Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

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Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

Beitrag von rainer » So 5. Jun 2011, 14:40

Hallo zusammen,

Bekannte haben uns einen Bananen- Ableger geschenkt und dazu gesagt, den brauchten wir einfach nur einzupflanzen, der Rest käme von selbst. Keine Bewässerung nötig, kein Dünger nötig, die Pflanze sei völlig auspruchslos.
Im deutschsprachigen Internet steht das genaue Gegenteil: viel wässern, viel düngen. Allerdings geht es da stets um die Zimmerpflanzen – Variante und deutsche „Zimmerklima“- Verhätnisse.
Bei Montgo habe ich unter anderem auch gelesen, dass ihre Bananenstaude sich sogar kaum im Zaum halten ließ und oft zurückgestutzt werden mußte. Wie sehen das die „Fachleute“ hier?
Gruß
rainer

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Re: Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

Beitrag von kuba » So 5. Jun 2011, 15:32

hallo rainer,

also zum Anwachsen brauchen die Stauden wirklich recht viel Bewässerung, aber KEINE STAUNÄSSE, die ist tötlich. Wenn eine Staude wirklich angewachsen ist und der Standort stimmt, bekommt sie recht schnell Ableger, und soweit ich das weiß, werden sie nach der Ernte radikal zurückgeschnitten.......
Aber gibt bestimmt eineige "Bananenexperten" hier......
liebe grüße
kuba

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Re: Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

Beitrag von Gast2 » So 5. Jun 2011, 18:27

Hallo rainer,

vielleicht findest Du hier Informationen:

http://www.tropenland.at/trp/cont/exot/ ... ,%20Pflege

LG
Rexili

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Re: Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

Beitrag von rainer » So 5. Jun 2011, 18:49

Hallo Rexili,

Super- Link! Dankeschön, ich bin begeistert. :smile:

Eine Info konnte ich schon nachvollziehen: Wir hatten zunächst den Pflanzplatz in die Bewässerung einbezogen.
Das gefiel dem Setzling offenbar garnicht, er kümmerte vor sich hin und es sah aus, als ob er eingeht.
Dann haben wir die Bewässerung versuchsweise mal fast eingestellt, und nun geht es voran.
Jetzt weiß ich,daß das kalte Wasser schuld war.
Übrigens: Ich hätte ein Buch zu verschenken, das mir jemand für Spanien geschenkt hatte,
mit dessen Level ich aber etwas überfordert bin. Wär schade drum, wenns bei mir Staub ansetzt:
"Mediterranes Gärtnern" von Heidi Gildemeister, "Mit wenig Wasser einblühendes Paradies"
beschreibt über 1000 trockenbeständige Pflanzen.
Bei Interesse bitte PN
Gruß
rainer

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Re: Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

Beitrag von Florecilla » So 5. Jun 2011, 19:27

rainer hat geschrieben:Übrigens: Ich hätte ein Buch zu verschenken, das mir jemand für Spanien geschenkt hatte,
mit dessen Level ich aber etwas überfordert bin. Wär schade drum, wenns bei mir Staub ansetzt:
"Mediterranes Gärtnern" von Heidi Gildemeister, "Mit wenig Wasser einblühendes Paradies"
beschreibt über 1000 trockenbeständige Pflanzen.
Das ist aber ein nettes Angebot, Rainer. Da wird sich bestimmt ein dankbarer Abnehmer finden, denn das Buch ist recht bekannt.
Hasta luego,
Florecilla (Margit)

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Re: Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

Beitrag von Oliva B. » Mo 6. Jun 2011, 14:41

Hallo Rainer,
an unserem ersten Haus in Spanien standen prächtige Bananenstauden. Sie waren haushoch und standen am Pool - es sah richtig tropisch bei uns aus. Auch standen sie geschützt in einer Ecke, so dass der Wind die Blätter nicht zerfetzen konnte.

Das Haus hatten wir demals second hand gekauft, den Pool haben wir nachträglich bauen lassen. Irgendwann wurde das Wasser im Pool grünlich. Wir forschten nach und stellten fest, dass unsere Fosa in der Nähe des Pool stand. Genau unter den Bananenstauden. Es blieb uns nichts anderes übrig, als die Grube wegen der Bakteriengefahr versetzen zu lassen.

