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Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Mi 24. Jul 2019, 16:19
von georg.vt
Miesepeter hat geschrieben:
Mi 24. Jul 2019, 16:03
In Murcia sind die wenigen vorhandenen Ladeplätze für E-Autos überwigend leer, denn außer für ein paar Taxis setzen sie sich nicht durch, genausowenig wie mit CNG angetriebene Fahrzeuge, für die es in ganz Spanien lediglich 67 Tamkstellen gibt. Die Entfernungen sind einfch zu groß. Ggw. fahren ganze 23.000 Elektroautos in Spanien von derzeit 30 Mio. zugelassenen Fahrzeugen. Sollten 30 Mo. Elektrofahrzeuge nachts an den Ladstationen hängen, wären dafür 90.000 MW nötig, ein Ding der Unmöglichkeit.
In der Tiefgarage vom la Marina in Ondara steht wenn ich da bin min. ein Tesla an den Ladepunkte, meistens mit ausländischen Kennzeichen. Ist ja für umme.

Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Mi 24. Jul 2019, 17:40
von tnt369
Miesepeter hat geschrieben:
Mi 24. Jul 2019, 16:03
... Sollten 30 Mo. Elektrofahrzeuge nachts an den Ladstationen hängen, wären dafür 90.000 MW nötig, ein Ding der Unmöglichkeit...
Diese Annahme ist irreführend. Eine 100% Gleichzeitigkeit tritt in der Realität nicht auf. Diese Argument taugt nur für den Stammtisch.
Es währe tatsächlich möglich das Stromnetz und die Stromerzeugung auf so etwas auszulegen aber warum?
Das vorhalten von unnötiger Leistung will dann ja auch keiner bezahlen.
Die Betrieber der Stromnetze kennen ihre Verbraucher sehr genau und legen ihre Leitungen und Kraftwerke auch danach aus.
Und gerade Nachts stehen reichlich Reserven im Netz zur Verfügung.
In DE wurde das von den Netzbetreibern schon durchgerechnet. Es würde ca. 20% mehr Strom verbraucht
wenn alle mit E-Autos fahren und die Netze/Kraftwerke könnten das jetzt schon ab. Wegen E-Autos wird es keine Blackouts geben.

Es geht noch besser: Da Autos zu ca. 95% der Zeit nur stehen kann diese Masse (30Mio?) als Stromspeicher dienen.
Aufladen wenn genug Strom da ist und entladen wenn er gebraucht wird. Damit würden die Netze und Kraftwerke
sogar entlastet und könnten in Zukunft sogar kleiner ausgelegt werden.

Gruß
Thomas

Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Mi 24. Jul 2019, 17:49
von baufred
... um mal @Miesepeter zu "toppen", ein Blick in die Realität und nachfolgend in die "Glaskugel" >:) :

... das gesamte "Elektrogetöse" wird schon der Markt regulieren ... und vermutlich in großen Teilen als Luftblase enden :(( ...

Die Diskussionen über zukünftige Preisgestaltung und bereits bekannte Preise der verfügbaren e-Autos ... die "ausblutende" Mittelschicht und Verschiebung der Einkommensgrenzen immer weiter in Richtung Armutsgrenze in Verbindung mit steigenden Mietkosten ... die gerade bekannt gewordene Androhung um den flächendeckenden Ausstieg aus dem gewerbestärksten Tarifpaket der Metallbauer ... der gesamte in den letzten Monaten angekündigte Arbeitsplatzverlust in diversen Bereichen (z.B. Banken) usw.usf.

... wir gehen schwierigen und turbulenten Zeiten entgegen :idea: :!: :roll: ... da wird - wenn überhaupt - nur ein sehr geringes Potentzial an Handlungspielräumen am Markt übrigbleiben ... auch wenn Politik - zusätzlich noch angestachelt z.B. durch "Friday for Future" & Co. - sich etwas völlig anderes wünscht ... unsere "Kiddies" und alle Anderen vergessen, dass die marktwirksamen Auswirkungen ihrer Parolen letztlich von ihnen selber bezahlt werden müssen ... und da ist die "Kohle" ja bekannterweise limitiert :-o ...

... zum Stichwort " Tesla" - mal ein Preisbeispiel:
https://de.motor1.com/news/361023/tesla ... e-model-3/

> 45k € ... als 08/15-Pkw Nutzer absolut nicht diskutierbar :(( ...

VW e-Golf > 40k € ... als Jahreswagen > 30k € ... Autoindustrie träume weiter :-s

Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Mi 24. Jul 2019, 18:13
von tnt369
@baufred
Da bin ich bei Dir. Zumindest teilweise. Für die weitere Zukunft sehe ich auch schwarz für die Autoindustrie.
Aber nicht für den "08/15-Pkw-Nutzer". Der Trend dürfte vom Autobesitzer zum Auto-Nutzer gehen.
Wobei die Autos zunehmend autonom unterwegs sein werden und die Nutzung auf Abruf erfolgen dürfte.
Dadurch werden viele Themen die uns heute noch beschäftigen hinfällig werden. Nur mal ein paar Stichpunkte:
- Parkplatz / Garage
- Versicherung / ITV-TÜV
- Autokauf/Verkauf/Wertverlust/Finanzierung
- Defekte/Reparaturen/Werkstatt/Wartung
- Reifenwechsel
- Unfälle wegen Unaufmerksamkeit

Nur mal überlegen was da an Zeit, Geld und Nerven im laufe eines Autofahrerlebens so aufgewendet wird.
Natürlich wird das "Auto auf Abruf" auch was kosten. Aber nicht so viel wie das "Auto das die meiste Zeit nur rumsteht".

