Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Abwasser, Sickergrube,Brunnen
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Citronella
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Re: Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Beitrag von Citronella » Sa 10. Jun 2017, 11:33

Wir haben auch noch eine Sickergrube (hoffentlich noch recht lange) und keinerlei Probleme damit - weder Geruchsbelästigung noch Cucarachas :-P . Es ist mir ein Rätsel, wie man aus einer Fossa schaufelweise diese Tierchen rausholen kann - es ist doch ein geschlossenes System mit nur einem Rohr zum Haus :-? . Bis jetzt hatten wir in 17 Jahren eine Leerung, die auch problemlos vonstatten ging. Cucarachas sah ich bis jetzt nur an der Küste (sogar tagsüber in einem Speiselokal :-o ).

Wie die rechtliche Lage zwecks eines Anschlusses der Kanalisation ist weiß ich leider nicht .....

Saludos
Citronella

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nurgis
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Re: Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Beitrag von nurgis » Sa 10. Jun 2017, 12:48

Ich habe auch ein altes Haus (1978), mit einer Fossa für die Küche unten und einer für die Bäder oben, allerdings auch das von Baufred erwähnte Entlüftungsrohr auf dem Dach. Die obere Fossa wurde einmal vor ca. 14 Jahren entleert. Der Vorbesitzer hatte vermietet. Wir haben bisher keinerlei Probleme mit einer Fossa gehabt ! KEINE Cucarachas (Kakerlaken) ! Kein Gestank !
Eine Bekannte von mir ist weiter unten in einer Reihenhausanlage an den Kanal angeschlossen. Der " Vorteil " hat sie vor ein paar wochen fast in den Wahnsinn getrieben. Da die Anlage im Winter kaum bewohnt ist, verstopften die ungenutzten Rohre und bei Ihr lief in der unteren Etage die ganze
Sch... in die Wohnung. Teppiche durchtränkt und ein neuer stinkender Bodenbelag. Da kommt Freude auf.
Ausserdem glaube ich, wenn alle Häuser hier auf dem Berg angeschlossen sind, trocknet er noch mehr aus. Die Häuser bekommen mehr Risse und es sieht dann aus wie in Alicante, kaum mehr grün.
Jedes liebe Wort macht`s Leben länger. (Hg)

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Re: Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Beitrag von vitalista » Sa 10. Jun 2017, 13:32

Als ich mein Haus in Los Balcones kaufte, wurde auch nach gut einem Jahr die Kanalisation gelegt. Ich war kostenmäßig nur für den Anschluss von der Straße zu meinem Haus zuständig. Aber kaum war alles fertig, bekam ich immer wieder Besuch von diesen krabbelnden Viechern, wogegen ich zu Zeiten der Fossa séptica niemals cucarachas im Haus hatte.
Und auch hier in Crevillente bin ich froh, die Fossa zu haben, denn auch hier sind Kakerlaken absolut kein Thema.
Wer morgens zerknittert aufsteht, hat tagsüber noch Entfaltungsmöglichkeiten!

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Re: Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Beitrag von Josefine » Sa 10. Jun 2017, 13:45

Hier bei uns in OC ist, glaube ich, wohl fast alles an der Kanalisation angeschlossen.

Wenn wir manchmal an einer kleinen Straße vorbeikommen, dann stank es oft nach Abwässern am Beginn dieser Straße. Daran anliegend sind auf einer Seite Einzelhäuser, aber eng bebaut. Auf der anderen Seite ein Park. Wenn wir jetzt diese Straße entlanggehen, hat sich der Gestank verlagert. Jetzt müffelt es am Ende der Straße.

