Spermienkrise

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Oliva B.
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Spermienkrise

Beitrag von Oliva B. » Mo 4. Dez 2017, 10:17

Immer mehr unfruchtbare Männer


"Die Anzahl der westlichen *) Spermien ist in den letzten 40 Jahren sowohl quantitativ als auch qualitativ deutlich zurückgegangen." Der Direktor der urologischen Abteilung des Krankenhauses Vithas Medimar Internacional in Alicante, Dr. Bartholomé Lloret, bezieht sich bei dieser Aussage auf das Ergebnis von 185 Studien mit Daten zur Spermienqualität, die bei mehr als 43.000 Männern durchgeführt wurde.

"Es gibt viele Faktoren, die zu dieser fortschreitenden Verschlechterung der Spermienqualität führen können, einige von ihnen sind bekannt und eng mit dem aktuellen Lebensstil verbunden, wie z.B. Stress, Angstzustände, unzureichende Ernährung, Tabak, Fettleibigkeit und ungenügende Bewegung. Andere wären Chemikalien, denen wir direkt oder indirekt ausgesetzt sind, wie Pestizide oder Konservierungsstoffe." **) Hinzu kommt, dass bei Männern die Fortpflanzungsfähigkeit im Laufe der Jahre abnimmt. Männer, die unter schlechter Spermienqualität leiden, sind auch gefährdet, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten Krebsarten zu erkranken. Quelle

*) In Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland ist die Fertilität zwischen 1973 und 2011 um insgesamt 52,4 Prozent gesunken.

**) "Im Verdacht für weniger Spermien stehen seit Jahren verschiedene Ursachen: das Handy in der Hosentasche, hormonaktive Substanzen aus der Umwelt, die Acetylsalicylsäure in Schmerzmitteln, ein durch Übergewicht veränderter Hormon-Stoffwechsel oder der Missbrauch von Hormonen für den Muskelaufbau.
[attachment=0]Rauchen.JPG[/attachment]

Wissenschaftlich gesichert sei jedoch nur ein Faktor, der definitiv zu einer geringeren Spermienzahl führt: das Rauchen."

Die ergänzenden Zitate mit ** stammen aus dem Artikel Macht das Handy Männer unfruchtbar?
Dateianhänge
Rauchen.JPG
Auch bei Frauen vermindert Rauchen nachweislich die Fruchtbarkeit

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Re: Spermienkrise

Beitrag von sol » Mo 4. Dez 2017, 10:47

nanu
bereits schon 1996 im SPIEGEL----------- >:)
Gruss aus Berlin--
Wolfgang und Traudel Radochla

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Re: Spermienkrise

Beitrag von Oliva B. » Mo 4. Dez 2017, 11:16

Richtig, sol, die Tendenz war schon damals klar erkennbar. Doch all diese Angaben widersprechen der "Deutsche Stiftung Weltbevölkerung", die in diesem Jahr veröffentlich hat, Zitat:
  • "Afrika, dem Kontinent mit der höchsten Fertilität, bekommt eine Frau derzeit 4,7 Kinder (gegenüber 4,9 Kindern im Zeitraum 2005–2010).
    Europa ist die einzige Region mit leicht zunehmender Fertilität: Derzeit sind es 1,6 Kinder pro Frau gegenüber 1,55 Kindern im Zeitraum 2005–2010."
Was denn nun? Spermienschwund und trotzdem mehr Kinder :-?

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Re: Spermienkrise

Beitrag von sol » Mo 4. Dez 2017, 11:22

Oliva B. hat geschrieben:Richtig, sol, die Tendenz war schon damals klar erkennbar. Doch all diese Angaben widersprechen der "Deutsche Stiftung Weltbevölkerung", die in diesem Jahr veröffentlich hat, Zitat:
  • "Afrika, dem Kontinent mit der höchsten Fertilität, bekommt eine Frau derzeit 4,7 Kinder (gegenüber 4,9 Kindern im Zeitraum 2005–2010).
    Europa ist die einzige Region mit leicht zunehmender Fertilität: Derzeit sind es 1,6 Kinder pro Frau gegenüber 1,55 Kindern im Zeitraum 2005–2010."
Was denn nun? Spermienschwund und trotzdem mehr Kinder :-?
DAZU :
Die Weltbevölkerung umfasste beim Jahreswechsel 2016/17 rund 7,47 Milliarden Menschen.
Die UNO rechnet für den Zeitraum 2015 bis 2020 mit einem Bevölkerungswachstum von rund 78 Millionen Menschen pro Jahr.
Die Vereinten Nationen erwarten 2050 etwa 9,7 Milliarden Menschen auf dem Globus. ( ich trage nix mehr dazu bei ) :-o
Gruss aus Berlin--
Wolfgang und Traudel Radochla

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Re: Spermienkrise

Beitrag von Miesepeter » Mo 4. Dez 2017, 20:24

Also, erst das Ozonloch, dann Treibgas in den Spraydosen, Abschlachten der Wale, Plastikinseln in den Ozeanen, Austrocknen der Stauseen und nun DAS noch - welche Hiobsbotschaft kommt als nächste? Ich bin gespannt - ändern wird sich am Ende doch nichts! Wozu also diese Bangemacherei.
Je weniger Sorgen sich man macht umso mehr geniesst man das Leben.
Viele schätzen Dich wegen Deines Charakters, andere hassen dich aus dem gleichen Grund.
Die grösste Verzweifelung eines Verzweifelten ist, andere nicht zur Verzweifelung bringen zu können.

