eine erneute Diskussion entfachen zu wollen, bitte ich, euch diese erschreckende Zahl anzusehen:


Bei dem Versuch, von Marokko nach Spanien zu gelangen, sind innerhalb von zwei Wochen mehr als 90 Flüchtlinge gestorben
Hier geht es zum Artikel.

Ich weiß nicht, ob man da noch von fehlender Information im Heimatland oder von "Wirtschaftsflüchtlingen" sprechen kann, wenn jemand das HOHE Risiko eingeht, sein Leben zu verlieren...

Ein Hinweis, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit nicht das Elend anderer Menschen zu übersehen.
Ich verweise bei dieser Gelegenheit auch gern noch einmal auf unsere Hilfsaktion:
Ich hoffe, dass unser Konto noch heute freigeschaltet werden kann.

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Re: Flüchtlingsströme nach Europa

Beitrag von TorreHoradada » Mi 7. Nov 2012, 15:45

Oliva B. hat geschrieben:Ohne eine erneute Diskussion entfachen zu wollen, bitte ich, euch diese erschreckende Zahl anzusehen:

Ich weiß nicht, ob man da noch von fehlender Information im Heimatland oder von "Wirtschaftsflüchtlingen" sprechen kann, wenn jemand das HOHE Risiko eingeht, sein Leben zu verlieren...
Doch, kann man. In Marokko stehen doch 1.000e von Menschen am Zaun. Und da die spanische Exklave dort ordentlich abgesichert ist, versuchen diese Menschen anderweitig in das gelobte Europa zu gelangen. Dafür zahlen sie bei Menschenschmuggler viel Geld und werden von denen nicht aufgeklärt mit welcher Nussschale sie über´s Meer paddeln. Glaube, die wenigsten wissen überhaupt welches Risiko diese Art von Weg beinhaltet.
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Re: Flüchtlingsströme nach Europa

Beitrag von Range » Fr 9. Nov 2012, 22:12

Es ist natürlich mehr als bedenklich, dass den Menschschmugglern nicht das Handwerk gelegt wird, nur wie scheint das grosse Problem zu sein, Sorry ich weiss es auch nicht.
Ich denke, dass den flüchtigen weder die Wahrheit noch die Gefahren von diesen Menschenhändlern bekannt gegeben werden.
Diese jedoch weiterhin auf das gesamte Vermögen der Familienangehörigen zurück greifen, um die geglaubte Reise in eine bessere Zukunft antreten zu können.
Wir in Europa unterstützen so viele Hilfswerke, es gibt sicher auch gute, aber keine der Instidutionen vermag es vor Ort diese Leute auf die Gefahren aufmerksam zu machen und sie vor diesem Höllentripp und menschenverachtendem Geschäft zu warnen.
Darüber mach ich mir Gedanken und es bedrückt mich ebenso, dass hier niemand eingreifft um diesen lügnerischen Menschenhandel, anders kann man es nicht sagen, zu unterbinden, oder liege lediglich ich etwa falsch?.


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Re: Flüchtlingsströme nach Europa

Beitrag von TorreHoradada » Mi 14. Nov 2012, 16:52

Bin derzeit mit Forumaktivität etwas eingeschränkt weil mein Haupt-PC derweil die Grafikkarte abgeschossen hat und auf dem Laptop brint es nicht wirklich Spass zu schreiben.

Aber zum Thema - das sehe ich genauso Heinz. Die Welt verschliesst die Augen weil es für die Flüchtlinge keine Lobby gibt.
Und von Zentraleuropa ist es ja auch kein Problem. Denn Spanien als Grenznation macht das schon. So ist deren Denkweise.
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Re: Flüchtlingsströme nach Europa

Beitrag von Josefine » Mi 14. Nov 2012, 19:07

Range hat geschrieben:
Ich denke, dass den flüchtigen weder die Wahrheit noch die Gefahren von diesen Menschenhändlern bekannt gegeben werden.
Diese jedoch weiterhin auf das gesamte Vermögen der Familienangehörigen zurück greifen, um die geglaubte Reise in eine bessere Zukunft antreten zu können.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass diese Wirtschaftsflüchtlinge so ohne jegliches Wissen über Gefahren diese Reise antreten. Ich denke mal, viele werden der englischen oder der französichen Sprache mächtig sein, so dass sie sich durch das Internet Infos einholen können. Das Internet ist schließlich inzwischen in Afrika auch immer mehr verbreitet. http://www.maooni.de/10-erstaunliche-fa ... in-afrika/
Auch die Handynutzung ist immer mehr verbreitet. Da werden doch wohl viele Ausreisewillige Kontakt mit Ihren Kumpels haben, denen der Sprung nach Europa schon gelungen ist.

Natürlich ist es schlimm, wenn es diese Schiffsunglücke gibt. Aber so unwissend, wie es hier teilweise dargestellt wird, werden diese Flüchtlinge nicht sein. Kann ich mir nicht vorstellen.

