Welchen Fisch kann man (NOCH) bedenkenlos essen?

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Oliva B.
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Welchen Fisch kann man (NOCH) bedenkenlos essen?

Beitragvon Oliva B. » Mo 17. Jan 2011, 18:56

Fischer pflegen ihre Netze am Segura.JPG
Schon mehrfach haben wir in Artikeln wie


auf die bestehende Problematik hingewiesen.

Ich kopiere einfach mal Montgos aufrüttelnden Bericht aus dem Thread Massentierhaltung Dioxinskandal hier herein.

montgo hat geschrieben:Wo es um unsere Natur und somit Lebens- bzw.Futtermittel geht ist gar nichts mehr in Ordung..ob an Land in den Flüssen oder den Ozeanen. Heute in den frühen Morgestunden bin ich im TV auf einen Bericht gestossen ,da ging es um Lachszucht .In Norwegen war der Herzeige Betrieb für Lebensmittel Kontrollen und die Öffentlichkeit.Da die Auflagen dort streng sind.Der selbe Besitzer hat aber in Brasilien Lachsfarmen wo er sich in keinster Weise an die europäischen Vorschhriften hält .Dort ist ein Virus ausgebrochen und die Lachse sterben daran. Taucher müssen bis zu 40m runter (erlaubt sind 20m ohne Dekompression Kammer ) um die toten Fische rauf zu holen. 8 Taucher sind schon gestorben,wieder mal die Ärmsten der Armen ,denn es gibt keine Muschelbänke mehr der Boden ist tot vom Kot der Lachse und überflüssigem Futter. Böser Komentar: Ein Toter Mann ist billiger als eine Druckausgleichskammer!Die ehemaligen Fischer haben kein Einkommen mehr,also arbeiten sie für den weltbekannten Hersteller ...dessen Tomatenfilet wir alle kennen .Sardinen werden noch vor der ersten Eiablage tonnenweise gefangen und als Futterpelletz für die Lachsfarmen verarbeitet zusammen mit den an Vieren gestorbenen Lachsen. Bei 60 Grad werden die Viren abgetötet ....

Fischer bessern Netze aus.JPG

und schlage eine Brücke zu unserem neuen Thread

und leite gleich über zu den n-tv-Artikeln
[*]Fische ersticken am Plastik und
[*] Tödlicher Müll im Meer

Nun meine Frage an euch:
Angebot im Fischhafen.jpg

„Welchen Fisch können wir noch bedenkenlos essen, wenn wir das alles zur Kenntnis genommen haben?“


Eine kleine Hilfestellung bei der Antwort mag euch vielleicht diese Bilderserie geben:
5 Trockenfisch.JPG

Ich freue mich auf eine lebhafte Diskussion
.
Zuletzt geändert von CBF-Team am Sa 23. Jan 2016, 22:27, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel geändert.

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Re: DISKUSSION: Welchem Fisch kann man bedenkenlos essen?

Beitragvon Jara » Mo 17. Jan 2011, 20:17

Bedenkenlos essen? Ich glaube gar nichts mehr. Entweder sind Gifte in den Nahrungsmitteln, oder so viele Arten vom Aussterben bedroht durch Gifte oder Menschen. Nicht nur weil wir z.B.Fische als Nahrung sehen, sondern auch weil wir uns freiwillig in die
Meeresnahrungsmittelkette einreihen, wenn wir am Stand baden. Da werden die Haie abgeschossen und für Medikamente zu Tausenden getötet. Die Wale, fast ausgerottet. Dafür importieren wir Viktoriabarsche über tausende von Kilometern. Ich esse sehr gerne Tunfisch, mag ich jetzt aber nicht mehr, nachdem auch diese ausgerottet werden, bzw. in Japan beim Fang von Tunfisch unzählige Delphine erschlagen werden. Was nicht von uns durch Gewaltanwendung getötet wird, verendet irgendwann durch Gifte die im Meer verklappt werden. Ich finde es sehr depremierend und muß zugeben, dass ich auch ganz gerne den Kopf in den Sand stecke, weil ich die Gedanken an diese Mißstände nur sehr schlecht aushalte. Was bleibt denn noch zum Essen? Grünzeug und Getreide, aber......Umweltgifte, genmanipuliert. Schade, dass man täglich essen muß.
Traurige Grüße
Solveig

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Re: DISKUSSION: Welchem Fisch kann man bedenkenlos essen?