Gruß Thomas

Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Do 25. Jul 2019, 09:16
von Miesepeter
Alles sehr interessant Argumente, aber wie war das mit "des Kaiser's Bart"? Und sollte unser letzter Kaiser mit seinem Ausspruch "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung" recht behalten? Was produziert ein Pferd eigntlich an Abgasen pro getrabte km?

Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Do 25. Jul 2019, 10:05
von baufred
... na ja, ein "feiner" Unterschied ist es schon :d :

"Kaisers Gäule" hatten ja auch nur eine Pferdestärke ... da war's schon 'n "Evolutionssprung" zum Auto ...

Heute will die Politik den Kunden dahin bringen sein "normales" Reitpferd gegen einen (teuren) "Araber" zu tauschen, der kaum einen nennenswerten (finanziellen + fahrtechnischen) Mehrwert mit sich bringt :idea: - die "Ego-Vergoldung" :roll: betrachten wir hier erst mal nicht ... und, ob "Streicheleinheiten" für's Gewissen dies alles ersetzen kann?? - vor allen Dingen, wenn's Bankkonto dort rigoros ein Limit setzt :!:
... ich höre heute schon das Gejammere der Industrie von morgen beim Wegbrechen der Umsätze und Gewinne :(( .... schaun 'mer mal ...

... dazu noch ein Zitat aus unserem "Bildungsblatt" von heute - hoffentlich schlägt die "Zensur" hier nicht zu :mrgreen: :
Wann begreifen die Wichtigtuer, dass wir allein die Welt und das Klima nicht retten können? Schaut mal genau die Weltkarte an, wie winzig klein wir sind.

Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Do 25. Jul 2019, 12:19
von Eisbär
tnt369 hat geschrieben:
Mi 24. Jul 2019, 18:13
... Nur mal überlegen was da an Zeit, Geld und Nerven im laufe eines Autofahrerlebens so aufgewendet wird.
Natürlich wird das "Auto auf Abruf" auch was kosten. Aber nicht so viel wie das "Auto das die meiste Zeit nur rumsteht"...
Die niedrigeren Kosten werden ein frommer Wunsch bleiben, der von der Wirklichkeit der Staatseinnahmen aus Steuern und der Profitorietierung der Unternehmen sehr schnell beerdigt wird. Und dann wird sogar mehr Geld in die Mobilität gehen für den "Komfortgewinn", ohne Einsparungen für den Privathaushalt.

Siehe günstige Tintendrucker mit teuren Zwangspatronen oder Geräte mit per Software limtierter Lebensdauer...

Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Do 25. Jul 2019, 12:48
von Miesepeter
Ich möchte baufred's Zitat ergánzen:
"..dass wir allein die Welt und das Klima nicht retten können? Schaut mal genau die Weltkarte an, wie winzig klein wir sind", aber wie die Nilpferde das Maul nicht weit genug aufreißen können, auch wenn uns das Wasser bis zum Hals steht.

Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Do 25. Jul 2019, 13:25
von pekeo1
... nachweislich einige Rechenfehler drin und auch nicht absolut neu und trotzdem ...

... einfach nur
https://m.facebook.com/story.php?story_ ... 9586424643
8-)

Re: Elektroautozwang ab 2040?

Verfasst: Do 1. Aug 2019, 11:25
von georg.vt
@ Baufred
Mittlerweile gibt es ja vergleiche für gleichwertige Autos, als Beispiel der Opel Corsa. Den es ja als Benziner, Diesel oder Stromer gibt. Im Vergleich der Preise gleichwertig ausgestatteter Fahrzeuge Benziner-Stromer ist mittlerweile der Preisunterschied nur noch 8.000€. Wenn ich jetzt die staatliche Förderung von 4.000€ abziehe bleibt ein Mehrpreis von 4.000€ übrig.
Preisliste Opel:https://www.opel.de/content/dam/opel/ge ... DE_web.pdf
Der Mehrpreis ist nach Abzug der Minderkosten schnell bei Null, beispielsweise
10 Jahre Kfz Steuerbefreiung
10 x jährliche Inspektion Preisvorteil schon allein beim Motoröl.
weniger Bremsverschleiß
Sonstige Verschleißteile die beim Verbrenner anfallen, die aber der Stromer gar nicht hat.
Zum Schluss noch die Treibstoffkosten/Stromkosten
Benziner ca. 6 Liter/100km, 6*1,40€ = 8,40 €/100km = bei 12.000 km/Jahr = 1.000€
Stromer 17 kWh/100km * 0,35 €/kWh = 5,95 €/100km = bei 12.000 km/Jahr = 700€ wobei die 35€Cent Stromkosten sehr hoch gewählt sind. Ich zahle hier in Spanien 22 Cent Tagstrom und 11 Cent Nachtstrom.
Bei einer Annahme von 34 km/Tag wären das 6 kW/Tag = 3 kWh bei einer Schukosteckdose mit 2kW und somit wären die tatsächlichen Stromkosten 17 kWh/100km*0,11 €/kWh*12.000 km/Jahr = 230 €
Das sind dann 770€/Jahr Kostenvorteil oder 7.700€ in 10 Jahren.

Wer da dann noch behauptet das ein Stromer teurer ist als ein Verbrenner der hat da eine Behauptung aufgestellt die aus dem Bauch kommt ohne mal einen Taschenrechner zu bemühen.
Bei einem Tesla sieht das nicht viel anders aus, man muss nur ein passendes Auto zum Vergleich wählen.

Hier noch mal eine Vergleichstabelle bei der es im Grund um die Behauptung geht das der CO2 Rucksack beim Stromer nicht so groß ist wie immer behauptet wird. Aber in der untersten Zeile sind die koste aufgeführt.
http://www.mythbuster.ch/CO2-Emissionsv ... -Rotta.pdf