Nichts wie weg aus Spanien!!!!!

Mitglieder erzählen von ihrer Auswanderung und berichten über Episoden aus ihrer neuen Heimat
rainer
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Re: Außenseiter oder "schweigende Mehrheit"?

Beitrag von rainer » Sa 23. Jul 2011, 22:00

baufred hat geschrieben:... aber "Auswanderer" kann problemlos durch "Alle" ersetzt werden, die sich - egal ob zeitweise als Urlauber/Touri oder "Teilzeit"-Resident oder sonst wie bedingten Auslandsaufenthalten in einem nicht "heimischen" Umfeld bewegen müssen .... und dann passt es wieder ... mal mehr ... mal weniger ...
Dann will ich mich dann doch auch mal angesprochen fühlen, kann mich aber trotzdem nicht zuordnen:

> diejenigen, die sich mit den Gegebenheiten, wie Sprache, Sitte und Gebräuche auseinandersetzen und sich dort auch zuhause fühlen
- Falls die spanischen Gegebenheiten gemeint sind: Wir beide wissen, daß die Gegebenheiten in unseren beiden "Europäer"- Urbanisationen nicht gerade spanische sind.

> diejenigen, die alles aus Deutschland dorthin transportieren möchten, beginnend bei Sprache, Bürokratie und anderen speziellen Dingen
- Ich denke nicht daran. Wenn ich (wenn auch häufiger) Gast - in welchem Land auch immer - bin, habe ich die örtlichen Gegebenheiten zu respektieren. Oder ich bleibe weg. Zugegeben gibt es da in Spanien eine Schmerzgrenze, zum Beispiel bei Müllbergen in schönster Natur. Aber selbst da heißt für einen Nicht- Spanier nur Schulterzucken: da müssen die Spanier selbst irgendwann dahinterkommen. Nochmals: sonst muss ich wegbleiben.

> der Rest, der sich in Ghettos, weniger örtlich sondern mehr mental einsperrt und "im eigenen Saft kocht" und alles schlecht findet
- Nö, überhaupt nicht. Wir fühlen uns pudelwohl hier und sind auch nicht eingesperrt, weder örtlich noch mental. Unsere Radtouren führen auch durch spanische Dörfer mit freundlichem Grußwechsel hie und da, und zu unseren Lieblingslokalen zählen auch zwei spanische.

... aber es gibt dazwischen noch eine unbestimmte Menge, die sich keiner Gruppe zuordnen lässt: die von jedem etwas mit sich schleppen und generell unzufrieden sind, ohne eigentlich zu wissen weshalb...
- Auch in dieser "unbestimmten Menge" finde ich mich aber nicht wieder. Nochmals: Wir schleppen nichts davon mit uns herum, und sind auch nicht unzufrieden.
Aber, zugegeben, ganz in Spanien leben möchte ich nicht. Dazu sind die deutschen Wurzeln zu stark. Sonst sähe es ja vielleicht anders aus, dann könnte auch mich ja vielleicht der eine oder andere Frust packen und ich manches nicht mehr ganz so locker sehen. Wer weiß.

P.S. Ich habe gerade noch einmal im Thread weiter vorn gestöbert und merke nun, daß ich eigentlich nichts neues mehr beitrage und auch mit meiner Meinung und Lage durchaus nicht allein bin. Ich bitte um Nachsicht, wenn ich sie trotzdem noch loswerden will.>:d< .
Gruß
rainer

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Re: Außenseiter oder "schweigende Mehrheit"?

Beitrag von baufred » Sa 23. Jul 2011, 22:18

rainer hat geschrieben:... Falls die spanischen Gegebenheiten gemeint sind: Wir beide wissen, daß die Gegebenheiten in unseren beiden "Europäer"- Urbanisationen nicht gerade spanische sind.
... es waren auch die spanischen gemeint und nicht die der "anderen" :mrgreen: ... und ich mich eindeutig in der Kategorie der "Angekommenen" sehe, die sich dort zuhause fühlen (im spanischen Umfeld :idea: ) ... auch wenn es nur als "Teilzeit"resident ist :-D ... aber jetzt sind wir schon bei 16 Wochen im Jahr, mal sehen wie's weitergeht :lol:

... und auch für mich ist das Thema damit erschöpfend behandelt B-)

Saludos -- baufred --
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Re: Nichts wie weg aus Spanien!!!!!