Beitragvon depende » Mo 17. Jan 2011, 21:01

ich kann an solchen Diskussionen nicht teilnehmen, leider macht mich das völlig fertig, warum auch immer....

aber bitte: ist das Thema Fisch abkoppelbar vom Thema Essen? Es gibt den Film good Food - Bad Food... aktuell... guter Kommentar, statt des Tischgebetes soll man sich Glück wünschen vorher....

money makes the world go round.... das ist das einzige was mir dazu einfällt....

http://www.greenpeace.de/

ich verspreche Euch, ich halte mich demnächst bei den Diskussionen zurück...
lg
saludos
depende

"......Es rauscht wie Freiheit. Es riecht wie Welt. -
Natur gewordene Planken
Sind Segelschiffe. - Ihr Anblick erhellt
Und weitet unsre Gedanken. "
J. Ringelnatz

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Re: DISKUSSION: Welchem Fisch kann man bedenkenlos essen?

Beitragvon Oliva B. » Do 20. Jan 2011, 12:44

depende hat geschrieben:ich kann an solchen Diskussionen nicht teilnehmen, leider macht mich das völlig fertig, warum auch immer....
aber bitte: ist das Thema Fisch abkoppelbar vom Thema Essen? Es gibt den Film good Food - Bad Food... aktuell... guter Kommentar, statt des Tischgebetes soll man sich Glück wünschen vorher....
money makes the world go round.... das ist das einzige was mir dazu einfällt....
http://www.greenpeace.de/
ich verspreche Euch, ich halte mich demnächst bei den Diskussionen zurück...
lg


Hallo depende,
dieses Thema läuft doch gar nicht unter "Sapnischer Küche"... :-?
Und warum willst du dich demnächst von solchen Diskussionen ausschließen?
Es geht doch nur grundsätzlich um die Diskussion, welche Lebensmittel überhaupt noch bedenkenlos verzehrt werden können, denn die Lebensmittelskandale reißen nicht ab.

Es liegt am Verbraucher, wie lange es noch Fische aus dem Meer zu kaufen geben wird.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace rät inzwischen vom Kauf fast aller Fische ab. Fischratgeber
DSC_0107.JPG
Fische im Hafen von Moraira

Wirklich GUTEN Gewissens verzehren kann man eigentlich nur noch Fische aus Aguazucht mit Biolabel:
  • Karpfen
  • Pangasius
  • FORELLE / TRUCHA
  • Dorade aus Aguakulturen im Mittelmeer

Und deshalb möchte ich an dieser Stelle die REGENBOGENFORELLE emppfehlen.

Eigentlich stammt der Edelfisch aus Amerika, und lebt in Bächen, Flüssen und anderen freien Gewässern. Man hat jedoch heraus gefunden, dass sich Forellen gut in Aguakulturen züchten lassen. Große Zuchtbestände (vorwiegend Regenbogenforellen) findet man in Deutschland, Spanien, Skandinavien, Frankreich und Italien. Als Zuchtfisch findet man die Forelle ganzjährig im Angebot.
Die beliebten Lachsforellen sind nichts anderes als große Regenbogenforellen. Sie sind rotfleischig (die Farbe erhalten sie durch natürliche Farbpigmente in der Nahrung) und fettreich (6-10 % Fett).

Wer über immer teurer werdende Lebensmittel verzweifelt, dem empfehle ich in Spanien die Regenbogenforelle als wirklich günstige Alternative zu teurem Seefisch. Im Carrefour erhält man Forellen frisch zum Stückpreis von nur 1€ (!!!), einzeln in Wachspapier verpackt
Trucha DSC_1008.JPG
aufwändig verpackt
und auf Wunsch sogar noch ausgenommen. Wie wenig der Fischerzüchter für seinen Fisch erhält, steht auf einem anderen Blatt.
Label.JPG
Herkunftsetikett

Diese Forellen erreichen natürlich keine 70 Zentimeter, sondern sind nur gut 1/3 so groß. Sie kommen aus Aquakulturen aus dem Norden Spaniens, tragen das von Greenpeace geforderte Biolabel und sind äußerst schmackhaft.
Trucha DSC_1009.JPG
ca. 25 cm mit Biolabel


Warum also bedrohte Fischarten essen und zu ihrer Ausrottung beitragen, wo es doch Fischsorten gibt, die in ihren Beständen nicht bedroht sind und sich auf vielfältige Weise zubereiten lassen?
Trucha DSC_1014.JPG
Forelle blau - für 2 Personen reichen 3 Fische + Beilagen völlig aus. Die Fische kosten zusammen gerde einmal 3 Euro.