Grüsse :)
Josefine
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine

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Re: Flüchtlingsströme nach Europa

Beitrag von Range » Mi 14. Nov 2012, 20:31

Gute Josepine

Lese ich die Nachrichten in CH, muss ich Dir teilweise beipflichten, dass das Risiko für manche nicht mehr im Vordergrund steht, sondern dass sie von denen, denen das geglückt ist, positive Nachricht erhalten.
Denn es ist auffallend, auch in CH hat jeder Flüchtling ein Handy, darum erübrigen sich für mich weitere Fragen.
Ohne Essen und ohne Dach über dem Kopf leiste ich mir zuletzt ein Handy, den die Gebühren müssen ja auch bezahlt werden.
Bitte verstehe mich nicht falsch, wirkliche Flüchtlinge brauchen kein Handy, lediglich unserer Hilfe.

LG Range (Heinz)

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Re: Flüchtlingsströme nach Europa

Beitrag von Oliva B. » Mo 8. Jul 2013, 19:26

"Noch am frühen Morgen waren 166 Bootsflüchtlinge auf Lampedusa angelangt - genau an der Hafenmole, wo auch das Boot des Papstes nur Stunden später festmachte. 25.000 Menschen, so schätzt man, haben in den vergangenen beiden Jahrzehnten den Tod gefunden beim Versuch, über das Mittelmeer europäischen Boden zu erreichen. Weiter lesen bei Tagesschau.de
"Beten wir für all diejenigen, die heute nicht hier sind“, sagte Franziskus,....

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Re: Bootsflüchtlinge über Mittelmeerrouten bis 2013

Beitrag von Oliva B. » So 7. Jan 2018, 18:06

Seit Beginn dieses Threads hat sich in der europäischen Flüchtlingspolitik geändert, doch nach wie vor ist das Mittelmeer ein Massengrab für Tausende von Flüchtlingen!

Die erschütternde Nachricht:
3.116 Bootsflüchtlinge starben 2017 im Mittelmeer
Die gute Nachricht: Lt. IOM waren es 2.000 Menschen weniger als noch 2016

In Spanien wurden insgesamt 22.900 illegale Grenzübertritte registriert – doppelt so viele wie im Jahr 2016. Die meisten Migranten stammen aus Algerien, Marokko oder westafrikanischen Ländern. Schleuser verwenden inzwischen für die Überfahrt von Marokko nach Spanien größere und besser ausgerüstete Boote, und können damit mehr Menschen transportieren als zuvor.

54 Flüchtlingsboote landeten 2017 an der Costa Blanca. Das sind viermal mehr als 2016 (14 Boote). 2017 wurden mehr Schiffe abgefangen als in den letzten drei Jahren.

Die Zahl der von den Sicherheitskräften geretteten und inhaftierten Einwanderer ist ebenfalls in die Höhe geschnellt und hat sich im vergangenen Jahr von 120 Personen (2016) auf 386 Personen im Jahr 2017 verdreifacht.

Quellen:
Mehr als 3.000 Bootsflüchtlinge starben 2017 im Mittelmeer
La llegada de pateras al litoral de Alicante se cuadruplica en un año

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Re: Bootsflüchtlinge über Mittelmeerrouten bis 2013

Beitrag von maxheadroom » So 7. Jan 2018, 18:26


Hola todos ,
schnell meine 5 cent zu dem ganzen Drama,
es muss mir nicht jeder zustimmen , aber Haupttäter bei diesen menschlichen Drama ist leider mal wieder die Politik, die den ganzen Vorgang mehr oder weniger verschlafen hat und jetzt einigermassen ratlos vor dem Scherbenhaufen steht. a) waere es angebracht gewesen durch entsprechende Aktionen Aufklärung zu treiben es ist hier nicht das Land ist wo Milch und Honig fliesen b) durch geeignete Massnahmen in daszu geeigneten Ländern auf dem afrikanischen Kontinent Anlaufstellen zu installieren , usw. letztendlich sollte ich mir keine Gedanken darueber machen muessen, da ja von meinem Steuergeld Leute alimentiert werden die dafuer zustaendig sind. Des weiteren wurde nichts unternommen einem neu entstandenen profitablen Geschaeftszweig , dem Schleussertum ein Ende zu bereiten. Siehe follgende Fundstuecke :Organisiert wird die Flucht von Schleusern.
Die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR spricht von einem Milliardengeschäft. Die Methoden der Schleuser sind menschenverachtender geworden, weil sie bewusst den Tod von Flüchtlingen in Kauf nehmen. Sie tragen zunehmend Züge Organisierter Kriminalität.
Es wurde aus einschlaegigen Kreisen ausgesagt das mit dem Schleussertum mehr zu verdienen ist wie mit Drogen und ähnlichem.
Nun koennen wir da noch lange darueber diskutieren , aber die eigentlichen verantwortlichen üben sich derweil in altbekannten Floskeln >:)
Just my 5 cent
Saludos
maxheadroom
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La buena vida es cara. Hay otra más barata - pero esa no es vida.

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