Beitrag von Henio_de » So 24. Jul 2011, 12:34

Theoretisch ja, praktisch aber...

- höchste Arbeitslosenquote Europas
- Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung (keine Arbeitsverträge, Hungerlöhne, Sonn- und Feiertagsarbeit)

Hier ist der Kapitalismus - nicht die soziale Marktwirtschaft. Ich möchte nicht wissen, woher das Geld Einiger kommt, die sich mit 45 Jahren hier in Spanien niedergelassen haben (verstecken?). Leider bin ich im Leben mehrmals von deutschen Chefs nach Strich und Faden betrogen worden (Kein Lohn, keine Sozialabgaben, etc.) und musste dann später erfahren, dass eben genau diese armen, ruinierten Geschäftsmänner hier in Spanien leben. Mit eigener Finca und dickem Bauch. Genau diese Vorkommnisse sind es, die mich aus Deutschland rausgetrieben haben. Ich habe geschworen, dass ich nie wieder im Leben für einen Deutschen arbeiten werde. Und ich lebe genau auch aus diesem Grunde nicht in den deutschen Hochburgen, sondern etwas abseits.
Deutschland hat drei Millionen Arbeitslose - und jammert es würden Fachleute fehlen. Die lassen die eigenen Mitbürger verhungern, nur um 100 Euro am Lohn zu sparen.

Und DAS soll besser sein??? Nee, danke!

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Heute hieß es mal: nichts wie weg aus Deutschland!

Beitrag von rainer » So 24. Jul 2011, 20:46

Heute wurde mir mal drastisch in Erinnerung gerufen, was wir uns damals vor allem dabei gedacht haben, uns (zeitweise) ein Freizeit- Quartier an der Costa Blanca zu beschaffen und nicht an Nord- oder Ostsee, wo es eigentlich auch sehr schöne Fleckchen gibt, sei es nun in Deutschland, Holland, Dänemark oder Schweden. Aufbruch heute morgen bei 12 Grad und Sturm und Regen. Auf der Autobahn- Gegenfahrbahn eine endlose Reihe von Urlaubern in Richtung Norden. Die armen. (Für die Nordseeküste angesagt: Windstärke neun. Rückmeldung eines Bekannten: man heizt....) Am Flughafen- Parkplatz bin ich zum Abschied dann noch klitschnass geworden, weil wegen des Sturms der Regen fast waagerecht kam. Bei der Zwischenlandung in Palma noch leichte Irritation: auch hier Regen, wenn auch nicht so kalt. Angekommen in Alicante war die Welt dann wieder in Ordnung. I28 Grad und sogar noch ein bisschen Sonne. Ich weiß, das war und ist nicht mehr immer so "passend", aber heute war`s mal wieder so. Klasse. :-D
Gruß
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Re: Heute hieß es mal: nichts wie weg aus Deutschland!

Beitrag von girasol » Mo 25. Jul 2011, 09:20

rainer hat geschrieben: Für die Nordseeküste angesagt: Windstärke neun.
Eines meiner beeindruckendsten Urlaubserlebnisse bisher: Nordsee bei Windstärke neun bis elf inklusive Sturmflut! Ich fand das total klasse. :d

Gruß
girasol
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Re: Nichts wie weg aus Spanien!!!!!

Beitrag von maxheadroom » Mo 25. Jul 2011, 11:55

Hola todos y Girasol,
dann kann ich Dir da noch Schottland Thurso und die Orkneys empfehlen :d da blässt ein ordentlicher Wind( für die Einheimischen) für jeden anderen ist das immer schon Sturm :razz: wegen diesem Wetter haben die Schotten auch den Whiskey erfunden :-D :-D
Jedem nach seinem Geschmack, mir hat es von der Landschaft und dem ganzen drum und dran schon gut gefallen, aber eben Spanien auch und wenn man nicht nur an der Teils versauten Küste rumrennt ist es ein ganz tolles Land, so wie natuerlich Deutschland auch wo es ja ebenfalls schoene und tolle Ecken gibt, :smile: :-D :-D :-D vor allem in Sueddeutschland :mrgreen:
Saludos
maxheadroom
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Re: Heute hieß es mal: nichts wie weg aus Deutschland!

