Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Ereignisse und aktuelle Geschehnisse aus Politik, Wirtschaft und Umwelt (Klima-, Natur- und Tierschutz) werden hier diskutiert.
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Oliva B.
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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von Oliva B. » Sa 23. Jul 2016, 19:47

Der Flughafen Alicante-Elche konnte heute einen geschichtlichen Rekord verzeichnen:

AENA meldete heute 347 Flüge und 58.044 Passagiere - das ist das höchste Passagieraufkommen, das der Flughafen "El Altet" jemals erlebt hat.
Quelle: Diario Información

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nurgis
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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von nurgis » Sa 23. Jul 2016, 23:21

Man merkt den Touristenaufschwung. Die Preise für Fisch und Gambas steigen enorm und selbst die kleinsten Strassen sind zugeparkt.Außerdem bevölkern zig Jogger etc. die Grünanlagen und Hunde den Hundeplatz hier, allein für die Hinterlassenschaft, die uns bleibt. Der Tourismus tut dem Land gut, es sei ihm gegönnt ,leider :sad:
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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von vitalista » Sa 23. Jul 2016, 23:34

Nachdem die Türkei als Urlaubsland für viele nun auch noch endgültig flachfällt, profitiert die Costa Blanca. Hoffen wir, die Touristen lassen auch ordentlich viel Geld im Land ;;)
Wer morgens zerknittert aufsteht, hat tagsüber noch Entfaltungsmöglichkeiten!

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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von Citronella » So 24. Jul 2016, 13:15

Ich bin gottfroh, dass wir ein schönes Rückzugsgebiet und unsere Ruhe haben - an den Strand bringt mich jetzt keiner :-P

Saludos
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Oliva B.
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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von Oliva B. » Mo 16. Jan 2017, 14:13

Nur aus statistischen Gründen festgehalten:

Nicht nur wegen der Reduzierung der Arbeitslosenquote, auch im Tourismusgeschäft feiert sich Spanien:
2016 erreichte das Land wieder einmal historische Besucherzahlen.


Dass dieser Rekord mit einem Anstieg von fast 10 Prozent nur wegen "politischer und sozialer Krisen in anderen beliebten Reiseländern wie Griechenland, Türkei, Tunesien und Ägypten zusammen" nur geliehen ist, sollte auch dem Dümmsten klar sein. Zudem kamen "durch den relativ billigen Euro 2016 zudem so viele Asiaten, Afrikaner sowie US- und Lateinamerikaner wie nie zuvor." Doch wenn sich nicht grundlegend in dem "Sol-y-Playa-Konzept" etwas ändert und mehr auf die Wünsche der Urlauber eingegangen wird, werden sich diese bald andere Destinationen suchen. Spanien feiert Besucherrekord - Deutsche auf Platz drei.

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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von Sunwind » Mo 16. Jan 2017, 15:17

Die Preise für Spanien-Urlaub steigen kräftig:
TUI nennt für die Kanaren ein Plus von 1,5, für das spanische Festland von 2 und für die Balearen von 3 Prozent.
Thomas Cook gibt das Plus für Mallorca mit 4 Prozent an, für die Kanaren mit 7 Prozent.
Bei Alltours sind es 2 bis 2,7 Prozent.
https://www.welt.de/reise/nah/article16 ... tiger.html

Die Preise für die Türkei sind weiter gesenkt worden und der Wertverlust der türk. Lira ist ein weiterer Anreiz.

Ich denke auch wie Elke - sobald die Situation sich in der Türkei stabilisiert wird Spanien wieder das Nachsehen haben.

Gruß

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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von Oliva B. » Di 30. Jan 2018, 21:11

Albanien, Kroatien, Marokko, Griechenland und Saudi-Arabien - so heißen die neue Konkurrenten im Kampf um die Strandtouristen.

