Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Auslandskrankenschutz, ges. & priv. Krankenkasse
Miesepeter
especialista
especialista
Beiträge: 2042
Registriert: Mi 8. Jun 2016, 10:45
Wohnort: S.O.-Spanien

Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von Miesepeter » Di 28. Mär 2017, 13:23

Aus gegebenem Anlass möchte ich nochmals auf dieses Thema zurückkommen, soweit dies Deutsche (einschl. EU und EWR-Bürger) betrifft, die sich vorübergehend (kurzer, langer oder auch ganz langer Uraub) in Spanien aufhalten und (unvorhersehbare) ärztliche Hilfe benötigen.
Zum besseren Verständnis: Spanien verfügt über ein sehr gut ausgebautes kostenloses öffentliches Gesundheitssytem (vergleichbar mit der DDR) und unterhält in jeder Geinde mindestens ein Behandlungszentrum (Centro de Salud), sowie regionale Krankenhäuser (Hospital) mit Ambulanzbehandlungen. Alles ist unter der Bezeichnung “Seguridad Social” zusammengefasst, und jedermann mit rechtmässigem Aufenthalt im Land hat Anspruch auf führ ihn kostenlose Versorgung.
Wie verhalte ich mich also bei plötzlich auftretender Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Wenn möglich das nächste Behandlungszentrum oder besser gleich die Notaufnahme (Urgencias) des nächsten öffentlichen Krankenhauses aufsuchen. Bei Transportunfähigkeit und in Notfällen die allgemeine Notrufnummer 112 anrufen (es wird teilweise englisch gesprochen).
Privatversicherte sollten vorsorglich vor Abreise mit ihrem Versicherer klären, wie und welche ärztliche Hilfe/Leistungen in welchem Umfang getragen warden. Aber auch diese können (und ich empfehle dies nachdrücklich) die Seguridad Social in Anspruch nehmen, den m.W. werden deren Leistungen vollstänig übernommen.
Alles was nicht unter die Bezeichnung “Seguridad Social” fällt, sind private Einrichtungen, deren Leistungen nicht immer vom deutschen Versicherungsträger voll oder teilweise anerkannt werden und auch nicht unbedingt das Leistungssprektrum der öffentlichen Einrichtungen bieten können. Eine “Clinica” ist oft wenig mehr als eine gwönliche Arztpraxis.
Hotelpersonal darauf hinweisen, dass man die Hilfe der “Seguridad Social” beanspruchen will. Ansonsten rufen die IMMER private Dienstleister, von denen sie dafür Kopfgelder bekommen.
Gott weiss alles, oder mal die Nachbarn fragen, die wissen nämllich noch mehr.
Dies ist ein freies Land, und wem das nicht passt und nicht frei sein will, werden wir ggf. dazu zwingen.

Benutzeravatar
baufred
especialista
especialista
Beiträge: 1744
Registriert: Fr 18. Jun 2010, 17:24
Wohnort: Wolfsburg/San Fulgencio Urb. La Marina

Re: Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von baufred » Di 28. Mär 2017, 14:19

... als Ergänzung zu @ Miesepeters > Infos - speziell f. Rentner im Ausland (Stand: 2015):

https://www.dvka.de/media/dokumente/mer ... entner.pdf
Saludos -- baufred --

Benutzeravatar
sol
especialista
especialista
Beiträge: 9425
Registriert: Mo 20. Feb 2012, 08:25

Re: Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von sol » Di 28. Mär 2017, 14:20

auch ein Grund, warum wir 2004 von Spanien weg sind als Residente---
Centro de Salud und Kh Oriuela konnten meiner Traudel nicht helfen
dabei ging es doch "nur" um ihre Schilddrüsenerkrankung---------------
Gruss Wolfgang

Benutzeravatar
Josefine
especialista
especialista
Beiträge: 2962
Registriert: Mi 13. Jun 2012, 16:15
Wohnort: Orihuela Costa

Re: Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von Josefine » Di 28. Mär 2017, 16:11

:)

Wir sind als Residenten bislang super zufrieden mit unserem Centro de Salud und auch mit dem Krankenhaus Torrevieja. :)
Terminabsprache mit dem Centro de Salud kann man auch online machen.
Wir hatten dann nur 15 Minuten Wartezeit. Perfekt! Der Doc war auch OK.

Da wir den Krankenversicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland ebenfalls haben, kann man Operationen, die man lieber in Deutschland machen lassen möchte (incl. Reha) ja auch in Deutschland in dem Krankenhaus seiner Wahl durchführen lassen. Das habe ich im letzten Jahr so gemacht mit anschließender Reha an der Ostsee.

