Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

für Köche und Genießer
Scandy
especialista
especialista
Beiträge: 2352
Registriert: Do 27. Dez 2012, 21:53

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Scandy » So 5. Mär 2017, 00:17

Reisender hat geschrieben: Auch wenn ich bei Freunden eingeladen bin esse ich alles was kommt :-D
Niemand braucht für mich Extrawürste braten :lol:
Klaus
(Auch) diese Eigenschaft schätze ich an (Dir).
;;)
Scandy

Benutzeravatar
Akinom
especialista
especialista
Beiträge: 5836
Registriert: So 10. Mai 2009, 21:40
Wohnort: Süddeutschland - Torrevieja
Kontaktdaten:

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Akinom » So 5. Mär 2017, 01:40

Reisender hat geschrieben:Aber ich selbst kaufe keine Fleischprodukte. Möchte nicht für diese Zustände verantwortlich sein.
LG,
Klaus
Calendula hat geschrieben:Schüttest du damit nicht das Kind mit dem Bade aus? Neben der Massentierhaltung gibt es ja auch Tierhalter die ihre Tiere artgemäß halten und alte Nutztierrassen erhalten, die brauchen Kunden die ihre Arbeit schätzen und unterstützen. Das hindert einen ja nicht daran unter der Woche fleischlos zu essen und sich dann über einen Sonntagsbraten zu freuen.

Ich esse sehr gerne Fleisch, aber dies würde ich auf jeden Fall unterstützen - zu dieser Art der Tierhaltung sollten wir eigentlich kommen.
Zuletzt geändert von Florecilla am So 5. Mär 2017, 22:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitate formatiert

Benutzeravatar
Akinom
especialista
especialista
Beiträge: 5836
Registriert: So 10. Mai 2009, 21:40
Wohnort: Süddeutschland - Torrevieja
Kontaktdaten:

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Akinom » So 5. Mär 2017, 02:13

Reisender hat geschrieben:
Calendula hat geschrieben:
Reisender hat geschrieben:Aber ich selbst kaufe keine Fleischprodukte. Möchte nicht für diese Zustände verantwortlich sein.
LG,
Klaus
Schüttest du damit nicht das Kind mit dem Bade aus? Neben der Massentierhaltung gibt es ja auch Tierhalter die ihre Tiere artgemäß halten und alte Nutztierrassen erhalten, die brauchen Kunden die ihre Arbeit schätzen und unterstützen. Das hindert einen ja nicht daran unter der Woche fleischlos zu essen und sich dann über einen Sonntagsbraten zu freuen.
Ich denke das tue ich nicht. Der Mensch ist nicht auf tierische Produkte angewiesen und deshalb müssen wir keine Lebewesen mehr umbringen (zumindest nicht in Europa, in einigen Gebieten der Welt ist dies anders).
Ausserdem ist erwiesen, dass die Futtermittelerzeugung so viel Nahrungsmittel frisst, dass wir damit wesentlich mehr Menschen ernähren könnten als mit dem Fleich.
Und alte Nutztierrassen erhalten um sie aufzuessen?
Überzeugt mich nicht.
LG,
Kkaus
Hallo Klaus,

mich überzeugt das schon!
Denn wir sollten die Tierrassen ja schon erhalten. Keine Massenzucht!
Es gibt genügend Tierschützer die Tiere vor dem Schlachter "retten" und Aufrufe starten diese Tiere abzukaufen, dafür um Spenden bitten usw. - nach Gut Aiderbichl oder anderswo hin bringen, aber wie viele können sie dort noch unterbringen? Das ist ja schön, aber ich halte es häufig für extrem.
Also muss entweder die Tierzüchtung eingestellt werden, dann sterben die Tiere langsam aus oder man muss wirklich die artgerechte Tierhaltung/Zucht durchbringen und auch schlachten.
Dies wäre dann der "Idealzustand"

Sicher kann man auch ohne tierische Produkte leben, meine 26 - jährige Tochter ist seit 18 Jahren konsequente Vegetarierin, selbst Eier und Milch meidet sie - einzig Käse isst sie noch. Sie ist gesund und fit. ;;)

So, jetzt sind wir aber wieder weg vom Thema hier :d ;;)

