Tierquälerei als Volksbelustigung

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Oliva B.
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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von Oliva B. » Di 6. Feb 2018, 11:06

hundetraudl hat geschrieben:
Di 6. Feb 2018, 10:42
Meine deutsche Nachbarin hat - da arbeitslos- sich der Tierhilfe (rumänische Hunde) gewidmet. Sie ist inzwischen absolut fertig, da dort den Hunden bei lebendigem Leib die Pfoten abgeschlagen werden und sie dann elendig sterben. Sie kann inzwischen nicht mehr schlafen und wenn hat sie Albträume. Die Bilder kann ich mir nicht ansehen, so fürchterlich sind sie.
Da stimmt es schon, dass der "Mensch" fürchterlich ist. Angeblich zahlt die EU Pfotenprämie (habe ich nicht geprüft).
Nicht viel anders ergeht es den spanischen Galgos.
Das Drama um die Galgos
- Jedes Jahr werden nach Ablauf der Jagdsaison Tausende spanische Windhunde ausgesetzt oder gar getötet. Tierschützer fordern ein Ende dieser grausamen Praxis.

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Akinom
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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von Akinom » Di 6. Feb 2018, 17:54

:sad: - auch das hier ist mehr als Tierquälerei - zwar nicht als Volksbelustigung, aber für die Menschen.

https://www.animalequality.de/schweineh ... n-spanien/

(es ist nicht schön anzusehen - )

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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von maxheadroom » Di 6. Feb 2018, 18:13


Hola todos y Akinom,
es wuerde da eine ganz einfach Lösung geben :
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Wir Menschen in den reichen Ländern essen generell zu viel Fleisch, ganz einfach deswegen, weil es uns schmeckt und weil wir es uns leisten können. Fleisch ist an sich gar nicht ungesund. Nur zu viel davon schadet – wie bei allen Übertreibungen – dem Körper. Es kann uns sogar krank und träge machen, es ist schlecht für unser Herz und unser Blut. Jeden Tag Fleisch zu essen, tut uns also nicht gut. Jeden Tag Gemüse zu essen hingegen schadet uns überhaupt nicht, sondern nutzt uns sogar sehr. Denn unser Körper braucht viel Gemüse, damit er gut funktioniert. Gemüse enthält wichtige Inhaltsstoffe, die im Fleisch nicht drin sind, zum Beispiel Vitamine und Ballaststoffe. Deswegen ist eine ausgewogene Ernährung so wichtig – von allem genau die richtige Menge zu essen, das sollte unser Ziel sein. :-? :-o und warum tun wir es nicht :?: :?

Saludos
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P.S.
der nicht nochmal wiederholen moechte was er schon vorher an Aphorismen gepostet hat die eigentlich den Kern der Sache treffen,
die auch schn älter sind aber nichts bewirkt haben, denn der Mensch ist nicht nur des Menschen Wolf sondern auch seiner Umwelt

Even when you win the ratrace, you are still a rat
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Soy optimista, incluso mi tipo de sangre es positiva.
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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von hundetraudl » Di 6. Feb 2018, 18:16

maxheadroom hat geschrieben:
Di 6. Feb 2018, 18:13

Hola todos y Akinom,
es wuerde da eine ganz einfach Lösung geben :
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Wir Menschen in den reichen Ländern essen generell zu viel Fleisch, ganz einfach deswegen, weil es uns schmeckt und weil wir es uns leisten können. Fleisch ist an sich gar nicht ungesund. Nur zu viel davon schadet – wie bei allen Übertreibungen – dem Körper. Es kann uns sogar krank und träge machen, es ist schlecht für unser Herz und unser Blut. Jeden Tag Fleisch zu essen, tut uns also nicht gut. Jeden Tag Gemüse zu essen hingegen schadet uns überhaupt nicht, sondern nutzt uns sogar sehr. Denn unser Körper braucht viel Gemüse, damit er gut funktioniert. Gemüse enthält wichtige Inhaltsstoffe, die im Fleisch nicht drin sind, zum Beispiel Vitamine und Ballaststoffe. Deswegen ist eine ausgewogene Ernährung so wichtig – von allem genau die richtige Menge zu essen, das sollte unser Ziel sein. :-? :-o und warum tun wir es nicht :?: :?

