Dash-Cam

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Hessebub
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Re: Dash-Cam

Beitragvon Hessebub » Mi 19. Okt 2016, 17:45

Schön zu hören ;)

Leider ist die Gebrauchsanweisung nur in Englisch :((
LG Wolfgang

Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt :)

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Re: Dash-Cam

Beitragvon Cozumel » Mi 19. Okt 2016, 19:13

Kiebitz,
gut zu wissen.

Eine Dashcam brauche ich nicht, aber vielleicht mal was ähnliches. Dann weiss ich ja, wohin ich mich wenden kann. :d
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Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, dass es der Milchmann ist, dann weiß ich, dass ich in einer Demokratie lebe.

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Re: Dash-Cam

Beitragvon Atze » Fr 8. Sep 2017, 17:28

Ein aktuelles Urteil:
LKW fuhr auf PKW auf.
PKW-Fahrer wollte Schadenersatz.
Im LKW war aber eine DashCam installiert, deren Aufzeichnung zeigte, dass auf Grund eines plötzlichen Spurwechsels und Abbremsen des PKW ein Auffahren unvermeidlich war.
PKW-Fahrer klagte GEGEN die Verwertung der Aufnahmen.
Gericht: Aufnahmen dürfen verwertet werden, die Verwertung verstößt nicht gegen das Persönlichkeitsrecht des PKW-Fahrers.

https://www.justiz.bayern.de/gerichte-u ... 017/26.php
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
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Re: Dash-Cam

Beitragvon Miesepeter » Sa 9. Sep 2017, 10:43

Interessantes und einleuchtendes Urteil. Die Verwendung von Dashcams in Spanien ist leider nicht eindeutig geregelt (wie üblich) und die Rechtsauslegung bzw -Auffassug kompliziert das ganze noch. Die App "GPS Navigation" (kostenlos) verwandelt das Handy in eine Dashcam.
Von Optimismus zeugt u.a. auch ein positiver Alkoholtest.
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Re: Dash-Cam

Beitragvon Kiebitz » Do 5. Okt 2017, 11:56

Hier noch ein Urteil. Diesmal mit parkendem Auto.

https://www.pcwelt.de/a/dashcam-einsatz ... 28&pm_ln=3

Hier Strafe für den Betreiber der Kamera - trotz gefilmter Straftat.
Diskutiere nie mit Idioten, sie holen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung...
Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber. Brecht.

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Re: Dash-Cam

Beitragvon Atze » Do 5. Okt 2017, 17:21

Ja, das ist interessant. Noch interessanter wäre es, ob diese Aufnahmen (obwohl selber "illegal") in einem Prozess in D verwendet werden könnten - oder ob sie ähnlich wie in den USA als "Früchte vom vergifteten Baum" gelten. Da allerdings auch nicht, wenn die "Früchte" von einer Privatperson stammen - was hier der Fall ist.

Irgenwie erinnert mich das an Folgendes:

Hausbesitzer hört Geräusche und griff zur Pistole, die er vorschriftswidrig in seinem Nachttisch aufbewahrte.

Als sich die Schlafzimmertür öffnet, schießt er auf einen Schatten, auch weil er ein Messer in dessen Hand glaubte (war auch tatsächlich eines).
Ihm wurde Notwehr zugebilligt und er ging deswegen straffrei aus.
Es hätte bezüglich der Notwehr auch eine illegale Waffe sein dürfen.
Unabhängig davon wurde ein Verfahren wegen falscher Waffenlagerung eingeleitet.

Zurück zum Fall Dashcam:
"In den USA wirkt die Doktrin von den Früchten des vergifteten Baumes letztlich in beiden Richtungen zwischen Beweisverwertungs- und Beweiserhebungsverboten, und entsprechend auch bei deren Verkettung. In Deutschland führt ein Verwertungsverbot grundsätzlich zu einem Erhebungsverbot, doch gilt die Umkehrung nicht: Aus einem Erhebungsverbot folgt nicht automatisch ein Verwertungsverbot."

Aus Wiki.

Trotz des Verbotes des Anfertigens der Aufnahmen dürfen diese - wenn erst einmal erhoben - offenbar im Prinzip auch verwendet werden. Allerdings bleibt das Verbot der Erhebung als Delikt relevant.
LG Atze

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Re: Dash-Cam

Beitragvon nurgis » Do 5. Okt 2017, 22:00

Da kenne ich auch einen ähnlichen Fall. jedoch ohne Dashcam und mechanische Waffen.Waffe der Hund.
Eine Frau läuft mit ihrem Hund. Im abgelegenem Gebiet wird sie von einem Mann angefallen, der sie vergewaltigen will.Der Hund veteidigt seine Halterin und beisst zu. Die Halterin wurde verurteilt, weil sie ihren Hund nicht zurückgehalten hat und dadurch der Mann verletzt wurde. :?: :?: :?: :mrgreen:
LG Nurgis
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Re: Dash-Cam

Beitragvon chris » Mo 9. Okt 2017, 00:28

Kiebitz hat geschrieben:Hier noch ein Urteil. Diesmal mit parkendem Auto.

https://www.pcwelt.de/a/dashcam-einsatz ... 28&pm_ln=3

Hier Strafe für den Betreiber der Kamera - trotz gefilmter Straftat.



"Das Interesse der Betroffenen an der Aufdeckung von einer potentiellen Straftat muss hierbei zurückstehen."

Was soll man dazu noch sagen, wenn ein Richter die Aufklärung einer nachweislich begangenen Straftat als sekundär abtut?

Rechtlich besser gestellt ist man sicherlich mit einer Kamera mit G-Sensor, die nur dann aufzeichnet, wenn Ausnahmesituationen auftreten wie Erschütterung oder starkes Bremsen. Dann filmt man zwar immer noch konstant, die Aufnahmen werden aber nicht gespeichert, wenn kein Ereignis eintritt.

Das nimmt den absurden Entscheidungen den meisten Wind aus den Segeln der konstruierten Begründungen.


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