.... das mit dem zitieren funktioniert irgendwie nicht mehr - deshalb färbe ich mein Geschriebenes!
Zuletzt geändert von Oliva B. am So 5. Mär 2017, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitate "in Form gebracht" ;-)

Benutzeravatar
Reisender
activo
activo
Beiträge: 400
Registriert: Mi 6. Mai 2015, 15:00
Wohnort: Mannheim und Orihuela Costa
Kontaktdaten:

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Reisender » So 5. Mär 2017, 13:58

Scandy hat geschrieben:
Reisender hat geschrieben: Auch wenn ich bei Freunden eingeladen bin esse ich alles was kommt :-D
Niemand braucht für mich Extrawürste braten :lol:
Klaus
(Auch) diese Eigenschaft schätze ich an (Dir).
;;)
Scandy
Das freut mich sehr :-D Vielen Dank.
Liebe Grüße,
Klaus

Das Leben ist eine große Reise. Genieße sie!

https://www.facebook.com/klaus.schulz.75641

Spanier2017
bisoño
bisoño
Beiträge: 24
Registriert: Di 7. Feb 2017, 19:25

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Spanier2017 » So 5. Mär 2017, 14:14

Akinom hat geschrieben:
Sicher kann man auch ohne tierische Produkte leben, meine 26 - jährige Tochter ist seit 18 Jahren konsequente Vegetarierin, selbst Eier und Milch meidet sie - einzig Käse isst sie noch. Sie ist gesund und fit. ;;)
Bereits im zarten Alter von 8 Jahren Vegetarierin gewesen oder teils Vegan und sich entsprechend ernährt, obwohl die Mutter Fleischesserin ist oder Flexitarier, wie hat das funktioniert, ohne Mangelerscheinungen? :-o Vor allem Im Hinblick darauf, daß einem Kind bis zum 18. Lebensjahr (Volljährigkeit) keine eigene rechtliche Möglichkeit zur vegan-vegetarischen Ernährung besteht. :-?

Benutzeravatar
Atze
especialista
especialista
Beiträge: 2552
Registriert: Sa 18. Mai 2013, 17:31
Wohnort: Berlin-Brandenburg - Torrevieja

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Atze » So 5. Mär 2017, 16:03

Habt ihr etwas Zeit für meine Meinung?

Ich habe mich recht viel mit diesem Thema beschäftigt und viel diskutiert – sowohl im persönlichen Umfeld als auch in Foren.
Dabei erfuhr ich drei Begründungen für eine fleisch- und tierproduktfreie Ernährung.
1.) Die ethische sowie die umweltbewusste
2.) Die biologisch-stammesgeschichtliche
3.) Die gesundheitliche

Ad 1.) Die ethische Begründung kann ich voll anerkennen und respektieren, wenn auch für mich nur teilweise umsetzen. Auf jeden Fall versuchen wir, möglichst hochwertiges Fleisch aus nachverfolgbaren Quellen zu kaufen, was in Spanien für uns aber nicht einfach ist. In D essen wir viel Wild, da weiß ich dann persönlich, wie hoch das „Leid“ der Kreatur war. - Atzine kauft fast ausschließlich in speziellen Fleischereien (Neuland usw.)
Dass die Fleischerzeugung mehr Ressourcen verbraucht als die Erzeugung pflanzlicher Nahrung, ist im Prinzip richtig, wird im Einzelnen aber sehr oft falsch bzw. übertrieben dargestellt. Z. B. gibt es Böden, auf denen nur eine extensive Weidewirtschaft möglich und damit auch sinnvoll ist. Zur Zeit kann das Problem mit dem Hunger auf der Welt auch nicht mit Fleischverzicht gelöst werden: Es ist eindeutig ein Verteilungsproblem und nicht ein Erzeugungsengpass.

Vegetarische Gesellschaften (veganes Leben wurde erst in unserer technisierten Umwelt möglich), gab es zwar immer, aber meist am Rand der Mehrheit, die dann evtl. die möglicherweise unreinen Tätigkeiten für sie verrichteten (z.B. Jainismus). Buddhistische Mönche z.B. würden zwar nie ein Tier töten, nehmen aber fleischhaltige Speisen als Almosen an.

