Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

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Atze
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Diskussion über verschiedene Ernährungsweisen

Beitrag von Atze » Do 2. Mär 2017, 01:01

 ! Nachricht von: Oliva B.
Abgeteilt vom Thema vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca.
Einleitung (Admin):
Es gibt unterschiedliche Ernährungstypen:
Flexitarier, Frutarier, Vegetarier, Veganer usw.
Wer isst was?


Vegetarische Kost, die Milch- und Eiprodukte einschließt mit gelegentlichem Fisch ist sicher gesundheitlich vorteilhafter als eine fleischbasierte Ernährung. Dabei sind auch keinerlei Mangelerscheinungen zu befürchten.

Problematisch wird es bei streng veganer Ernährung: Sie ist möglich, aber ohne genaueste Kenntnisse und sorgfältige Bilanzierung incl. Zufuhr von einigen Spurenelementen und Vitaminen ist sie oft gesundheitsschädlich.
Das gilt ganz besonders für Kinder.
Zuletzt geändert von Oliva B. am Mo 6. Mär 2017, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
werdet ihr feststellen, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.
(Prophezeiung der Cree-Indianer)

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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Atze » Do 2. Mär 2017, 16:06

Atze hat geschrieben:Vegetarische Kost, die Milch- und Eiprodukte einschließt mit gelegentlichem Fisch ist sicher gesundheitlich vor[teilhafter als eine fleischbasierte Ernährung. Dabei sind auch keinerlei Mangelerscheinungen zu befürchten.
Hm - deiner Meinung nach ist diese Aussage also falsch?
Atze hat geschrieben: Problematisch wird es bei streng veganer Ernährung: Sie ist möglich, aber ohne genaueste Kenntnisse und sorgfältige Bilanzierung incl. Zufuhr von einigen Spurenelementen und Vitaminen ist sie oft gesundheitsschädlich.
Das gilt ganz besonders für Kinder.
Auch hier kann ich keine Fehler entdecken: Sie ist ja möglich, wenn sie gut geplant ist und entsprechend bilanziert wird.
Soledad hat geschrieben: Jemand, der sich ausgewogen gesund vegan ernährt (und das meint weder Pfützenwasser und Kieselsteinchen und ab zu ein paar Grashalme, noch Karotten und Tofu und sonst nur Blattsalat, davon wird jeder mangelernährt!) hat auch keine Mangelerscheinungen. Es wird aber angeraten Vitamin B12 zu supplimentieren. Das wird aber per se empfohlen, nicht nur Veganern, denn dieses Vitamin wird in der sogen. Viehzucht den "Nutz"tieren ins Futter gegeben, aber nicht per se vom menschlichen oder "nutz"tierlichen Körper produziert. Kurioserweise haben übrigens den größten Vitamin B12-Mangel und schlechtere Blutwerte (Mangelerscheinungen) Fleischesser, was vermutlich einfach daran liegt, dass sich Veganer und Vegetarierer im Allgemeinen mehr mit Ernährung auseinandersetzen und sich gesünder ernähren
Tut mit leid, da sind mehrere Fehler drin: Ein gesunder Omnivore braucht gewöhnlich kein Vit B12 supplementieren, ein Veganer muss dies immer. Natürlich gibt es mehrere Erkrankungen, die eine Aufnahme von B12 unmöglich machen von Bandwurm bis zu Autoimmunerkrankungen, aber die können nicht als Beispiel dienen. Vit B12 wird auch nicht "vom" Körper produziert, sondern in ihm: Nämlich von Bakterien. Und zwar bei Wiederkäuern z.B. schon im Magen, bei Primaten im Dickdarm. Während der Kuhdarm das Vit. dann aufnehmen kann (Nur bei Hochleistungsrindern wird bei der peripartalen Phase B12 zugefüttert), ginge das beim Menschen nur, wenn er ähnlich wie bei Kaninchen (regelmäßig) oder bei Gorillas (gelegentlich) seinen Kot frisst.
Soledad hat geschrieben: ** steht für mich persönlich nicht die gesunde Ernährung im Focus (und die allermeisten Fleischesser würden lügen, wenn sie dieses Argument für sich in Anspruch nehmen, wenn man schaut, was die sich so alles in ihre Körper schaufeln...), sondern das Wohlergehen und Leben fühlender Mitgeschöpfe! (=Tiere)
Da hast du meine volle Hochachtung und ich kann dir da argumentativ kaum etwas entgegensetzen.
Nur ist die vegane Ernährung per se nicht gesünder: Das beurteilt auch das wohl kompetenteste Vegan-Forum in D so, in dem ich mich auch regelmäßig informiere. Diesen zum großen Teil wirklich gut informierten Veganern kann man z.B. nicht mit der China Studie und/oder Dr. Veith und Dr. Henrich kommen:
http://vegan-forum.de/viewtopic.php?f=10&t=8830

Sie leben vorwiegend aus ethischen Gründen vegan und geben zu, dass sie allerlei Klimmzüge machen müssen, um nicht in Mangelerscheinungen hinein zu geraten. Gelegentlich dort aufschlagende vegane Gesundheitsapostel werden recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.
Insgesamt ein empfehlenswertes Forum.
Zuletzt geändert von Atze am Do 2. Mär 2017, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
LG Atze