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Re: Welchem Fisch kann man (NOCH) bedenkenlos essen?

Beitragvon nale » Do 20. Jan 2011, 13:05

OlivaB, danke für den Tipp.
Ich darf wegen meiner Schilddrüsenerkrankung sowieso keinen Seefisch essen.

LG Nale

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Re: Welchem Fisch kann man (NOCH) bedenkenlos essen?

Beitragvon alf » Fr 12. Okt 2012, 19:14

das stimmt,
trucha ist sowohl als Filet als auch als ganzer Fisch schmackhaft und günstig.
Guten Appetit
alf

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Re: Welchem Fisch kann man (NOCH) bedenkenlos essen?

Beitragvon sandkorn » Sa 13. Okt 2012, 09:33

Weiss jemand, ob man den gefrorenen Rape aus dem Lidl bedenkenlos essen kann. Mir schmeckt dieser Fisch sehr gut

LG

Sandkorn
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Sandkorn

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Re: Welchem Fisch kann man (NOCH) bedenkenlos essen?

Beitragvon Ulrike » Sa 13. Okt 2012, 09:48

Andrea, bedenkenlos möglich

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Re: Welchem Fisch kann man (NOCH) bedenkenlos essen?

Beitragvon Nombre » Sa 11. Jan 2014, 20:15

mein kommentar geht erst nach zwei gläschen guten Rotens!
ihr müsst keine frischen fische essen! fischstäbchen, thunfisch und sardinen aus der dose gehen auch, und die sind schon gefangen worden, bevor es die fischknappheit gab.
wer kein aquarium hat, kann auch auch auf produkte aus fischfarmen zurück greifen. das ist dann so, wie schweinefleisch vom zuchtbetrieb.
wenn es keine fische mehr gibt, essen wir eben was anders. wahrscheinlich dauert das aber noch und wir werden das auch nicht erleben.
und wem die truchas in Denia zu preiswert sind, der kann sich welche aus deutschland nach Denia transportieren lassen. gegessen wird, was auf den tisch kommt- und wenn es kaninchen gefüllt mit wildschwein ist. irgendwann gibt es keine menschen mehr und die tierwelt wird froh sein!
buen aproveche y saludo

euer nombre
mir fällt gerade nichts ein. Das kann sich aber schlagartig ändern. Also, achtet darauf!

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Re: Welchem Fisch kann man (NOCH) bedenkenlos essen?

Beitragvon Atze » So 12. Jan 2014, 00:00

montgo hat geschrieben:......Der selbe Besitzer hat aber in Brasilien Lachsfarmen wo er sich in keinster Weise an die europäischen Vorschhriften hält .Dort ist ein Virus ausgebrochen und die Lachse sterben daran. Taucher müssen bis zu 40m runter (erlaubt sind 20m ohne Dekompression Kammer ) um die toten Fische rauf zu holen. 8 Taucher sind schon gestorben,wieder mal die Ärmsten der Armen ,denn es gibt keine Muschelbänke mehr der Boden ist tot vom Kot der Lachse und überflüssigem Futter.


Also das ist schon mal Unsinn.

Das sich die sehr warmen Gewässer Brasiliens für die Lachszucht eignen ist mir neu, das gäbe ein finanzielles Fiasko. Dass es im Süden Chiles davon massenhaft und auch umweltzerstörische gibt, ist dagegen bekannt:
http://vgs.univie.ac.at/_TCgi_Images/vg ... ischer.pdf

Tauchtiefen bis 40 m sind beim Gerätetauchen die Regel und bei Einhaltung der Regeln kein Problem.
Meine größte persönliche Tiefe war auf Korfu 63 m (Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen)

Ich bin auch gegen Massentierhaltung, wobei man überlegen müsste, ob Lachsfarmen dazu zählen. Aber einige Tierrechtsgruppen (und darunter zähle ich die Albert-Schweitzer-Stiftung) sind bei aller Würdigung ihrer Ziele (Veganismus für Alle) nicht ganz glaubwürdig in ihren Nachrichten.

Also bitte bei aller berechtigten Empörung auch die Nachrichten und besonders auch den Verbreiter und seine Ziele prüfen.
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
werdet ihr feststellen, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.
(Prophezeiung der Cree-Indianer)


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