Kann es damit zusammen hängen, wie @Sunwind geschrieben hat?
und der Gestank aus der Kanalisation ist manchmal auch ganz schön heftig, insbesondere dann wenn in der Gegend viele unbewohnte Häuser stehen (Teilzeit-Residenten).
Wer lebt, sieht viel. Wer reist, sieht mehr.
Gruß Josefine

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Re: Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Beitrag von Oliva B. » Sa 10. Jun 2017, 14:58

Meine Nackenhaare stellen sich auf, wenn ich eure "kanalisierten" :-P Erfahrungsberichte lese. Kakerlaken brauche ich nicht im Haus und Gestank auch nicht. Natürlich wird das Grundwasser durch die fosas verseucht, aber deren Inhalt fließt - immerhin durch mehrere Erdschichten gefiltert - ins Meer. Mehr macht eine Kläranlage auch nicht. Und das Wasser von Brunnen in dicht besiedelten Gebieten wird wohl eher zur Bewässerung von Pflanzen benötigt.

Meine Gedanken dazu:

In Meeresnähe gibt hier wahrscheinlich nicht allzu viele Quellen und die Küstengemeinden beziehen das Trinkwasser für die Haushalte vorwiegend (wenn nicht komplett) aus dem Inland. Wenn also der Inhalt der Gruben dazu beiträgt, die Pflanzen der Umgebung mit Dünger/Wasser/...oder was auch immer :-P zu versorgen (warum ist es in der Marina Alta wohl so grün?), überlege ich, ob es unter dem Aspekt nicht sogar besser wäre, den bestehenden Status quo zu erhalten? :-s #:-s

Übrigens hatten wir an unserem ersten Haus in Spanien dicke, meterhohe Bananenstauden mit Früchten. Bananen brauchen viel Wasser.
Rätselfrage: Was meint ihr? Wo stand wohl dieser kleine "Bananenwald"? :lol:

Aber ich weiß, EU-Regelungen müssen eingehalten werden. #:-s
Und jetzt schnell weggeduckt, bevor ich von euch Haue bekomme. :lol:

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Re: Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Beitrag von Sunwind » Sa 10. Jun 2017, 15:17

Hallo ? - so schlimm ist das ja nun auch nicht mit dem Geruch, ist halt nur ab und zu. :lol:

Aber wie sieht das eigentlich mit euren Septicos/Fossas aus - wie oft schaut ihr da so im Jahr rein ?
Oder werden die eher nicht kontrolliert - ich kenne die Dinger nicht.

Ohne Grund werden die Leute da ja nicht solche "Bomba para cuceracha" reinwerfen - Bayer stellt die übrigens auch her.

Wir werden demnächst einfach mal diesen Test mit dem halbvollen Honigglas machen und mal schauen ob es Insekten im Haus gibt :-? .

Gruß

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Re: Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Beitrag von Oliva B. » Sa 10. Jun 2017, 15:34

Sunwind hat geschrieben:Aber wie sieht das eigentlich mit euren Septicos/Fossas aus - wie oft schaut ihr da so im Jahr rein ?
Oder werden die eher nicht kontrolliert - ich kenne die Dinger nicht.

Ohne Grund werden die Leute da ja nicht solche "Bomba para cuceracha" reinwerfen - Bayer stellt die übrigens auch her.

Wir werden demnächst einfach mal diesen Test mit dem halbvollen Honigglas machen und mal schauen ob es Insekten im Haus gibt :-? .

Gruß
Unsere Erfahrungen (bisher drei Häuser mit fosas): Die nachweislich älteste Grube ist immerhin schon 24 Jahre in Betrieb. Sie ist auf unserem Grundstück in Benissa und wurde noch NIE geleert, wir haben auch noch nie nachgeschaut. NOCH funktioniert sie sehr gut. Sie liegt weit unterhalb des Hauses im eigenen Pinienwald und wir hatten noch nie Probleme. Allerdings frage ich mich, wie lange noch, denn irgendwann MUSS die Grube doch mal voll sein, oder? #:-s

Und wie du auch im post von Citronella gelesen hast, Cucarachas und Geruchsbelästigung kennen wir nicht. Wir haben noch nie "Mittelchen" gebraucht, im Gegenteil, wir müssten erst einmal nachschauen, wo der Zugang zu unserer fosa überhaupt liegt, um sie zu entleeren. :mrgreen:

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Re: Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Beitrag von Kiebitz » Sa 10. Jun 2017, 17:57

Eine intakte mehrstufige Fossa braucht über viele Jahre nicht gewartet zu werden. Das machen die Micro- Organismen selbst. Man kann sie leicht zerstören oder aus dem Gleichgewicht bringen wenn zu viele Chemikalien in die Fossa gelangen. Eine Flasche Domestos kann reichen.

