Den Spruch finde ich etwas seltsam.
Wenn man noch berufstätig ist, dann haben die meisten abhängig Beschäftigten (also die Mehrzahl) nur 6 Wochen Urlaub im Jahr. Diese 6 kostbaren Wochen des Jahres nutzt dann jeder halt unterschiedlich. Viele gehen dann auf Reisen, so wie wir es gemacht haben (zuerst mit Kind, anschließend dann allein).
Erst ab Rentenbeginn (der inzwischen immer später beginnt) hat man die finanzielle Freiheit, seine Träume, die während der Berufstätigkeitsphase entstanden sind, zu verwirklichen. Ich hatte noch das Glück, daß ich mit Abschlag noch mit 60 in Rente gehen konnte.
Jeder hat halt unterschiedliche Interessen, um die finanzielle Unabhängigkeit zu genießen. Aus den 6 Wochen Urlaubszeit entstehen plötzlich 52 Wochen Freizeit. Jeder nutzt sie auf unterschiedliche Art und Weise.
Was man alles machen kann im Rentenalter:
Manche passen auf die Enkelkinder auf, manche wechseln ihr Zuhause, manche schaffen sich einen Garten an und pflanzen u.a. auch Bäume, manche kaufen sich ein Wohnmobil und sind monatelang auf Reisen, andere kaufen eine Zweitimmobilie im sonnigen Süden, manche wandern komplett aus irgendwo hin, wir z.B. an die südliche Costa Blanca ….etc. Jeder muß halt das Passende für sich herausfinden.
Man kann diese unbeschwerte Zeit der jungen Rentnerjahre leider nicht unbegrenzt genießen. Erst langsam, dann immer stärker machen sich die Krankheiten des Alters bemerkbar. Insofern muß man sich diesen Signalen des Körpers anpassen: kürzer treten, andere Hobbies suchen etc...)
Ausnahmen bestätigen die Regel.