Beitrag von rainer » Mo 25. Jul 2011, 13:59

girasol hat geschrieben:
rainer hat geschrieben: Für die Nordseeküste angesagt: Windstärke neun.
Eines meiner beeindruckendsten Urlaubserlebnisse bisher: Nordsee bei Windstärke neun bis elf inklusive Sturmflut! Ich fand das total klasse. :d

Gruß
girasol
- Als gelegentliches Highlight sicherlich super. Hatte ich auch schon ab und zu. Ich hab auch schon mal auf Sylt mitten in der Nacht unser Wohnmobil, im Schlafanzug am Steuer, mit der Nase in den Wind gedreht, weil wir fürchten mußten, von den Orkanböen umgeworfen zu werden. Als Abwechslung mal ganz lustig. Auf Fehmarn steckten mal morgens nach einer Sturmnacht einige Katamarane nach kurzer "Luftreise" mit dem Mast im Uferschilf. Sieht man auch nicht alle Tage. Ich hab auch nichts gegen Wind. Im Gegenteil, so bis 5 oder 6 Windstärken ist da möglich, was mehr Spaß macht, als am Strand in der Sonne zu dösen. Aber so richtig mieses Wetter sollte schon die gelegentliche Ausnahme bleiben. Ich habe aber in den vergangenen Jahrzehnten fast alle ost- und nordfriesischen Inseln und die deutsche, holländische und dänische Festlandküste in überwiegend verregneten Juli- Urlaubswochen erlebt. Irgendwann reichte es uns dann. Von den Möglichkeiten, im Süden den Sommer nach vorn und hinten deutlich auszudehnen ganz zu schweigen. Die drei Gründe, die uns nach Süden gezogen haben: 1. Klima, 2. Klima, 3. Klima. Auch Griechenland stand zur Diskussion, nachdem wir sehr oft dort waren und dieses Spanien lange Zeit vorgezogen haben. Schied aber dann aber als Langzeit- Ziel doch aus, weil schlechter erreichbar und im Winter zu ungemütlich.
Gruß
rainer

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Re: Außenseiter oder "schweigende Mehrheit"?

Beitrag von rainer » Mo 25. Jul 2011, 14:44

rainer hat geschrieben: PS. Ich habe gerade noch einmal im Thread weiter vorn gestöbert und merke nun, daß ich eigentlich nichts neues mehr beitrage und auch mit meiner Meinung und Lage durchaus nicht allein bin....
Nachtrag: insbesondere die Beiträge von baufred und florecilla auf Seite 3 kann ich nur unterstreichen.
Gruß
rainer

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Re: Nichts wie weg aus Spanien!!!!!

Beitrag von AxelRS » So 4. Sep 2011, 22:02

Habe mit Interesse alle Beiträge in diesem Thema gelesen ...und bin zu der Meinung gekommen das das swas wir ab sofort an der Costa Blanca anbieten echt helfen könnte einigen Leuten das leben angenehmer und leichter zu machen....,

Ld

AxelRS

dele
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Re: Nichts wie weg aus Spanien!!!!!

Beitrag von dele » Do 8. Sep 2011, 13:04

Hallo tolle Beiträge hier.
Habe bisher nur Urlaub gemacht und bin nicht länger geblieben. Aber die Zeit des Ruhestandes rückt näher. Über Wintern im Süden ist ein Traum von mir. Ich war und bin in Deutschland sehr zufrieden. Nur von November bis Februar ist es mir viel zu dunkel und kalt in Deutschland.
Die Vor und Nachteile eines leben in Spanien sind in diesen Beitrag ganz gut zu erkennen.
So muß man schon ab und zu eine Flasche Gas opfern, das man es im Winter warm hat. ( Kostet eine Flasche jetzt wirklich 60 Euro, daß habe ich viel billiger in Erinnerung ). Hatte aber immer wieder schöne Tage, auch im Winter an der Costa Blanca. :-D

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