Und dann kommt das Problem in Form der Kackewagen. Der Rüssel der in die zu reinigende Fossa gehalten wird, ist kontaminiert mit Cucaracha Eier. Die alten Bekannten werden abtransportiert, aber die neue Lebensgemeinschaft wird sich entwickeln.
Diskutiere nie mit Idioten, sie holen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung...
Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber. Brecht.

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Re: Denia: Kanalisation ausgebaut und jetzt vor meinem Haus - was nun?

Beitrag von bini » Sa 10. Jun 2017, 23:25

Hola tod@s
Oliva B. hat geschrieben: Unsere Erfahrungen (bisher drei Häuser mit fosas): Die nachweislich älteste Grube ist immerhin schon 24 Jahre in Betrieb. Sie ist auf unserem Grundstück in Benissa und wurde noch NIE geleert, wir haben auch noch nie nachgeschaut. NOCH funktioniert sie sehr gut. Sie liegt weit unterhalb des Hauses im eigenen Pinienwald und wir hatten noch nie Probleme. Allerdings frage ich mich, wie lange noch, denn irgendwann MUSS die Grube doch mal voll sein, oder? #:-s

Und wie du auch im post von Citronella gelesen hast, Cucarachas und Geruchsbelästigung kennen wir nicht. Wir haben noch nie "Mittelchen" gebraucht, im Gegenteil, wir müssten erst einmal nachschauen, wo der Zugang zu unserer fosa überhaupt liegt, um sie zu entleeren. :mrgreen:
Oliva, so lange wie die Pinien ihre "Füsse" in der fosa haben, wird sie wohl nie voll werden. Es sei denn die Wurzeln werden so dick dass sie die fosa sprengen. In meiner trinkt ne madre selva (Geissbart?) tüchtig mit und macht ihrem spanischen Namen alle Ehre .
Bisher (12 Jahre) habe ich auch nie probleme weder mit Geruch noch mit Schaben. Brauchte auch nicht geleert werden. :-D
Oliva B. hat geschrieben: Meine Gedanken dazu:

In Meeresnähe gibt hier wahrscheinlich nicht allzu viele Quellen und die Küstengemeinden beziehen das Trinkwasser für die Haushalte vorwiegend (wenn nicht komplett) aus dem Inland. Wenn also der Inhalt der Gruben dazu beiträgt, die Pflanzen der Umgebung mit Dünger/Wasser/...oder was auch immer :-P zu versorgen (warum ist es in der Marina Alta wohl so grün?), überlege ich, ob es unter dem Aspekt nicht sogar besser wäre, den bestehenden Status quo zu erhalten? :-s #:-s


Aber ich weiß, EU-Regelungen müssen eingehalten werden. #:-s
Und jetzt schnell weggeduckt, bevor ich von euch Haue bekomme. :lol:
In Meerenhähe (zumindest hier in Alicante ) ist das Quellwasser sehr oft mit Salzwasser vermischt und nicht für jede Pflanze vertäglich. Das es in der Marina Alta grüner ist als in Alicante liegt wohl eher darán das es dort öfter regnet als in Alicante. :-?

Bei mir liegt ein Anschluss an die Kanalisation nicht in Aussicht, da hat die Gemeinde gar kein Geld fûr. Geschweige denn Geld um irgendwelche Strafen an Europa zu zahlen.

Grüsse Bini

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