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Re: Spermienkrise

Beitrag von Andreas W » Mo 4. Dez 2017, 20:45

Ja, man braucht ein Thema ^^ :-D
Das wird wohl schon auch an den ungesunden Lebensbedingungen und dem Übermass, dem hemmungslosen Konsum und *falschem* Essen zu tun haben.

*Macht doch nix.. bald werden die Babys im Reagenzglas designed, der Frau in den Uterus gesetzt, dann wächst schon Kind.* wird sich so mancher denken... was da charakterlich heranreift weiß dann zwar keiner, aber auch egal..

Da kann schon der Verdacht aufkommen, dass das bewußt so gelenkt ist. Bin aber kein großer Freund von Verschwörungstheorien. Sind nur Zeitkiller und eine Theorie bleibt nun mal eine Theorie.
Aber als aus Auslöser für das große *Spermiensterben* kommen vielleicht auch Gen manipulierte Lebensmittel in Betracht. In vielen Nahrungsmitteln ist Soja drin zB, und ich glaube nicht, dass das alles unbehandelt ist.
Der Mond ist nicht nur kleiner als die Erde,
sondern auch viel weiter weg.

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Re: Spermienkrise

Beitrag von maxheadroom » Mo 4. Dez 2017, 23:57


Hola todos,
einfach auch mal ein wenig was mathematisches :mrgreen: welches den Fluch " Seid fruchtbar und mehret euch" einem etwas deutlicher vor Augen fuehrt:Bei einer höheren durchschnittlichen Fruchtbarkeit würde die Bevölkerung auf 10,9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 und 16,6 Milliarden Menschen im Jahr 2100 anwachsen
Diese Zahlen koennen mir natuerlich "wurscht" sein , aber man kann sich schon verdeutlichen was mit der Welt passieren wuerde wenn diesse tatsaechlich Realitaet werden wuerden >:) >:) >:) >:)
So gesehen ist das mit den Spermien gar nicht so dramatisch, was miesepeter angeschnitten hat mit den sozialen Systemen steht sowieso auf einem anderen Blatt :mrgreen: :mrgreen:
Saludos
maxheadroom
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Soy optimista, incluso mi tipo de sangre es positiva.
La buena vida es cara. Hay otra más barata - pero esa no es vida.

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Re: Spermienkrise

Beitrag von sol » Di 5. Dez 2017, 09:23

Hey max....

das sind doch mal Zahlen-----
du schrubst :-----10,9 Milliarden Menschen im Jahr 2050
ich hatte gelesen : Die Vereinten Nationen erwarten 2050 etwa 9,7 Milliarden

naja, die einskommazwei machen "den Kohl auch nicht fett" ( OT : fällt mir ein : Kohl und Schmiergelder )

meine Oma sagte öfter: " glaube nur, was du selbst gesehen hast "
nochmal OT :
als ich mir 1951 auf ihrem Bauerhof in den Ferien meinen linken Zeigefinger gequetscht hatte
und mit einem Auto vom Nachbarnin die 5 km entfernte Stadt gefahren wurde zum Nähen--
da war ich am anderen Ende des Dorfes schon †-------- >:)
Gruss aus Berlin--
Wolfgang und Traudel Radochla

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Re: Spermienkrise

Beitrag von Oliva B. » Di 5. Dez 2017, 10:36

Miesepeter hat geschrieben:Also, erst das Ozonloch, dann Treibgas in den Spraydosen, Abschlachten der Wale, Plastikinseln in den Ozeanen, Austrocknen der Stauseen und nun DAS noch - welche Hiobsbotschaft kommt als nächste? Ich bin gespannt - ändern wird sich am Ende doch nichts! Wozu also diese Bangemacherei.
Was heißt "Bangemacherei"? Immer mehr Paare erhalten die bittere Botschaft, dass die keine eigenen Kinder bekommen können. Ist es dann nicht
sinnvoll, immer wieder auf die Ursachen hinzuweisen, damit auch schon die Jugendlichen erfahren, welche Risikofaktoren sie umgehen können?

Übrigens ging es hier nicht um das weltweite Bevölkerungswachstum, sondern um die zunehmende Unfruchtbarkeit der Männer in den westlichen Industrienationen. ;-)

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Re: Spermienkrise

Beitrag von balina » Di 5. Dez 2017, 10:55

Miesepeter hat geschrieben:Also, erst das Ozonloch, dann Treibgas in den Spraydosen, Abschlachten der Wale, Plastikinseln in den Ozeanen, Austrocknen der Stauseen und nun DAS noch - welche Hiobsbotschaft kommt als nächste? Ich bin gespannt - ändern wird sich am Ende doch nichts! Wozu also diese Bangemacherei.
Als nächstes kommt so was wie "Nicht nur in der Pizza wurde Pferdefleisch gefunden".
_____________
lieben Gruß
balina

Ein bisschen Grütze unter der Mütze ist schon was nütze.
Aber ein gutes Herz unter der Weste ist wohl das Beste.

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