Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

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Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von CBF-Team » So 22. Apr 2012, 21:22


  • Spaniens Regierung billigt weitere Kürzungen
    Kein Geld mehr für Bildung und Gesundheit


    ...Zudem will Madrid den sogenannten "betrügerischen Gesundheitstourismus" bekämpfen. Dazu sollen Ausländer daran gehindert werden, sich in spanischen Meldeämtern registrieren zu lassen, um so von der staatlichen medizinischen Versorgung profitieren zu können.

    Den kompletten Artikel gibt es bei der ARD


Dazu noch ein Interview (auf Spanisch) mit der spanischen Ministerin für Gesundheit, Wohlfahrt und Gleichstellung, Mato Adrover, aufgenommen heute Abend um 18 Uhr. Der letzte Satz dieses Interviews lautet:

  • "Ich weiß nicht, ob es ein Irrtum oder eine willkürliche Entscheidung war, aber es ist sicher, dass 700.000 Ausländer unrechtmäßigerweise das System* verwendet haben, obwohl einige von ihnen in einer wirtschaftliche besseren Situation leben als wir."
    *) Anm.: gemeint ist das Gesundheitssystem

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Re: Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von calpe06 » Mo 23. Apr 2012, 07:10

Na das mit den Schulen ist ja schon so eine Sache.
In den Klassen sind ja hier bei meinen Kids schon 25 bis 27 Compañeros.
Mehr Platz ist auch in den Klassenraeumen garnicht.

Und wegen dem Registrieren im Meldeamt. Wie soll das laufen, denn nicht jeder Auslaender
will vom spanischem Staat leben (SIP-Karte). Warum also gleich bei allen Auslaendern
einen Riegel davor schieben? Finde ich nicht schoen, so wie es jetzt dort geschrieben
steht.
Wir sind drei Laute: 1 Erwachsene und 2 Kinder und sind von Anfang an privat versichert.

Das einzigste was wir genutzt haben, war bisher das bono-libre fuer die Schulbuecher,
weil das jeder bekam. Das koennte man ja auch aendern und nur fuer die Familien
ausgeben die es wirklich noetig haben, weil die Eltern arbeitslos sind oder einfach zu wenig verdienen.
In Deutschland muss doch auch jeder die Buecher bezahlen.
So wie ich das von der Papeleria gehoert habe wird es wohl dieses im naechsten Jahr auch nicht mehr geben,
weil die Generalitat nicht bezahlt hatte, als die Rechnung von den bono-libres bei ihr eingingen.
Liebe Gruesse
Steffi und Familie

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Re: Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von girasol » Mo 23. Apr 2012, 09:09

calpe06 hat geschrieben:Na das mit den Schulen ist ja schon so eine Sache.
In den Klassen sind ja hier bei meinen Kids schon 25 bis 27 Compañeros.
Ist das in Spanien sonst anders? Gibt es dort normalerweise kleinere Klassen? Bei uns in Ba-Wü ist eine solche Zahl durchaus üblich, der Klassenteiler ist 30 bzw. 28 (je nach Schulart).
calpe06 hat geschrieben:In Deutschland muss doch auch jeder die Buecher bezahlen.
Das wäre mir neu... :-?

Gruß
girasol
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Re: Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von kuba » Mo 23. Apr 2012, 09:13

girasol hat geschrieben: calpe06 hat geschrieben:In Deutschland muss doch auch jeder die Buecher bezahlen.


Das wäre mir neu... :-?
Bei uns in Niedersachsen müssen schon seit Jahren alle Schulbücher selbst bezahlt werden !!
liebe grüße
kuba

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Re: Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von kala » Mo 23. Apr 2012, 09:22

das mit den Schulbüchern ist wohl abhängig von der Gemeinde. Meine Nachbarn mussten alle immer zahlen, durften noch nicht mal die Bücher der älteren Kinder übernehmen. Kosten pro Jahr 130 Euro aufwärts. Aber es legt auch jede Schule fest, welche Bücher sie will.

