Haben wir auf dem Immobilienmarkt die Talsohle erreicht?

Preisentwicklung, rechtl. Voraussetzungen, Kataster, Grundbuch, Genehmigungen etc.
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Miguel_87
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Re: Haben wir auf dem Immobilienmarkt die Talsohle erreicht?

Beitrag von Miguel_87 » Sa 20. Aug 2016, 21:40

Cozumel hat geschrieben:Meines Erachtens liegt soetwas an der vorangegangen Beratung und Vorstellung der Immobilie.

Ich hatte 80% Interessenten die nie mein ausführliches Expose´gesehen haben. Der Makler machte ja keines.
Meistens waren sie gleich in den ersten 2 Minuten sauer, weil mein Haus nicht die gewünschte Grösse hatte.
Ja, mein Blick, 30 m vom Meer entfernt, war grandios, das Haus auch. Nur es hatte für viele 1 Zimmer zu wenig.

Für den Käufer ist das auch nicht toll.

Ja, da bin ich auch mal gespannt was mich erwartet :-D im Bezug auf die Angabe der WF.
Das kann man ja mit D überhaupt nicht vergleichen.
Saludos, Michael

Cozumel
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Re: Haben wir auf dem Immobilienmarkt die Talsohle erreicht?

Beitrag von Cozumel » Sa 20. Aug 2016, 21:49

Hier kennen sie die Grösse des Hauses nicht mal. Die Makler sagen die Grösse die der Eigentümmer nennt, aber der kennt sie auch nicht.

Hier wird ausserdem der überbaute Raum angegeben, mit Aussenmauern, inklusive Treppenhaus.
Das ist nicht der reine Wohnraum wie in DE.

Kauf Dir doch einen Lasermeter. Du wirst Dich wundern. :)
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Miguel_87
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Re: Haben wir auf dem Immobilienmarkt die Talsohle erreicht?

Beitrag von Miguel_87 » Sa 20. Aug 2016, 21:55

Einen Laser habe ich und den werde ich auch ganz bestimmt dabei haben :-D

Ja der überbaute Raum, sowie Terrasse und Garage, falls vorhanden. Das habe ich auch schon gelesen.
Saludos, Michael

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vitalista
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Re: Haben wir auf dem Immobilienmarkt die Talsohle erreicht?

Beitrag von vitalista » Sa 20. Aug 2016, 23:02

Bei den Größenangaben sind manche Makler echte Rechenkünstler :-o , vermutlich rechnen sie den Platz unter einer ausgezogenen Markise auch noch zur Wohnfläche dazu... Meine Erfahrung, sich darüber aufzuregen bringt gar nichts. Ich habe etliche Makler durch, es ist zwar über zehn Jahre her, aber ob sich was an dem Geschäftsgebaren geändert hat, bezweifle ich. Alleinaufträge gibt es selten, ein Haus wurde von mehreren Maklern zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Und mir ist gleich zwei mal passiert, dass die Finca, die ich kaufen wollte, durch einen anderen bereits verkauft und "mein" Makler nicht informiert worden war. Ich wundere mich auch heute noch, wie lieblos viele Exposés gestaltet sind, und die Fotos, na ja.
Bei den Käufen, die ich getätigt habe, behielt der Makler die Anzahlung als Provision.

Ich würde heutzutage anders vorgehen, würde in der Gegend, die mich interessiert, Kontakt zu den Nachbarn suchen, in Bars gehen, da kann man viel erfahren. Es setzt natürlich voraus, dass man sich zumindest einigermaßen verständigen kann.

Meine Einschätzung zum Erreichen der Talsohle, prinzipiell glaube ich nicht, dass die Preise noch großartig fallen. Einzig die Auswirkungen des Brexit könnten, wenn viele Briten verkaufen müssten, Wirkung zeigen.
Wer morgens zerknittert aufsteht, hat tagsüber noch Entfaltungsmöglichkeiten!

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Re: Haben wir auf dem Immobilienmarkt die Talsohle erreicht?

