MYSTISCHES GALICIEN - Mit dem Segen der Hexe

Die vier autonomen Regionen Galicia, Asturias, Cantabria und País Vasco liegen
an der Nordküste der iberischen Halbinsel und sind bekannt als die "grüne Küste Spaniens"
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rumbera
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MYSTISCHES GALICIEN - Mit dem Segen der Hexe

Beitrag von rumbera » Mo 8. Dez 2008, 16:04

Wolfsmenschen, Muschelsucherinnen und gute Hexen: Das entlegene Galicien ist vielerorts ganz untypisch für Spanien.
Hier gibt es Berufe, die sonst nirgends ausgeübt werden, und keltische Riten aus uralten Zeiten.
MAGISCHES GALICIEN: WIKINGER UND DUDELSACKSPIELER

Galicien ist ganz anders als der Rest Spaniens. Oft erinnert es mehr an Irland als an ein Land in Südeuropa. Es gibt Berufe, die es in Spanien sonst nirgends gibt. Und keltische Riten und mystische Bräuche sind in der Region allgegenwärtig.

Galicien gehört zu den entlegensten Regionen Spaniens, die Römer verschlug es selten hierher. Im sechsten Jahrhundert vor Christus wanderten Kelten ein. Ihre Spuren finden sich noch heute in der Sprache, dem "Gallego", aber auch an den Orten.

Immer wieder stehen in der Nähe der Dörfer "Pallozas", runde vorrömische Steinhütten mit kegelförmigem Strohdach, sowie keltische Ochsenkarren und Holzpflüge. Das typische Instrument ist die Gaita, der galicische Dudelsack. In Dörfern wie Catoira finden sogar Wikinger-Feste statt. Und noch heute baden sich zur Sommersonnenwende unfruchtbare Frauen in der Nähe von Cambados an der Playa de la Lanzada, um doch noch schwanger werden zu können.

Der Kult um die guten Hexen
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Im Pilgerland des Heiligen Jakob glauben vor allem die Menschen in den Dörfern immer noch an gute Hexen, die "Meigas". Am deutlichsten wird das in Orten wie dem Fischerdorf Combarro in der Ría de Pontevedra. Die "Meigas" gelten als Nachfahren der Druiden, die mit Wasser, Erde, Luft und Feuer noch immer ihren Kult praktizieren. In Combarro hängen sie nicht nur als Marionetten in Souvenir-Shops, sondern nehmen auch am Alltagsleben der Dorfbewohner teil.

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Wenn ein Familienangehöriger sterbenskrank ist oder der viele Regen die Weinernte bedroht, beten viele Menschen zum Heiligen Jakob - und gehen anschließend zu einer "Meiga". Viele Fischer aus Combarro lassen ihr Boot nicht nur von der Kirche segnen, sondern auch von einer guten Hexe, bevor es zum ersten Mal auf See geht. Die Kirche toleriert diese Bräuche, doch sonst wirkt der Ort durch und durch christlich. Im Gassengewirr zwischen den Fischerhäusern stehen steinerne Andachtskreuze, die Kornspeicher sind mit kleinen Kreuzen verziert.

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Besitos!!!
Rumbera. Bild
Que frio hace!!!

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