Mit den Ausländern müsste doch stark unterschieden werden, ich weiss jedoch auch von Missbrauch.
Man kann seinen "Lebensgefährten" mit bei sich über die SIP anmelden und es steht automtisch das Gesundheitssystem kostenlos zur Verfügung. Das hat im Normalfall ein Anwalt, man kann das aber sicher auch selber tun. Viele Südamerikaner machen es ähnlich... Damit holt sich der Staat tausende von Menschen ins Gesundheitssystem, die nie eingezalt haben. Wenn man bedenkt, dass Rentner nichts zu den Rezepten zuzahlen müssen, wird das teuer. Diesen Punkt sollen aber auch u.a. Deutsche ausnutzen, auch wenn ich pers. keine kenne.
lg
kala

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Re: Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von girasol » Mo 23. Apr 2012, 09:58

kuba hat geschrieben:
girasol hat geschrieben: calpe06 hat geschrieben:In Deutschland muss doch auch jeder die Buecher bezahlen.


Das wäre mir neu... :-?
Bei uns in Niedersachsen müssen schon seit Jahren alle Schulbücher selbst bezahlt werden !!
Habe mich jetzt mal kurz informiert: Es hängt vom Bundesland ab, ob die Schulbücher oder ein Anteil daran selbst bezahlt werden müssen oder nicht. Bei uns in Baden-Württemberg müssen die Bücher nicht bezahlt werden, sie werden den Schülern für die Dauer der Nutzung zur Verfügung gestellt, danach werden sie an die Schule zurückgegeben und an die nächsten Schüler verteilt. Es gibt noch weitere Bundesländer, in denen nichts bezahlt werden muss.
Insofern ist die generelle Aussage, dass in Deutschland jeder seine Bücher bezahlen muss, nicht richtig.

Gruß
girasol
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Re: Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von betty-calpino » Mo 23. Apr 2012, 12:58

Hallo

Zitat : Dazu sollen Ausländer daran gehindert werden, sich in spanischen Meldeämtern registrieren zu lassen, um so von der staatlichen medizinischen Versorgung profitieren zu können.

Wie soll das den Gehen ?
Erst soll man sich alle 3 Monate beim Ayuntamiento Melden ( was wir aber nicht machen, warum auch :-? , sind Gemeldet und Fertig ) da sie Zuschüsse bekommen. Und dann Soll es Verhindert werden. Ergibt ein Eigentor

Und wenn Familien nach Spanien Auswandern ( z.B weil sie hier ein Haus kaufen ) wie sollen die Kinder den an Schulen Angemeldet werden ?
Dazu Brauch man die Meldebescheinigung !

Gut, dass mit den Gesundheitssystem Verstehe ich, wenn man in Deutschland nicht Arbeitet oder Sozialgelder Bezieht, muss sich auch Privat Versichern. Warum also in Spanien Kostenlos ?

Was die Schulbücher Betrifft, dass war nur eine Frage der Zeit. Wo wird zuerst Gespart , an Kinder !

Wird dann Schule Privileg an Reiche ?

Was mich auch anko...... unsere Schule hat kein Geld für Toilettenpapier ( Kinder sollen Selber Mitbringen )
Aber jetzt sollen Schuluniformen Angeschafft werden. Was auch pro Kind als Grundausstattung ca 200€ Kostet !

( was ich aber nicht kaufen werde, erstens wollen meine Kinder sie nicht, zweitens kann man dies aus eine Staatliche Schule nicht erzwingen )

Saludo
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Re: Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von calpe06 » Mo 23. Apr 2012, 13:26

Hallo!

Wir mussten in Deutschland unsere Buecher alle selber zahlen, ausser es war eine Kindereiche Familie oder arbeitslose,
dann bekam man Freibuecher von der Schule. So war es zu meiner Schulzeit.
Und die Buecher in Deutschland sind auch teurer als die hier in Spanien.
Ja bei dem Kleinen (2. Klasse) waeren es 130 Euro gewesen und bei der Grossen (6. Klasse) waeren es 150 Euro gewesen.
Ich weiss aber auch, dass es auf dem Instituto teurer wird und man dort schnell auf bis zu 250 Euro kommt.

Zum Thema Schuluniform:
Ich werde hier keine kaufen, wie wollen die das auf einer staatlichen Schule durchsetzen.
Vor allem wer soll das bezahlen, wenn man mehr als ein Kind in der Schule hat?!
Eine Freundin hat sich gerade schlau gemacht was private Schulen kosten.
Callosa kostet in der 7. Klasse 500 Euro inklusive Bus (von Calpe), Essen, Buecher und Uniform und Lope Vega in Benidorm
bekommt monatlich 800 Euro inklusive Bus (von Calpe), Essen und Uniform und Buecher. Hat sie mir so erzaehlt.