Hinterher wussten wir auch, warum die Bananenstauden so hoch wurden: Sie zogen sich die Feuchtigkeit aus der Grube. :-P
Nachdem wir sie versetzt hatten, wurden sie nur noch so hoch wie auf dem Bild.
Neu Buena.jpg
So schön solche dichten Stauden auch aussehen, man muss wissen, dass sie viel Arbeit machen. Die Stämme hatten ein Durchmesser von 10 bis 15 cm. Nach dem Tragen sterben sie ab und müssen abgesägt werden. Das Sägen ist zwar keine schwere Arbeit, denn sie sind sehr wässrig, aber dadurch sind sie natürlich auch unheimlich schwer und es fallen Unmengen von Grünzeug an, die sich bestens zum Kompostieren oder Mulchen eignen, sofern man sie zerkleinert.
:!: Aufpassen muss man mit seiner Kleidung: Die Flecken von dem Saft lassen sich nachher nicht mehr entfernen.

Mein Tipp für dich, Rainer: Wenn du prächtige Bananenstauden haben willst, sieh zu, dass sie genügend Feuchtigkeit bekommen.
Ich habe beim nächsten Haus wieder eine Bananenstaude gepflanzt, sie hat sich aber nur zwei, drei Jahre gehalten und blieb ziemlich mickerig - obwohl sie bewässert wurde.

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Re: Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

Beitrag von rainer » Mo 6. Jun 2011, 16:55

Hallo Oliva,

vielen Dank für die Tips. Da kommt ja dann vielleicht noch was auf mich zu. Aber haushoch hoffentlich nicht. :o

Aber eins habe ich noch nicht begriffen: Fosa heißt vermutlich Klärgrube? Aber wie war der Zusammenhang mit der Waserverfärbung im Pool? Hatte die Staude da eine Querverbindung geschaffen?
Gruß
rainer

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Re: Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

Beitrag von Oliva B. » Mo 6. Jun 2011, 18:02

rainer hat geschrieben:Hallo Oliva,
vielen Dank für die Tips. Da kommt ja dann vielleicht noch was auf mich zu. Aber haushoch hoffentlich nicht. :o
Aber eins habe ich noch nicht begriffen: Fosa heißt vermutlich Klärgrube? Aber wie war der Zusammenhang mit der Waserverfärbung im Pool? Hatte die Staude da eine Querverbindung geschaffen?
Erst große Bananenstauden sehen eindrucsvoll aus, Rainer,

Eine Foss ist ein Klärgrube, das ist richtig. Sie wird in der Regel gemauert, heutzutage gibt es auch Modelle aus Kunststoff.
Die nitrathaltigen, flüssigen Bestandteile gelangen von der Klärgrube ins Erdreich. Deshalb darf in der Nähe eines Schwimmbades keine Klärgrube sein. Die Bananenstaude hatte damit nichts zu tun, ihr gefiel es aber auf der Grube extrem gut. :-P

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Re: Wer kennt sich aus mit Bananenstauden?

Beitrag von kala » Mo 6. Jun 2011, 20:48

Na die Bananenstrauden von Oliva sehen schon toll aus.
Wir haben immerhin einem im Tierheim, da binde ich immer die Hunde zum fotografieren an. Die wird nie gewässert (ausser von den Rüden) sieht entsprechend aus .... trägt aber tapfer jedes Jahr ihre Früchte. Rein optisch - besser als nichts, aber natürlich nicht mit dem Bild von oben vergleichbar.
lg
kala

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Beitrag von rainer » Do 16. Jun 2011, 11:01

Unser Pflänzling hat sich nun in den vergangenen paar Tagen schon unglaublich gemausert: Vom kleinen Stummel auf einen Meter mit sechs teils schon richtig großen Blättern! Ich habe den Eindruck, dass das Abstellen der Bewässerung das entscheidende war. Vielleicht war ich aber auch nur zu ungeduldig und in den ersten Wochen nach dem Einpfanzen tut sich meistens noch nichts? :-?
Gruß
rainer

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