Ad 2.) Es gibt ja immer noch (oder Dank des Internet, dass ja auch Blödsinn verbreitet) Ansichten, der Mensch wäre von sich aus ein Pflanzenfresser – Dafür werden u.a. das Fehlen von Reißzähnen usw. angeführt. Das ist Unsinn. Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass uns vor allem die Verfügung von tierischem Eiweiß in unsere „herausragende Stellung“ gebracht hat.

Ad 3.) Da der Mensch nun mal ein Omnivor ist, war er die längste Zeit seiner Entwicklung auf tierisches Eiweiß angewiesen. Das war aber meist aber so knapp wie notwendig. Und wie immer bildete sich eine gewisse Vorliebe für diese knappen Ressourcen heraus, was dann natürlich auch oft eine soziologische Bedeutung bekam: Der fleischhaltige Tisch galt als „reich“.
Und so kam es zu allen Zeiten zu den Nebenwirkungen von zu reichlicher Fleisch- Kost:
Die Dame KNM -ER 1808 aus der Gattung Homo erectus hat wohl vor 1,7 Millionen Jahren eine Vorliebe für die stark Vitamin A-haltige Tier-Leber gehabt. Entsprechende Knochenveränderungen deuten jedenfalls darauf hin (Außerdem einer der frühesten Beweise, dass sich der Mensch (auch) von Fleisch ernährte.
Die evtl. schädliche Wirkung von Tierprodukten auf die menschliche Gesundheit ist aber ein reines Mengenproblem. Mit wenigen Ausnahmen ( u.a. bestimmte Haie und Rochen sowie bestimmte „Schadstoffsammler“ unter den Tieren wie Kugelfische) ist jedes Tierfleisch genießbar und je nach Menge gesund. Das liegt einfach daran, dass die meisten Tiere fliehen können. Pflanzen können das aber nicht und so entwickelten sehr viele von ihnen Stoffe, die entweder sofort giftig wirkten oder den Nutzer in anderer Weise beeinträchtigten. Es gibt ungleich viel mehr giftige Pflanzen als giftige Tiere.
Eine völlig tierfreie Ernährung ist erst in unserer zunehmend entwickelten bis technisierten Welt möglich, die zuerst mit Zuchterfolgen bei Früchten, Gemüse und Getreide eine ausreichende Versorgung möglich machte, dann Giftstoffe z.B. aus Gemüsen herauszüchtete und zuletzt durch allerlei physikalische und chemische Kunstgriffe (auch Kochen gehört dazu) noch verbliebene Schadstoffe eliminierte.
Seit weniger als 100 Jahren ist eine vegane Ernährung überhaupt erst möglich und seit ca. 30 Jahren auch einigermaßen praktikabel. Sie ist aber prinzipiell eine Mangelernährung, die nur mit gründlichem Wissen und der erforderlichen Substituierung empfohlen werden kann. Deshalb wird sie z.B. von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Schwangere und Kleinkinder nicht empfohlen. Eine vegetarische Ernährung mit ergänzenden Tierprodukten wie Eier, Milch und ggfls. Fisch ist dagegen bewährt.
Und unter Berücksichtigung der Lebensweise (Sport, Alkohol, Nikotin und Essmenge) zeigen alle belastbaren Studien bisher, dass zwischen Vegetariern und gleichermaßen gesundheitsbewussten Omnivoren kein Unterschied in der Lebenserwartung und Krankheitsanfälligkeit besteht.
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
werdet ihr feststellen, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.
(Prophezeiung der Cree-Indianer)

Benutzeravatar
Oliva B.
Admin
Admin
Beiträge: 17661
Registriert: Mi 6. Mai 2009, 08:17
Wohnort: El Comtat, Marina Alta (E), NRW/OWL (D)
Kontaktdaten:

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Oliva B. » So 5. Mär 2017, 18:02

S T O P P !


Ich weiß wie diskussionsfreudig ihr alle seid, aber sollten wir nicht einfach den Wunsch der Vegetarier und Veganer unter uns nach einem eigenen Thread akzeptieren, in welchem sie über Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Rezepte, vegan-vegetarische Stammtische usw. diskutieren können, ohne dass gleich wieder eine Grundsatzdiskussion daraus entsteht? :roll:

Ich gehe davon aus, dass jeder Veganer und Vegetarier unter uns seinen ganz persönlichen Grund hat, sich genau so und nicht anders zu ernähren.
Diese Mitglieder brauchen sich nicht für ihre Ernährungsweise zu rechtfertigen und ich gehe auch davon aus, dass jede/r Einzelne über genügend Hintergrundwissen verfügt, was sie/er tun muss, um sich ausgewogen zu ernähren!

