Spanien – das neue Armenhaus Europas

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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon villa » Do 5. Dez 2013, 16:17

Ich habe schon was in die Wagen gelegt, aber danke für die Hinweise was so gebraucht wird, da lag ich doch recht gut. Aber hab auch ein paar Extras hineingelegt, soll ja auch ein Wenig Freude aufkommen zur Weihnachtszeit. Mach ich jedes jahr mit mindestens 5 Portionen wichtiger Grundnahrungsmittel (Oel, Eier, Tomatenkonserven, Reis, Kaffee und Extras wie Wurst und Schokolade. Hmm aber echt typisch kinderlose Frau hab ich noch nie an Babynahrung gedacht :oops: Das werde ich bei Gelegenheit beachten.
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nixwielos
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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon nixwielos » Do 5. Dez 2013, 16:23

zum Thema "IKEA Spanien" macht man sich allerorten Gedanken

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirt ... .bild.html

:d
Viele Grüße von Nicole und Stefan!
Life is too short to drink bad wine
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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon planta » Do 5. Dez 2013, 17:07

Oliva B. hat geschrieben:Wir wissen alle, dass die Not in Spanien immer größer wird. Wegschauen ist kaum noch möglich, denn wer die Augen aufmacht, sieht sie - die Armut.

Gestern las ich in der Tageszeitung Información, dass die Caritas kein Geld mehr hat, um neue Familien zu betreuen, so die Präsidentin der Caritas-Pfarrgemeinde in Sant Joan. Die Caritas betreut dort 110 Familien, die vom Sozialamt der Stadt zu dieser Hilfsorganisation geschickt werden. 2013 wäre wieder ein "katastrophales Jahr" gewesen, so die Präsidentin und appelliert an die Solidarität ihrer Mitmenschen, gibt jedoch zu bedenken:

    WER VON EUCH ETWAS IN DIE "EINKAUFSWAGEN DER SOLIDARITAT" IN DEN SUPERMÄRKTEN LEGEN MÖCHTE:

    Es werden viele Lebensmittel gespendet, doch meistens handelt es sich um Hülsenfrüchte und Nudeln. Gebraucht wird aber vor allen Dingen Milch und Öl. Die Caritas in Sant Joan braucht z.B. jeden Monat 1.000 Liter Milch. Sie bittet um Tütensuppen, Obst- und Gemüsekonserven, Eier (Proteine) und - woran niemand denkt - Windeln und Babynahrung. Viele Menschen würden denken, Solidarität höre mit einer Packung Makkaroni auf, doch wer macht sich schon Gedanken darüber, wie sie gekocht werden sollen, wenn das Geld für das Butangas fehlt?

    DIE HILFSORGANISATIONEN BENÖTIGEN JEDOCH VOR ALLEN DINGEN GELDSPENDEN:

    Es werden nicht nur Sachspenden benötigt, sondern vor allen Dingen Geld, um davon Stromrechnungen für Familien, Butangas, Medikamente, aber auch Schulspeisung für Kinder zu bezahlen, deren Eltern kein Geld dafür aufbringen können.


Spendenaktion für Emaús.



Hallo

Möchte mich Anschließen. Die Lebensmittelbank Calpe brauch auch Dringend Haltbare Nahrungsmittel
Windeln und Babynahrung auch Obst - Gemüse oder mal was Leckeres zu den Feiertagen
Sowie Winterkleidung für Kinder und Erwachsene in jeder Größe . Sie haben nur noch Sommerkleidung

Bei der Lebensmittelbank sind Bedürftige die nicht mehr auf die Liste bei Caritas und Cruz Rojo kamen. Da die listen zu lang sind

Bei der Lebensmittelbank Calpe sind besonders Gross Familien aus jeder Nation

Daher meine Bitte denkt auch an diese Bedürftigen
Abgabe Montags-Mittwochs- Freitag von 10-13h
An der Seite von der grossen Sporthalle

LG Jürgen

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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon hundetraudl » Do 5. Dez 2013, 17:28

Hallo,
werde mich daran halten, habe bisher auch nur Reis und Nudeln in den Korb, werde es ändern, danke für den Tipp.
hundetraudl
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt. (Ringelnatz)

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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon vitalista » Do 5. Dez 2013, 17:59

Würde gerne auch etwas in den Einkaufswagen legen, habe in Crevillente aber noch keinen gesehen.
Können die "Südler" mir sagen, wo welche stehen?
Wer morgens zerknittert aufsteht, hat tagsüber noch Entfaltungsmöglichkeiten!