Das mit dem Gesundheitswesen ist mir bekannt, aber vielleicht sollten dann die Krankenkassen vorher angehalten werden,
die Leute zu ueberpruefen, anstatt von vornherein alle Auslaender ueber einen Kam zu scheren.

@betty: Ihr muesst euch alle 3 Monate im Ayuntamiento melden?
Eigentlich ist es so: Als Nicht-Residenter musst du alle 2 Jahre aufs Amt und sagen ja diese Adresse gehoert immer noch uns
und als Resindenter musst dich alle 5 Jahre melden und sagen ja ich lebe noch hier.
Liebe Gruesse
Steffi und Familie

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Re: Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von betty-calpino » Mo 23. Apr 2012, 14:01

uniform2a.jpg
uniform1a.jpg
calpe06 hat geschrieben:Hallo!

Wir mussten in Deutschland unsere Buecher alle selber zahlen, ausser es war eine Kindereiche Familie oder arbeitslose,
dann bekam man Freibuecher von der Schule. So war es zu meiner Schulzeit.
Und die Buecher in Deutschland sind auch teurer als die hier in Spanien.
Ja bei dem Kleinen (2. Klasse) waeren es 130 Euro gewesen und bei der Grossen (6. Klasse) waeren es 150 Euro gewesen.
Ich weiss aber auch, dass es auf dem Instituto teurer wird und man dort schnell auf bis zu 250 Euro kommt.

Zum Thema Schuluniform:
Ich werde hier keine kaufen, wie wollen die das auf einer staatlichen Schule durchsetzen.
Vor allem wer soll das bezahlen, wenn man mehr als ein Kind in der Schule hat?!
Eine Freundin hat sich gerade schlau gemacht was private Schulen kosten.
Callosa kostet in der 7. Klasse 500 Euro inklusive Bus (von Calpe), Essen, Buecher und Uniform und Lope Vega in Benidorm
bekommt monatlich 800 Euro inklusive Bus (von Calpe), Essen und Uniform und Buecher. Hat sie mir so erzaehlt.

Das mit dem Gesundheitswesen ist mir bekannt, aber vielleicht sollten dann die Krankenkassen vorher angehalten werden,
die Leute zu ueberpruefen, anstatt von vornherein alle Auslaender ueber einen Kam zu scheren.

@betty: Ihr muesst euch alle 3 Monate im Ayuntamiento melden?
Eigentlich ist es so: Als Nicht-Residenter musst du alle 2 Jahre aufs Amt und sagen ja diese Adresse gehoert immer noch uns
und als Resindenter musst dich alle 5 Jahre melden und sagen ja ich lebe noch hier.

Hallo Calpe06

Das wurde mir vor Jahren Gesagt, dass man sich alle 3 Monate Melden sollte. Egal war das Letzte mal , tja gefühlte 100 Jahre her dort

Unsere Schule hat die Schuluniform durch !
Und es ist eine Staatliche, keine Private !

Saludo Betty
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Re: Ärztliche Versorgung für Ausländer in Spanien

Beitrag von calpe06 » Mo 23. Apr 2012, 20:51

Hallo Betty!

Ja das die Azorin staatlich ist weiss ich doch. Meinen sind auf dem Gabriel Miro Colegio.
Habe heute mal nachgefragt und erfahren, das man dass dort vor zwei Jahren auch schon versucht hatte
durchzusetzen und mir kam dann ein: Habt ihr nen Knall ueber die Lippen!
Ja genau das war meine erste Aussage dazu.

Das muss ja nun auf einer staatlichen Schule wirklich nicht sein. Zumal auch keiner darauf achtet,
was die Kinder auf dem Schulhof machen in den Pausen.
Also dort hat man es bis jetzt noch nicht durchbekommen. Zum Glueck.
Vorallem ist das sowas von unwichtig.
Vielleicht sollte man sich dann mal darum kuemmern dass die Kids nur Vormittag (9-14 Uhr) Schule
haben, was ihnen sehr gut tun wuerde.
Liebe Gruesse
Steffi und Familie

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