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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von sol » Do 2. Mär 2017, 16:12

Tja, rainer
Veganerinnen sind eben was besonderes

ABER eines Tages :

Immer mehr Menschen werden Veganer.
Barbara Frielinghaus, 53, ist den umgekehrten Weg gegangen.
Nach sieben Jahren als Veganerin begann sie wieder, Fleisch zu essen.
Im Interview spricht sie über ihre Gründe.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... zY9kqpC-Ow

Jeder Mensch soll nach seiner Facon glücklich werden
ich schätze Frauen mit festen Meinungen
:x
Gruss Wolfgang

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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von rainer » Do 2. Mär 2017, 18:08

Soledad hat geschrieben:Lieber Rainer,
rainer hat geschrieben:Was hier aber abgeht, habe ich seit meinem Beitritt am 2.1.2001 noch nie erlebt.
rainer hat geschrieben:Sei beruhigt, nun ist mir das Lachen vergangen.


das tut mir leid zu lesen und es geht mir auch nah. Das habe ich wirklich nicht gewollt... :-( Tut mir leid. Wie gesagt, ich habe mich mehrfach bei Dir entschuldigt und tue es auch hiermit noch mal... wie gesagt, ich bin mit Sicherheit die Letzte, die Unfriede, in dieses schöne Forum bringen möchte. Ich bedaure, dass Du Dich von mir "gemaßregelt" fühlst... Das sollte so nicht sein, auch nicht, dass ein jahrelanger Stammuser sich durch ein relativ neues Forenmitglied wie mich konsterniert fühlt. Ich habe mich deshalb entschieden, das Thema in diesem Forum ruhen zu lassen... ich werde die Veggy-Community extern aufziehen, nicht hier im Forum und nur noch zu Spanienthemen schreiben. Ich denke, das ist besser für alle... und würde Dir hiermit gerne die Hand reichen, lieber Rainer... vielleicht nimmst Du sie ja an? :-s
Kein Problem, eine gereichte Hand schlägt man nicht aus. >:d<
Aber mein Vorschlag war zwar flapsig formuliert, aber durchaus ernstgemeint: Warum denn nicht ein Thread "Veganer unter sich". Einige Gleichgesinnte hatten sich doch schon gefunden, wäre doch schade für Euch, wenn das wieder einschläft.
Soledad hat geschrieben: In diesem Sinne, Friede sei mit Euch... ! :d >:d< Leben und leben lassen... sprach der alte Häuptling der Indianer! :-D :lol: :lol:lol)
Gruß
rainer

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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Soledad » Do 2. Mär 2017, 18:32

Lieber Rainer,
rainer hat geschrieben:Kein Problem, eine gereichte Hand schlägt man nicht aus. >:d<
prima, das freut mich! :) Dann sind wir ja wieder "gut" miteinander... ;) >:d<
rainer hat geschrieben:Aber mein Vorschlag war zwar flapsig formuliert, aber durchaus ernstgemeint: Warum denn nicht ein Thread "Veganer unter sich". Einige Gleichgesinnte hatten sich doch schon gefunden, wäre doch schade für Euch, wenn das wieder einschläft.
Dann wäre ich aber hier im Forum in der Veggy-Rubrik sehr einsam ;) ich denke, ich bin hier weit und breit der einzige Veganer :lol:

Die anderen sind doch Vegetarier, und wie gesagt, mir jedenfalls sind ja auch interessierte Fleischesser durchaus willkommen! Es sollte imho nur ein Austausch über das Veggy-Leben an der CB werden (also, so schwebte MIR das jedenfalls vor :lol: ) und keine Grundsatzdiskussion für oder wider... denn dieser Diskussionen bin ich als fast lebenslange Vegetarierin und Veganerin mehr als ein Jahrzehnt ehrlich gesagt müde... Kann man vielleicht auch ein bischen verstehen, oder? ;;) (aber trotzdem finde ich, sollten Fleischesser nicht ausgeschlossen werden)

Ich bastel uns was, kein Problem ;) und die drei oder vier Veggies, die sich bislang hier zusammengefunden haben, werden sich bestimmt nicht verlieren, zumal wir alle recht nah beieinander wohnen! Und wer noch hinzustoßen möchte, kann es ja gerne... (wer weiß, vielleicht überlegst Du es Dir ja auch noch mal... :d *duckundwech*)
Dios nunca te cerrarà una puerta, sin antes abrirte una ventana.
Un saludo, Soledad

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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Florecilla » Do 2. Mär 2017, 20:38

Jetzt habe ich gerade den gesamten Thread nachgelesen und hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass ihr beide - soledad und Rainer - aneinander vorbei schreibt. Rainers "flappsig formulierter" Vorschlag schien mir keineswegs despektierlich gemeint, sondern sollte genau das verhindern, was danach "passiert" ist - ein Missverständnis. So ist das mit dem geschriebenen Wort - es ist interpretierbar und jeder liest etwas anderen (hinein) als vielleicht beabsichtigt. Leichter fällt einem da die Interpretation, wenn man die Schreibe der Forumsmitglieder schon ein bisschen länger kennt ... da ist man klar im Vorteil ;) Schön, dass ihr letztendlich doch zueinander gefunden habt.