Beitrag von HermanG » So 21. Aug 2016, 11:07

Wir sind seit längerer Zeit auf der Suche nach einer brauchbaren Wohnung in Malaga Stadt.
Was mir bisher an Maklern über den Weg gelaufen ist, spottet jeder Beschreibung. Die scheinen direkte Nachfahren der Pferdehändler zu sein, aber die meisten obendrein noch extrem unprofessionell. Bisher habe ich nur 2 vertrauenswüdige angetroffen: ein Büro ist eine Tochtergesellschaft einer grossen deutschen Maklerfirma und der andere ist in der Schweiz aufgewachsen. Praktisch niemend hat Pläne, nicht einmal von Neubauten, wobei ich mich schon öfters gefragt habe, ob dies nicht Absicht ist, um ungenierter über die Grösse schwafeln zu können. Nach der ersten Überraschung, als man mir ein Wohnzimmer mit ca 22 m2 für 28 m2 angeboten hat, habe ich mir im Baumarkt ein Lasermeter für gut 50 € gekauft, eine der besten Investitionen. Jetzt können mir die Immobilienhengste erzählen, was sie wollen und fallen dann auf die Nase, wenn ich nachmesse.
Meine Erfahrung mit den Preisen ist, dass diese zur Ferienzeit regelmässig steigen, aber im Herbst wieder fallen. Man rechnet einfach damit, irgendeinen unbedarften Ausländer zu finden, der das Niveau nicht so genau kennt und auch einen Fantasiepreis bezahlt. Wir haben im Juni einige Angebote besichtigt und statt der verlangten € 270.000,- für eine renovationsbedürftige Wohnung in bester Lage € 240.000,- geboten. Jetzt warten wir einfach ab und trinken in der Zwischenzeit nicht Tee sondern Cava und Rotwein...
Hermann

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Re: Haben wir auf dem Immobilienmarkt die Talsohle erreicht?

Beitrag von Cozumel » So 21. Aug 2016, 11:19

Beim ersten Teil Deines postings stimme ich Dir 100% zu. Das waren auch meine Erfahrungen.

Beim zweiten Teil nicht.

Vergleiche doch nur mal die Preise mit der Schweiz und Deutschland.
Natürlich ist die Qualität hier nicht so gut, aber man braucht hier auch keine Dreifachverglasung oder Vollisolierung.

Dafür haben die Häuser hier meistens Garage, Pool, Vollumzäunung oder Mauern, Terrassen.

Preise von 350 - 500.000 sind dafür durchausgerechtfertigt. Bei mehr Luxus natürlich auch mehr.

Ausserdem ist Stadtlage immer teuerer.
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Re: Haben wir auf dem Immobilienmarkt die Talsohle erreicht?

Beitrag von Hessebub » So 21. Aug 2016, 11:32

Wenn ich mir ein Auto kaufe gehe ich auch nicht zu jedem Straßenhändler um die Ecke ;)
Ich hatte ja schon geschrieben, man brauch Ausdauer und muß den Markt sondieren!
Dann renne ich auch nicht ins Verderben.

Unser Makler hatte unser Häuschen mit weniger Quadratmeter angeboten, tatsächlich hat es 3 m² mehr.
Für unsere Unterlagen haben wir ein Gutachten erstellen lassen um den tatsächlichen Wert ermitteln zu lassen,
Kosten ca. 300 €
Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben :mrgreen:

LG Wolfgang

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Haben wir auf dem Immobilienmarkt die Talsohle erreicht?

Beitrag von baufred » So 21. Aug 2016, 12:00

... um mal hier mit den "bunten" Begrifflichkeiten im Thread etwas "aufzuräumen" :d ...

>> mal nach dtsch. Techniker-Verständnis:
superficie útil (metros útiles) - (Netto-)Nutz(bare)fläche (Wohn- u. Nutzflächen zusammen - die Spanier trennen hier nicht "sauber"!)
superficie construida (metros construidos) - bebaute Fläche (einschl. Umfassungswände)
superficie construida con elementos comunes (metros construidos con comunes) -
>> bebaute Fläche einschl. anteiliger Gemeinschaftsflächen (außerhalb der Wohnung > Treppenhäuser, Laubengänge etc.)
Achtung hier aufpassen: 2 verschiedene Verfahren für die Berechnung der Gemeinschaftsflächenanteile werden benutzt :idea: :
> alle Flächen außerhalb der Wohnung geteilt durch Anzahl der Eigentümer
> alle Flächen geteilt im Verhältnis der Wohnflächen (superficie útil) aller Wohnungen
volumen construido - umbauter Raum

... was sich dahinter alles verbergen kann (in Spanien!):
https://www.idealista.com/comunicacion/ ... a_casa.pdf
http://www.metroscubicos.com/articulo/c ... partamento
... man beachte besonders die Definitionen z.B. der allg. Katasterangaben auf S. 2+3
Saludos -- baufred --

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