Umfrage: "kriminelle" Erfahrungen in Spanien

Was habe ich persönlich bisher in Spanien erlebt?

In der Öffentlichkeit: Diebstahl, einmal
6
12%
In der Öffentlichkeit: Diebstahl, mehrfach
6
12%
In der Öffentlichkeit: Beraubung
3
6%
In der Öffentlichkeit: Tätlichkeiten
0
Keine Stimmen
In der Wohnung: Einbruch, einmal
12
24%
In der Wohnung: Einbruch, mehrfach
8
16%
In der Wohnung: Überfall, einmal
0
Keine Stimmen
In der Wohnung: Überfall, mehrfach
0
Keine Stimmen
An der Haustür/Wohnungstür: Betrugsversuch
14
29%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 49

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vitalista
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Re: Umfrage: "kriminelle" Erfahrungen in Spanien

Beitrag von vitalista » Mo 19. Sep 2016, 13:22

Eigentlich müsste ich mir vor Angst in die Hose machen, denn auf meinem "Kriminelle-Erfahrungen-Konto" hat sich schon so einiges angehäuft:
In Spanien: vier mal Portemonnaie oder gleich die ganze Tasche geklaut (der Trick, einer fragt nach dem Weg, während der andere die Beifahrertür öffnet und die Tasche mitnimmt, ist ja auch bekannt...) und ein Einbruchversuch, bei dem sie nur im Abstellraum fündig wurden, danach störten aufmerksame Nachbarn die armen Diebe, ich hatte an anderer Stelle darüber berichtet.

In Deutschland beglückten sie mich einmal (Weihnachten) während meiner Abwesenheit, brachen tagsüber die Haustür auf -- und wieder standen sowohl ein aufmerksamer als auch ein vergesslicher Nachbarn bereit um zu stören. Der erste hatte gesehen, das was nicht stimmt und rief die Polizei, der zweite hatte vergessen Zucker zu kaufen und wollte sich bei mir welchen leihen. Als er dann klingelte, suchte der Dieb durch die Terrassentür endgültig das Weite.
Und dann noch einmal ein Einbruch in mein Geschäft, wo ganz gezielt bestimmte Marken geklaut wurden und meine größte Mühe war, mitten in der Saison Sommerware nachzuordern.
Aber bei meinem schlichten Gemüt gelingt es mir immer, das Positive darin zu sehen: Der Ausweis mit dem schrecklichen Foto gehört der Vergangenheit an, ich habe eine viel schönere neue Haustür von der Versicherung bekommen, ich kurbel die Wirtschaft an, und die armen Diebe müssen jedesmal bitterlich enttäuscht gewesen sein, denn bei keinem dieser Erlebnisse konnten sie wirklich absahnen, so dass sich die Mühe gelohnt hätte.
Wer morgens zerknittert aufsteht, hat tagsüber noch Entfaltungsmöglichkeiten!

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Re: Umfrage: "kriminelle" Erfahrungen in Spanien

Beitrag von leonielion » Mo 19. Sep 2016, 13:45

@ Atze

Eine Bitte: Falls der zu einem von euch kommt:
Sagt ihm: "Augenblick, ich hole nur mal das Geld", und dann holt ihr einen Fotoapperat.......[/quote]

Fotoapparat ist gut :lol: ...aber ich habe Angst, dass ich hinterher zerstochene Reifen habe

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Re: Umfrage: "kriminelle" Erfahrungen in Spanien

Beitrag von Kiebitz » Mo 19. Sep 2016, 14:12

Wie darf ich mich gegen einen Einbrecher wehren?

http://www.focus.de/finanzen/recht/schr ... 75382.html

Im Prinzip habe ich als Opfer immer die A-Karte. Und das wissen die Einbrecher auch.
Diskutiere nie mit Idioten, sie holen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung...
Konfuzius sagt: Erst wenn eine Mücke auf Deinen Hoden landet, wirst Du lernen, Deine Probleme ohne Gewalt zu lösen!