Aber zurück zum Thema ... zu dem ich als bekennender Allesfresser nicht viel beitragen kann und möchte. Lediglich das Thema Supplementierung interessiert mich und da habe ich meine eigene Meinung, die aber eben auch nicht besonders populär und deshalb für mich kein Gegenstand öffentlicher Diskussion ist.

Eurem Thread hier folge ich dennoch gerne, denn man sollte immer Augen und Ohren offen halten und Neuem gegenüber aufgeschlossen sein. Eine Grundsatzdiskussion fände ich hier (in einem regionalen Spanienforum) jedoch fehl am Platze, ein Austausch über Restaurants, Rezepte, Bezugsquellen aber dennoch für viele sicherlich hilfreich. Und wen es nicht interessiert, der kann den Thread ja meiden. Nicht jeder muss alles lesen.

Vielleicht mag ja jemand einen Parallel-Thread für die nördliche Costa Blanca eröffnen ...
Hasta luego,
Florecilla (Margit)

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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von sol » Fr 3. Mär 2017, 06:25

Soledad hat geschrieben:Lieber Wolfgang,
schade, dass Du Dich "reinhängen" mußt, um noch mal nachzutreten...
sol hat geschrieben:Tja, rainer
Veganerinnen sind eben was besonderes
Das macht mich traurig und nachdenklich... war dieser Spruch wirklich nötig? :-(
was macht dich daran traurig, :-?
--wenn du doch was besonderes bist--jeder Mensch ist doch einmalig
nachdenklich vielleicht schon über den Link-----
ausserdem schrubte ich :
Jeder Mensch soll nach seiner Facon glücklich werden
ich schätze Frauen mit festen Meinungen :x
Liebe Grüße von eimen " Allesfresser ", der sich ernährt, wie es ihm gefällt-
(nebenbei so 1945 hatten wir auch kein Fleisch und aßen sogar Kartoffelschalen)
Gruss Wolfgang

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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von sol » Sa 4. Mär 2017, 14:55

rainer hat geschrieben:Mal ne neugierige Frage an die Veggies: Es gibt ja auch in "normalen" Restaurants vergetarische Gerichte auf der Karte.
Kommt das für Euch auch in Frage, oder seid Ihr, wie mein Enkel, der Ansicht, dass man dort nicht sicher sein kann,
ob und welche Küchengeräte bei der Zubereitung benutzt wurden, die auch irgendwie mit Fleisch in Kontakt waren. :-?
gibt es alles---------

Hätten Sie es gewusst? Diese Produkte können Reste von Tier enthalten

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... hrjVs2fV_Q

entschuldigung----icke schon wieda
Gruss Wolfgang

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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Calendula » Sa 4. Mär 2017, 17:58

Reisender hat geschrieben:Aber ich selbst kaufe keine Fleischprodukte. Möchte nicht für diese Zustände verantwortlich sein.
LG,
Klaus
Schüttest du damit nicht das Kind mit dem Bade aus? Neben der Massentierhaltung gibt es ja auch Tierhalter die ihre Tiere artgemäß halten und alte Nutztierrassen erhalten, die brauchen Kunden die ihre Arbeit schätzen und unterstützen. Das hindert einen ja nicht daran unter der Woche fleischlos zu essen und sich dann über einen Sonntagsbraten zu freuen.

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Re: vegan und vegetarisch an der südlichen Costa Blanca

Beitrag von Reisender » Sa 4. Mär 2017, 23:38

Calendula hat geschrieben:
Reisender hat geschrieben:Aber ich selbst kaufe keine Fleischprodukte. Möchte nicht für diese Zustände verantwortlich sein.
LG,
Klaus
Schüttest du damit nicht das Kind mit dem Bade aus? Neben der Massentierhaltung gibt es ja auch Tierhalter die ihre Tiere artgemäß halten und alte Nutztierrassen erhalten, die brauchen Kunden die ihre Arbeit schätzen und unterstützen. Das hindert einen ja nicht daran unter der Woche fleischlos zu essen und sich dann über einen Sonntagsbraten zu freuen.
Ich denke das tue ich nicht. Der Mensch ist nicht auf tierische Produkte angewiesen und deshalb müssen wir keine Lebewesen mehr umbringen (zumindest nicht in Europa, in einigen Gebieten der Welt ist dies anders).
Ausserdem ist erwiesen, dass die Futtermittelerzeugung so viel Nahrungsmittel frisst, dass wir damit wesentlich mehr Menschen ernähren könnten als mit dem Fleich.
Und alte Nutztierrassen erhalten um sie aufzuessen?
Überzeugt mich nicht.
LG,
Kkaus
Zuletzt geändert von Florecilla am So 5. Mär 2017, 22:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitate formatiert

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