Das "goldene" Immobiliendreieck

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Oliva B.
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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von Oliva B. » Mi 20. Dez 2017, 13:26

nurgis hat geschrieben:
Mi 20. Dez 2017, 12:17
Inzwischen bestehen bei den Bauten hier die Fronten fast nur noch aus Glasflächen. Sogar die Balkon/Terrassen-Begrenzungen sind aus Klarglas. Man muß doch wahnsinnig viel Energie da hineinstecken, um im Sommer nicht gebraten zu werden und im Winter nicht zu erfrieren. Ganz davon abgesehen wie viel Wasser für das Putzen der großen Fensterflächen verbraucht wird
Die riesigen Glasfronten werden wahrscheinlich Wärmeschutz-Isolierfenster eingebaut, denn wer so viel Geld für die Optik ausgibt (ich spreche von den exklusiven Architektenhäusern), der kann auch energiesparend bauen und Scheiben putzen lassen.
Das Wasser für die Reinigung der Scheiben wird im Garten eingespart, denn die wenigen Solitärpflanzen (meistens in Töpfen) werden deutlich weniger verbrauchen als ein üppig angelegter Garten.

Ich sehe eher Probleme auf die Eigentümer der billigen Kopien zukommen, bei deren Bau ausschließlich die bezahlbare Optik im Vordergrund stand und weniger Wert auf eine effiziente Wärmedämmung gelegt wurde. Diese Hausbesitzer werden hohe Energiekosten berappen müssen.
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Josefine
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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von Josefine » Mi 20. Dez 2017, 13:28

Mich wundert, dass dieser Baustil gar keine Gitter mehr braucht. ;-)
Fährt man durch spanische Dörfer oder Urbanisationen sieht man doch nahezu überall diese Gitter vor den Fenstern.
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine (Jofina)

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von baufred » Mi 20. Dez 2017, 13:57

Grundsätzlich ist heute im Bausektor nahezu alles Mögliche machbar :idea: ...

Grenzen werden gesetzt durch örtliche Bauvorschriften und dem Geldbeutel des Bauherrn - vorausgesetzt werden muss aber auch ein profundes Fachwissen des Planers, um hier mit allen Variationsmöglichkeiten zwischen Bauphysik/Materialeigenschaften, Standortgegebenheiten, Wunsch und Bankkonto (Budget) des Bauherrn mit Sachverstand und Fingerspitzengefühl seinem Job nachzukommen ... immer aber ist der Kunde, wenn er nicht einigermaßen "bewandert" ist, das Opfer :-s ...

@ Josefine: ... mit den Eigenschaften von Verglasungen kann man hier ebenso "spielen" ... Beispiel: in meinem früheren Job hab' ich mal 'n Rechenzentrum mit entsprechenden Gläsern ausgestattet ... sogar ein Granatwerfer hätte da seine Probleme gehabt :d ...
Saludos -- baufred --

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von Florecilla » Mi 20. Dez 2017, 14:21

Oliva B. hat geschrieben:
Mo 18. Dez 2017, 00:16
Mit 22 Prozent aller auf dem Markt angebotenen Luxusimmobilien in Spanien gehört die Costa Blanca - und besonders die Küstenstädte Dénia, Xàbia, Benitachell, Teulada-Moraira und Benissa zu den Gemeinden mit dem höchsten Durchschnittspreis für exklusive Wohnungen in Spanien [...]
Das hört sich ja erst eimal gaaaaanz toll an, aber dieser hohe Durchschnittspreis muss ja auch erst einmal Käufer finden. Deine Schlussfolgerung würde ich deshalb auch zustimmen. Da sind viele Luxusimmobilien mit phantastischem Blick und hochwertiger Ausstattung "auf Halde" gebaut worden und jetzt werden Käufer gesucht, damit aus dem hohen Angebotspreis ein hoher Kaufpreis wird. Da ist ganz sicherlich Geduld gefragt #:-s
Hasta luego,
Florecilla (Margit)

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von chris » Fr 22. Dez 2017, 01:23

Oliva B. hat geschrieben:
Mi 20. Dez 2017, 13:26
Ich sehe eher Probleme auf die Eigentümer der billigen Kopien zukommen, bei deren Bau ausschließlich die bezahlbare Optik im Vordergrund stand und weniger Wert auf eine effiziente Wärmedämmung gelegt wurde. Diese Hausbesitzer werden hohe Energiekosten berappen müssen.
Über den Baustil haben wir an anderer Stelle ja bereits diskutiert, aber eine kleine technische Anmerkung muss ich hier doch loswerden.

Inzwischen müssen wir in Spanien für Neubauten Energie-Klasse B erreichen, ab 2020 sogar Klasse A. Neben der obligatorischen thermischen Solarenergie für warmes Brauchwasser, ist jeder normale Neubau inzwischen vollgestopft bis unters Dach mit Technik von Zwangslüftung bis hin zur Wärmerückgewinnung aus der Abluft, und ringsum wird gedämmt. "Billige Kopien" sind also per Gesetz abgeschafft.

Wenn man sich das Nutzungsverhalten einer typischen Villa an der Costa Blanca ansieht, ist das natürlich ökologischer Unsinn. Bis der durch die Herstellung der ganzen Installationen und Dämmstoffe entstandene Umweltschaden durch die Energieeinsparung ausgeglichen ist, die man bei kaum vier, fünf Wochen Nutzung (noch dazu zumeist im Sommer) erreichen kann, muss schon einige Zeit vergehen.

Da war mein Credo immer, besser eine Bombona mehr im Jahr zu verheizen als zehntausende Euro in Sparmaßnahmen zu investieren, aber inzwischen lässt man uns nicht mehr. Die korrekte Ausführung von Dämmung und Installationen gemäß Energieausweis wird von externen Ingenieuren kontrolliert.

Lange Rede, kurzer Sinn: die Villa im "traditionellen" Costa Blanca Stil ist wesentlich weniger energieeffizient als die als verglaste Schuhkartons diffamierten Neubauten. Ausnahmsweise dürfen also diejenigen mit Steinen werfen, die im Glashaus sitzen, und nicht die Anderen.....

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