Das "goldene" Immobiliendreieck

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Oliva B.
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Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von Oliva B. » Mo 18. Dez 2017, 00:16

Mit 22 Prozent aller auf dem Markt angebotenen Luxusimmobilien in Spanien gehört die Costa Blanca - und besonders die Küstenstädte Dénia, Xàbia, Benitachell, Teulada-Moraira und Benissa zu den Gemeinden mit dem höchsten Durchschnittspreis für exklusive Wohnungen in Spanien, lt. einer am 7.12.17 veröffentlichten Studie des [angeblich] größten internationalen Portals für Luxusimmobilien , wo mehr als 50.000 Agenturen aus aller Welt ihre Immobilien anpreisen.
Immobilienangebot der Region Valencia
Luxus 1.JPG
In der Comarca Marina Alta, genauer in dem Küstengebiet zwischen Dénia, und Benissa-Costa, liegen die sechs Gemeinden mit dem höchsten Durchschnittspreis für Luxusimmobilien.
Luxus 2.JPG
Angeblich liegt Xàbia auf der Ranking-Liste auf Platz 10, El Poble Nou de Benitatxell an 14. Stelle. [Anm. Ich habe die Liste jedoch nicht gefunden, vielleicht werdet ihr fündig. ;) ]
Nach Aussagen des Immobilienportals übersteigen die Durchschnittspreise für Luxusimmobilien in Benissa und Dénia zwei Millionen Euro, in Xàbia und Teulada-Moraira liegen sie zwischen ein und zwei Millionen Euro, in Benitatxell um die 700.000 Euro.
Luxus 3.JPG
70 Prozent der Interessenten fragen nach Villen mit einem durchschnittlichen Preis von 2,1 Millionen Euro, so Silvio Pagliani, Gründer von LuxuryEstate. Weit abgeschlagen liegen dagegen Häuser mit einem Durchschnittspreis von 1,9 Mio. Euro und Wohnungen mit 900.000 Euro, die Nachfrage dafür beträgt nur 10 %.
Luxus 4.JPG
Am meisten begehrt sind neue Immobilien mit Panoramablick, einem Swimmingpool, möglichst mit Privatstrand - oder [wenigstens] in [unmittelbarer] Strandnähe.

Zwischen den Zeilen lese ich jedoch etwas anderes:
Besonders an der Küste der Marina Alta wurden in letzter Zeit massenhaft Luxusimmobilien "auf Halde" gebaut, für die Makler nun händeringend nach Käufern suchen.

Quelle: Marina Plaza El cinturón de la vivienda de lujo

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von nurgis » Mo 18. Dez 2017, 11:33

Hier in Moraira stehen einige dieser Luxusbauten fertig oder halbfertig zum Verkauf. Sogar hier am Berg mit fantastischer Aussicht auf Meer und Berge.
Es wird trotzdem ungebremst weiter gebaut. In diesen Lagen fällt ein altes Haus nach dem anderen unter den Abrisshammer um dann ein mehrfach größeres Beton-Luxus-Gebilde darauf zu platzieren.
Häuser mit ehemals guter Meersicht haben auf einmal eine Hauswand als Aussicht. Vor meinem Haus müßte man dann ein Hochhaus bauen und das ist zum Glück hier noch verboten.
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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von baufred » Mo 18. Dez 2017, 15:05

... ein Schelm, wer Böses dabei denkt :d ...

Höhere Immo-Preise (valor catastral) = höhere IBI > Gemeindesteuer :idea: - deswegen wird die Gemeinde da auch wenig dagegen haben ... und, natürlich profitiert durchs Projekt noch einmalig der eine oder andere lokale Unternehmer (Arbeitnehmer) beim Bau ...

... der sonstige Jahresumsatz der Eigentümer im lokalen Handel dürfte dagegen kaum spürbar sein ... es wird vielfach wohl nur 'ne Kapitalanlage bleiben bei gelegentlichen Bestandskontrollen - sprich: sporadischen Besuchen ... denn, wer so viel "Kohle" unterbringt, hat mit Sicherheit noch weitere "Anlaufstellen" auf dem Globus ....
Saludos -- baufred --

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von Curandero » Mo 18. Dez 2017, 23:53

Selbst wenn wir das Geld dafür hätten, würden wir solch ein Haus nicht kaufen. Hübsch hässlich nenne ich die obigen Objekte mal. Da hilft auch der Luxus nicht mehr.
Der kleine November möchte bitte aus dem September abgeholt werden.

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von ville » Di 19. Dez 2017, 12:30

Na ja, das ist letzten Endes alles Geschmackssache. Mich stört vor allem die Gigantomanie und Dominanz in der Landschaft bei vielen Objekten, aber der Wohnkomfort ist sicherlich ein echtes Argument, eine solche Schachtel zu besitzen, ganz zu schweigen vom Wiederverkaufswert. Langsam gewöhne ich mich an den Anblick.

