Versicherung beim Rohrbruch

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Ingo_D
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Versicherung beim Rohrbruch

Beitrag von Ingo_D » Mi 8. Jun 2016, 21:05

Hola a todos!

In unserem Mehrfamilienhaus hat's bei dem Nachbar über uns einen Rohrbruch in der Wand gegeben. :((

Unser Präsident hat sich an die Immobilienverwaltungsfirma gewandt, die dann eine Klempnerfirma beauftragt hat, die den Schaden (in der Wohnung über uns) auch beseitigt hat. Allerdings hats eine Woche gedauert.

In dieser Woche stellten wir fest, dass auf unserer Decke sowie in den Ecken zwischen Decke und Wand sich sofort nach dem Unfall gelbe Wasserflecken gebildet haben, die immer größer wurden und nach ein paar Tagen auch vom Schimmel befallen wurden. Der Präsident bzw. die Immobilienverwaltungsfirma versprachen tagtäglich jemanden vorbeizuschicken, der die Flecken vorerst entfernen wird, denn wir konnten da kaum atmen und kriegten Hustenanfälle - offensichtlich die Allergie gegen Schimmel. :-o

Nun ist heute ein Reparateur mit einem Vertreter der Versicherung (wahrscheinlich, dem Gutachter) vorbeigekommen. Der Gutachter hat alles abfotografiert und sich irgendwas notiert und der Reparateur hat in fünf Minuten den Schimmel entfernt. Dabei hat er gesagt, wenn die Decken wieder trocken sind, werde er sie streichen, mehr werde von der Versicherung des Gebäudes nicht übernommen.

Für meine Begriffe sollte man indes den Putz von der ganzen Decke wegnehmen, die ganze Decke neu verputzen und streichen und das Ganze soll auch von der Versicherung übernommen werden.
Außerdem möchte ich gerne für diese Woche des Hustens und des durch den Diskomfort eingeschränkten Lebensgefühls entschädigt werden.

Hat jemand vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß, was von der Versicherung gefordert werden kann?

Vielen lieben Dank im Voraus für jeden Ratschlag. >:d<
Ingo

PS Wir haben auch eine eigene Hausratversicherung (u. a. gegen "Wasseraustritt"). Allerdings meinte unser Präsident, wir sollen sie nicht bemühen, da das Gebäude als solches versichert ist. Ist es nun richtig so? #:-s

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Oliva B.
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Re: Versicherung beim Rohrbruch

Beitrag von Oliva B. » Sa 11. Jun 2016, 08:50

Ingo_D hat geschrieben:Für meine Begriffe sollte man indes den Putz von der ganzen Decke wegnehmen, die ganze Decke neu verputzen und streichen und das Ganze soll auch von der Versicherung übernommen werden.
Außerdem möchte ich gerne für diese Woche des Hustens und des durch den Diskomfort eingeschränkten Lebensgefühls entschädigt werden.

Hat jemand vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß, was von der Versicherung gefordert werden kann?

Vielen lieben Dank im Voraus für jeden Ratschlag. >:d<
Ingo
Hallo Ingo, das meinst du doch nicht ernst? :-?

Ingo_D
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Re: Versicherung beim Rohrbruch

Beitrag von Ingo_D » Sa 11. Jun 2016, 17:36

Oliva B. hat geschrieben:Hallo Ingo, das meinst du doch nicht ernst? :-?
Was genau?

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Re: Versicherung beim Rohrbruch

Beitrag von Oliva B. » Sa 11. Jun 2016, 18:56

Du fragst nach meiner Meinung?

Du schriebst:
Eine Woche nach dem Rohrbruch wurde das Rohr repariert. Nur die Ecken eine Decke deiner Wohnung wurden feucht und gelb, das heißt, es tropfte kein Wasser in deine Wohnung. Nach ein paar Tagen begannen die Ecken zu schimmeln.