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der nicht nochmal wiederholen moechte was er schon vorher an Aphorismen gepostet hat die eigentlich den Kern der Sache treffen,
die auch schn älter sind aber nichts bewirkt haben, denn der Mensch ist nicht nur des Menschen Wolf sondern auch seiner Umwelt

Ich esse Fleisch und Gemüse und Salat. Damit ist es automatisch ausgewogen. :-D
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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von maxheadroom » Di 6. Feb 2018, 18:21

hundetraudl hat geschrieben:
Di 6. Feb 2018, 18:16

Ich esse Fleisch und Gemüse und Salat. Damit ist es automatisch ausgewogen. :-D

Hola todos y Hundetraudel ,
ja Du und Ich,aber dass reicht nicht warum haben wir soviel Schweine und Rinder KZ´s , warum ist die pro Kopf Menge an Fleisch kg so erschreckend hoch, weil eben die meisten reinschieben was geht, egal ob es sie und die Tiere krank macht >:) >:)
Saludos
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Zuletzt geändert von Oliva B. am Di 6. Feb 2018, 18:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat-Formatierung.
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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von henrietta » Mi 7. Feb 2018, 08:47

Immer wieder "lustig" anzusehen, wie sich Menschen über die perversen Tierquälmethoden aufregen, parallel dazu aber das billige Schnitzel von Mercadona essen. Bei einem aufgehängten Hund schreien alle entsetzt los, bei 20.000 Schweinen, die in einer großen Halle zusammengepfercht sind, von oben bis unten zugeschissen und sich vor Platzmangel schon gegenseitig die Ohren und Schwänzchen abfressen, das wird ignoriert, weil es ja die Essgewohnheiten und die Komfortzone tangiert.

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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von villa » Mi 7. Feb 2018, 12:02

Nun es gibt ja ganz einfach und auch effiziente Lösungen für Konsumenten. Nicht kaufen. Ich jedenfalls werde meine Finger von lepozo lassen. Aber nun mal ehrlich, wir beklagen hier die Zustände in Spanien, ist es in Deutschland wirklich besser? Hab vor einigen Montan mal ne Reportage über vollautomatisierte Schweinemast in Deutschland gesehen, auch das Fleisch dieser armen Tiere möchte ich nicht essen. Billig und Tiergerecht geht eben nicht.
Industrielle Produktion und Tierwohl sind kaum zu vereinbaren. Und dennoch kann man durchaus genügen Fleisch produzieren ohne tiere quälen zu müssen. Aber eben icht in den Grössenordnungen die von der Industrie gefordert werden und auch nicht so billig wie die Konsumenten es gerne hätten.

Nun noch zu den Hunden. Galgos und Podencos werden in Spanien immer noch oft nur als Arbeitsgerät gesehen. Aber es gibt langsam eine Veränderung, zumindest die Organisationen die nicht nur alles verteufeln und versuchen Verständnis zu schaffen erhalten immer mehr der nicht erwünschten Tiere zur Vermittlung.
Ich gebe Aze recht wenn es um die ausbildung vieler Jadhunde geht, sie müssen funktionieren sonst sind sie nicht interessant und werden laufen gelassen oder getötet. Allerdings stimmt die Behauptung dass die Bindung zwischen Jäger und Hund nicht so gross sein nicht ganz, ich kenne viele die aus Freunde an den Hunden jagen. Die besten Beispiele geben natürlich die Jäger die die Originaljagd mit dem Podenco betreiben, diese findet nämlich ohne Waffen statt, der Podenco ist ein selbständiger Jäger der die Beut auch erlegt und zum Jäger bringt, und das muss durchaus trainiert werden. Meine erste war von einem Jäger ausgemustert worden, nur mit Hilfe anderer Jäger kam ich mit Ihr zurecht. Sie haben mir erklärt wie ein Podenco funktioniert und erzogen wird vom Jäger. Luci hätte nie was vom Kaninchen gefressen, war beeindruckend. In der Hudndeschule, nix mit apportieren, egal wie wir es anstellten, dann kam der Futterbeutel mit Kaninchenfell zum Einsatzt, ich musste nicht mal ein Komando geben, sie wusste genau was ihr Job ist.
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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von Atze » Mi 7. Feb 2018, 12:59