Der "Arabische Frühling" habe seit 2010 Spanien ein Touristen-Wachstum von bis zu 20 Prozent beschert, die beliebteste Destination war die Costa Blanca. Dies ist die wichtigste Schlussfolgerung, die gestern von der Ökonomin und Professorin der Universität der Balearen, María Santana, im Laufe der Konferenz «Retos del Turismo en el Mediterráneo» zog, die von der Casa Mediterráneo und der Universität Alicante gemeinsam organisiert wurde. Santana warnte davor, dass von dem großen Kuchen, der durch den Wegfall der wichtigen Sonne- und Strand-Destinationen wie Tunesien und Ägypten, neu verteilt würde, neue Konkurrenten entstanden seien, die früher kaum zählten.
Strand.JPG
Ägypten habe 2,5 Millionen Touristen verloren, Tunesien ca. 700.000. Santana sagte auch, dass die Krise in Katalonien beginne, sich auf das Schicksal des ganzen Landes auszuwirken.

Francesc Colomer, Regionalsekretär für Tourismus, wies zum Schluss der Konferenz darauf hin, dass das Ziel der "Agència Valenciana del Turisme" darin bestünde, "eine mediterrane Geschichte zu erzählen, von dem, was wir wirklich sind, [eine Geschichte] der Gastfreundschaft".

Quelle: Informavión


Ob dieses dürftige Tagungsergebnis allerdings ausreicht, die Touristen von den "neuen" Urlaubszielen fernzuhalten, wage ich zu bezweifeln... :-?

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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von Miesepeter » Mi 31. Jan 2018, 08:51

Es sind doch nicht nur die "neuen Ziele". Die Ansprüche haben sich geändert genauso wie die Flugzeuge (grösser, schneller, billiger), es steht mehr Freizeit zur Verfügung u.v.a.m. Was sich nicht oder wenig geändert hat ist die "Angebotspalette" der span. Urlaubsbranche. Durch die Massifizierung an bestimmten Punkten wie Costa Brava, Mallorca, Benidorm, Torremolinos u.a. kann von Erholung und Ausspannen keine Rede mehr sein. Neue moderne Urlauber-Hotels sind in den letzten 30 Jahren kaum gebaut worden, und von denen wurden nicht wenige nie fertggestellt und fristen ihr Dasein als landschfatsverschändelnde Ruine. Von den übrigen sind viele herunterhgekommen und entsprechen teilweise nicht mehr den Anforderungen in Sachen Sicherheit, Barrierefreiheit u.a. Nicht zu vergessen die überall ggw. Geräuschbelästigung, nur sehr wenige Hotels verfügen über Schallisolierung. Schliesslich wäre da auch noch die Umweltbelastung in ihren verschiedensten Varianten. Alles zusammengerechnet: kann man sich da noch wohlfühlen?
Kaptalismus = ungleiche Verteilung des Reichtums / Sozialismus = gleichmässige Verteilug des Elends.
Konsequent ist wer sich selbst mit den Umständen wandelt.
Fehlern, aus denen man lenen kann, sollte man frühz<eitig machen.

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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von Oliva B. » Mi 31. Jan 2018, 18:58

Ich sehe das etwas anders und glaube nicht, dass es die geänderten (oder gestiegenen) Ansprüche sind, vor denen Spanien sich fürchten muss. Die Konkurrenz hat aufgepasst, tut (wieder) mehr für ihr Image und wird Spanien langfristig Touristen ausspannen. Wie viele es im Endeffekt sein werden, wird die nächste Saison zeigen. Denn mal ganz ehrlich: Eine " 'mediterrane Geschichte' erzählen und Gastfreundschaft zeigen", das alles können auch die andere Mittelmeeranrainer.

Im Hochsommer geht es nicht so sehr um Individualtouristen oder Städtereisende, sondern um Familien. Da zählt auch nicht, wie viel Euro der einzelne Tourist im Land lässt, da muss es die Masse bringen. Und nicht zu vergessen, es sind die Sommermonate, in denen sich das Hotel- und Gaststättengewerbe das Geld für das Überleben während der restlichen Monate des Jahres sichern muss.