Sobald das Problem bekannt war, hätte ich an deiner Stelle (um weitere Schäden zu vermeiden)
1. den Schaden dokumentiert und gleichzeitig
2. die Versicherung informiert und den umgehenden Besuch des Gutachters verlangt (mit Hinweis auf den täglich steigenden Schaden und auf die Beschwerden)
3. vor allen Dingen hätte ich sofort etwas gegen den Schimmel unternommen (oder unternehmen lassen) und ein professionelles Trocknungsgerät in die Wohnung gestellt, um die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk zu ziehen.
Die Kosten für das Trocknungsgerät, die Renovierung deiner Decke sowie die Beeinträchtigung deiner Lebensqualität für die paar Tage müsste die Versicherung bezahlen, aber keine Komplettsanierung (d.h. die Kosten für die Entfernung des gesamten Putzes, das neue Verputzen der Decke und das Streichen).

Und wegen des Schmerzensgeldes....
Hast du dir deine gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Pilzbelastung vom Arzt attestieren lassen? Wenn ja, wie hoch stellst du dir in etwa das Schmerzensgeld für das Einatmen von Schimmelpilzsporen (die Rede ist von ein paar Tagen!) vor?
Ich gebe dir den Tipp, schau dir erst einmal die Schmerzensgeldtabelle für Arztfehler, Behandlungsfehler, ärztliche Kunstfehler an, damit du einen kleinen Überblick erhältst, was da so möglich ist. Horrendes Schmerzensgeld wie z.B. in Amerika üblich, wird weder in Deutschland noch in Spanien gezahlt.

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Re: Versicherung beim Rohrbruch

Beitrag von Ingo_D » Sa 11. Jun 2016, 21:20

Hola Oliva!
Oliva B. hat geschrieben:Du schriebst:
Eine Woche nach dem Rohrbruch wurde das Rohr repariert. Nur die Ecken eine Decke deiner Wohnung wurden feucht und gelb, das heißt, es tropfte kein Wasser in deine Wohnung. Nach ein paar Tagen begannen die Ecken zu schimmeln.
Nicht wirklich. Ich schrieb: es haben sich "auf unserer Decke sowie in den Ecken zwischen Decke und Wand gelbe Wasserflecken gebildet, die immer größer wurden". Summa summarum sind es ca. 4 qm.

Oliva B. hat geschrieben:Sobald das Problem bekannt war, hätte ich an deiner Stelle (um weitere Schäden zu vermeiden)
1. den Schaden dokumentiert und gleichzeitig
2. die Versicherung informiert und den umgehenden Besuch des Gutachters verlangt (mit Hinweis auf den täglich steigenden Schaden und auf die Beschwerden).
Die Punkte 1 und 2 sind auch im Endeffekt erledigt.

Oliva B. hat geschrieben:3. vor allen Dingen hätte ich sofort etwas gegen den Schimmel unternommen (oder unternehmen lassen) und ein professionelles Trocknungsgerät in die Wohnung gestellt, um die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk zu ziehen.
Wie bereits geschrieben hat der Reparateur den Schimmel entfernt. Wahrscheinlich wird es (auch) zu seinen Aufgaben gehören, das Mauerwerk zu trocknen, bevor er mit dem Entfernen des Putzes und der Neuverputzung beginnt. Denn wo soll ich denn das Trocknungsgerät her kriegen und woher soll ich als Laie wissen, wie man es aufstellt und bedient? ;;)

Oliva B. hat geschrieben:Die Kosten für das Trocknungsgerät, die Renovierung deiner Decke sowie die Beeinträchtigung deiner Lebensqualität für die paar Tage müsste die Versicherung bezahlen, aber keine Komplettsanierung (d.h. die Kosten für die Entfernung des gesamten Putzes, das neue Verputzen der Decke und das Streichen).
Und wie berechnet man die Kosten der Beeinträchtigung der Lebensqualität?
Oliva B. hat geschrieben: Und wegen des Schmerzensgeldes....
... Horrendes Schmerzensgeld wie z.B. in Amerika üblich, wird weder in Deutschland noch in Spanien gezahlt.
Ja, Du scheinst hier recht zu haben :roll:

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