villa hat geschrieben:
Mi 7. Feb 2018, 12:02

Ich gebe Aze recht wenn es um die ausbildung vieler Jadhunde geht, sie müssen funktionieren sonst sind sie nicht interessant und werden laufen gelassen oder getötet. Allerdings stimmt die Behauptung dass die Bindung zwischen Jäger und Hund nicht so gross sein nicht ganz, ich kenne viele die aus Freunde an den Hunden jagen. Die besten Beispiele geben natürlich die Jäger die die Originaljagd mit dem Podenco betreiben, diese findet nämlich ohne Waffen statt, der Podenco ist ein selbständiger Jäger der die Beut auch erlegt und zum Jäger bringt, und das muss durchaus trainiert werden.
Aber gerade dies Hetzjagd, (die in D und vielen anderen Ländern verboten ist) befördert das Problem: Nur Windhunde sind ausreichend schnell, um allein oder zu zweit wie bei den Wettbewerben) einen Hasen zu fangen. Das sind sie aber in ihrem 12-15? jährigen Leben nur vielleicht 4 bis 5 Jahre. Danach lassen sie nach und sind für diese Art von Jagd nicht mehr zu gebrauchen. Wenn sie keinen "Familienanschluss" haben, müssen sie entsorgt werden, da ja ein neuer angeschafft wird. Wenn ein Podenco-Jäger alle Hunde behält und dabei wenigsten einen leistungsfähigen haben will (bei Hunden für Wettbewerbe "Coursing" ist es besonders schlimm, da nur die absolute Leistungsspitze interessant ist), " muss er leicht 4 bis 5 Hunde "durchschleppen" und das kostet natürlich.
Mit unseren "normalen" Hunde, bei denen das wichtigste die Nase ist, lässt sich bis in hohe Alter jagen. Es ist egal, wie schnell sie jagen und auf der Fährte sollen sie auch sorgfältig und langsam sein, damit der Führer folgen kann. Auch für die Feldjagd sind zu weit gehende Hunde verpönt: Was nützt es, wenn ein Hund einen Fasan in 100 m Entfernung hochmacht - der ist für den Jäger verloren.
Auch die Hunde, die sich bei einer Gemeinschaftsjagd auf die Fährte z.B. einer Sau setzen SOLLEN nicht zu schnell sein. Hervorragend geeignet sind z.B. Teckel. Vor denen kommt die Sau eher im gemütlichen Trott, von hinten wird sie durch das Gebell des Hundes schon lange vorher "gemeldet".
LG Atze

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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von Atze » Mi 7. Feb 2018, 13:36

henrietta hat geschrieben:
Mi 7. Feb 2018, 08:47
Bei einem aufgehängten Hund schreien alle entsetzt los, bei 20.000 Schweinen, die in einer großen Halle zusammengepfercht sind, von oben bis unten zugeschissen und sich vor Platzmangel schon gegenseitig die Ohren und Schwänzchen abfressen, das wird ignoriert, weil es ja die Essgewohnheiten und die Komfortzone tangiert.
Keine Frage, dass die Schweinehaltung ganz überwiegend schweine- und damit menschenunwürdig ist, gefördert durch die Gier nach möglichst billigem Fleisch.
Allerdings: Eine große Halle, in der 20.000 Schweine zusammengepfercht sind ist mir bisher weder vor Augen noch vor Ohren gekommen.
Und das Schwanzbeißen hat multifaktorielle Ursachen: Natürlich zuerst die Enge, wenn die Schweine nicht ausweichen können. Aber auch bei rel. "großzügigen" Platzverhältnissen, z.B. Biohöfen ist das Schwanzbeißen ein Problem. Meist ist es mangelnde Beschäftigung (Spieltrieb). Ein Schwein prüft erstmal alles mit dem Maul und beißt zur Probe erstmal rein.
Wenn dadurch auch nur kleinste Wunden entstehen, reizt der Blutgeruch, da "härter" ranzugehen.
Es gibt Möglichkeiten, da einzuschreiten. Dafür muss aber jedes Tier unter fast dauernder Aufsicht stehen.
LG Atze

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Re: Tierquälerei als Volksbelustigung

Beitrag von villa » Mi 7. Feb 2018, 17:41

Atze ich geb dir recht wenn es um die Schnelligkeit geht, ich kenne aber einige vieliecht etwas fortschrittlichere Jäger die auch die ältern Hunde behalten und auch stolz sind auf ihre Senioren und die Erfolge die sie mit Ihnen hatten. Bei einigen rennen sie bei der Jagd zwar nocht mit, stehen aber nicht mehr unter leitungsdruck. Das trifft aber sicher eher auf die Jäger zu die es eher aus Liebe zum Hund machen als wegen des Jagens.
Zudem gibt es besonders beim Podenco grosse Unterschiede. Die kleineren Podencos bleiben meist in der Nähe des Jägers, mit den grossen wir auch mit Pferden gejagt und die Distanzen sind wesentlich grösser. Kommt wohl auch da auf Rasse und das was ein Hund gelernt hat an.

Meine erste hatte mit Sicherheit Spass am Leben als Jagdhund, kann mich gut erinnern wie die ausgeflippt ist als beim Nachbarn ein grosser Offroader (Typ wie es Jäger benutzen) vorfuhr, war wohl ein ähnliches Auto wie ihr Vorbesitzer hatte. Die ist fast durchgedreht vor Freude. Leider gings dann doch nicht los.
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