Ich finde, als deutscher Resident ist man super abgesichert mit den 2 Krankenversicherungssystemen. :)
Wir haben absolut keine Veranlassung dazu, jemals unseren Wohnsitz wieder nach Deutschland zu verlegen. Wir bleiben hier an der CB. :mrgreen:
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine (Jofina)

Benutzeravatar
sol
especialista
especialista
Beiträge: 9425
Registriert: Mo 20. Feb 2012, 08:25

Re: Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von sol » Di 28. Mär 2017, 18:33

Josefine hat geschrieben:
Wir sind als Residenten bislang super zufrieden mit unserem Centro de Salud und auch mit dem Krankenhaus Torrevieja. :)
wieso geht man dann für eine OP nach Deutschland----
Wir haben absolut keine Veranlassung dazu, jemals unseren Wohnsitz wieder nach Deutschland zu verlegen. Wir bleiben hier an der CB. :mrgreen:
abwarten--------
eines Tages, wenn es nicht mehr geht------------
Gruss Wolfgang

Benutzeravatar
leonielion
activo
activo
Beiträge: 204
Registriert: Mi 16. Mär 2016, 14:36

Re: Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von leonielion » Di 28. Mär 2017, 20:30

Hans, ich bin in der Urgencia des Quirons gewesen. Mit der deutschen Krankenkarte erstmal kein Problem. Nur für die tägliche Weiterbehandlung muss zuerst einmal eine Kostendeckungsanfrage bei meiner Krankenkasse gemacht werden. Ebenso für deren geplantes Gespräch mit einem Spezialisten. Zwischenzeitlich haben wir bei unserer ADAC kreditkarte angefragt, sollten nicht alle Kosten übernommen werden. Erstaunlicherweise hat diese aber mittlerweile mitgeteilt, dass sie keine Kosten übernehmen wird. (Diese Karte kündigen wir sofort erstmal diese Woche noch) Sie hatten sogar den behandelten Arzt in DE kontaktiert, ob ich reisefähig war. wir sind noch vor der Fahrt nach ES beim Arzt gewesen und dieser hatte auch die Reisefähigkeit bestätigt. Morgen werde ich vom Quiron erfahren, ob meine Krankenkasse die Kosten der Behandlung übernehmen wird. Ansonsten muss ich vllt wie du schon sagtest, mir ein billigeres Krankenhaus suchen..

Miesepeter
especialista
especialista
Beiträge: 2042
Registriert: Mi 8. Jun 2016, 10:45
Wohnort: S.O.-Spanien

Re: Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von Miesepeter » Di 28. Mär 2017, 21:22

Der guten Ordnung halber: ich habe weder nirgendwo noch irgendwann etwas von einem BILLIGEN bzw. BILLIGEREN Krankenhaus etwas gesagt. Quiron ist eine sehr gute Adresse, die aber ihren Preis hat und deshalb überwiegend in der high society ihre Kunden haben (inkl. Staatsoberhaupt).
Gott weiss alles, oder mal die Nachbarn fragen, die wissen nämllich noch mehr.
Dies ist ein freies Land, und wem das nicht passt und nicht frei sein will, werden wir ggf. dazu zwingen.

Benutzeravatar
leonielion
activo
activo
Beiträge: 204
Registriert: Mi 16. Mär 2016, 14:36

Re: Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von leonielion » Di 28. Mär 2017, 21:57

Hans, habe ich dich doch richtig verstanden: Wenn Zuzahlung von Nöten sind, dann fallen sie im Quiron höher aus?

Benutzeravatar
nurgis
especialista
especialista
Beiträge: 4483
Registriert: Mi 30. Mai 2012, 12:12

Re: Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von nurgis » Di 28. Mär 2017, 22:17

Ich kann nur immer wieder betonen: habt ihr eine Urlaubsfahrt ins Ausland (wie Spanien),die auf 42 Tage begrenzt ist , ist der ADAC die beste Adresse ! Man kümmert sich. Auch bei der ADAC Auslands-Langzeit-Versicherung, wie schon gesagt.Seid ihr hier länger hier, habt keine Langzeitversicherung, gibt es große Probleme.
Der Hund ist Dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.

Benutzeravatar
leonielion
activo
activo
Beiträge: 204
Registriert: Mi 16. Mär 2016, 14:36

Re: Krankenversorgung für EU- und EWR-Bürger

Beitrag von leonielion » Di 28. Mär 2017, 22:28

Wie sollen die 42 Tage nachgewiesen werden? Wollen sie etwa Mautbelege sehen?

Antworten

Zurück zu „Krankenversicherung“