Bei den Sommergästen handelt es sich größtenteils um Familien, die auf die Schulferien angewiesen sind. Doch gerade dann sind Urlaube mit Kindern extrem teuer. Da schauen viele Familien auf ihr Budget und überlegen, ob sie überhaupt in die Ferien fahren können, und wenn ja, wo sie einen günstigen Urlaub verbringen können. Sparen kann man zurzeit in Rumänien, Bulgarien, Ungarn - und in der Türkei, aber nicht unbedingt in Spanien.
Ja, selbst die verpönte Türkei ist wieder im Aufwind und kann jetzt schon 70 Prozent mehr Buchungen als im letzten Jahr verzeichnen. Auch Tunesien und Ägypten liegen wieder im Trend, Menschenrechte hin, Menschenrechte her, da mag und kann mancher Urlauber mit Blick auf die Preise nicht immer Rücksicht nehmen.

Nebenbei bemerkt, Urlauber vergessen schnell: Wurden 2015 die Urlauber in Griechenland und Italien noch durch Flüchtlinge verschreckt, sind diese heute sicher in den Aufnahmelagern verwahrt oder werden in ihren Schlauchboten gleich vor der Küste abgefangen. Schon im letzten Jahr titelte "Die Welt" - "Von Flüchtlingen bekommen Urlauber kaum etwas mit"... Folglich kann man da wieder hinfahren.

Was suchen Familien in den Sommerferien?
Schönes Wetter und Wasser stehen ganz oben auf der Wunschliste, eine bezahlbare Unterkunft und ein Reiseziel, das mit dem Auto erreichbar ist. Denn welche Familie kann sich in den Sommermonaten teure Flüge plus Leihwagen leisten?

Von daher können sich die Verantwortlichen in den Touristikämtern an der Costa Blanca ganz entspannt zurücklehnen. Hier finden Familien alles, vor allen Dingen zahllose günstige Ferienimmobilien. Und wenn man sich schon den teuren Flug spart, kann man vielleicht auch etwas mehr für das Wohnen und andere Annehmlichkeiten ausgeben.

Die wenigsten Familien möchten mit ihren Kindern einen Hotelurlaub verbringen. Ein Cluburlaub (für den, der es sich leisten kann), ist da schon etwas anderes. Da werden die Kids amüsiert und die Eltern können ein wenig relaxen. Man kann für dasselbe Geld auch etwas anderes haben, z. B. eine Ferienwohnung (die günstigste Alternative), ein Reihenhäuschen oder ein alleinstehendes Ferienhaus, vielleicht sogar noch mit Pool - und wenn es der Geldbeutel zulässt, auch noch in Meernähe. Denn wer möchte im Hochsommer um die wenigen Liegen am Hotelpool kämpfen und den Kindern ausgelassenes Spielen verbieten?
Und Kulturerlebnisse bei 30 Grad mit kleinen Kindern? :-? Reicht da nicht die Fiesta in einem der umliegenden Ferienorte, ab und zu ein Restaurantbesuch oder ein Aufenthalt in einem Freizeitpark?

Das alles sind Gründe, warum sich meines Erachtens das Touristikamt der Costa Blanca keine Gedanken um die Urlauber machen muss, denn die bekommen hier alles, was sie suchen: Sonne und Meer. Und das sogar gratis.

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Re: Tourismus in Spanien - aktuelle Zahlen

Beitrag von Oliva B. » Di 6. Feb 2018, 10:47

Laut Aussage des Vergleichsportals Check24 ist Spanien für Pauschalreisende immer noch das beliebteste Urlaubsland, "verringerte aber im aktuellen Buchungszeitraum seinen Buchungsanteil um fast ein Drittel."
Quelle

Für alle, die den Sommer an Spaniens Küsten verbringen, ist dies eine gute Nachricht (denn in den letzten Jahren waren die Strände doch ziemlich voll), gespannt darf man jedoch sein, ob und mit welchen Maßnahmen das spanische Touristikamt die Attraktivität spanischer Destinationen steigern will.

Ob die Diskussion um die meldepflichtige Ferienunterkünfte in Spanien bei der Auswahl des Urlaubslandes eine Rolle spielt, kann man nur vermuten. Medienberichte um illegale Ferienvermietungen wie Betrug mit Ferienwohnungen - Gebucht, bezahlt und nur Luftschloss erhalten?
verunsichern Urlauber seit geraumer Zeit und warnen besonders vor Buchungen über Online-Portale.

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