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Oliva B.
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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon Oliva B. » Sa 7. Dez 2013, 17:44

Hallo vitalista,

vielleicht hast du nur noch nicht darauf geachtet? Die Einkaufswagen für Lebensmittelspenden stehen meisten hinter den Kassen, am Ausgang. Man muss schon darauf achten, sie werden wahrscheinlich aus Marketing-Gründen nicht in den Blickpunkt der Kunden geschoben.


Es wird Winter...

... und in Spanien haben 17,9 Prozent aller Familien nicht genug Geld, ihre Wohnung ausreichend zu heizen (lt. den neuesten Daten INE). Zum Vergleich: in Deutschland sind es 5,3 Prozent, Quelle FAZ, Bericht vom 3.2.2013.

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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon vitalista » Sa 7. Dez 2013, 22:40

Danke Elke, habe mich erkundigt, hier steht nicht immer ein Einkaufswagen, daher ist es Zufall, ob ich am "richtigen" Tag einkaufe.
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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon Oliva B. » Fr 28. Jul 2017, 13:01

Nein, Spanien ist nicht mehr das neue Armenhaus in Europa, es gibt ärmere Länder, aber ich möchte euch ein paar neue Vergleichszahlen zeigen:

Ländervergleich Deutschland : Spanien 2008 und 2015:

Einwohnerzahlen:

Spanien:...... 46.661.950 (Ende 2008) und 46.438.422 (Ende 2015)
Deutschland: 82.127.000 (Ende 2008) und 82.175.684 (Ende 2015)
Quelle: Wikipedia

Spanien hatte per 31.12.2015 nur 56,51 Prozent der Einwohner Deutschlands.


Von Armut und oder sozialer Ausgrenzung bedrohte Personen in
Deutschland ...20,1 % oder 16.340.000 Personen (2008) und 20,0 % oder 16.080.000 Pers. (2015)
Spanien ........ 23,8 % oder 10.790.000 Personen (2008) und 28,6 % oder 13.180.000 Pers. (2015)


Die Armutsgefährungsschwellenlagen für alleinlebende Erwachsene in

Deutschland..... bei 10.986 € (2008) und bei 12.401 € (2015)
Spanien........... bei. 8.379 € (2008) und bei . 8.011 € (2015)

Für zwei Erwachsene mit 2 Kindern unter 14 Jahren
Deutschland..... bei 23.070 € (2008) und bei 26.041 € (2015)
Spanien........... bei 17.597 € (2008) und bei 16.823 € (2015)
Quelle: Eurostat
Zuletzt geändert von Oliva B. am Sa 29. Jul 2017, 10:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Übertragungsfehler korrigiert.

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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon Miesepeter » Fr 28. Jul 2017, 20:12

Reich ist wer am wenigsten braucht... (Seneca, Philosoph u.ä., Cordoba/Rom - 4 v.C. bis 65 n.C.). In Murcia gab es 1980 einen bekannten Parkplatz-Bettler, der einen BMW sowie ein Appartment auf La Manga besaß - ausser seiner ständigen Wohnung in el Palmar versteht sich. Manche sind arm, andere mur arm dran...
Auch der höchste Turm ist es mal gewesen.
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Re: Spanien – das neue Armenhaus Europas

Beitragvon hu-ba » Sa 29. Jul 2017, 00:47

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/s ... eutschland

In Deutschland ist es für Bezieher von Transferleistungen verlockend bestimmtes Einkommen alternativ zu erhalten.

Das verfälscht doch die Statistik?

Im Süden soll dies in größerem Ausmaß vorkommen.
Kann man die Armutszahlen überhaupt vergleichen?

Wird die Armut in DE nicht in einem viel größeren Maß durch die Allgemeinheit ausgeglichen und in ES mehr durch die Familien?
Grüße

hubert


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