Interessant ist die Frage, wie all die weißen Wände aussehen, wenn es mal wieder Sand aus dem Süden gibt, womöglich noch mit Regen. Wir sind happy, unsere bescheidene Hütte Arena-farbig gepinselt zu haben.
Wie immer sich auch die Situation entwickelt: Hauptsache, wir können in ein paar Jahren die Behausung zu einem akzeptablen Preis loswerden, wenn uns die Arbeit am und rund ums Haus über den Kopf wächst..... :roll:

ville

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von Josefine » Di 19. Dez 2017, 13:40

ville hat geschrieben:
Di 19. Dez 2017, 12:30

Interessant ist die Frage, wie all die weißen Wände aussehen, wenn es mal wieder Sand aus dem Süden gibt, womöglich noch mit Regen. Wir sind happy, unsere bescheidene Hütte Arena-farbig gepinselt zu haben.
Unsere Wandfarbe außen ist auch weiß. Das ist kein Problem. Ca. alle 8 - 10 Jahre gibt es einen neuen Anstrich.

ville hat geschrieben:
Di 19. Dez 2017, 12:30

Wie immer sich auch die Situation entwickelt: Hauptsache, wir können in ein paar Jahren die Behausung zu einem akzeptablen Preis loswerden, wenn uns die Arbeit am und rund ums Haus über den Kopf wächst..... :roll:
Und dann ? Ganz zurück nach Deutschland?
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von ville » Di 19. Dez 2017, 13:53

Nee, Josefine, dann suchen wir uns halt was Pflegeleichtes. Z.B. ein Apt. hier in der Nähe (zwischen Altea und Denia). Das ganze natürlich dann abhängig vom Gesundheits-Zustand und den Randbedingungen....

LG ville (Fritz)

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von Josefine » Di 19. Dez 2017, 14:59

ville hat geschrieben:
Di 19. Dez 2017, 13:53
Nee, Josefine, dann suchen wir uns halt was Pflegeleichtes. Z.B. ein Apt. hier in der Nähe (zwischen Altea und Denia). Das ganze natürlich dann abhängig vom Gesundheits-Zustand und den Randbedingungen....

LG ville (Fritz)
Ein sehr guter Plan, @ville. :) ;-) 8-)
Wir sind ja erst im Rentenalter an die Costa Blanca gekommen und leben seitdem in einem pflegeleichten Apartment mit einer tollen Nachbarschaft (das war natürlich Glücksache, :-D das kann man ja nicht einplanen). ;-) Hier können wir alt werden, ggf. im höheren Alter holt man sich mal eine spanische Haushaltshilfe und man kann weiterhin das wunderbare Costa-Blanca-Klima genießen. :)

Um auf das Thema zurückzukommen. ;-)
Es ist halt eine andere Einkommensliga, die sich diese supermodernen großen Häuser bauen lässt. Mir gefallen sie auch nicht, sie wirken auf mich so kalt und unpersönlich. Inzwischen werden in Orihuela Costa auch für Otto-Normal-Verdiener viele Apartmentkomplexe in diesem "moderneren" Stil gebaut. Aber jüngere Generationen haben meist einen anderen Geschmack. Wir hatten ja oft auch nicht den Geschmack unserer Eltern. :mrgreen: Nichts bleibt wie es ist und vieles ändert sich. ;-)
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von Oliva B. » Mi 20. Dez 2017, 00:18

Über den modernen Baustil, der sich an der Costa Blanca "breit macht" haben wir hier bereits diskutiert, auch dass die Gemeinde Jávea in Zukunft den Bau dieser "Schuhkartons" limitieren will.
Josefine hat geschrieben:
Di 19. Dez 2017, 14:59
[...] Es ist halt eine andere Einkommensliga, die sich diese supermodernen großen Häuser bauen lässt. Mir gefallen sie auch nicht, sie wirken auf mich so kalt und unpersönlich. Inzwischen werden in Orihuela Costa auch für Otto-Normal-Verdiener viele Apartmentkomplexe in diesem "moderneren" Stil gebaut. Aber jüngere Generationen haben meist einen anderen Geschmack. Wir hatten ja oft auch nicht den Geschmack unserer Eltern. :mrgreen: Nichts bleibt wie es ist und vieles ändert sich. ;-)
Über Geschmack lässt sich wunderbar streiten... :mrgreen:

Ich bin gespannt, wie sich dieser zurzeit überall favorisierte Baustil bewährt, oder ob sich nicht langfristig ein moderner Baustil mit traditionellen Elementen und regionalen Materialien durchsetzen wird, der dem hiesigen Klima besser angepasst ist. :-?

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Re: Das "goldene" Immobiliendreieck

Beitrag von nurgis » Mi 20. Dez 2017, 12:17

Inzwischen bestehen bei den Bauten hier die Fronten fast nur noch aus Glasflächen. Sogar die Balkon/Terrassen-Begrenzungen sind aus Klarglas. Man muß doch wahnsinnig viel Energie da hineinstecken, um im Sommer nicht gebraten zu werden und im Winter nicht zu erfrieren. Ganz davon abgesehen wie viel Wasser für das Putzen der großen Fensterflächen verbraucht wird
Jedes liebe Wort macht`s Leben länger. (Hg)

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