Spanier2017
bisoño
bisoño
Beiträge: 24
Registriert: Di 7. Feb 2017, 19:25

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Spanier2017 » So 5. Mär 2017, 18:44

Dann sollte man diesen Thread auch nur für solche Mitglieder intern zugänglich machen. Über alles wird diskutiert, man sollte dann keinerlei Ausnahmen machen. Ein Forum lebt meist von Meinungen, Informationen und Diskussionen oder darf man hier nur über belanglose Themen schreiben. Dann bitte in den Statuten im Vorfeld bekanntgeben. Danke!

Benutzeravatar
maxheadroom
especialista
especialista
Beiträge: 4012
Registriert: Do 10. Jun 2010, 20:37
Wohnort: Prov.Alic - Bavaria
Kontaktdaten:

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von maxheadroom » So 5. Mär 2017, 19:51

Spanier2017 hat geschrieben:Dann sollte man diesen Thread auch nur für solche Mitglieder intern zugänglich machen. Über alles wird diskutiert, man sollte dann keinerlei Ausnahmen machen. Ein Forum lebt meist von Meinungen, Informationen und Diskussionen oder darf man hier nur über belanglose Themen schreiben. Dann bitte in den Statuten im Vorfeld bekanntgeben. Danke!

Hola todos y Spanier,
es geht ja nicht darum das die Meinung nicht geduldet wird , sondern um ein wenig Ordnung in den threads, man haette das dafür und dagegen in einem thread Was spricht dafür/dagegen ausdiskutieren können, es hat sich halt nun hier breitgemacht und damit ging das ursprüngliche unter :-\ Ich möchte ja auch nicht das in einem thread über weinempfehlungen über die Gefahr von Alkohol diskutiert wird >:) Ergo hat es nix mit Meinungsdiktatur zu tun , sondern nur mit etwas Ordnung, In diesem Sinne denke ich können wir über alles hier diskutierern, mit kam es bis dato nicht vor wie wenn hier im Forum nur Belanglosigkeiten gedultdet würden,
Just my 5 cent >:d<
Saludos
maxheadroom
Even when you win the ratrace, you are still a rat
Pan de ayer, carne de hoy y vino de antaño, salud para todo ano
Soy optimista, incluso mi tipo de sangre es positiva.
La buena vida es cara. Hay otra más barata - pero esa no es vida.

Benutzeravatar
Reisender
activo
activo
Beiträge: 400
Registriert: Mi 6. Mai 2015, 15:00
Wohnort: Mannheim und Orihuela Costa
Kontaktdaten:

Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Reisender » So 5. Mär 2017, 22:49

Oliva B. hat geschrieben:
S T O P P !


Ich weiß wie diskussionsfreudig ihr alle seid, aber sollten wir nicht einfach den Wunsch der Vegetarier und Veganer unter uns nach einem eigenen Thread akzeptieren, in welchem sie über Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Rezepte, vegan-vegetarische Stammtische usw. diskutieren können, ohne dass gleich wieder eine Grundsatzdiskussion daraus entsteht? :roll:

Ich gehe davon aus, dass jeder Veganer und Vegetarier unter uns seinen ganz persönlichen Grund hat, sich genau so und nicht anders zu ernähren.
Diese Mitglieder brauchen sich nicht für ihre Ernährungsweise zu rechtfertigen und ich gehe auch davon aus, dass jede/r Einzelne über genügend Hintergrundwissen verfügt, was sie/er tun muss, um sich ausgewogen zu ernähren!
Stimmt, Elke, du hast recht.
An der Grundsatzdiskussion bin ich nicht unschuldig.
Tut mir leid :)
Gut dass du darauf achtest sonst vergaloppieren wir uns (womit ich nicht auch noch das Thema Pferdefleisch anschneiden wollte :-D )
Aber noch mal ohne Spass: Danke dass du drauf achtest, ich denke das ist wirklich wichtig.
Einen schönen Abend,
Klaus

Das Leben ist eine große Reise. Genieße sie!

https://www.facebook.com/klaus.schulz.75641

Antworten

Zurück zu „Sonstiges Themen“