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Re: Umfrage: "kriminelle" Erfahrungen in Spanien

Beitrag von leonielion » Mo 19. Sep 2016, 19:05

Klasse Kiebitz :oops: wenn ein Einbrecher in einen ungesicherten Pool fällt ist man sogar dran und kann verklagt werden. :-o

Aber ich hatte es gerade gestern mit meinem Sohn und dessen Freundin (beide Polizisten): auf meinem Grundstück ist es nicht verboten mit erlaubten Waffen sich zu wehren.

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Re: Umfrage: "kriminelle" Erfahrungen in Spanien

Beitrag von Atze » Mo 19. Sep 2016, 20:00

leonielion hat geschrieben: Aber ich hatte es gerade gestern mit meinem Sohn und dessen Freundin (beide Polizisten): auf meinem Grundstück ist es nicht verboten mit erlaubten Waffen sich zu wehren.
Das stimmt so nicht ganz und auch der verlinkte Zeitungsartikel hat da Unrecht:
Bei einem drohenden (sogar auch bei einem vermutetem ) Angriff gegen die körperliche Unversehrtheit darf man zu JEDEM erfolgversprechenden Mittel greifen. Man ist auch nicht gezwungen im Sinne einer Steigerung zunächst geringere Mittel auszuprobieren. Wenn man eine verbotene oder nicht angemeldete Waffe im Haus hat, hat dies auf den Notwehraspekt nicht den geringsten Einfluss, man darf auch diese benutzen. Allerdings gibt es dann unabhängig von der Überprüfung der Notwehrsituation ein Verfahren nach dem Waffengesetz.

Und man muss auch nicht zunächst zu einem Messer greifen, wenn man eine Schusswaffe zur Verfügung hat.
Ihr Einsatz sollte zwar verhältnismäßig* sein, aber geeignet mit dieser einzigen Maßnahme, die Gefahr abzuwenden. Ein Warnschuss kann aber muss nicht abgegeben werden.

*Diese Verhälnismäßigkeit ist aber nicht zu eng zu sehen:
" Eine Verhältnismäßigkeit zwischen Angriff(smittel) und Gegenwehr ist eben im deutschen Strafrecht nicht vorgesehen. Sofern hier kein völliges Missverhältnis vorliegt, kann sich der Angegriffene des Abwehrmittels bedienen, das ihm zur Verfügung steht und geeignet ist, den Angriff sofort zu stoppen. Das Risiko trägt der Angreifer. Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen."
Becks Rechts-Blog:
http://blog.beck.de/2011/10/04/recht-br ... zu-weichen

Ich gebe hier allerdings nur die Gesetzeslage in D wieder.
LG Atze

Wenn dereinst die letzte Bohrinsel abgebaut und die letzte Tankstelle geschlossen ist,
werdet ihr feststellen, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.
(Prophezeiung der Cree-Indianer)

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Re: Umfrage: "kriminelle" Erfahrungen in Spanien

Beitrag von leonielion » Mo 19. Sep 2016, 23:34

@ Atze: aha, gut zu wissen. Hier holen sich ja gerade viele eine Armbrust. Für die braucht man auch keinen Waffenschein

Andreas_R
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Re: Umfrage: "kriminelle" Erfahrungen in Spanien

Beitrag von Andreas_R » Mi 21. Sep 2016, 15:10

Soledad hat geschrieben:Hola Andreas,

diese Geschichte hat leider schon einen laaaangen Bart... der Typ scheint seit Jahren so zu "arbeiten", und Du bist nicht der Erste im Forum, der dem Geld gegeben hat... (habe ich die Tage erst noch gelesen). Ein Forenmitglied hatte den sogar noch zum Schlüsseldienst gefahren, wo er ausstieg und um irgendeine Ecke verschwand...

Schade um die Penunsen, Du mußt ein guter, hilfsbereiter Mensch sein... da tut einem so was schon irgendwo leid. Aber mal ehrlich -jaha, man möge mich hauen^^- ich verstehe immer nicht, wie man dem wirklich Kohle geben kann, einfach aufgrund seiner "glaubwürdigen Geschichte"... ich meine, haben da nicht alle "Warnglöckchen" im Kopf geklimpert? z.B. weshalb er den "Schlüsseldienst" braucht, wenn doch bei ihm eingebrochen wurde...? dass kein Schlüsseldienst vermutlichder Welt mehr als 500 (!) EUR kosten kann...? Wie so eine (pérdon) verlotterte "Gestalt" ohne Zähne, usw. Eigenheimbesitzer in Eurer Urba sein kann und wenn der da lebt, weshalb er sich an wildfremde Menschen wendet...? etc.pp.

Ich finde so was echt immer interessant, dass solche Typen so erfolgreich sein können, immernoch,... Hast Du ihm Geld gegeben, weil er Deutscher ist? Dazu fällt mir ein, hüte Dich in Spanien vor Landsleuten... ich glaub' echt, dass Deutsche in Spanien niemals mehr betrogen wurden als von eigenen Landsleuten... ! (war irgendwie schon immer so, selbst vor 20 Jahren, ehrlich...)

Schade, um's Lehrgeld, es waren "nur" 40 Euro... trotzdem doof. Ist auch Geld! Aber ich denke, die Lektion sitzt und Du hast Dein Lehrgeld gezahlt... Hoffe, Du hast trotzdem noch einen schönen Sonntag!^^
Hallo,

nun ja, man(n) lernt nie aus und sieht sich im Leben immer zweimal... :-?

Aber Danke für die Info´s.
Andreas

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Re: Umfrage: "kriminelle" Erfahrungen in Spanien

Beitrag von Oliva B. » Mi 21. Sep 2016, 15:46

Zufällig habe ich gerade ein Prospekt des Innenministeriums vor mir liegen, das ich in meinem Briefkasten fand.
Copyright hin oder her, ich denke, es ist auch im Sinne der Polizei, die Informationen, auch wenn man sie schon etliche Male gelesen hat, weiter zu geben, denn es fallen immer noch genug Menschen auf die Tricks der Verbrecher rein:

Zitat:
  • "Spanien gehört zu den sichersten Ländern Europas. Die Nationalpolizei arbeitet daran, dass dies so bleibt. Um dies zu gewährleisten, ist es auch richtig, dass Sie als Touristen in Spanien die folgenden Ratschläge beachten und so zu Ihrer eigenen Sicherheit beitragen:

    Im Allgemeinen....
    - Behalten Sie Ihr persönliches Eigentum stets fest im Auge.
    - Sichern Sie Ihre Handtasche oder Ihr Portemonnaie, wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, oder bei größeren Menschenmengen (wie z. B. Straßenmärkten, Veranstaltungen usw.).
    - Achten Sie auf Ihre Foto- oder Videokamera in Vergnügungsorten.
    - Nehmen Sie nur das mit, was Sie gerade brauchen, wenn Sie zum Strand/ins Schwimmbad gehen.
    - Im Wagen sollten die Wertsachen/auffallende Gegenstände außer Sicht sein.
    - Meiden Sie möglichst unbeleuchtete und einsame Gegenden.
    - Misstrauen Sie vermeintlich "hilfsbereiten" Leuten (die Sie z.B. auf Flecken auf Ihrer Kleidung oder auf Pannen an Ihrem Auto hinweisen(. Meistens handelt es sich dabei um tricks, um Sie zu berauben.
    - Auf der Straße nehmen Sie nicht an Glückspielen teil und lehnen Sie alle "Schnäppchen" ab. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um einen Täuschungs- oder Betrugsversuch.

    Im Hotel oder Appartement...
    - Bitte Schlüssel oder Wertgegenstände nicht im Zimmer liegen lassen! Benutzen Sie den Safe!
    - In öffentlichen Räumen (Rezeption, Restaurants, Schwimmbad), beaufsichtigen Sie Ihr Gepäck, Ihr persönliches Eigentum (Taschen, Kameras usw.) Ihre Sicherheit ist uns wichtig!


Weiter geht es:
  • :idea: Sollten Sie dennoch Opfer eines Delikts werden, fordern Sie Hilfe an unter der Nummer 091 (Polizei) oder erstatten Sie telefonisch Anzeige unter der Nummer 902 102 112 (mehrsprachige Betreuung)" :idea:





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